

Chaosradio
Chaos Computer Club Berlin
Das monatliche Radio des Chaos Computer Club Berlin
Episodes
Mentioned books

Jan 12, 2026 • 1h 27min
Lästige KI-Crawler ignorieren große Nein-Schilder
Leah (Leiterin Infrastruktur bei Uberspace, Mit‑Admin von chaos.social) und Jonas (langjähriger Webhoster bei Uberspace) reden über lästige KI‑Crawler. Sie erklären, wie Crawler arbeiten und warum sie Hosting‑Infrastruktur belasten. Es geht um robots.txt‑Limits, IP‑Blocking, Proof‑of‑Work und wirtschaftliche wie rechtliche Folgen.

Sep 9, 2025 • 1h 39min
15 Jahre epicenter.works
Tanja Fachathaler, Policy Advisor für Grundrechte und UN‑Verhandlungen. Thomas Lohninger, Geschäftsführer und langjähriger Netzpolitiker. Sie sprechen über die Gründung aus dem Kampf gegen Vorratsdaten, Strategien von NGOs, Rechtsstreitigkeiten in Österreich und Europa. Diskussionen zu Netzneutralität, Staatstrojaner, E‑Government, Finanzierung, Unabhängigkeit und Mitmachmöglichkeiten.

Jul 29, 2025 • 50min
Dicke Bretter, diesmal über die Schwarz-Schwarz-Roten und ihr neues Digitalministerium
Es geht um die Gründung und Aufgaben eines neuen Digitalministeriums. Es wird erklärt, wie Ministerien entstehen, wie Zuständigkeiten verteilt werden und welche organisatorischen Hürden warten. Personalfragen, Standortentscheidungen und Konflikte mit bestehenden Ressorts werden diskutiert. Ländererfahrungen und praktische Beispiele aus Verwaltung und Politik runden das Gespräch ab.

Jun 30, 2025 • 1h 7min
Das Video Operation Center
Jenny (Scientress), Technik- und Workflow-Verantwortliche im Video Operation Center, erklärt Software-Workflows wie Voctomix und Produktionsabläufe. Es geht um Ausrüstung, robuste Kamerawahl, Verkabelung mit SDI/XLR und Logistik für Kongresse. Außerdem werden Automatisierung, Upload-Pipelines und wie Interessierte praktisch mitmachen können, thematisiert.

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Mar 17, 2025 • 1h
Dicke Bretter, diesmal mit weniger Videoüberwachung
In dieser Folge wird die zunehmende Videoüberwachung in Köln kritisch beleuchtet. Calvin Baus von der Initiative „Kameras stoppen“ teilt seine Erfahrungen im Kampf gegen staatliche Beobachtung. Es werden rechtliche Strategien und der Einfluss solcher Technologien auf die Grundrechte der Bürger diskutiert. Ein wichtiges Gerichtsurteil wird analysiert, das einen Teilerfolg gegen die Videoüberwachung brachte. Die Rolle von Gemeinschaften und deren rechtliches Engagement im Widerstand wird unterstrichen. Ein spannendes Gespräch über Aktivismus und Datenschutz!

Feb 24, 2025 • 1h 13min
Koloniale Kontinuitäten bei Rohstoffen, Daten und Infrastruktur
Lena Ulbricht, Politikwissenschaftlerin am Weizenbaum‑Institut, analysiert postkoloniale Kontinuitäten. Ingo Dachwitz, Journalist bei Netzpolitik.org und Autor zu digitalem Kolonialismus, liefert Hintergrundwissen zu Rohstoffen und Infrastruktur. Sie sprechen über Ausbeutung beim Rohstoffabbau, globale Elektroschrottströme, Outsourcing von Datenarbeit und die Macht westlicher Techkonzerne über Infrastruktur und Daten.

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Jan 13, 2025 • 1h 50min
Die digitalen Versprechungen in den Wahlprogrammen
Aline Blankertz ist Digital-Fachfrau und engagiert sich im politisch-aktivistischen Bereich, während Klaus Landefeld in der Geschäftsführung von Telekommunikationsunternehmen tätig ist. Gemeinsam diskutieren sie die Wahlprogramme der Parteien zur Digitalisierung, IT-Sicherheit und Datenschutz. Besonders interessant ist die Betrachtung des Glasfaserausbaus in Deutschland und die Kluft zwischen politischen Versprechen und Realität. Zudem beleuchten sie die Herausforderungen der digitalen Überwachung und die Notwendigkeit einer transparenten digitalen Politik.

Dec 17, 2024 • 1h 31min
Darf Digitalisierung erzwungen werden?
CR296: Wie eine wünschenswerte Art der Digitalisierung aussehen könnte
Seit einigen Monaten gibt es Diskussionen um „Digitalzwang“ oder „App-Zwang“, die sich vor allem um das Beispiel der Deutschen Bahn und ihrer App, das Ende der Bahncard als Plastikkarte und den zeitweisen Zwang zur Angabe einer E-Mail-Adresse oder Handynummer für Bahntickets rankten. Häufige Fragen waren: Darf Digitalisierung auf diese Weise erzwungen werden? Wie wichtig ist das Bahnfahren für das gesellschaftliche Leben, wenn ein Teil der Bevölkerung von Bahn-Dienstleistungen ausgeschlossen wird, der etwa kein passend funktionierendes Smartphone hat? Denn es gibt Menschen, die nicht online sind, aber auch die, die bei der Deutschen Bahn nicht online buchen wollen.
Es gibt immer mehr Lebensbereiche, wo etwas, was früher auch ohne ging, nur noch mit passenden Geräten, Internet und Strom oder Akku zu machen ist. Aber nicht immer dient das der Verbesserung der Dienstleistungen. Im Kern geht es den Anbietern oft nur darum, Geld zu sparen. Wenn aber ein Smartphone oder eine App für eine Handlung vorausgesetzt wird, schließt das eine Reihe von Menschen aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind mehr als fünf Prozent der Menschen in Deutschland (in der Altersspanne zwischen 16 und 74 Jahren) vollständig offline, benutzen das Internet also nie. Das sind mehr als drei Millionen Menschen, aber keineswegs die einzigen Betroffenen.
Wir versuchen zu klären: Welche Formen von „Digitalzwang“ gibt es? Gehört dazu auch der Zwang, bestimmte große Tech-Konzerne zu benutzen? Denn ein App-Zwang hat faktisch heute so gut wie immer die Folge, dass man auch Google oder Apple verwenden muss.
Was wäre denn eine wünschenswerte Welt der Digitalisierung? Wie könnten digitale Lösungen oder durchdachte digitale Dienstleistungen aussehen, die wir wollen? Gibt es eine grundrechtsfreundliche Digitalisierung? Brauchen wir gar ein Grundrecht auf analoges Leben? Und wer trägt eigentlich die Ausfallrisiken der Technologien?
Kann Digitalisierung eine zusätzliche Barriere sein, und was hat das Ganze überhaupt mit Barrierefreiheit zu tun? Und was haben IT-Sicherheit und Barrierefreiheit gemeinsam? Das alles bespricht Marcus Richter mit Jana Mattert, Referentin für Barrierefreiheit beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), Jürgen Bering von der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) und Constanze Kurz vom Chaos Computer Club.

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Nov 13, 2024 • 1h 17min
Dicke Bretter, diesmal über fünf Jahre Landtagsarbeit zu Digitalthemen
Daniel Gerber, Landtagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen und Sprecher für Digitalpolitik, teilt seine Erfahrungen aus fünf Jahren parlamentarischer Arbeit in Sachsen. Er beleuchtet den Übergang von der Softwareentwicklung zur Politik und die Herausforderungen in der Corona-Zeit. Besonders interessant sind die Diskussionen über das sächsische Transparenzgesetz und die Rolle von Sachverständigen im Gesetzgebungsprozess. Gerber spricht auch über die Bedeutung von Open Source und den Einfluss der bevorstehenden Landtagswahlen auf die Digitalpolitik.

Oct 9, 2024 • 51min
Dicke Bretter, diesmal über Sachverständige und Simulation von Beteiligung
CR294: Wie sich der Bundestag mit Hilfe von Sachverständigen eine politische und inhaltliche Meinung bildet
Das Chaosradio und der Podcast „Dicke Bretter“ wechseln sich seit mehr als einem Jahr ab. Bei „Dicke Bretter“ geht es um die Entstehung von Gesetzen, um daran mitwirkende Institutionen oder generell um politische Willensbildung bei digitalen Themen. Dazu blicken wir heute auf parlamentarische Ausschüsse und Sachverständige. Wie arbeitet ein Ausschuss mit Sachverständigen zusammen, etwa im Bundestag? Wer schreibt die schriftlichen Stellungnahmen? Warum engagieren sich Menschen und bringen ihr Wissen als Sachverständige ein? Ist es eine wirkliche Chance zur Mitgestaltung politischer Vorhaben?
„Dicke Bretter“: Unser Gast Simone Ruf (rechts) mit Constanze und Elisa.
Wir sprechen auch darüber, wie das Einholen von Expertise mit einer qualifizierten Diskussion praktisch abläuft, beispielsweise in Anhörungen zu Gesetzentwürfen. Gibt es immer einen Fragenkatalog an die Sachverständigen, und wie kommt er zustande? Und kann man Sachverständigenanhörungen zumindest teilweise auch als Simulation von Beteiligung sehen?
Unser Gast ist Simone Ruf. Sie ist Juristin und Verfahrenskoordinatorin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Im April 2024 war sie beispielsweise im Bundestagsausschuss für Inneres und Heimat eingeladen, um über die polizeiliche Analyse-Software von Palantir (VeRA) Auskunft zu geben.
„Dicke Bretter“ ist ein Podcast von und mit Elisa Lindinger, Elina Eickstädt und Constanze Kurz, produziert von der Chaosradio-Crew, mit Musik von erdgeist. Das Gespräch mit Simone Ruf ist als gekürzte schriftliche Version bei netzpolitik.org verfügbar.
Referenzen
Simone Ruf als Sachverständige im Deutschen Bundestag - Polizeiliche Analyseplattform umstritten


