

Was wichtig ist
Die Presse
Der Nachrichten-Podcast der Tageszeitung "Die Presse" erscheint wochentags Montag bis Freitag um 18 Uhr und zu besonderen Anlässen wie an Wahlsonntagen auch zwischendurch. Die Redaktion der "Presse" sagt, was wichtig ist und nimmt Sie mit auf Recherche und zu spannenden Gesprächspartnern.
Ihre Hosts sind Anna Wallner, Christine Mayrhofer, Eva Winroither und Klemens Patek.
Audio und Produktion: Georg Gfrerer/ www.audio-funnel.com.
Grafik: Adobe Stock
Ihre Hosts sind Anna Wallner, Christine Mayrhofer, Eva Winroither und Klemens Patek.
Audio und Produktion: Georg Gfrerer/ www.audio-funnel.com.
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Aug 1, 2025 • 43min
Sommergäste: Eiswürfel machen mit Richard Hemmer von "Geschichten aus der Geschichte"
2015 haben die Historiker Richard Hemmer und Daniel Meßner ihren Podcast „Geschichten aus der Geschichte“ gestartet. Heute erreichen sie damit 2,5 bis 3,2 Millionen Abrufe pro Monat. Wie kommt man auf die Idee, einen Geschichten-Podcast zu starten? Welche Folge war bisher die erfolgreichste? Und wie kann es sein, dass sich die beiden Podcaster noch nie gegenseitig ein Thema weggeschnappt haben und wieso machen die beiden gern Fehler. Es geht ums Mittelalter und den merowingischen Bruderkrieg, das Jahr 333 v. Chr und in welchen Epochen und Erdteilen die spannendsten Themen verborgen sind.
Worum geht es in „Geschichten aus der Geschichte“? Seit 2015 erzählen die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer jede Woche ein geschichtliches Ereignis, einen Gegenstand, eine historische Figur, einen Krieg oder eine Schlacht in Form einer liebevoll erzählten Geschichte. Die beiden wechseln sich ab mit dem Geschichte erzählen. Der Podcast erscheint immer mittwochs, mittlerweile gibt es über 520 Folgen. Im Oktober wird „GAG“, wie er von Fans und Machern gern abgekürzt genannt wird zehn Jahre alt. Zum Jubiläum gibt es eine Tour durch deutschsprachige Städte, von Wien bis Hannover, die dreizehn Vorstellungen sind bereits ausgebucht.
Hier gehts zu unserem neuen Rätsel-Bereich mit Sprachspielen, Logikrätseln und Sudoko. Probieren Sie es aus!
Gast: Richard Hemmer, Historiker, Podcaster, Gastgeber von "Geschichten aus der Geschichte"
Moderation: Anna Wallner
Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
Credits: Sommergeräusch von Richard Hemmer
Mehr zum Thema:
A bisserl Geschichte lernen: Wie man mit einem Podcast Geld verdient
Expedition in die Geschichte](https://www.diepresse.com/5944694/expedition-in-die-geschichte))
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Jul 31, 2025 • 29min
„Erdoğan hat seinen Zenit überschritten“: Warum immer mehr türkische Bürgermeister in Haft sitzen
Es ist ein wenig so, als ob eine dem österreichischen Bundeskanzler hörige Justiz den Wiener Bürgermeister, den Salzburger, den Innsbrucker und Dutzende Bürgermeister weiterer Städte verhaftet hätte. Was sich derzeit in der Türkei abspielt, ist ein großer Feldzug des Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und der ihm hörigen Justiz gegen die kemalistisch-sozialdemokratische Oppositionspartei CHP. Doch diese gibt nicht nach. Ihr neuer Chef Özgür Özel ist äußerst umtriebig und immer wieder auf Kundgebungen landauf, landab zu sehen. Wird er Erdoğan zu mächtig?
„Presse“-Journalistin Duygu Özkan ist fundierte Kennerin der Türkei, sie kehrte erst vor wenigen Tagen von einer Reise in die Türkei zurück nach Wien. Sie kennt die Gründe, warum die Justiz derzeit vor allem CHP-Politiker verfolgt - und etwa nicht mehr Politiker der kurdischen DEM-Partei (vormals HDP), deren Gründer Selahattin Demirtaş sitzt aber ebenso in Haft - seit fast neun Jahren.
Und das alles hängt irgendwie zusammen: Erdoğans Suche nach dem Machterhalt, die starke CHP und der vor kurzem von Erdoğan angestoßene Friedensprozess mit der bisher in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. In der Türkei ist jede Menge Bewegung in der Innenpolitik - ohne dass es in der EU scheinbar jemanden interessieren würde. Grund genug, genau bei Duygu Özkan nachzufragen. Sie analysiert die aktuelle Lage in der Türkei für den „Presse“-Podcast „Was wichtig ist“.
Gast: Duygu Özkan, „Presse“-Journalistin
Host: Klemens Patek
Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
Mehr zum Thema:
Warum der türkische Präsident die Opposition der CHP fürchtet
Gegner Erdoğans stolpern über einen Korruptionsfall
Die Opposition trotzt Erdoğans Verhaftungswelle: „Uns überrascht nichts mehr“
Syrer in der Türkei: Der Traum von der Rückkehr
Regierungskritiker in der Türkei: »Wir räumen nicht einfach so das Feld«
Europa kann sich keine autokratische Türkei leisten
Erdoğan träumt jetzt von noch mehr Macht im Nahen Osten

Jul 30, 2025 • 13min
Was macht eigentlich Sepp Schellhorn?
„Sepp, was machst du?“ Diese Frage hört man auf Social Media nun schon einige Monate nicht mehr, sie lässt sich aber allenfalls auch in Bezug auf Sepp Schellhorns neue Tätigkeit als Staatssekretär stellen. Während er bisher für negative Schlagzeilen rund um Dienstwagen, Unternehmensbeteiligungen und unpassende historische Vergleiche sorgte, ist nun erstmals Inhaltliches bekannt geworden.
Julia Wenzel aus dem Innenpolitik-Ressort der „Presse“ erklärt in dieser Folge, was Sepp Schellhorn tatsächlich macht, ob der hemdsärmelige Unternehmer die richtige Wahl für ein Amt in der Politik war und wie der ehemalige Social-Media-Koch eigentlich parteiintern dasteht.
**Gast: **Julia Wenzel, „Die Presse“
**Host: **Christine Mayrhofer
Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
Mehr zum Thema:
>>> Sepp Schellhorn knapp zum Landeschef gewählt: „Ich habe überhaupt kein Problem damit“
>>> Nazi-Vergleich: Ist Sepp Schellhorn strafbar?
>>> Zwischen Dienstwagen und Deregulierung: Eine harte Woche für Sepp Schellhorn
>>> Wo Sepp Schellhorn deregulieren will – und woran er dabei scheitern könnte

Jul 29, 2025 • 13min
Ist das Zollabkommen ein „fossiler Deal“?
Matthias Auer, Redakteur und Energieexperte bei „Die Presse“, diskutiert die weitreichenden Folgen des neuen Zollabkommens zwischen den USA und der EU. Er erläutert, wie die EU 750 Milliarden US-Dollar an fossilen Energieträgern importieren muss und was das für die Energiepreise und Klimaziele bedeutet. Außerdem wird die Frage aufgeworfen, ob diese Vereinbarung die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen stärkt oder tatsächlich diversifiziert. Auer beleuchtet die Herausforderungen und möglichen Lösungsansätze für den europäischen Energiemarkt.

Jul 28, 2025 • 18min
Kann Wien E-Mopeds vom Fahrradweg verbannen?
Sie düsen durch die Stadt, sorgen auf Fahrradwegen und Gehsteigen für gefährliche Situationen und Ärger. Mopeds, die mit E-Motor angetrieben werden haben oft dort, wo man eigentlich ein Nummernschild vermuten würde, ein Schild mit der Aufschrift: „Ich bin ein Fahrrad“. E-Mopeds werden in Wien bevorzugt von Essenszustellern gefahren, und gelten zum Ärger anderer Verkehrsteilnehmer in Österreich aktuell als Fahrräder – die Stadt Wien will das nun ändern.
Tom Rottenberg, freier Journalist und oft für die „Presse“ in Sachen Mobilität und Sport unterwegs, berichtet in dieser Folge über den rechtlichen Graubereich, in dem sich E-Mopeds bewegen, darüber, wieso eine politische Lösung „kompliziert“ ist und welche soziale Frage hinter dem Problem steht.
Gast: Tom Rottenberg, Journalist unter anderem für, „Die Presse“
Host: Anna Wallner
Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
Credits: Youtube/powerboarddealer.de; Youtube/Elektroroller Futura; Youtube/ Mikrofahrzeuge
Mehr zum Thema:
>>> Immer Ärger mit den E-Mopeds
>>> Stadt Wien: „E-Mopeds runter vom Radweg“
>>> Lieferando will raus aus dem KV – geht das überhaupt?
>>> Fahrradboten: Die Gesichter hinter der anonymen Masse

Jul 27, 2025 • 11min
Wie Technologie die Industrie stärkt
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Die digitale Transformation ist ein entscheidender Baustein für die Beantwortung dieser Frage. Der Weg dorthin ist vielfältig. Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert Produktionsprozesse, Datenanalyse wird zum strategischen
Vorteil, und vernetzte Systeme ermöglichen völlig neue Geschäftsmodelle.
Fabasoft Approve begleitet diesen Wandel und zeigt, wie Industrieunternehmen den Sprung in die digitale Zukunft schaffen und ihre Wetbewerbsposition stärken.
Doch wie gelingt es Industrieunternehmen, ihre Strukturen nachhaltig zu transformieren? Welche digitalen Tools bringen bereits heute konkrete Vorteile – und wo liegen die Stolpersteine in der Umsetzung?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt eines aktuellen Expert:innen-Gesprächs – initiiert von Fabasoft in Kooperation mit der Tageszeitung „Die Presse“. Melanie Klug, Wirtschaftsredakteurin bei „Die Presse“, führt durch das Gespräch und begrüßt folgende Expertinnen und Experten:
• Andreas Dangl, Geschäftsführer Fabasoft Approve
• Eveline Pupeter, Alleineigentümerin und Geschäftsführerin emporia Telecom
• Gertrude Schatzdorfer-Wölfel, Geschäftsführende Gesellschafterin Schatzdorfer Gerätebau
• Alice Godderidge, Aufsichtsrätin LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen und Austrian Institute of Technology
Sie hören einen Nachbericht zur Podiumsdiskussion.
Mehr zum Thema finden Sie hier

Jul 26, 2025 • 12min
Emerald – das EU-Projekt für sichere und souveräne Cloud-Dienste
**Redaktionell unabhängig, finanziell unterstützt**
Cyberangriffe, Datenschutzverletzungen und neue Regulierungen: Die Anforderungen an Cloud-Anbieter in Europa steigen kontinuierlich. Das EU-Projekt „Emerald“ setzt genau hier an – mit einem Zertifizierungsframework, das Sicherheit und Compliance stärkt. Im Rahmen der Cybersecurity-Schwerpunktwoche diskutierte Eva Komarek im Expertentalk mit Björn Fanta, Geschäftsführer der Fabasoft Research GmbH, über die Bedeutung dieses Projekts.
„Emerald“ zielt darauf ab, Vertrauen in Cloud-Anbieter und -Dienste zu schaffen und die digitale Souveränität Europas zu stärken. „Das Framework bringt sehr hohe Zertifizierungsstandards auch in jene Unternehmen, die nicht über Dutzende Mitarbeiter für das Thema verfügen“, betont Fanta. Es gehe um die Reduktion von Komplexität, die Unterstützung bei Cybersecurity-Zertifizierungen, die Vereinheitlichung technischer Mechanismen – und letztlich darum, alle europäischen Anbieter mitzunehmen.
Unterstützung entlang des gesamten Auditprozesses
Ein zentrales Ziel von „Emerald“ ist es, einen benutzerfreundlichen Rahmen für die kontinuierliche Auditierung zu schaffen und gleichzeitig Sicherheit sowie Effizienz bei der Nutzung von Cloud-Diensten zu steigern. Alle Beteiligten – Compliance- bzw. Zertifizierungsverantwortliche in Unternehmen sowie Auditor:innen – werden entlang des gesamten Auditprozesses eingebunden und unterstützt.
Fabasoft beleuchtet in einem internationalen Forschungsprojekt konkrete Fragen zur praktischen Umsetzung, darunter: Wie teilt man Aufgaben sinnvoll auf? Wer ist für welche Zertifizierungsschritte zuständig? „Das reicht bis zur richtigen Implementierung einer technischen Kontrolle“, so Fanta.
Transparenz als Vertrauensbasis
Darüber hinaus soll „Emerald“ auch als Vertrauenssiegel für Endnutzer:innen dienen, indem es Prozesse nachvollziehbar und transparent macht. Nur wer Risiken einschätzen und verstehen kann – und diese in einem digital abgebildeten Auditprozess kontrolliert –, schafft die Basis für Vertrauen.
Gleichzeitig versteht sich „Emerald“ als europäische Antwort auf die enormen Investitionsvolumina amerikanischer Hyperscaler. „Es braucht alle Stakeholder, um ein solches Projekt zu realisieren“, erklärt Fanta. Fabasoft sei dabei nicht nur mit einem konkreten Anwendungsfall vertreten, sondern auch als Technologiepartner aktiv. Seine Prognose: „In fünf Jahren wird sich die Herangehensweise an traditionelle Audits und an das Serviceangebot von Auditor:innen grundlegend ändern. Es wird möglich sein, den gesamten Auditprozess zu automatisieren und kontinuierliche Compliance sicherzustellen.“
Information: Alle Expert:innengespräche zur Themenwoche „Cybersecurity“ sind nachzusehen unter diepresse.com/cybersecurity.
Dieser Inhalt wurde von der „Presse“-Redaktion in Unabhängigkeit gestaltet. Er wurde mit finanzieller Unterstützung von Fabasoft ermöglicht.

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Jul 25, 2025 • 38min
Sommergäste: Angst haben vor dem August mit Anneliese Rohrer und Patrick Budgen
Anneliese Rohrer, erfahrene Journalistin und Vordenkerin, und Patrick Budgen, TV-Journalist mit langjähriger ORF-Erfahrung, diskutieren die politische Lage Österreichs mit einem Fokus auf die Sommerpause im Parlament. Rohrer äußert ihre Besorgnis über den August und prognostiziert, dass Sepp Schellhorn der erste Rücktritt der Regierung sein wird. Sie kritisieren die Sommergespräche und beleuchten die Herausforderungen des erklärenden Journalismus. Das Duo reflektiert auch über aktuelle Erwartungen und den ruhigen Regierungsstil von Kanzler Stocker.

Jul 24, 2025 • 22min
Mehr Geld: Wie Vollzeit attraktiver gemacht werden soll
Österreich hat im EU-Vergleich die zweithöchste Teilzeitquote und das hat mittlerweile wirtschaftliche Konsequenzen. Was die Regierung plant dagegen zu tun - und was nicht, und warum "Dont work harder, just work smarter", nicht immer eine befriedigende Antwort ist, erklärt Eco-Ressortleiter Jakob Zirm in dieser Folge.
Gast: Jakob Zirm, "Die Presse"
Host: Eva Winroither
Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
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Jul 24, 2025 • 16min
Zwischen Angriff und Abwehr: Über die doppelte Rolle der KI in der Cybersicherheit
**Redaktionell unabhängig, finanziell unterstützt**
Künstliche Intelligenz (KI) hat längst Einzug in unseren Alltag gehalten – in Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen. Sie analysiert, optimiert und automatisiert Prozesse. Gleichzeitig wirft sie neue, dringliche Fragen auf: Welche Risiken bringt KI für die Cybersicherheit mit sich? Noch nie war es so einfach, gezielte Angriffe auf Personengruppen oder Unternehmen durchzuführen.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet „Die Presse“ eine Cybersecurity-Schwerpunktwoche, in der aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen diskutiert werden. Eva Komarek führte durch einen Expert:innen-Talk mit Robin Schmeisser, Geschäftsführer der Fabasoft Contracts GmbH, Susanne Ebm, Senior Vice President IT des Flughafen Wien, und Andreas Tomek, Partner bei KPMG Österreich im Bereich IT Advisory.
Mehr Angriffe durch KI
Eine aktuelle Studie von KPMG Österreich belegt, wie sich das Kräfteverhältnis zwischen Angreifern und Verteidigern durch den Einsatz von KI verschoben hat. Dennoch setzen erst 17 Prozent der befragten Unternehmen KI zur Abwehr ein. Gleichzeitig verzeichnen individualisierte Phishing-E-Mails, die durch KI erstellt wurden, deutlich höhere Erfolgsraten. Laut Andreas Tomek steigen etwa die Klickzahlen bei KI-gestützten E-Mails signifikant. Er warnt zudem vor Deepfakes: „Wir beobachten einen Anstieg von über 100 Prozent bei Voice- und Video-Fälschungen. KI eröffnet gänzlich neue Angriffsszenarien.“
Auch Robin Schmeisser sieht eine rasante Professionalisierung aufseiten der Angreifer. Unternehmen seien zunehmend gefordert, etwa durch Regularien wie die EU-Verordnung DORA zur digitalen Resilienz im Finanzsektor, ein umfassendes Problembewusstsein in der Belegschaft zu verankern. Zudem verweist Schmeisser auf Zertifizierungen, die Sicherheitsstandards in der Cloud belegen. „In Europa ist einerseits der EU Cloud Code of Conduct nach Level 3 der ,Goldstandard‘ im Bereich Datenschutz. Andererseits weisen das BSI-C5-Testat und jenes nach ISAE 3000 SOC2 höchste Informationssicherheitsstandards nach“, so der Fabasoft-Experte.
Kritische Infrastruktur im Fokus
Besonders deutlich zeigt sich die Bedrohungslage dort, wo Ausfälle gravierende Folgen haben können: in der kritischen Infrastruktur. Für Betreiber wie den Flughafen Wien bedeutet das höchste Wachsamkeit. „KI hebt die Angriffsmöglichkeiten auf ein neues Level – sie sind qualitativ hochwertiger und leichter verfügbar“, erklärt Susanne Ebm. Selbst technisch weniger versierte Personen könnten sich mithilfe von KI Schadsoftware generieren lassen. Die Sensibilisierung müsse deshalb auf breiter Basis erfolgen. „Sicherheit gehört zu unserer DNA“, betont Ebm. Am Flughafen kommt KI sowohl bei der Angriffserkennung als auch im operativen Betrieb zum Einsatz.
Dennoch sieht Andreas Tomek in Österreich weiterhin ein Defizit bei Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich Informationssicherheit. Besonders regulatorisch gäbe es viel Nachholbedarf. Beim Einsatz von KI bleiben viele Unternehmen zögerlich – vor allem das Thema Datenschutz wird als Hemmnis bzw. Risiko gesehen.
Mensch, Daten und Kontrolle
Für Robin Schmeisser bleibt der Mitarbeiter ein beliebtes Angriffsziel: „Wenn ich über die Nutzung von KI nachdenke, müssen es Modelle sein, die bestehende Berechtigungsstrukturen aus vorgelagerten Systemen übernehmen können. Das verhindert den unberechtigten Zugriff eines LLM (Large Language Model) auf bestimmte Informationen. KI basiert auf einer Datengrundlage, die diesen Berechtigungsstrukturen unterliegt.“
Bevor eine KI eingesetzt werden kann, muss sie trainiert – also mit Daten gefüttert – werden. „Dabei ist darauf zu achten, Technik, Ethik und rechtliche Aspekte zusammenzuführen. Es geht um Transparenz hinsichtlich der Funktionsweise der Prozesse und darum, mit welchen Trainingsdaten die KI auf Angriffe vorbereitet wurde, um selbst resilient zu sein“, erklärt Susanne Ebm. Deshalb sollte beim Einsatz von künstlicher Intelligenz der Mensch stets als Korrektiv eingebunden sein.
Robin Schmeisser betont zudem, dass es insbesondere in Europa mehr innovative Unternehmen braucht, die IT-Lösungen anbieten – vor allem, um die Daten-Souveränität sicherzustellen. „Es gab unangenehme Vorfälle in den USA, die Unternehmen dazu bewegen, ihre sensiblen Daten echten europäischen Lösungen anzuvertrauen. Anbieter, Nachfrage und Bedarf gibt es in Europa – insofern steht dem nichts im Wege“, so Schmeisser.
Fazit der Diskussion
Ob in Lieferketten, in der Cloud oder bei der Abwehr von Deepfakes – die Diskussion zeigte: Cybersicherheit muss mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Regulierungen allein reichen nicht aus. Es braucht ein Zusammenspiel aus technischer Exzellenz, rechtlicher Klarheit und menschlichem Bewusstsein – nicht nur in der Theorie, sondern im gelebten Alltag von Unternehmen und Institutionen.
**Information: **Alle Expert:innengespräche zur Themenwoche „Cybersecurity“ sind nachzusehen unter diepresse.com/cybersecurity.
Dieser Inhalt wurde von der „Presse“-Redaktion in Unabhängigkeit gestaltet. Er wurde mit finanzieller Unterstützung von Fabasoft ermöglicht.


