

heise meets … Der Entscheider-Talk
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heise meets … Der Entscheider Talk - ist der Podcast mit Entscheidern für Entscheider. Wir besprechen kritische, aktuelle und zukunftsgerichtete Themen aus der Perspektive eines Entscheiders. Wir begrüßen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Immer aktuell und nah am Geschehen.
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Aug 10, 2022 • 32min
Deutschland Digital - besser als sein Ruf?
Gisela Strnad trifft Dr. Martin Hofmann
Gisela Strnad im Gespräch mit Dr. Martin Hofmann, Advisor Strategic Customers, Salesforce und ehem. CIO der Volkswagen Group über Deutschland Digital – besser als sein Ruf? Deutsche Unternehmen, Start-Ups und Hochschulen brauchen den Vergleich nicht scheuen. Mit etwas mehr Mut und Risikobereitschaft, wären wir weiter vorn bei der Digitalisierung. Es gibt einige Projekte, die zum schlechten Ruf beitragen, zum Beispiel aus dem Behördlichen Umfeld, hier befinden wir uns in einer Konsenskultur und versuchen alles 100 Prozent Risikofrei und untere Berücksichtigung von jedem und allem umzusetzen. In Deutschland haben wir aber auch eine gute präsente Start-up Szene und die deutsche Industrie sowie Investoren sind aktiv. Gute Beispiele für junge Unternehmen sind Celonis (Commerce Software) eine Ausgründung der TU München oder Personio (HR-Software) mit einer Milliardenbewertung, die auch international Furore macht. Wichtig ist, dass wir gute Rahmenbedingungen schaffen, Gründungen müssen schneller gehen und Start-ups müssen besser unterstützt werden, auch durch erfahrene Manager, die sie begleiten, coachen und vertrieblich Türen öffnen.
Technologien ohne Künstliche Intelligenz (KI / AI) ist heute nicht mehr denkbar. Es gibt renommierte Venture Funds, wie z.B. Lake Star Ventures, mit Fokus auf Deep Tech in Deutschland und Europa, die zum Ziel haben, europäische Tech Start-ups an die Weltspitze zu führen. Im Bereich Künstliche Intelligenz laufen viele Gründungen, in Deutschland, über den AI Campus von Merantix in Berlin. Im Hochschulbereich gibt es ebenfalls nennenswerte Initiativen und eine beeindruckende Gründerszene. Exemplarisch ist das UnternehmerTUM von Prof. Schönenberger, München zu nennen. Wir haben keine digitalen Superstars wie Google, Meta oder Amanzon. Vielleicht sollten wir hier auch stärker auf unsere traditionellen Unternehmen schauen, die sich auch zu „digitalen Stars“ wandeln. Beispielhaft dafür ist u.a. Siemens oder Adidas. Unseren Wohlstand sichern alle Branchen und Unternehmen, die in 10 Jahren noch am Markt sind. Das Digitale Know-How und die Kompetenz ist vorhanden. Vorausgesetzt, ich habe die Fachleute. Geld ist derzeit noch nicht das Problem. Gesucht werden vielmehr Investoren und Partner, die mehr mitbringen als nur finanzielle Mittel. Gesucht werden Partner, die Kontakte mit einbringen und mithelfen erfolgreich zu werden. Unternehmen, die Aufträge an Startups vergeben und eine gesetzliche sowie behördliche Basis, die es erlaubt Unternehmen unkompliziert gründen und zum Erfolg führen können.

Aug 3, 2022 • 35min
Assistenzsysteme, Bots und Digitale Zwillinge - was haben Sie gemeinsam
Gisela Strnad trifft Sascha Wolter
Gisela Strnad im Gespräch mit Sascha Wolter, Experte für Schnittstellen zwischen Menschen und Maschine, über Assistenzsysteme, Bots und Digitale Zwillinge – was haben sie gemeinsam.
Die Basis heutiger Systeme ist häufig Künstliche Intelligenz (KI), diese wird aber oft über und unterschätzt. Denn KI ist nicht wirklich intelligent, alles was die Systeme können, ähnelt in Fällen Wenn-Dann-Regeln. Doch die KI hilft dabei, dass wir anstelle von tausenden von Regeln mit einigen wenigen Beispielen auskommen. Die Maschine übernimmt auf Basis dieser Beispiele das Training der Regeln in einer Art Blackbox. Das Ergebnis ist zum Beispiel ein System wie Alexa oder die Navigation im Auto. Sprachbasierte Systeme reduzieren Barrieren und erlauben dem Nutzer nebenläufige Aufgaben parallel zu erledigen. Der nächste Schritt ist, dass sich die Schnittstellen noch intuitiver verhalten und sich so für uns noch natürlicher anfühlen.
Auch Smart Home Systeme sind zugänglicher geworden und durch den Preisverfall lohnt sich die Investition immer mehr. Was früher mühevoll über eine Handy Steuerung erledigt werden musste, kann heute über den Google Assistant oder Amazon Alexa intuitiv erfolgen. Dadurch haben die Systeme einen merklichen Komfort Gewinn erfahren. Bots und Chatboots unterscheiden sich technisch nicht von Assistenzsysteme im Smart Home Umfeld. Die Maschine hat bislang noch keine menschlichen Qualitäten bei der Gesprächsführung und ob und in welcher Form das jemals kommen könnte, steht in den Sternen.
Das Thema Digitaler Zwilling ermöglicht Analoges in eine Digitale Welt zu bringen und darüber z. B. Simulationen ablaufen zu lassen. Diese kann eine Maschine, eine Werkshalle, ein Bahnhof oder zum Beispiel ein Zug sein. Vielleicht schaffen wir es damit auch, dass schlechte analoge Prozesse, nicht in schlechte digitale Prozesse umwandeln werden. Denn das Twinking erlaubt uns, dank dieser Abstraktion mutige neuer Sichtweisen und Umsetzungsideen. Der Digitale Zwilling hilft uns als Denkweise dabei, die Art und Weise darzustellen. Und das Bot ist letztendlich ein User Interface, über das wir kommunizieren. Wohin die Entwicklung in den nächsten Jahren gehen wird, ist ungewiss. Gewiss ist aber, dass wir Schnittstellen und Interfaces wie Mouse, Touchscreen, grafische Schnittstellen und so weiter nicht mehr isoliert betrachten dürfen.

Jul 27, 2022 • 31min
Digitale Teilhabe - wo ist Handlungsbedarf?
Gisela Strnad trifft Anna Lena Hosenfeld
Gisela Strnad spricht mit Anna-Lena Hosenfeld der Geschäftsführerin von Digital für alle (DFA) über „Digitale Teilhabe – wo ist Handlungsbedarf?“ Für die meisten ist Digitale Arbeit und Informationssuche, eCommerce, WhatsApp und Google selbstverständlich. Leider ist das nicht für alle so, der „Digitale Graben“ in Deutschland ist tief. Die DFA hilft, alle Menschen beim digitalen Wandel mit einzubeziehen. „Unser gesellschaftliches Verständnis muss sein, dass sich jeder und jede souverän, sicher, selbstbestimmt und selbstbewusst in der digitalen Welt bewegen kann. Unabhängig von Alter, Bildung, Behinderung oder Wohnort.“: sagt Anna-Lena Hosenfeld. Die digitale Teilhabe muss Hand in Hand mit der gesellschaftlichen Teilhabe gehen. Lt. Statistischem Bundesamt (2021) sind rund 6 % der Bevölkerung zw. 16 – 74 Jahren Offliner, was ca. 3,8 Mill. Menschen sind. Es muss an unterschiedlichen Stellschrauben gearbeitet werden, z.B. barrierefreie Gestaltung, leichte Sprache, einfache Bedienung usw. 28 Organisationen stehen hinter der Initiative „Digital für alle“. So z.B. Kommunale Spitzenverbände, Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie, Bitkom, BDI, Olympischer Sportbund, TÜV Verband, usw. Seit 3 Jahren verantworten sie u.a. auch die Umsetzung des „Digitaltages“ in Deutschland. In diesem Jahr am 24.06.2022 als Präsenzveranstaltung im gesamten Bundesgebiet. Weitere Informationen zum Digitaltag, den Aktionen und Preisträgern finden Sie unter: https://digitaltag.eu/ - Der Digitaltag 2023 findet am 16. Juni 2023 statt. Helfen kann jeder/ jede engagiert Euch als Verein, Unternehmen, Verband oder auch als Einzelperson z.B. beim Digitaltag 2023.

Jul 20, 2022 • 38min
Elekronische Identitäten - Mehrwert und Status
Gisela Strnad trifft Uwe Stelzig
Gisela Strnad spricht mit Uwe Stelzig, Managing Direktor DACH, IDnow bei Heise meets… über Elektronische Identitäten – Mehrwert und Status. Unser Personalausweis – kann mehr als viele wissen. Er kann schon heute virtuell aufs Smartphone geladen und als elektronische Signatur, ohne Zusatzgerät, genutzt werden. Die eID, Smart eID oder die eIDAS Verordnung der EU sind derzeit als Brennpunktthema in aller Munde. Der Bundestag hatte kürzlich eine Anhörung zum Thema und der Bitkom fordert eine schnelle Umsetzung.
Leider hat es die Politik versäumt, bereits bei der Einführung des neuen Personalausweises 2010 den Nutzen der eID-Funktion zu erklären und interessante Anwendungsfälle darzustellen. 2017 wurde der Grundstein für die eID Onlinenutzung gelegt. Damit können Personalausweise auch jetzt schon mit oder durch die Smart eID auf dem Smartphone genutzt werden, um die Daten für privatwirtschaftliche Zwecke zu verwenden. Heute hat der durchschnittliche Privatanwender ca. 80 unterschiedliche digitale Identitäten. Mit der Zentralisierung in einer Wallet könnten wir alle Zugriffe über einen Kanal autorisieren. Die eIDAS Verordnung der EU wird zukünftig elektronische Vertrauensdienste einheitlich und vereinfacht regeln. Bei der aktuellen Umsetzung durch die EU werden internationale Unternehmen, wie Banken, Versicherungen, Social Media-Unternehmen (zum Beispiel Meta) und andere Wirtschaftsunternehmen eingebunden, die das europäische Verfahren anerkennen müssen. Uwe Stelzig weist darauf hin, das eIDAS Verfahren wird unser Ökosystem neu definieren und stark vorantreiben. Andere EU-Länder sind bereits weiter und erfolgreiche Modelle liegen aus Skandinavien und Belgien vor. Die EU ist derzeit im Driver Seat. Deutschland ist als Mitgliedsstaat der EU zur Umsetzung verpflichtet. Spannend wird es, wie sich Deutschland bei der Umsetzung entscheidet.

Jul 13, 2022 • 47min
Datenschutz- & Security-Compliance im Unternehmen
Gisela Strnad trifft Dr. Carlo Piltz
Unternehmen müssen immer mehr rechtliche Anforderungen im Umfeld von Datenschutz & Security-Compliance umsetzen. Was dabei besonders wichtig ist und warum, erläutert der Anwalt Dr. Carlo Piltz. Neben technischen Anforderungen sind auch rechtliche Richtlinien erforderlich, um Daten, Mitarbeiter, Kunden und das Unternehmen zu schützen.
IT Compliance besagt, dass jedes Unternehmen aus dem bestehenden Recht, seine eigene IT Richtlinien zusammenstellen, niederschreiben und regelmäßig prüfen muss. Enthalten sein müssen alle IT rechtlichen Anforderungen, an die sich Unternehmen rechtlich halten müssen; zum Beispiel Vertragsrecht, Datenrecht, Datenlöschungen und so weiter. Bestandteil sind u.a. die Impressumspflicht. Im Umfeld von Social Media sollten Unternehmen die Nutzungsbedingungen der Plattformen genauer betrachten, um in einer Risikoanalyse abschätzen zu können. Cookies werden eingesetzt, um Daten von Webseiten- oder APP-Nutzern zu erheben; erforderlich ist grundsätzlich die Einwilligung des Nutzers. Die ePrivacy Richtlinie schützt alle Daten schützt, die nicht personenbezogen sind (z.B. technische Daten). Diese Regelungen entwickeln daher quasi eine Art Vorfeldschutz im Vergleich zur DSGVO. Hierunter fallen auch Daten aus Maschinen oder vernetzten Fahrzeugen.
Ein viel diskutiertes Gesetz ist die DSGVO. Carlo Piltz bemerkt: „Ich kenne kein Unternehmen, das die DSGVO 100 Prozent umsetzen kann“. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die wichtigsten Punkte rechtskonform erfolgen und sich auch alle Mitarbeiter an die Vorgaben halten. Parallel zur DSGVO gilt in Deutschland noch das Bundesdatenschutzgesetz. Hier wird u.a. der Einsatz von Datenschutzbeauftragten im Unternehmen geregelt.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Unternehmen im Zuge der IT Compliance folgende Themen im Blick haben sollten: Eine Datenflusslandkarte – organisatorisch zu wissen, welche Daten, auch technische Daten, gehen im Unternehmen rein und raus und eine Lieferanten- und Vertrags-management-Übersicht. Wichtig ist die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter.

Jul 6, 2022 • 33min
Digital und Nachhaltig - Bits & Bäume
Gisela Strnad trifft Claudia Jach
Gisela Strnad spricht mit Claudia Jach, Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. über die Ideen, Inhalte und Forderungen im Umfeld der Konferenz Bits & Bäume vom 30.09. bis 02.10.2022 an der TU Berlin. Veranstalter von Bits & Bäume sind 13 Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Wege für eine demokratische und gerecht gestaltete digitale Gesellschaft aufzuzeigen.
Voraussetzungen dafür sind u.a. gesellschaftliche Beteiligung, wo BürgerInnen mitgenommen werden, sowie technologische Entwicklungen, die sich am Gemeinwohl orientieren und der Bedarf sich am Mehrwert für Menschen ausrichtet. Heute werden technologische Entscheidungen und Entwicklungen von Einzelnen profitorientiert getroffen und Bedarfe werden über Marketing-kampagnen suggeriert. Dadurch entsteht eine Ausbeutung unserer Ressourcen und eine Wegwerfgesellschaft, die u.a. im Umfeld von Elektroschrott erhebliche Probleme aufwirft. Reparatur muss wieder möglich werden. Digitalisierung muss zukünftig verantwortungsvoll gestaltet werden, v.a. unter Nachhaltigkeitsgedanken. Daten und Informationen sollen als Gemeingut verstanden werden. Digitalisierung soll Menschen nicht einfach passieren, sondern sie sollen sie aktiv mitgestalten können.
Themen wie Datenhandel, Soziale Gerechtigkeit, Umweltfragen, Plattformregulierung, Digitaler Kolonialismus, Energiewende und Mobilitätswende sind nur einige Themen, die auf der Konferenz besprochen werden. Die Bits & Bäume ist die einzige Konferenz dieser Art. Über den Austausch mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden, soll eine Koordination erfolgen, die eine höhere politische Schlagkraft erzeugt. Herausforderungen, die zum Gemeinwohl aller verbessert werden müssen, sind Themen wie Technologiebildung, mehr staatliche Interaktion z.B. durch Gesetze oder Kampagnen, Designrichtlinien oder Standardisierung. Die Konferenz hat einen internationalen Anspruch, da die Themen auch nur international angegangen werden können.
Informationen über Bits & Bäume 2022 finden Sie unter https://bits-und-baeume.org/konferenz/de Der Ticketvorverkauf startet am 04. Juli 2022
Der Ticketvorverkauf für die Konferenz startete am 04. Juli 2022

Jun 29, 2022 • 37min
Landwirtschaft Digital - höhere Erträge und verbesserter Naturschutz
Gisela Strnad trifft Landwirt Peter Rühmkorf und Prof. Dr. Damian Bargiel
Gisela Strnad spricht mit Landwirt Peter Rühmkorf und Prof. Dr. Damian Bargiel, Hochschule Geisenheim über die Digitalisierung in der Landwirtschaft. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz und Daten des Satelliten COPERNIKUS werden Schädlingsbefall, Bodenbeschaffenheit usw. werden frühzeitig erkannt, das hilft der Natur und spart Kosten. Landwirte unterliegen immer stärker Regulierungen, einer vermehrten Darstellungspflicht, sowie wachsenden Kosten. Investitionen müssen aufgrund von Auflagen getätigt werden. In den letzten 20 Jahren haben sich die Preise für Milch, Getreide usw. nicht verändert, die Kosten steigen jedoch stätig. Der politische Druck u.a. über die EU wird immer stärker. Subventionen für Landwirte werden überwiegend nach bewirtschafteter Fläche gezahlt, Regelungen oder Auflagen betreffen jedoch alle Höfe, unabhängig von deren Größe. Das ist eine Spirale, die schon viele kleine Betriebe veranlasst hat aufzugeben. Das europäische Erdbeobachtungsprogramm COPERNICUS erfasst einmal wöchentlich alle Flächen der Erde. Jedoch mit keinem Punktsignal, wie z.B. bei GPS, sondern flächendeckend und mit 6 verschiedenen Satellitensystemen. Das heißt, es wird mehr erfasst, als das menschliche Auge sehen kann. Dadurch sind bei Pflanzen z.B. Wachstumsinformationen oder Schädlingsbefall sichtbar. Der Schädling kann in seiner Art und auch in der Fläche des Befalls lokalisiert werden. Zudem sind alle weiteren Pflanzeneigenschaften darstellbar – Fruchtarten, Fläche, Trockenheit oder feuchte des Bodens. Wertvolle Daten für den Landwirt.
Das Startup CORAmaps bereitet diese Daten, zusammen mit Daten der Landwirte auf. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, werden die aufbereiteten Daten zukünftig in einer App zur Verfügung gestellt und helfen dem Landwirt. Zukünftig könnten eine automatisierte Dokumentation, der gezielte und schnelle Spritzeinsatz je Schädling und befallene Flächenanteile, sowie andere wichtige Felddaten punktgenau und echtzeitnah zur Verfügung stehen. Es entsteht eine Win/Win Situation, die Daten der Landwirte bleiben im Eigentum des Landwirts und werden durch die Daten von COPERNICUS veredelt. Die Herausforderung liegt nun darin, die Landwirte davon zu überzeugen, Daten für den Aufbau der App zur Verfügung zu stellen. Hierzu ist noch einiges an Überzeugungsarbeit erforderlich. Wenn alles gut läuft, könnte die App in ca. 2 – 3 Jahren am Markt erhältlich sein.

Jun 22, 2022 • 46min
Zukunft der Medien - was Journalismus heute leisten muss.
Gisela Strnad trifft Dr. Jürgen Rink, Tobias Knaack und Hannah Monderkamp
Gisela Strnad spricht mit Dr. Jürgen Rink, Chefredakteur c´t, Tobias Knaack, Stellvertretender Chefredakteur von heise online, und Hannah Monderkamp, Managing Editor New Media, über die deutsche Medienlandschaft, die Bedeutung des Journalismus für eine Demokratie und seine Stellung heute. Die Medienbranche befindet sich seit einiger Zeit in einem tiefgreifenden Wandel. Die gängigen Geschäftsmodelle, wie sie über Jahrzehnte griffen und die Medienunternehmen gute Umsätze und Gewinne bescherten, sie sind nicht mehr manifestiert.
Wurden in der Vergangenheit zur beruflichen Weiterbildung etwa Fachzeitschriften gelesen, ist dieses Angebot heute ausdifferenzierter: Onlineportale, YouTube oder Weiterbildungsakademien, wie z.B. die Heise Academy, übernehmen diese Aufgabe, um nur einige zu nennen. Redaktionsseitig ist festzustellen: Auch das Angebot an Informationsquellen ist durch Social Media, aber auch Blogger deutlich ausdifferenzierter im Internet. Verlage und ihre Angebote stehen heute also in einem neuen Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser – und der findet schon lange nicht mehr nur mit der Wettbewerbszeitschrift statt. Der neue Wettbewerb von Medienhäusern und Verlagen findet auch und insbesondere mit Spotify, Netflix und Co. statt – also die Streamingdiensten und ihren Preis- und Abo Modellen.
Journalismus in der Demokratie eine wichtige Rolle als vierte Gewalt im Staat – auch wenn sich die Geschäftsmodelle und die Kommunikationswege ändern. Journalismus sei ein wichtiger Bestandteil der Demokratie, er ordne ein, differenziere und liefere verschiedene Perspektiven auf ein Thema. Gerade in Zeiten, in denen es in einigen autokratisch geführten Ländern diese Freiheiten nicht gibt, „sollten wir glücklich sein, dass wir diese Meinungsfreiheit genießen“. Mit Blick auf die Frage nach Hass und Hetze im Netz besteht die Meinung „Grundsätzlich ist es nicht schlecht, dass jeder / jede etwas ins Netz stellen kann. Um dabei jedoch Fake News von seriösen Meldungen zu unterscheiden, bedarf es mehr Medienbildung. Bereits in Grundschulen muss das Thema Medienbildung gelehrt werden. Personen können oftmals nicht zwischen Öffentlich Rechtlichen- und Privaten Artikeln und Sendungen unterscheiben, bzw. wissen nicht was Kommentare sind. Wäre diese Bildung stärker vertreten, könnten Sie auch Fake News erkennen.“ Den Kampf gegen Fake News können wir jedoch nicht gewinnen.

Jun 15, 2022 • 35min
Blockchain - Basistechnologie für den Sprung in die digitale Zukunft
Gisela Strnad trifft Prof. Dr. Wolfgang Prinz
Gisela Strnad spricht mit Prof. Dr. Wolfgang Prinz über „Blockchain - Basistechnologie für den Sprung in die digitale Zukunft“
Die Blockchain ist für das Metaversum /Web 3 eine bedeutende Grundlagentechnologie. Bitcoin, NFT usw. sind erste Schritte, in die neue digitale Zukunft. Die Blockchain, bildet das Betriebssystem für das Metaversum / Web 3 und ermöglicht es, Brücken zu bauen, zwischen der realen und der virtuellen Welt. Es wird eine virtuelle Umgebung erzeugt, in der Sie mit Menschen in einem digitalen Raum präsent sein können. Im Zusammenhang mit der Blockchain wird auch immer der Bitcoin genannt, eine limitierte Kryptowährung, die in der Regel mit US-Dollar gekauft werden muss. Der Wert eines Bitcoins ist ein Investment in eine Erwartungshaltung. Lt. Wolfgang Prinz, “wurden die meisten Bitcoins bereits erzeugt, es wird daher eine Zeit kommen, der keine neuen Bitcoins mehr gemined, d.h. erstellt werden. Es ist wie Gold und Öl ein endliches Gut. Wobei aber festzustellen ist, dass es sich beim Bitcoin um eine sehr volatile Währung handelt.“ Eine neue Blockchain Möglichkeit sind NFTs – Non-fungible Token – Bilder mit Affen oder Cryptpunks. NFTs sind einmalige digitale Fingerabdrücke eines Bildes, die einem Besitzer zugewiesen werden. Sie können nicht an die Wand gehängt werden, dienen aber dazu digitale Kunst, die beliebig kopierbar ist einzigartig zu machen.
Die Diskussion um das Metaversum / Web3, sollte nicht als Spinnerei abgetan werden, es wird kommen, der Zeitpunkt ist jedoch noch offen. Das Metaversum / Web 3 ist nicht die Weiterentwicklung der Blockchain. Sondern verknüpft Technologien wie z.B. Blockchain, NFTs, Augmented Reality Brillen, Kryptowährung und Netzwerktechnologien miteinander. Wir sind z.Zt. in der Findungsphase, bedeutet, die Explorationsphase wird noch ca. 2 -3 Jahre dauern. Wichtig ist, dass die Hardware (VR/AR Brillen) einen Innovationsschub bekommt. Tausende von Unternehmen und Entwicklern beschäftigen sich mit dem Thema und Sie werden Lösungen finden.

Jun 8, 2022 • 42min
Digitale Partnerschaft. Erfolgsmodell für die Zukunft. (Gesponsert)
Gisela Strnad trifft Micromata
Gisela Strnad spricht mit 4 Kollegen und Kolleginnen von Micromata über Digitalisierungsprojekte und darüber, dass Individualsoftware oftmals die bessere Alternative zu Standardsoftware sein kann. Das vor 25 Jahren gegründete Softwarehaus Micromata entwickelt passgenaue Softwarelösungen für Industrie und Handel und Kunden aus allen Branchen. Der Auftraggeber bekommt genau das, was er tatsächlich braucht – und keinen mittelmäßigen Kompromiss. Dabei verfolgt Micromata das Prinzip „Alles aus einer Hand“. Die Dienstleistung beginnt bei der Anforderungsanalyse und erstreckt sich von dort über Konzeptionierung, Umsetzung, Roll-out und Einführung sowie auf Wunsch die Kommunikation, und kann, wenn erforderlich, weitere individuelle Leistungen umfassen.
Jeder Micromata-Kunde wird von einem erfahrenen Team begleitet, welches das erforderliche Wissen und Können nicht nur im inneren Kern vorhält, sondern dank eines lebendigen Know-how-Transfers auf die Best Practices des gesamten Unternehmens zurückgreifen kann.
Das Feedback der Kunden zeigt, dass eine weitere Stärke und ein USP von Micromata die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kunden ist und dass das exzellente Verständnis seiner Fachlichkeiten sich unmittelbar auf die Qualität der zu realisierenden Software und damit wertschöpfend auf den jeweiligen Geschäftsbereich auswirkt. Nur eine solche partnerschaftliche Zusammenarbeit stellt ein optimales Ergebnis sicher, zeigt die Erfahrung auf beiden Seiten.
Dieser Podcast ist vom Arbeitgeber des Interviewpartners gesponsert.


