Ö1 Radiokolleg

ORF Ö1
undefined
Feb 19, 2026 • 13min

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (3)

Wer bestimmt, wann eine Sprache eine Sprache ist?Broken English, bastard Portuguese, nigger French: Als die Sprachwissenschaft in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf die Erforschung von Nationalsprachen und die Rekonstruktion der indoeuropäischen Ursprache fokussiert war, blickte ein deutscher Linguist über den Tellerrand. Hugo Schuchardt, der in über 20 Sprachen korrespondierte, forschte zu den peripher beachteten und abschätzig betrachteten Kreolsprachen an der Universität Graz. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 18. 02. 2026.
undefined
Feb 19, 2026 • 13min

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (4)

Aussterben, aufgehen, sich verändern.Kreolsprachen sterben, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, andere dienen als Lingua Franca, also als Verkehrssprache in einer Region - neue entstehen heute kaum mehr. Das hat damit zu tun, dass Englisch weltweit von immer mehr Menschen verstanden und gesprochen wird, aber auch, weil Kreolsprachen meist über ein geringes soziales Prestige verfügen.Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 19. 02. 2026.
undefined
Feb 18, 2026 • 22min

Warum führen Menschen Kriege? (1)

Wir leben in einer gefährlichen Epoche: Im friedensverwöhnten Europa scheint Krieg - achtzig Jahre nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs - plötzlich wieder eine Option zu werden. Der Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine im Februar 2022 markiert eine Zeitenwende - mit unabsehbaren Folgen für Europa und die Welt. Aber warum führen Menschen überhaupt Kriege? Lässt sich das unermessliche Leid, das militärische Auseinandersetzungen mit sich bringen, durch politische oder wirtschaftliche Ziele rechtfertigen? Und wie könnte man Kriege und bewaffnete Konflikte vermeiden? Von der Beantwortung dieser Fragen hängt viel ab - für die Menschheit und für jeden Einzelnen von uns.Folge 1: Das tötende Tier.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 16. 02. 2026.
undefined
Feb 18, 2026 • 22min

Warum führen Menschen Kriege? (2)

Clausewitz und die Folgen.Der preußische Generalmajor Carl von Clausewitz gilt als einer der einflussreichsten Militärtheoretiker der Moderne - und zugleich als meistzitierter Kriegsdenker überhaupt. Seine Thesen werden bis heute weltweit in Militärakademien und Generalstabslehrgängen gelehrt und diskutiert. "Krieg", so lautet eine berühmte Definition aus Clausewitz' Feder, "ist ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen."Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 17. 02. 2026.
undefined
Feb 18, 2026 • 22min

Warum führen Menschen Kriege? (3)

Die Welt von heute."Wir befinden uns in einer außerordentlich volatilen, dynamischen und instabilen Periode der Weltgeschichte." So fasst der US-amerikanische Historiker und Diplomat Philip Zelikow die gegenwärtige Situation zusammen. Die USA büßen ihre Rolle als berechenbarer Welthegemon ein und beginnen ihren Verbündeten in Europa und im Rest der Welt immer öfter in den Rücken zu fallen. Die Nato - seit 1949 ein zentraler Pfeiler westlicher Hegemonie - zeigt Auflösungserscheinungen. Und aufstrebende beziehungsweise revanchistische Atommächte wie Russland, China oder Nordkorea sind darauf aus, die neue Unübersichtlichkeit im geostrategischen Gefüge zu ihren Gunsten zu nützen.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 18. 02. 2026.
undefined
Feb 18, 2026 • 22min

Warum führen Menschen Kriege? (4)

Der Krieg der Zukunft.Mit seinem vieldiskutierten Werk "Die Rückkehr des Krieges" hat der österreichische Militäranalyst Franz-Stefan Gady ein Schlüsselwerk zur sicherheitspolitischen Gegenwart vorgelegt. Die Kriege der Zukunft werden mit Drohnen, KI und hochtechnologisierten Präzisionswaffen geführt werden. Damit verändern sich die Mittel, nicht aber das Wesen des Kriegs. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 19. 02. 2026.
undefined
Feb 13, 2026 • 14min

Ö1 Insektarium: Die Zecke (1)

Ein Lieblingsfeind des Menschen: der Zeck. Er ruft Ekel hervor, bohrt sich in die Haut und kann Krankheiten übertragen. Zecken sind große Milben, die sich parasitisch vom Blut von Säugetieren - auch des Menschen - ernähren. Es gibt mindestens 900 Zeckenarten, in Österreich auch viele "neue", die durch den Klimawandel heimisch werden. Sie können gefährlich werden, da sie Krankheiten übertragen: Am bekanntesten sind die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Doch es gibt noch viele andere: Zecken sind Meister der Übertragung - kein anderer Parasit bringt so viele Krankheiten mit wie sie.Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics.In Ö1 gesendet am 09. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
undefined
Feb 13, 2026 • 14min

Ö1 Insektarium: Der Ammendornfinger (2)

Der vorwiegend nachtaktive Ammendornfinger, die Spinne des Jahres 2023, spinnt keine Fangnetze, sondern lauert seiner Beute - Insekten bis hin zu Gottesanbeterinnen und Heuschrecken - auf und überwältigt sie mit einem Giftbiss. Die Tage verbringt er in kugeligen Ruhegespinsten, meist in offenen Wiesen mit hohem Bewuchs, in Gestrüpp oder unter Steinen. Ihre Gelege aus 80 - 300 Eiern verteidigen die Spinnenweibchen sehr vehement. Die Jungen verlassen sofort nach dem Schlupf das Nest und überwintern bodennah in winzigen Ruhegespinsten.Gestaltung: Sabine Nikolay.In Ö1 gesendet am 10. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
undefined
Feb 13, 2026 • 13min

Ö1 Insektarium: Die südrussische Tarantel (3)

Die größte Spinne Mitteleuropas lebt schon lange in Österreich, wo sie die westlichste Grenze ihres Verbreitungsgebiets erreicht. Ihr Lebensraum ist vorzugsweise lehmiger Uferbereich, wo sie eine Nisthöhle anlegt. Die Eier reifen in einem Kokon heran, den die Spinne mit den Hinterbeinen in die Sonne hält, um ihn zu wärmen. Nach dem Schlupf bleiben die Jungspinnen bei der Mutter, die sie auf dem Rücken trägt. Die Tarantel ist eine nachtaktive Jägerin, die kleinen Wirbeltieren und Gliederfüßern auflauert.Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics.In Ö1 gesendet am 11. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.
undefined
Feb 13, 2026 • 14min

Ö1 Insektarium: Die Krätzmilbe (4)

Milben sind mikroskopisch kleine Tierchen die als Parasiten Hunde, Katzen und Pferde befallen und auch auf den Menschen übertragen werden können. Diese Räudemilben sind für den Menschen keine allzu große Belastung, da er ein "Fehlwirt" ist und die Tiere bald absterben. Sehr unangenehm und sogar gefährlich für den Menschen kann die "Krätzmilbe" werden. Sie ist 0,3 bis einen halben Millimeter groß und wird bei länger dauerndem direktem Hautkontakt übertagen. Die Parasiten bohren sich unter die oberste Hautschicht, legen dort ihre Eier ab und ernähren sich von abgestorbenen Zellen und Zellflüssigkeit. Diese "Wohngemeinschaft" bleibt nicht unerkannt: Es juckt bestialisch und muss schleunigst behandelt werden.Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics.In Ö1 gesendet am 12. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app