Mindmaps: der Philosophiepodcast (RefLab)

Manuel Schmid & Heinzpeter Hempelmann
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Sep 21, 2025 • 57min

Olivia Röllin: Hoffnung lernen (Podcast-Festival)

Olivia Röllin, Religionswissenschaftlerin und Philosophin sowie SRF‑Moderatorin, spricht über Hoffnung als ambivalente Haltung. Sie diskutiert soziale Ungleichheit der Hoffnung. Sie erkundet antike und religiöse Wurzeln, Ernst Blochs Verliebtheit ins Gelingen und Tolkiens Eucatastrophe. Es geht um Hoffnung als Praxis, Lernen von Hoffnung und konkrete Alltagsstrategien.
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Apr 6, 2025 • 59min

Friedrich Nietzsche (Teil 3): Gott nach der Metaphysik

Wer Nietzsche als Atheisten bezeichnet, hat ihn nicht verstanden. Sicher beerdigt Nietzsche den «alten», metaphysischen Gott – aber er lässt Raum offen für einen neuen, schwachen, «tanzenden» Gott: Eine Spur, die sich auch für das heutige christliche Reden von Gott nahelegt…
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Mar 23, 2025 • 56min

Friedrich Nietzsche (Teil 2): Faszination Jesus

Weiter geht’s mit Nietzsche! In dieser Folge nehmen sich Peter und Manuel das Jesusbild des großen Religionskritikers vor – und es warten viele Überraschungen auf euch! So sehr Nietzsche Religionen kritisierte und das Christentum hasste: zu Jesus findet er einen ganz eigenen Zugang…
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Mar 9, 2025 • 1h 3min

Friedrich Nietzsche (Teil 1): «Gott ist tot!»

Peter und Manuel nehmen sich Friedrich Nietzsche vor! Ganz zu Recht wurde er als Prophet der Postmoderne bezeichnet – und im Zentrum dieser Folge steht die Berühmte Erzählung vom «Tode Gottes», von der es auch und gerade für Christ:innen viel zu lernen gibt.
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Dec 29, 2024 • 57min

300 Jahre Kant: Rassistische Ausfälle?

Oder: Wie feiert man einen Philosophen? «Stosst Kant vom Sockel!» Solche und ähnliche Rufe sind im Zuge der Kritik an den alten weissen Männern auch hierzulande laut geworden. Kant war ein Rassist, lautet der konkrete Vorwurf. Peter und Manuel diskutieren die Frage, wie man angemessen mit dem geistesgeschichtlichen Erbe unserer «Väter» umgeht… Podcast Mindmaps
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Dec 15, 2024 • 1h 2min

300 Jahre Kant: Fragliche Menschenwürde

300 Jahre Immanuel Kant! Peter und Manuel diskutieren in dieser (zweiten) Jubiläumsfolge die Moralphilosophie Kants. Sie zeigen die Probleme seines universalistischen Anspruchs auf und weisen nach, dass sich die Idee der bedingungslosen Menschenwürde zu Unrecht auf Kant beruft… Hinweis: Einen ausführlichen Text von Heinzpeter Hempelmann, der diesem Podcastgespräch zugrundeliegt, findet ihr hier.
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Dec 1, 2024 • 1h 7min

300 Jahre Kant: Dominante Vernunft

Zum Anlass seines 300. Geburtstages nehmen sich Peter und Manuel den Meisterdenker Immanuel Kant noch einmal vor. Dabei nehmen sie ihn ernst genug, um ihn auch zu kritisieren: in dieser Folge geht es um die Probleme mit seinem Begriff der Vernunft… Hinweis: Einen ausführlichen Text von Heinzpeter Hempelmann, der diesem Podcastgespräch zugrundeliegt, findet ihr hier!
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Nov 17, 2024 • 56min

Special: Trumps Wahrheit

Fundamental verschiedene Verständnisse von Wahrheit und Wirklichkeit Donald Trump ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Das Volk hat den orangenen Selbstdarsteller noch einmal gewählt. Kann man das nachvollziehen? Manuel und Peter graben tiefer und fragen nach den philosophisch-wahrheitstheoretischen Hintergründen des vergangenen Kampfes um die Präsidentschaft. Philosophie-Podcast
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Nov 3, 2024 • 56min

Ludwig Feuerbach: Schafft sich der Mensch Gott nach seinem Bild?

Feuerbachs Religionskritik ist eine der einflussreichsten und lehrreichsten Auseinandersetzungen mit dem Christentum in der Neuzeit. Trifft er den Nagel auf den Kopf – oder zielt er daneben? Er ist eine besonders eigenwillige und leidenschaftliche Gestalt in der neueren Philosophiegeschichte: Ludwig Feuerbach (1804–1872) wächst in gutbürgerlichen, pietistischen Verhältnissen auf und wendet sich nach enttäuschenden Erfahrungen mit der Theologie der Philosophie zu – konkret der Philosophie Hegels, den er in Berlin auch live zu hören bekommt. Feuerbach zählt zu den Linkshegelianern, und besonders seine Religionskritik wird über die Vermittlung von Karl Marx im Marxismus sehr einflussreich. Nach Feuerbachs Überzeugung führt die Religion den Menschen zur Entfremdung von sich selbst: Der Mensch sehnt sich nach Unendlichkeit, er wünscht sich Allmacht, Allwissenheit, Allgegenwart – und projiziert diese Wünsche an den Himmel, auf die Person Gottes. Dabei verpasst er gerade die entscheidende Einsicht, dass er zwar nicht als Einzelperson, wohl aber als Gattung eben jene Eigenschaften selbst besitzt und zur Besserung der irdischen Verhältnisse einsetzen könnte. Feuerbach versteht den Gottesglauben als großen Verhinderer der Besserung des Menschen und der gesellschaftlichen Veränderung. Erst wenn der Mensch seinen Glauben an Gott fallen lässt und durch den Glauben an das Potenzial der Menschheit ersetzt, findet er wieder zu sich selbst. Für das Menschenbild Feuerbachs ist aber auch eine anti-rationalistische (und anti-hegelianische) Spitze entscheidend: Der Mensch ist nicht zuerst und zutiefst Vernunftwesen, und der Verstand ist auch nicht geeignet, den Zugang zur Wirklichkeit herzustellen. Vielmehr muss der Mensch seine eigene Körperlichkeit und Sinnlichkeit wiederentdecken – die Sinne, die Leidenschaften schließen uns die Welt auf und machen uns glücklich. Und glückliche Menschen, dessen ist sich Feuerbach gewiss, werden auch Gutes zum Wohl der ganzen Menschheit tun. Gerade die philosophische und theologische Leibfeindlichkeit und Verleugnung der Sinnlichkeit macht Menschen unglücklich und damit auch böse. Manuel diskutiert mit Peter die wichtigen Weichenstellungen im Denken Feuerbachs – und sie fragen sich, was sich von Feuerbach heute lernen lässt, gerade auch christlich und theologisch. Hat Feuerbach mit seiner Projektionsthese nicht doch etwas Richtiges gesehen? Läuft ein Glaube, der auf Bedürfnisbefriedigung und Wunscherfüllung ausgerichtet ist, Feuerbach nicht zu Recht ins Messer? Und passt das Leben und der Tod von Jesus von Nazareth zu dieser Gotteskritik?
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Oct 20, 2024 • 1h 10min

Johann Gottfried Herder: Bestimmt Sprache unsere Wirklichkeit?

Für Herder war die Sprache das herausragende menschliche Kulturerzeugnis. In der Sprache verdichtet sich die Weltwahrnehmung des Menschen – eine Einsicht, die bis heute revolutionäre Konsequenzen hat… Die deutsch-türkische Autorin Kübra Gümüşay berichtet in ihrem Buch «Sprache und Sein» von einer nächtlichen Begebenheit am Meer: Ihre Großmutter macht sie auf das wunderschöne «Yakamos» aufmerksam – aber sie kann im Dunkel der Nacht nichts erkennen. Erst als ihr die Mutter erklärt, dass dieser türkische Ausdruck die Wiederspiegelung des Mondlichtes im Meer bezeichnet, erblickt sie das entsprechende Phänomen. Und ein folgenschwereres Beispiel: Die Etablierung des Begriffs der «sexuellen Belästigung» war offenbar entscheidend, um weitreichende Erfahrungen von Frauen auf einen Begriff zu bringen. Erst als es ein Wort dafür gab, wurde das Unbehagen, der Ekel, die Angst und viele andere Gefühle aufgeschlossen, welche Frauen in übergriffigen Begegnungen mit Männern empfanden, aber vorher nicht angemessen verbalisieren konnten. In ihrem Buch geht Kübra Gümüşay dieser eigenartigen Wechselbeziehung zwischen Sprache und Wirklichkeit nach – und verarbeitet dabei Einsichten, die sich bis auf den Kulturphilosophen und Philologen Johann Gottfried Herder zurückverfolgen lassen: Dieser sieht nämlich bereits, dass sich in der Sprache die Lebenswelt der Sprechenden abbildet, bis hinein in historische, biografische, soziale, geografische, klimatische und viele andere Faktoren. Und mehr als das: Sprache – in Vokabular wie auch Grammatik – lenkt umgekehrt auch die Wirklichkeitsauffassung der Sprechenden, legt ihnen eine bestimmte Wahrnehmung der Welt nahe. Diese Verbindung von Sprache, Weltwahrnehmung und Wirklichkeit beschäftigt auch andere Philosophen seiner Gegenwart und darauffolgender Zeiten: von Hamann (zu dessen Kritik an Kant bereits eine mindmaps-Folge vorliegt) über Humboldt bis Nietzsche und darüber hinaus wurde gerade im Namen der Sprachlichkeit unseres Denkens auch Kritik an den rationalistischen Engführungen der Aufklärung laut: zum einen ist die vielgerühmte «objektive Vernunft» nicht anders zu haben als in Gestalt der konkreten, historisch bedingten und darum gerade nicht universellen Sprache – zum anderen ist der Mensch nicht nur ein Wesen der Vernunft, sondern auch des Gefühls, des Willens, der Poesie und Musik und vieler anderer Aspekte des Lebens, die sich nicht auf Verstandesfunktionen reduzieren lassen. Sprache erschließt Wirklichkeit: Manuel spricht mit Peter über die weitreichenden Konsequenzen dieser Einsichten auch für heutige gesellschaftliche und theologische Diskurse. Was bedeutet die eigene Verhaftung in einer spezifischen Sprachwelt für theologische Ansprüche auf Wahrheit? Und kommt nach dieser Logik den biblischen Sprachen und insbesondere dem Hebräisch (dessen Geist auch das neutestamentliche Griechisch noch atmet) eine einzigartige Bedeutung zu? Zugespitzt: Ist Hebräisch die Sprache Gottes?

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