

sozial
ZHAW Soziale Arbeit
Wenn Schüler:innen gemobbt werden. Wenn Senior:innen vereinsamen. Wenn Geflüchtete Fuss fassen wollen. Wenn Konflikte die Teamarbeit lähmen. Kurz: Wenn Einzelne das Leben trifft und Gemeinschaften gefordert sind – dann ist Soziale Arbeit gefragt. Was kann sie leisten? Wovor sollte sie sich hüten? Und warum muss sie sich immer wieder selbst hinterfragen?
Im Podcast «sozial» sprechen Regula Freuler und Dozent Tim Tausendfreund mit Fachpersonen aus Wissenschaft und Praxis über die vielfältigen Aufgaben Sozialer Arbeit.
Produziert vom Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Regie und Schnitt: Menno Labruyère. Sounddesign: Soundguybasel.
Im Podcast «sozial» sprechen Regula Freuler und Dozent Tim Tausendfreund mit Fachpersonen aus Wissenschaft und Praxis über die vielfältigen Aufgaben Sozialer Arbeit.
Produziert vom Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Regie und Schnitt: Menno Labruyère. Sounddesign: Soundguybasel.
Episodes
Mentioned books

Mar 16, 2026 • 49min
Zwischen Verbot und Befähigung – Kinderrechte in der Social‑Media‑Debatte
Verbieten, begrenzen – oder befähigen? Wer mit Kindern und Jugendlichen über Social Media spricht, landet schnell bei «Screen Time», schlechtem Gewissen und der Sehnsucht nach einer einfachen Regel. In dieser Episode geht Host Menno Labruyère gemeinsam mit Laurent Sedano, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der ZHAW Soziale Arbeit der Frage nach, wie Kinderrechte die Debatte über Social Media prägen und was sich daraus für die Praxis ableiten lässt.
Sedano hat am Positionspapier der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen mitgearbeitet, das im Kontext des australischen Social‑Media‑Gesetzes bis 16 Jahre (Dezember 2025) diskutiert wird. Kernpunkt: Kinder haben Recht auf Schutz und auf Zugang zu Information und Teilhabe. Ein Verbot verschiebt Verantwortung – und ersetzt keine Plattformregulierung.
Statt «alles oder nichts» plädieren die beiden für «bewusste Mediennutzung»: Entscheidend ist, warum und in welchem Kontext Medien genutzt werden. Der Blick geht weg von der «Algorithmus‑Allmacht» und hin zu Stress, Lebensbedingungen und fehlenden Freizeit‑Räumen – besonders bei vulnerablen Jugendlichen.
Und was kann Soziale Arbeit beitragen? Beziehungsarbeit und Lebensweltorientierung: nicht moralisieren, sondern nachfragen und begleiten. Sedanos Beispiel: ein Workshop, der das Game «Among Us» ins reale «Werwölfchen» in einer Bibliothek überführt. Dazu ein alltagstauglicher Hack gegen belastende Feeds: «algorithmische Hygiene» mit einem zweiten Konto.
In dieser Episode erwähnt:
Eidgenössische Kommision für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ. (2025). Social Media verbieten? Vermeintliche Lösung für ein komplexes Problem (Ein Positionspapier der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ)). Bern.
Fichter, A. (2023, Juli 5). «Wer dem KI-Hype verfällt, stärkt die Macht der Big-Tech-Chefs». Republik.
Fachgruppe Digitale Medien in der OKJA, Sedano, L., Loosli, L., Hüppi, R., Oester, R., Rösch, E., … Freuler, Rafael. (2018). Leitfaden Digitale Medien in der OKJA.
Sticca, F., Brauchli, V. & Lannen, P. (2025). Screen on = development off? A systematic scoping review and a developmental psychology perspective on the effects of screen time on early childhood development. Frontiers in Developmental Psychology, 2.
Milton, A., Ajmani, L., DeVito, M. A. & Chancellor, S. (2023). “I See Me Here”: Mental Health Content, Community, and Algorithmic Curation on TikTok. In Proceedings of the 2023 CHI Conference on Human Factors in Computing Systems (S. 1–17). Gehalten auf der CHI ’23: CHI Conference on Human Factors in Computing Systems, Hamburg Germany: ACM.
Wollt ihr mehr über Soziale Arbeit hören? Dann abonniert diesen Podcast – und am besten auch gleich unseren Newsletter. Wir freuen uns übrigens immer über Feedback und Anregungen für weitere Episoden.
Merci und viel Spass beim Hören.

Feb 11, 2026 • 22min
Generalist:in, der/die
Was klingt für dich professioneller: Hausärztin oder Hirnchirurgin? Okay, das war eine Fangfrage. Denn der Grad an Professionalität lässt sich natürlich nicht am Unterschied zwischen breitem Fachwissen und höchster Spezialisierung messen. Es kommt – wie immer – auf den Kontext an. Warum das gerade für die Soziale Arbeit gilt, erklärt in dieser Episode von «Sozipedia» unser Co-Bachelorstudiengangleiter Martin Biebricher im Gespräch mit Host Menno Labruyère.
In der Sozialen Arbeit zum Beispiel gilt: Die Lebenslagen und -schwierigkeiten von Adressat:innen sind selten eindeutig oder klar abgrenzbar. Im Gegenteil: Sie sind komplex, vernetzt und von unterschiedlichen sozialen, räumlichen und strukturellen Faktoren geprägt – und damit schwer fassbar für Fachspezialist:innen. Eine generalistische Perspektive hingegen ermöglicht es, diese Zusammenhänge als Ganzes wahrzunehmen und professionell zu bearbeiten.
Wollt ihr mehr über Soziale Arbeit hören? Dann abonniert diesen Podcast – und am besten auch gleich unseren Newsletter.
Wir freuen uns übrigens immer über Feedback und Anregungen für weitere Begriffe, die Martin Biebricher in unserer Audio-Kolumne «Sozipedia» durchleuchten kann.
Merci und viel Spass beim Hören.

Jan 15, 2026 • 32min
Zwischen Wäschekorb und Würde – über Vertrauen in der Sozialen Arbeit
Wie gelingt Sozialarbeiter:innen der Beziehungsaufbau zu Menschen, die niemandem trauen? Was ist Vertrauen überhaupt, wie wird es aufgebaut, wie schnell zerstört? Beziehungsaufbau beginnt zunächst einmal mit Mikrointerventionen, erklärt Anita Nelson: mit einem Blick, mit einer Routine, mit wahrnehmbarer Gleichbehandlung ihrer marginalisierten und ihrer etablierten Kundschaft.
Anita Nelson ist Sozialarbeiterin und arbeitet im Waschsalon Niederdorf, wo obdachlose Menschen neben Tourist:innen und Gewerbetreibende ihre Wäsche waschen. Im Gespräch mit ZHAW-Dozent Michael Herzig beschreibt sie, wie sie in diesem unverbindlichen Setting versucht, verschüttetes Vertrauen wieder aufzubauen. «Wenn ich in der Gegenwart positive Erfahrungen ermögliche, verändert dies die Erwartung an künftige Beziehungen», ist sie überzeugt.
Zwei Literatur-Tipps von Anita Nelson:
Silke Birgitta Gahleitner: Soziale Arbeit als Beziehungsprofession. Bindung, Beziehung und Einbettung professionell ermöglichen. Beltz Juventa, 2017.
Katja Nowacki, Silke Birgitta Gahleitner, Yonca Izat, Martin Schröder (Hg.): Professionelle Bindungs- und Beziehungsgestaltung. Grundlagen und Anwendung in der psychosozialen Arbeit. Beltz Juventa, 2023.
Und der Link zum Waschsalon
Wollt ihr mehr über Soziale Arbeit hören? Dann abonniert diesen Podcast – und am besten auch gleich unseren Newsletter. Wir freuen uns übrigens immer über Feedback und Anregungen für weitere Episoden.
Merci und viel Spass beim Hören.

Dec 2, 2025 • 38min
Ableismus und Behinderung – oder warum Normalitätsbilder mächtiger sind, als wir denken
Sylvie Johner-Kobi, Dozentin und Projektleiterin an der ZHAW, und Brian McGowan, Disability-Studies-Lehrender und Rollstuhlfahrer, diskutieren, warum ableistische Normalitätsbilder so tief sitzen. Sie sprechen über die UN-Behindertenrechtskonvention, Finanzströme in Sonderstrukturen, Alltagshindernisse und konkrete Wege von Haltung zu praktischer Umsetzung.

Nov 4, 2025 • 37min
Zwischen Vertrauen und Grenzerfahrung: Arbeiten mit schwer erreichbaren Jugendlichen
Wenn Kinder und Jugendliche durch ihr herausforderndes Verhalten immer wieder an Grenzen stossen – in Schulen, Heimen oder Pflegefamilien – werden sie in Deutschland oft als «Systemsprenger» bezeichnet. Viele von ihnen haben schwere Traumata erlebt und durchlaufen eine Odyssee durch verschiedene Einrichtungen, bis schliesslich nur noch eine Form der Hilfe bleibt: die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung nach § 35 SGB VIII, auch Flexible Einzelfallbetreuung oder kurz «Flex» genannt.
In dieser Episode unseres Podcasts begegnen sich drei Generationen von Sozialarbeitenden, die alle Erfahrungen mit der Flex gesammelt haben:
Tim Tausendfreund, ZHAW-Dozent und -Forscher, absolvierte in der Jugendhilfe im Jahr 2001 sein erstes Praktikum beim SME e. V. in Hamburg.
Michael Merfort arbeitet dort seit über 35 Jahren und gehört zu den Pionieren dieser besonderen Betreuungsform.
Ursina Salzgeber sammelte nach ihrem Bachelorstudium an der ZHAW Praxiserfahrungen in derselben Einrichtung.
Ein Gespräch über Theorie und Praxis, Beziehungsgestaltung unter extremen Bedingungen – und warum manchmal eine Zigarette der Anfang einer tragfähigen Beziehung sein kann.
Für alle, die sich ins Thema Flex vertiefen wollen:
«Systemsprenger» (Regie: Nora Fingscheidt, 2019) ist ein intensives Drama über ein Kind, das durch alle Raster fällt. Weitere Informationen und Bonusmaterial: https://www.systemsprenger-film.de
Günder, R. & Nowacki, K. (Lambertus-Verlag, 2020): «Praxis und Methoden der Heimerziehung Entwicklungen, Veränderungen und Perspektiven der stationären Erziehungshilfe», Kapitel 11 («Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung»).
Ursina Salzgeber berichtet über ihr Praktikum am SME Jugendhilfezentrum im Magazin «sozial» (https://doi.org/10.21256/zhaw-30005)
Informationen zum Verein Stadteilbezogene Milieunahe Erziehungshilfen (SME) unter www.sme-jugendhilfezentrum.de

Oct 9, 2025 • 37min
Zerstörungslust – oder: Warum wollen so viele Menschen die Welt brennen sehen?
In den USA ist ein demokratisch gewählter Präsident daran, die Demokratie aus den Angeln zu heben. In Deutschland erhielt eine Partei, die als «gesichert rechtsextremistisch» eingestuft wird, bei den letzten Wahlen die meisten Zweitstimmen. Wie kommt es, dass immer mehr Menschen eine Politik unterstützen, die auf die Zerstörung zentraler Werte der Demokratie zielt?
Eine mögliche Antwort lautet: Weil die liberalen Gesellschaften ihr eigenes Versprechen – Aufstieg, Teilhabe, Emanzipation – nicht mehr einlösen. Ein wachsender Teil der Bevölkerung fühlt sich politisch ohnmächtig, überhört, abgehängt. Diese Diagnose stammt von Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, Soziolog:innen an der Universität Basel und Autor:innen des Buches «Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus».
Was hat es mit der Zerstörungslust auf sich? Darüber sprechen Dozent Peter Streckeisen und Wissenschaftsredaktorin Regula Freuler in dieser Episode.
Dabei werden folgende Bücher, Namen und Begriffe erwähnt:
Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey: Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus. Suhrkamp 2025.
Horkheimer/Adorno: Die Dialektik der Aufklärung. New York Institute of Social Research 1944. Erhältlich im S. Fischer Verlag, Zusammenfassung z.B. bei getabstract.
Pierre Bourdieus soziologische Studie über den Neoliberalismus in Frankreich «Das Elend der Welt», erschienen 1993 im Original «La misère du monde», ist als Interviewband konzipiert. Rund 30 Wissenschaftler:innen haben daran mitgearbeitet. Auf Deutsch gibt es eine gekürzte Studienausgabe bei UTB.
Arlie Russel Hochschild ist emeritierte Professorin für Soziologie an der University of California in Berkeley. Sie schrieb unter anderem das Buch «Fremd in ihrem Land. Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten», auf Deutsch 2017 im Campus-Verlag erschienen.
Workfare: ein arbeitsmarktpolitisches Konzept, das in den 1990er-Jahren in den USA entstand und bei dem staatliche Sozialleistungen an eine Arbeitsverpflichtung gekoppelt sind.

Oct 2, 2025 • 37min
okaj – 100 Jahre Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich
Happy Birthday! Diesmal haben wir ein Geburtstagskind zu Gast – oder zumindest jemanden in dessen Vertretung, nämlich Livia Lustenberger, die Geschäftsführerin von okaj Zürich. Der Kantonale Dachverband der Offenen verbandlichen und kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen.
Die beiden Hosts, Martin Biebricher und Menno Labruyère, verbindet vieles mit okaj: Martin ist neben seiner Aufgabe als Co-Studiengangleiter Bachelor an der ZHAW Soziale Arbeit auch Vorstandsmitglied von okaj Zürich, und Menno war früher Jugendarbeiter.
Zu dritt schreiten sie durch die Geschichte der Kinder- und Jugendförderung, beginnend mit dem sich hartnäckig haltenden Mythos der «schrecklichen» Jugend, der fast so alt ist wie die Menschheit. Sie sprechen über die Schwierigkeit von Jugendlichen heute, etwas Eigenes zu finden, das noch nicht von den Eltern gekapert worden ist, seien das Räume oder Lebensstile. Es geht um politische Perspektiven, Herausforderungen der Profession und vor allem um den individuellen Blick und die Wertschätzung dieser schwierigen, aber auch sehr schönen Phase des Lebens. Das merkt man auch daran, dass die Hosts einiges aus ihrer eigenen Jugend erzählen.
Links:
www.okaj.ch
www.linkedin.com/company/okaj-zuerich
www.instagram.com/okaj_zuerich
Quellen:
OKJBericht2022A4DEFweb.pdf
PlakatPsychischeGesundheitOKJA.pdf
Wollt ihr mehr über Soziale Arbeit hören? Dann abonniert diesen Podcast – und am besten auch gleich unseren Newsletter. Wir freuen uns übrigens immer über Feedback und Anregungen für weitere Episoden.
Merci und viel Spass beim Hören.

Sep 9, 2025 • 41min
Warum Soziologie politisch ist – und darum wichtig für die Soziale Arbeit
«Soziologie ist ein Kampfsport», beschrieb der Soziologe Pierre Bourdieu einmal sein Selbstverständnis als Wissenschaftler. Was er damit meinte: Mit ihr werden vorherrschende Meinungen hinterfragt, wird Stellung bezogen, es findet Einmischung in Debatten statt.
Und wie sehen das Peter Streckeisen und Garabet Gül, die an der ZHAW Soziale Arbeit die Studierenden in Soziologie unterrichten? Ihr Gespräch klingt weniger nach einer Kampfansage als nach einer leidenschaftlichen Einladung in ein Fach, das Sozialarbeitenden viel nützen kann. Wie das geht: Soziologie untersucht, wie soziale Probleme entstanden sind, welche die Soziale Arbeit lösen will. Oder sie dient Sozialarbeitenden als kritischer Spiegel zum Nachdenken über die eigene Praxis.
Diese Episode haben wir anlässlich des Semesterstarts aufgezeichnet. Aber auch Fortgeschrittene dürften hier einige Anregungen finden.
Welchen Stellenwert hat Soziologie in eurem (beruflichen) Alltag? Schreibt es in die Kommentare.
In dieser Episode erwähnt:
Kathrin Aghamiri, Anja Reinecke-Terner, Rebekka Streck & Ursula Unterkofler (Hg.). 2018. Doing Social Work. Ethnografische Forschung als Theoriebildung. Verlag Barbara Budrich
Friederike Alm, Aranka Benazha, Vicente Pons Marti & Markus Rudolfi. Was ist eigentlich Public Sociology? Talk Social Science to Me (11.02.2022). Podcast mit Stephan Lessenich
Ulrich Bröckling, Susanne Krasmann & Thomas Lemke. 2024. Glossar der Gegenwart 2.0. Suhrkamp Verlag.
Pierre Carles. 2008. Soziologie ist ein Kampfsport: Pierre Bourdieu im Porträt. Suhrkamp Verlag. DVD-Video & Booklet.
Stefan Lessenich. 2008. Die Neuerfindung des Sozialen: der Sozialstaatz im flexiblen Kapitalismus. Verlag Transcript.
Dorothy E. Smith & Alison Griffith. 2022. Simply Instititional Ethnography: Creating a Sociology for People. University of Toronto Press.
Wollt ihr mehr über Soziale Arbeit hören? Dann abonniert diesen Podcast – und am besten auch gleich unseren Newsletter. Merci und viel Spass beim Hören.

Aug 28, 2025 • 17min
Mandat, das
In dieser Folge sind Co-Bachelorstudiengangleiter Martin Biebricher und Host Menno Labruyère wieder einmal im Lateinischen unterwegs und werden dabei philosophisch. Diesmal geht es um den Begriff «Mandat, das», ein in der Sozialen Arbeit sehr häufig verwendeter Ausdruck. In «Mandat» stecken gleich zwei lateinische Wörter: «manus» (die Hand) und «dare» (geben). Aber: Wer gibt nun wem etwas in die Hand?
Um das zu klären, macht Martin zunächst einen kurzen Exkurs zu den in der Sozialen Arbeit vielfach geläufigen Begriffen des Doppel- oder Triple-Mandats: Hilfe, Kontrolle und professionelle Ethik gelten als klassische Mandate in der Sozialen Arbeit. Dass diese Begriffe aber oft abstrakt bleiben und zu kurz greifen, wird in der dann folgenden Diskussion deutlich: Letztendlich ist die Soziale Arbeit immer bestimmt von einer Vielzahl an Mandaten, die an sie aus ganz unterschiedlichen Interessenslagen herangetragen werden.
Was dies für die alltägliche Fallarbeit bedeutet, warum es dabei auch um professionelle Handlungs- und Entscheidungskompetenz geht und weshalb Soziale Arbeit manchmal mit einem Triangel in einem Symphonieorchester verglichen werden kann, erfahrt ihr in dieser Episode.
Der Begriff «Mandat» war der Wunsch einer Hörerin. Hast auch du einen? Dann schreibe an kommunikation.sozialearbeit@zhaw.ch oder direkt an martin.biebricher@zhaw.ch.

Jul 10, 2025 • 30min
Herausforderung Rückfallprävention - oder: Wie begegnet man Menschen, die schwere Straftaten begingen?
In dieser Episode vertiefen sich Host Menno Labruyère und sein Gast Klaus Mayer, Psychotherapeut und Dozent an der ZHAW, über rückfallpräventive Soziale Arbeit im Strafvollzug. Mayer erzählt von seinen Erfahrungen in der Psychiatrie und Justiz, wo er rückfallpräventive Trainingsprogramme entwickelte und was er von den Adressat:innen lernen konnte. Es geht um die Bedeutung des Verständnisses und der Empathie im Umgang mit straffälligen Personen und wie man durch persönliche Gespräche und gezielte Massnahmen Wiederholungstaten vorbeugen kann. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Verzahnung von deliktorientierter und sozialintegrativer Arbeit, um die Klient:innen dabei zu unterstützen, ihre Lebensziele zu erreichen und ein deliktfreies Leben zu führen.
Wollt ihr mehr über Soziale Arbeit hören und lesen? Wir informieren euch über News aus Forschung, Studium und Weiterbildung in unserem Newsletter – jetzt abonnieren.


