Cicero Podcasts

Cicero – Magazin für politische Kultur
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May 25, 2023 • 37min

Manfred Lütz im Interview mit Volker Resing – „Wir behandeln die Falschen“

Cicero – Magazin für politische Kultur Inhalt Podcast Volker Resing erwähnt in seinem Intro folgende Bücher von Manfred Lütz: "Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums", Herder, 2018 https://www.herder.de/religion-spiritualitaet/shop/p3/52472-der-skandal-der-skandale-gebundene-ausgabe/?gclid=Cj0KCQjwyLGjBhDKARIsAFRNgW-jls5IHPN-9yGVZ2YT-TWQjl-CwfAXI09q5eHUbdI-9Se56a4Lj_kaAg-eEALw_wcB "Neue Irre! Wir behandeln die Falschen", Kösel, 2020 https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Neue-Irre-Wir-behandeln-die-Falschen/Manfred-Luetz/Koesel/e582695.rhd 1:38 "Sind wir alle verrückt, Herr Lütz?" (Volker Resing) 3:55 "Ich sage gar nicht, dass so viele Leute zu Psychotherapie gehen, aber möglicherweise die falschen."(Manfred Lütz) 5:18 "Wir brauchen in Deutschland eigentlich einen eigenen Berufsstand, sozusagen Lebensbegleitungen." (Manfred Lütz) 9:03 Manfred Lütz bezieht sich auf Klaus Gauger: "Meine Schizophrenie", Herder, 2021 12:12 "Den Mord in Würzburg eines Somaliers an drei Frauen hätte man verhindern können, wenn man in Deutschland in solchen Fällen sagen könnte: Das ist eine akute psychiatrische Situation. Da kann man vorbeugend auch eine Zwangsbehandlung machen." (Manfred Lütz) 16:16 "Heute habe ich den Eindruck, dass viele wieder den Eindruck haben wie vor 100 Jahren 'Die müssen alle in die Klapsmühle und die sind sowieso verrückt. Und es ist überhaupt nicht heilbar und man kann nur aufpassen, dass nichts passiert.' Das ist alles Quatsch!" (Manfred Lütz) 22:31 "Wie sieht denn Ihre Diagnose bei der katholischen Kirche aus, mit der Sie sich ja intensiv beschäftigt haben?" (Volker Resing) Manfred Lütz bezieht sich auf sein Buch "Der blockierte Riese. Psycho-Analyse der katholischen Kirche", Pattloch, 2014 25:08 Im Folgenden geht es um das neue Buch von Manfred Lütz: "Kurze Einführung in das Christentum. Überarbeitet für alle von Manfred Lütz", Kösel, 2023 26:45 "Wir müssen sehen, dass nicht das Christentum selber, das ja Grundlage auch unserer Werteordnung ist, den Bach runter geht." (Manfred Lütz) 33:51 "Diese Kirchenthemen, die da debattiert werden, die interessieren die meisten Leute nach meiner Erfahrung überhaupt nicht." (Manfred Lütz)
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May 18, 2023 • 46min

Julia Fischer im Interview mit Axel Meyer – Affen: „Weibchen haben ihre eigenen Strategien“

Cicero – Magazin für politische Kultur Julia Fischer: "Affengesellschaft", Suhrkamp, 2018 https://www.suhrkamp.de/buch/julia-fischer-affengesellschaft-t-9783518241332 Inhalt des Podcasts: 2:21 "Wie sind Sie auf den Affen gekommen, Julia Fischer?" (Axel Meyer) 3:43 "Welche Verbindungen gibt es zu den Geisteswissenschaften?" (Axel Meyer) 7:20 "Sind Sie an der Frontlinie zwischen Geistes- und Naturwissenschaften?" (Axel Meyer) 8:33 Axel Meyer spricht über die Bücher von Charles Darwins "Descent of Man", 1871 und Desmond Morris' "The Naked Ape", 1967. Julia Fischer spricht über Jane Goodall 11:34 "Irgendwann kommt bei der Affenbeobachtung der Seifenoperncharakter mit dazu und das macht es dann irgendwie total lustig." (Julia Fischer) 12:23 "Man kann bestimmte Tiere auch gern haben, weil sie so eigentümlich sind" (Julia Fischer) 14:41 "Gibt es eine eher weibliche Perspektive der Forscherinnen, die sich vielleicht unterscheidet von denen der männlichen Forscher?" (Axel Meyer) 16:50 "Es gibt unterschiedliche Forschungstraditionen in verschiedenen Ländern" (Julia Fischer) 19:58 Axel Meyer bezieht sich auf das Buch von Julia Fischer, "Affengesellschaft", 2018 24:03 "Das Leben für ein Mantelpavian-Weibchen ist schrecklich." (Julia Fischer) 27:22 "Kann man ungefähr abschätzen, zu welchem Prozentsatz das Sozialverhalten dann genetisch ist versus kulturell gelernt?" (Axel Meyer) 35:44 Über "bizarre" Männerrituale bei Pavianen (Julia Fischer) 39:44 "Was können wir denn daraus für das menschliche Miteinander lernen?" (Axel Meyer) 43:20 "Ja, ich glaube, dass die Männchen schon so ein bisschen das coolere Leben haben. Also die haben die interessanteren Beziehungen, die sind differenzierter, die haben diese tollen Rituale, die sehen wahnsinnig toll aus." (Julia Fischer)
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May 11, 2023 • 46min

Philipp Krohn im Interview mit Ben Krischke – „Wachstum und Naturverbrauch entkoppeln“

Cicero – Magazin für politische Kultur Ben Krischke spricht mit Philipp Krohn über dessen Buch "Ökoliberal. Warum Nachhaltigkeit die Freiheit braucht" Frankfurter Allgemeine Buch, 2023 https://fazbuch.de/produkt/oekoliberal/ Inhalt Podcast 2:65 "Aber wie groß ist denn der Anteil des Menschen am Klimawandel wirklich" (Ben Krischke) 5:54 "Sie versuchen, in Ihrem Buch zu argumentieren, warum sich Klimaschutz und Kapitalismus nicht zwangsläufig ausschließen müssen, dass Ökologie und freie Marktwirtschaft sogar miteinander harmonieren können. Warum dieses Buch und warum jetzt?" (Ben Krischke) 9:19 "Und ich glaube, wir alle sind ja irgendwie Teil dieser Ambivalenz, dass wir den Wohlstand, den wir geschaffen haben, in den vergangenen 300 Jahren, ja alle wahnsinnig schätzen und gleichzeitig erkennen, dass das mit dem fossilen Ursprung so irgendwie nicht so weiter funktioniert und wir das irgendwie durch was anderes ersetzen müssen." (Philipp Krohn) 10:57 "Was machen wir denn mit den Leuten, die sich gerade erst Wohlstand aufbauen? Denn Verzicht muss man sich ja schließlich auch irgendwie leisten können, oder?" (Ben Krischke) 13:52 "Was ich auch für eine wirklich richtig erfolgreiche Sache halte ist der Emissionshandel, bei dem ja immer wieder so dieser Gedanke aufkommt, das ist sozial ungerecht." (Philipp Krohn) 16:44 "Was bedeutet Ökoliberalismus ganz konkret?" (Ben Krischke) 18:01 "Durch das Verbrennerverbot schafft man aus meiner Sicht man eine Einschränkung der Innovationskraft, indem man dafür sorgt, dass bestimmte Dinge komplett ausgeschlossen werden." (Phlipp Krohn) 19:56 "Nutzen Sie den Begriff Liberalismus dann in sofern nicht ein bisschen als Tarnkappe, um dann hintenrum vielleicht doch den Klimasozialismus durchzudrücken?" (Ben Krischke) 22:46 "Ich habe einfach außerdem große Zweifel daran, dass die Politik besser weiß, was gut ist, als die Industrie." (Ben Krischke) 25:05 "Würde Ihre ökoliberale Klimapolitik Atomkraftwerke abschalten und Öl und Gasheizungen verbieten?" (Ben Krischke) 28:48 "Freiheit ist ein extrem interessanter Begriff, der bei mir auch eine große Rolle spielt." (Philipp Krohn) 31:58 "Ich glaube, dass der Ökomoralismus eine Folge davon ist, dass politisch so viel noch brachliegt und dass dann gesellschaftliche Gruppen in dieses Vakuum hinein drängen, die sozusagen nur Teilantworten auf das Problem haben." (Philipp Krohn) 36:40 "Können wir mit Klimaneutralität eigentlich noch so eine Industrienation sein, wie wir sein wollen?" (Phlipp Krohn) 42:32 "Ja, Vorbild, alles schön und gut, aber wie kriegen wir dann die Welt auf den Weg, dass sie uns dann auch wirklich nachfolgt? " (Ben Krischke) 45:20 "Und ich meine einfach, gucken wir mehr auf die wirklich gravierenden Kennziffern und versuchen da was zu verbessern." (Philipp Kron)
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May 4, 2023 • 45min

Alexander von Schönburg im Interview mit A. Marguier – „Charles ist ein hochpolitischer Mensch“

Cicero – Magazin für politische Kultur Alexander von Schönburg: Was bleibt, was wird – Die Queen und ihr Erbe, Piper https://www.piper.de/buecher/was-bleibt-was-wird-die-queen-und-unsere-zeit-isbn-978-3-492-05597-0 Inhalt Podcast 2:12 "Ein Adliger, der für ein Boulevardmedium arbeitet - gilt man da als Nestbeschmutzer?" (Alexander Marguier) 3:48 "Worum geht es bei der Salbung als Mittelpunkt der Zeremonie eigentlich genau?" (Alexander Marguier) 6:28 "Ich gehe mit der Queen auch kritisch ins Gericht" (Alexander von Schönburg) 7:35 "Es ist Zeit für eine Inventur" (Alexander von Schönburg) ab 8:55: Beim Abendessen mit der Queen, Kunststückchen mit den Corgis 12:25 "Muss Charles also nicht nur sich selbst, sondern auch das gesamte Amt, das er jetzt innehat, neu erfinden?" (Alexander Marguier) 14:41 "In vielen Dingen ist Charles viel radikaler als die Letzte Generation. Er ist ein wirklicher Anti-Modernist" (Alexander von Schönburg) 15:26 "Charles denkt da ganz anders und es wird interessant sein, wie er seine Rolle interpretiert, ob er sich nicht lauter zur Wort meldet" (Alexander von Schönburg) 17:12 "Ich glaube, Charles wird jedem künftigen Premierminister bei vielen Dingen sehr viel genauer auf die Finger schauen, als es die Queen tat." (Alexander von Schönburg) 21:28 Über die Rolle von Prinzessin Diana 24:11 "Ich halte es sogar für möglich, dass diese Revoluzzer Harry und Meghan, so sehr sie einem auf die Nerven fallen, weil sie solche Social Justice Warriors sind und jedes Lied mitsingen (…). Aber auch sie werden im Nachhinein dazu beitragen, dass die Monarchie sich erneuert." (Alexander von Schönburg) 24:54 Alexander Marguier bezieht sich auf die Netflix-Dokumentation "Harry & Meghan", 2022 32:49 "Charles ist ein Übergangskönig" (Alexander von Schönburg) 35:52 Alexander Marguier bezieht sich auf das Buch von Pierre Bourdieu, "Die feinen Unterschiede", 1979 bei seiner Frage "Erkennst Du einen Standesgenossen an seinem Auftreten?". 38:47 "Unterscheidet sich eigentlich der deutsche in irgendeiner Weise vom britischen Adel, vom französischen?" (Alexander Marguier) 40:50 Alexander von Schönburg bezieht sich auf das Buch von Michel Houellebecq: "Serotonin", 2019
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Apr 27, 2023 • 55min

Jörg Thadeusz und Ulrike Moser – „Wieviel Sex ist in dem Buch von Herrn Schachinger?“

Cicero – Magazin für politische Kultur In diesem Podcast geht es um folgende Bücher: Marlene Knobloch: Serious shit. Die Welt ist gefährlich und warum wir das erst jetzt merken, dtv, München 2023, 112 Seiten, 12 Euro Tonio Schachinger: Echtzeitalter, Rowohlt, Hamburg 2023, 368 Seiten, 24 Euro Dennis Gastmann: Dalee; Rowohlt, Hamburg 2023, 416 Seiten, 24 Euro Inhalt Podcast: ab 2:28 Über Marlene Knoblochs "Serious shit" 6:48 "'Solange es Orte wie diesen hier gibt, gibt es immer jemanden, der dafür oder dagegen hält. Und wenn, nur mit dem Blick.' Das finde ich ein wahnsinnig starkes Zitat. Wenn der Bundespräsident mal so etwas sagen könnte!" (Jörg Thadeusz über Marlene Knobloch) 14.57 "'Wir müssen uns für die Politik interessieren, nicht umgekehrt. Und etwas fundamentaler. Es muss nicht gleich die Politik sein. Wir müssen uns für den anderen interessieren.' Und das, finde ich so fabelhaft, dass sie das aufschreibt, weil ihr eine ganz andere Autorität zuwächst als junger Frau." (Jörg Thadeusz über Marlene Knobloch) ab 19:54 Über Tonio Schachingers "Echtzeitalter" 27:07 "Wie viel Sex ist denn in dem Buch von Herrn Scharinger?" (Jörg Thadeusz über Marlene Knobloch) ab 37:40 über Dennis Gastmanns "Dalee" 41:00 "Was mich total verblüfft, ist wie sehr, wie leidenschaftlich er in diesen Jungen rein geschlüpft ist." (Jörg Thadeusz) 42:44 "Wenn ich Leute provozieren wollen würde, würde ich sagen: 'So, Freunde, wenn ihr mal sehen wollt, wie toll kulturelle Aneignung ist!' Das ist Dennis Gastmann gelungen." (Jörg Thadeusz)
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Apr 20, 2023 • 36min

Volker Boehme-Neßler im Interview mit Ralf Hanselle – „Die Gerichte haben ihre Aufgabe vergessen“

Cicero – Magazin für politische Kultur Lesen Sie von Volker Boehme-Neßler auf cicero.de: "Rolle der Justiz in der Corona-Pandemie: Wo war der Rechtsstaat?" am 5.3.2023 https://www.cicero.de/innenpolitik/corona-lockdown-bundesverfassungsgericht Inhalt Podcast: 1.45 "Warum hat der Staat während der Coronakrise fast immer nur für den Staat und allenfalls in Ausnahmefällen für die Freiheit entschieden?" (Ralf Hanselle) 4.20 "Die Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts ist, die Verfassung und die Freiheit zu schützen und der Regierung dann eher in den Arm zu fallen, wenn es sein muss. Und das haben die tatsächlich nicht gemacht." (Boehme-Neßler) 7.35 "Und die Richterinnen und Richter, die da sitzen, sind auch Menschen, gehören auch in diese Gesellschaft, kriegen das gesellschaftliche Umfeld, kriegen die Stimmung und das Klima mit. Und das beeinflusst natürlich dann auch Urteile." (Boehme-Neßler) 12.18 "Was, glaube ich, ein großes Problem ist und was das Sicherheitsbedürfnis ganz stark erhöht hat, ist, dass man zwischendurch, 2015 in der Hochzeit der Flüchtlingskrise, so das Gefühl hatte, der Staat hat zwischendurch die Kontrolle verloren." (Boehme-Neßler) 14.32 "Wir haben die grundlegende Fähigkeit der Demokratie verloren, nämlich sachlich mit anderen Meinungen und Ansichten und Problemlösungen umzugehen. Das machen wir gar nicht mehr." (Boehme-Neßler) 18.23 "Der Staat hat ja bewusst, also das kann man ja auch mittlerweile in vielen Dokumenten nachlesen, Angst erzeugt, zum Teil gerade am Anfang. Und wie verhält sich das zu einem modernen Rechtsstaat?" (Hanselle) 19.36 "Also ich denke tatsächlich, also eine Politik, die Angst macht, wie wir sie gesehen haben, passt nicht zu unserer Verfassung. Die Verfassung fängt ja an, mit dem Menschenwürdegebot. Da steckt ein bestimmtes Menschenbild dahinter, die freie, selbstbestimmte Persönlichkeit." (Boehme-Neßler) 21.03 "Also diese Angstpolitik, die gemacht worden ist, in der Coronazeit, und die möglicherweise auch wieder über anderen Themen gemacht wird, die entspricht nicht dem Grundgesetz." 26.06 "Das heißt, das Bundesverfassungsgericht entscheidet über ein Gesetz, an dem der Bundesgesundheitsminister maßgeblich beteiligt war. Und als Experte wird eine Behörde geladen und angehört und dann auch im Urteil verarbeitet, die dem Minister direkt untersteht." (Boehme-Neßler) 29.53 "Der Mensch will, glaube ich, schöne, einfache Lösungen haben und Sicherheit. Die Welt ist aber nicht so, die Welt gibt nicht schöne, einfache Lösungen her und darauf müssen wir uns einfach einlassen. Das gilt auch für die Richter." (Boehme-Neßler)
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Apr 13, 2023 • 54min

René Pfister im Interview mit Ben Krischke – „Von zu engen Tabus profitieren nur die Extreme“

Cicero – Magazin für politische Kultur Das neueste Buch von René Pfister: Ein falsches Wort. Wie eine neue linke Ideologie aus Amerika unsere Meinungsfreiheit bedroht, DVA, finden Sie hier: https://www.penguinrandomhouse.de/ Inhalt Podcast: 2.45 "Aber diese Freude, was Neues zu machen, die hat sich jetzt noch nicht abgeschliffen." (René Pfister über seinen Aufenthalt in den USA als Korrespondent) 7.08 "Und zu sagen, man eignet sich eine fremde Kultur an, wenn man Dreadlocks trägt als Weißer, finde ich ein absurdes Argument." (René Pfister über kulturelle Aneignung) 9.13 "Ich glaube, ein entscheidender Grund, warum ich das Buch geschrieben habe, ist, (…) dass in vielen westlichen Gesellschaften (…) ungefähr 50 % der Menschen sagen, sie könnten nicht mehr offen ihre Meinung artikulieren." (René Pfister) 11.51 "Ich versuche in meinem Buch ein bisschen herzuleiten, woher das kommt, diese illiberale Linke." (René Pfister) René Pfister und Ben Krischke sprechen über "Words that wound", Mari J. Matsuda u.a., https://scholarship.law.columbia.edu/books/287/ 17.57 "Wie kann es denn sein, dass zum Beispiel ein Buch wie 'Words that wound', dass 1987 erschienen ist, jetzt im Jahr 2023 so anschlussfähig ist?" (Ben Krischke) 18.42 René Pfister spricht über "The great Awokening", Meagan Elling: https://www.meaganelling.com/greatawokening 20.13 "Ich glaube, auch eine Rolle spielt, dass dieses Woke, wenn Sie so wollen, auch sehr, sehr anschlussfähig ist für den amerikanischen Kapitalismus." (René Pfister) 22.28 "Wie sieht die Gegenbewegung zur illiberalen Linken in en USA aus?" (Ben Krischke) 24.54 "Was ich aber nicht verstehe, (…) ist, dass je mehr sich diese linken Parteien öffnen für diese, nennen wir sie identitätspolitischen Ansätze, desto weniger tun sie sich einen Gefallen, weil die Wähler ja eher gehen, weil sie ihre Stammwählerschaft verschrecken." (René Pfister) 28.56 "Sie bringen Ihrem Buch verschiedenste Beispiele von Personen, die sich angeblich falsch geäußert haben, und ihren Job verloren haben etc.. Welche waren das?" (Ben Krischke) 36.23 "Lassen Sie uns doch vielleicht da noch mal kurz exerzieren, was diese illiberale Tendenz auch für den freien Journalismus bedeutet." (Ben Krischke) 50.34 "Und ich glaube, wir brauchen wieder einen echten Streit miteinander (…), dass wir unsere Meinungsblasen verlassen und den Diskurs führen." (René Pfister)
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Apr 6, 2023 • 36min

Jörg Thadeusz im Interview mit Ulrike Moser – „In den Schnitzeln ist Sehnsucht gewesen“

Cicero – Magazin für politische Kultur Das aktuelle Buch von Jörg Thadeusz finden Sie hier: https://www.kiwi-verlag.de/buch/joerg-thadeusz-steinhammer-9783462004229 Inhalt Podcast: 2.07 "Wann finden Sie Zeit, auch noch Bücher zu schreiben? Nehmen Sie sich dafür eine Auszeit?" (Ulrike Moser) 3.22 "Wie würden Sie den Hörern, die das Werk Ihres Onkels Norbert Tadeusz nicht kennen, seine Kunst beschreiben?" (Ulrike Moser) 5.08 "Es ist, als würde so ein leichter Brummton über dem Bild sein." (Jörg Thadeusz) 6.57 "Und der Zorn-Mut, das ist in unserer Familie immer wieder auch ein Thema." (Jörg Thadeusz) 7.57 Infos zur Ausstellung der Werke von Norbert Tadeusz im Düsseldorfer Kunstpalast (2020) finden Sie hier: https://www.kunstpalast.de/de/museum/ausstellung/archiv/Norbert-Tadeusz-ausstellung 8.31 "Was hätten diese harten Männer in diesem Friseurladen sich den Bauch gehalten vor Lachen über Karl Lauterbach während der Coronazeit, worauf wir aufpassen müssen." (Jörg Thadeusz) 11.42 "Ich habe, das Gefühl, diese Generation meines Opas, das waren auch so Verhinderer, das waren Entmutiger. Und insofern könnte man sagen, es ist ein Generations Roman, weil diese Generation von Leuten, die was werden wollten, die was anders machen wollten, die sagen so (…) Aber wir machen jetzt was ganz anderes." (Jörg Thadeusz) 12.30 "Wie sehr hat Sie Ihre Herkunft geprägt?" (Ulrike Moser) 15.25 "Die Leute, die ich hier beschreibe, da ist ein Schnitzel ein Sehnsuchtsding gewesen." (Jörg Thadeusz) 16.30 "Und ich habe mal auf dem Dachboden so Moderationen gefunden, mit Schreibmaschine geschrieben, wo ich dachte 'Um Gottes Willen, das habe ich ja wirklich alles im Radio vorgelesen', mit großer Nervosität und so, ganz fürchterlich." (Jörg Thadeusz) 18.40 "Was hat es denn mit der Widmung Ihres Buches auf sich?" (Ulrike Moser) 23.07 "Die klassische Frage: Haben Sie selbst Lieblingsautoren oder gar literarische Vorbilder?" (Ulrike Moser) 25.16 "Es gibt viele Leute, die das Interview verkommen lassen." (Jörg Thadeusz) 27.43 "Ich hatte eins meiner furchtbarsten Interviews mit Maja Göpel, weil ich selber die Fassung verloren habe." (Jörg Thadeusz) 31.00 "Eine Sache, die ich total wichtig finde, ist, dass man Leute bewundern kann." (Jörg Thadeusz)
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Mar 30, 2023 • 43min

Jonas Schmidt-Chanasit im Interview mit Ralf Hanselle – „Es wurde Vertrauen verspielt“

Cicero – Magazin für politische Kultur Lesen Sie über Jonas Schmidt-Chanasit auf cicero.de: „Wir haben bei den Kindern Lebensjahre verloren“, Interview mit Jonas Schmidt-Chanasit zu RS-Viren bei Kindern vom 4.3.2023: https://www.cicero.de/innenpolitik/infektionen-durch-rs-viren-bei-kleinkindern Jonas Schmidt-Chanasit finden Sie auch auf der Cicero-Rangliste der 500 einflussreichsten Intellektuellen in Deutschland: https://www.cicero.de/innenpolitik/intellektuellen-rangliste-homogenitat-und-hybris Inhalt Podcast: 2.00 "Was ist eigentlich so faszinierend an Viren?" (Ralf Hanselle) 4.06 "Das Faszinierende finde ich, dass diese winzigen Teilchen die Macht haben, quasi den ganzen Globus lahmzulegen." (Ralf Hanselle) 4.20 Ralf Hanselle bezieht sich auf eine Veröffentlichung von Karin Mölling: Viren. Supermacht des Lebens, C.H.Beck 7.32 "Was hat das Bild, das besonders die Medien während der Corona-Zeit von der Virologie geprägt hat, eigentlich mit der Wirklichkeit zu tun gehabt?" (Ralf Hanselle) 8.20 "Die Diskussion als Konflikt ist eine unheimlich große Herausforderung, die wir auch als Virologen nicht gut gelöst haben in den letzten drei Jahren. Das wird uns die nächsten Jahrzehnte, das muss man wirklich so sehen, sehr, sehr stark noch fordern." (Jonas Schmidt-Chanasit) 9.43 "Inwieweit hat die Diskussion innerhalb der biologischen Fachgesellschaft irgendetwas gemein mit der Diskussion, die dann zum Teil in die Öffentlichkeit kam?" (Ralf Hanselle) 11.58 "Ich habe mir sicherlich nicht viele Freunde gemacht" (Jonas Schmidt-Chanasit) 15.58 "Und die Art, wie Sie sich zum Teil in diesen Diskurs eingebracht haben, bringt mich schon zu der Frage: Hat das auch was mit Charakter zu tun?" (Ralf Hanselle) 17.09 "Stellungnahme zu den politisch angeordneten Maßnahmen von einer wissenschaftlichen Fachgesellschaften finde ich hochproblematisch." (Jonas Schmidt-Chanasit) 21.51 "Eigentlich finde ich im Rahmen der Debatte Wissenschaftskommunikation wichtig, mit solchen Formaten (wie der Bildzeitung) auch zusammenzuarbeiten, soweit es eben vertretbar ist." (Jonas Schmidt-Chanasit) 23.28 "Es wurde Vertrauen verspielt" (Jonas Schmidt-Chanasit) 24.38 "Es ist so, dass der Wissenschaftsbetrieb einfach von so vielen Interessen abhängig ist und man selber sozusagen von so vielen Punkten abhängig ist, dass man sich einfach anders äußern muss, wenn man noch 20, 30 Jahre in diesem Wissenschaftsbetrieb bestehen muss." (Jonas Schmidt-Chanasit) 28.07 z.B. Markus Grill: Kranke Geschäfte. Wie die Pharmaindustrie uns manipuliert, Rowohlt 31.20 "Ich würde mir wünschen, dass hier eben eine Aufarbeitung mit einem entsprechend gut besetzten und auch finanzierten Wissenschaftsrat in den nächsten Wochen und Monaten passiert. Und das kann meines Erachtens auch vollkommen unabhängig von der politischen Entscheidung geschehen." (Jonas Schmidt-Chanasit) 33.20 "Wie sehr hat diese Corona Krise jetzt auch zu einer Verschiebung oder Neuorganisation von Drittmitteln geführt?" (Ralf Hanselle) 35.36 "Ja, ich sehe die Gefahr, dass hier einseitig sehr, sehr, sehr viel Geld in die Hand genommen wurde, dass andere Forschungszweig geschwächt wurden, die genauso wichtig sind" (Jonas Schmidt-Chanasit) 37.58 "Es gibt viele Beispiele, wo man sich gewundert hat, dass dort nicht massiv Ressourcen reingegangen sind, um genau diese Fragen zu beantworten, über die wir uns in den letzten drei Jahren eigentlich mal streiten." (Jonas Schmidt-Chanasit) 38.59 "Warum brauchen wir Gain-of-function-Forschung?" (Ralf Hanselle)
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Mar 23, 2023 • 38min

Juli Zeh im Interview mit Volker Resing – „Polarisierung ist nichts Schlimmes"

Cicero – Magazin für politische Kultur Das aktuelle Buch von Juli Zeh gemeinsam mit Simon Urban, "Zwischen Welten", finden Sie hier: https://www.penguinrandomhouse.de/Autoren/Uebersicht.rhd?searchTextAuthor=Juli+Zeh&personType=&publisherId= Lesen Sie Über Juli Zeh auf cicero.de: "Vom Hetzen und Treiben", Debatte um Juli Zeh, Beitrag von René Schlott am 24.1.2023: https://www.cicero.de/kultur/debatte-um-juli-zeh-vom-hetzen-und-treideln Inhalt Podcast: 1.22 "Sie haben mal gesagt, dass Sie als Kind sich als Romanfigur betrachtet haben. Was waren Sie denn?" (Volker Resing) 3.28 "Durch die fiktionale Beschäftigung mit aktuellen Fragen kann man vielleicht manchmal sogar noch mehr sagen oder vielleicht auch ambivalente Sachverhalte ausdrücken, als wenn man jetzt zum Beispiel ein Essay schreiben würde, der ja doch einfach immer ein bisschen eindimensionaler ist." (Juli Zeh) 5.01 "Ich mag alle meine Figuren. Und manchmal nerven sie mich auch." (Juli Zeh) 6.04 "Ist Ihre Geschichte eine Dystopie oder Wirklichkeit" (Volker Resing) 7.15 "Die Figur Stephan Jordan ist ein moderner Zauberlehrling" (Volker Resing) 10.41 "Wie kommt es, diese Attraktivität des Aktivismus da ist, obwohl man ja nüchtern sagen könnte, Du rettest doch so nicht die Welt? (Volker Resing) 12.08 "Ist es nicht ein Irrtum, dass es gar keine Debatte mehr über Klimaschutz geben darf, sondern nur noch eine Haltung?" (Volker Resing) 13.46 "In der Redaktion muss freie Rede möglich sein und im Parlament muss sie das sein. Das sind die Räume für den Diskurs. Und Aktivisten würde ich jetzt nicht unbedingt verpflichten dazu, dass er immer differenziert, sachlich durchdacht und komplett integrativ diskutieren muss. Das ist vielleicht auch gar nicht seine Aufgabe." (Juli Zeh) 15.07 "Die Angst davor, sich zum Beispiel falsch zu äußern oder zu einem Thema eine Meinung zu vertreten, von der man glaubt, sie sei momentan eben nicht die richtige oder populäre (…) sehe ich eher als einen breiteren mentalitäts- oder zeitgeschichtlich epochalen Zustand, in dem wir gerade sind." (Juli Zeh) 17.47 "Wie haben Sie die Diskurse über Ihren Roman aber auch um Ihre Person und Ihre kritischen Äußerungen zum Ukrainekrieg erlebt?" (Volker Resing) 19.19 "Wenn wir öffentlich als Personen diffamiert werden, sind wir in dem totalen Dilemma, wie wir uns verhalten sollen. Man kriegt das nicht mehr aus dem Kopf, man kriegt das nicht mehr weggewaschen, das verfolgt einen." (Juli Zeh) 19.58 "Was muss denn unsere Gesellschaft noch lernen, wenn sie nicht in der Lage ist, mit solchen Debatten so umzugehen?" (Volker Resing) 22.08 "Wir müssen langsam mal über eine Klarnamenpflicht nachdenken im Internet." (Juli Zeh) 24.53 "Wir sollten es den Populisten nicht zu leicht machen." (Juli Zeh) 28.47 "Haben Sie das Gefühl gehabt, dass zum Beispiel die Kritik an einer möglichen Impfpflicht, die Sie ja geäußert haben, medial und auch politisch marginalisiert wurde?" (Volker Resing) 30.47 "Was muss passieren, um ein breiteres Meinungsspektrum im Journalismus abzubilden?" (Volker Resing) 34.28 "Welche Rolle hat das Private? (…) Überschätzen wir vielleicht die Rolle des Politischen"? (Volker Resing)

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