

Laufend Entdecken Podcast - Der österreichische Laufpodcast
Florian , Christian & Peter
Der österreichische Podcast rund ums Laufen, Trailrunning, das Training und die Ausdauersportwelt
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Aug 21, 2020 • 1h 27min
LEP#092 - Mit einer FKT in Richtung IATF cloudflyern
Mitten im Sommer ist wenig los? Mitnichten. Nachdem im Jahr 2020 viele Athleten die FKT-Jagd für sich entdeckt haben, geht es auf den Trails dieser Welt Schlag auf Schlag. Daneben fiel die Entscheidung rund um das Innsbruck Alpine Trailfestival. Und ganz nebenbei durfte Peter einen Schuh testen und beim Schöckl Plateaumarathon schwitzen.
Feedback:
Wie findet man da die richtige Route?
Großer Dank und Anerkennung für Philipp, der uns für die letzte Folge ganz 20€ in die Trailbierkiste geworfen hat. Feedback zur Folge 88 von Mario mit Tipps zur Streckenplanung Bezüglich Untergrund der Strecken: In Komoot gibt es Angaben über den Untergrund (Asphalt, Schotter,..) auf verschiedenen Strecken. Sofern definiert, deckt sich das ganz gut mit dem tatsächlichen Untergründen. Welche Erfahrung habt ihr hier?Mario verwendet zur Planung von Strecken entweder eigene oder fertige Strecken auf Bergfex und plant diese um. Zu Umplanen empfiehlt er „RouteConverter„. Damit ist es einfach, Routenpunkte neu zu setzen und direkt den Unterschied in Distanz und Höhe zu sehen. Das Programm ist kostenlos, muss aber mitunter immer wieder runtergeladen werden, da es ständig in Weiterentwicklung ist. GPXSee wird zur Darstellung mehrerer Tracks empfohlen. Auch das werden wir testen. Am Smartphone soll auch „Locus Map“ gute Dienste erweisen. LocusMap gibt es als Garmin App im IQ Store und dann noch die Android App „Locus Map for Garmin“ und man hat einen Track am Handgelenk Nachteil der IQ App: kein Zoom auf der Uhr möglich ;-( ABER: da kann ich aus IQ die „WormNav“ raten. Zoomen ist da auf der Uhr möglich. Vielen Dank für die Tipps – wir hoffen, ihr könnt das für eure Planungen nutzen.
Die aktuelle Stunde:
FKT Tahoe Rim Trail – Supported – Killian Jornets REkord geschlagen von Adam Kimble (fast eine Stunde schneller) – https://tahoerimtrail.org/FKT Pennine Way – Kaum neu aufgestellt, probiert es Damian Hall (https://fastestknowntime.com/route/pennine-way-uk)FKT Colorado Trail – Courtney Dauwalther (nach 300milen – auf rekordkurs – Lungenentzündung?) – https://fastestknowntime.com/route/colorado-trail-coEveresting – Franz Preihs – Veitsch 15.8 – DONEhttps://everesting.cc/Somit hat er es mit dem Rad outdoor, auf Zwift virtuell und Per Pedes auf den Everest geschafft….Ein liebenswerter Teufelskerl, der uns noch viel Freude bereiten wird.Stundeneuroparekord Annuliert – Sondre Moen lief 21,131 km in 60 MinutenNike NEXT% – nicht zugelassen. World Athletics hat das Schuhreglement modifiziert Keptegei – neuer 5000m Weltrekord – Bekeles Rekord um 1,99 Sekunden auf 12:35,36 verbessert. Everesting Time Record on Bike – Alberto Contador: 7:27:20 – 140km / 78 Runden auf den selben Berg (13% Steigung im Schnitt / Höchstgeschwindigkeit 96 km/h)Ivona Dadic – Stundenweltrekord 7 Kampf
Aktuelle Folge
IATF – Die Entscheidung
IT IS ON – Die Wanderergruppe Flo, die Bergziege, Steffen und Peter werden Innsbruck unsicher machen. Ein paar Tage vor dem vom IATF angekündigten Termin wurde bekannt gegeben, dass alle Distanzen stattfinden. Durch die Verlegung des Starts wurden die Strecken leicht modifiziert, aber die Langdistanz hat weiterhin über 100 km und mehr als 4000 HM.
Das Streckenprofil der K110 – Foto IATF
https://innsbruckalpine.at/strecke/#k110
Wir sind schon alle ganz aufgeregt, wie das erste lange Rennen dieser Saison werden wird. In Vorbereitung auf diesen Ausflug hat sich Flo eine Urlaubslektüre ausgesucht, die auf den mentalen Part jedes Unterfangens eingeht: Achtsam Morden. Mit dieser Vorbereitung kann ja gar nichts mehr schiefgehen. Allerdings wird ihn wohl niemand als Schlusslicht laufen lassen.
ON Cloudflyer – getestet
Peter durfte im Rahmen der ON Out of the Box Challenge den neuen ON Cloudflyer testen.
New Shoes – Out of the Box
Gefühl beim Reinsteigen: schön viel Platz, gut weit geschnitten und keine Druckstellen. Die Schnürung ist top – das hat sich später noch bestätigt. Da drückt nix und alles sitzt gut.
Auf den ersten Kilometern kommt einem der Schuh ein bisschen schwer vor, aber Peter ist kurz davor auch seine „Rennsemmeln“ mit knapp 70g weniger gelaufen.Normalerweise ohne Stütze unterwegs, hat er besonderes Augenmerk auf seine sensiblen Knie gelegt, da der Schuh eine Stütze integriert hat. Der Schuh hat den Fuß aber gut gesetzt, und auch nach 21km waren keine Schmerzen im Knie oder Knöchel zu spüren. „A Fünferschnitt geht damit immer und Out of the Box kann da ein Marathon schon gelaufen werden“. Peter kann sich das Teil auch sehr gut bei 6/12/24 Stunden Läufen vorstellen – bei kurzen Distanzen wohl ein wenig zu sehr gedämpft und ein bisschen zu schwer. Offroad muss man dann und wann stehenbleiben und die Steine aus der Sohle holen.
Das Profil ist für die Straße top – Offroad kann es schonmal einen Kiesel aufsammeln.
Sie Laufen sich gut und ich würde sie jedem empfehlen, der einen gut gedämpften Schuh will, dem aber Hoka zu viel Dämpfung sind oder ein wenig zu unspezifisch.
Vermutlich sind die Schuhe auch für schwerere Läufer gut geeignet, aber das kann Peter mit seinen knapp 65 kg nicht wirklich beurteilen.
Die Schuhe werden noch einige Läufe mit Peter bestreiten und er ist schon gespannt, wie sie sich im ersten Wettkampf schlagen.
Fun in the sun – Der Gesichtsausdruck sagt – alles gut mit den neuen Tretern
Kurzum: Die Schuhe sind genau so, wie sie von On beschrieben werden. Straßenlaufschuhe mit Stütze, die im Training richtig Spass machen. Klare Empfehlung. Positiv aufgefallen ist auch die Webseite, die neben einer ordentlichen Sptzifikationstabelle und einem Vergleichskonfigurator eine Größentabelle hat, die auch markenübergreifend ist: „Du trägst Nike Flyknit 9,5, also nimm ON in Größe 10.“
Schoeckl Plateaumarathon
Peter ist auch sehr spontan bei einem der ersten Wettkämpfe dieses Jahr mitgelaufen. Der Schöckl-Plateaumarathon bot sich an und schwupps war er schon angemeldet. 42 km mit 1500hm klang verlockend und so ging es in die schöne Steiermark zum Bergläufchen. Die Teilnahme war kostenlos und die freiwilligen Startspenden wurden einem guten Zweck zugeführt. Das motiviert gleich doppelt.
Klein, fein, familiär und top organisiert – der Schöckl Plateaumarathon
Neue Regeln – ein Problem?
Es war eine kleine, familiäre Veranstaltung, die mit knapp über 50 Athletinnen stattfand. Doch auch hier gab es neue Regeln. Abstand am Start und auf der Strecke, eigene Verpflegung oder eigene Gefäße werden an der Labestation befüllt. Das hat alles wunderbar geklappt, aber man hat hier schon gesehen, dass ein wenig mehr Platz benötigt wird und auch die Anzahl der Helfer bei einem größeren Teilnehmerinnenfeld rapide zunehmen würde.Also organisatorisch machbar, aber aufwendig.
Ein weitläufiges Startgebiet hilft ungemein
Folgen sie dem Streckenkenner auffällig
Am Start wurden kurz die Regeln und die Strecke erklärt und bei strahlendem Sonnenschein und knappen 30 Grad sollte es ein schönes Rennen werden. Nach kurzer Absprache am Start unter den Marathonläufern (die getrennt vom Halbmarathon starteten) war schnell klar, dass es nur einen Läufer gab, der die Strecke schon kannte.
Owi, dauni, Aufi, zuwi, Uma, Viera
Nadann….. Startschuss und ihm nach mit Gebrüll. Sein Hinweis, dass er gemütlich läuft, erschien schon bei der ersten Kurve und einem 4er Schnitt ein bisserl absurd. Runter den ersten Downhill und nach der Kompression hoch den ersten Hügel. Schwupps war der Split vollzogen und Peter fand sich in der 5-Mann-Spitzengruppe wieder.
Der Ostgipfel war flott erklommen und ab auf den längsten Downhill. Im gestreckten Galopp zum tiefsten Punkt der Strecke und das erste Mal in einem sub 6er Schnitt hoch die Asphaltstraße. Danach zum Westkreuz, vorbei an einigen Leuten, die alle toll angefeuert haben und retour Richtung Start/Ziel.
Die erste Runde in einer 4:40 er Pace im 5er Pack und Peter schwahnte Böses.
Dieses Märchen wird nicht gut ausgehen
Das Tempo an der Spitze wurde nicht langsamer und so trat Peter bewusst ein wenig auf die Bremse. Ansonsten würde das wohl ein Tod in Runde 6-7 werden. Auf Platz 5 machte er es sich gemütlich und von nun an hieß es beißen.
Jede Runde an der Lage stehenbleiben, Gel einwerfen, trinken, vom Gartenschlauch abgeduscht werden.
Ganz alleine, nur unterbrochen von der einen oder anderen Überwindung zog er seine Kreise. Bis Runde 7 auch in einem Schnitt, der auf eine eine Zielzeit Richtung 4 Stunden hindeutete.
Plötzlich kam von hinten ein Athlet angestürmt und Peter wurde vom späteren Sieger selbst überrundet. Das tat ein wenig weh.
Kurz darauf starteten die Halbmarathonstarterinnen und einige zogen an Peter vorbei.
E bemühte sich immer ein wenig Schritt zu halten um den Schnitt einigermaßen zu halten. Ab Runde 10 war es allerdings ein richtiger Kampf. Die Steigungen wurden immer länger und gefühlt auch steiler.
Aufrecht erhielt ihn der Gedanke, dass es ja nur noch 4 Runden waren.
Das Publikum feuerte spitzenmässig an und die eine oder andere kurze Unterhaltung mit anderen Teilnehmern half.
Nur noch 2 Runden. Der Asphaltanstieg wurde schon gegangen und ansonsten war es wohl auch kein ganz runder Laufstil mehr. Noch einmal durch Start und Ziel, der Sieger war längst fertig, auf zur letzten Runde. Wo waren die anderen Starter, die vor ihm waren…. 5 Minuten oder 20 Minuten vor ihm? ….
Noch einmal zum Ostgipfel kämpfen, den Downhill runterstolpern, am Anstieg den langsamsten Kilometer mit 9:26 hinlegen und nochmal alles mobilisieren um nicht noch am Schluss eingeholt zu werden.
Finale!
done, done, done…
Endlich das Ziel. Rang 5…. und dann die Erkenntnis, dass die beiden Läufer vor ihm gleich gekämpft haben und nur ein paar Minuten davor einliefen….verdammt.
Nach und nach kamen die restlichen Starter ins Ziel und die Stimmung war toll.
Bei der Siegerehrung wurde nicht nur bekannt, dass der Sieger mehr als 30 Minuten Vorsprung hatte, sondern auch, dass der Almgasthof alle Kosten übernommen hat und so alle Spenden einem wohltätigen Zweck zukommen..
Oida!…. das war dezent anstrengend
Ganz gross!
Tolle Veranstaltung, die vollumfänglich empfohlen werden kann.
Danke an den Veranstalter, der ein wirklich feines Rennen auf die Beine gestellt hat.
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Aug 7, 2020 • 1h 31min
LEP#091 - Christian Magadits - Austrias Hottest Runner
Gerade recht zu den heissesten Monaten des Jahres durften wir einen Athleten vor dem Mikrofon begrüßen, der eisigem Wind und sengender Hitze widersteht. Wer jetzt an einen Longjog im Jänner und einen Wettkampf bei 33°C denkt, kennt Christian Magadits schlecht. Der Longjog im Jänner ist eine Umrundung des Neusiedlersees (mehr als 100km) und Minusgraden und Sommerspass fängt erst bei 40-45°C an, wenn man im Death Valley steht.
Aktuelle Folge
Wer ist Christian Magadits?
Christian ist in Niederösterreich aufgewachsen und hat, nach einem recht umtriebigen und ungesunden Lebensabschnitt, der mit Alkohol und Zigaretten gespickt war, nach einem Gespräch mit seiner Betriebsärzte im Alter von 30 Jahren, sein Leben radikal geändert.
Ein paar Laufschuhe gekauft hat er schnell gemerkt, dass da mehr als 1 km durchgehend laufen geht. Nach bereits eineinhalb Jahren stand er am Start des Wienmarathons. Da er bereits als Kind gemerkt hat, dass er sehr flott ist, konnte er diesen auch in 3:25 finishen. Die Zielzeit von 2:59 fiel einem wohl etwas zu schnellen Beginn zum Opfer (Overpacen – wo haben wir das schonmal gehört), aber Sub 3:30 ist für den ersten Marathon ein fulminanter Einstand.
Angefixt von der Langdistanz, folgten einige Marathons (bis 3:05) und Halbmarathons (bis zu einer Endzeit von 1:21).
Der Wechsel zu den Freunden des Laufsports brachte ihm einen „schlechten“ Umgang. Von Ultraläufern umgeben, ging es auf zu den 6h – Läufen und im Jahr 2015 erfolgte der erste Start beim Race across Burgenland
Race Across Burgenland
Race across Burgenland – erledigt aber glücklich
Das Race Across Burgenland(ARAB) zählt mit 218km zu den wirklichen Ultralangdistanzrennen im deutschsprachigen Raum. Wie beim RAAM oder dem Badwater 135 ist beim ARAB ein Betreuerfahrzeug verpflichtend und die Regeln sind sehr stark an die des Badwater 135 angelehnt. Mit Rennzeitpunkt August ist auch in Österreich die heißeste Zeit gut getroffen.
Die Strecke, über Bundes- und Landesstraßen, bringt zusätzlich eine mentale Herausforderung mit sich, da man als Läufer permanent von Autos und LKWs mit 80-100 km/h überholt wird. Das übt sich auch recht schwer.
Ab Kilometer 60 spürte Christian die Strapazen direkt und ab da ging es in einem Geh/Laufwechsel voran. Bis Kilometer 180 sollte er ohne gröbere Vorkommnisse vorwärts kommen, wenngleich sein Begleiter seine Fortbewegung als „siffeln“ umschrieben hat. Bei besagtem Kilometer trafen er uns seine Crew allerdings einen Entscheidung, die zu einem 2-3 Kilomter langen Umweg führte und seine Unmutsäusserung, nachdem der Fehler bemerkt wurde, ließ in dem Dorf die nächtlichen Fenster erstrahlen.
Ein kurzer Rückruf bei der Rennleitung brachte Klarheit und er durfte an den Ort der Abzweigung zurückgebracht werden.
Seine komplette Crew war hier allerdings gefordert, um den Athleten zu einem Weitermachen zu bewegen. Die Motivation war an dieser Stelle enden wollend.
Klingt nach einer einmaligen Belastung, die man dann abschließt?
Weit gefehlt. Insgesamt 3 Mal hat er sich das bisher angetan und da er mitunter 2 Mal gewonnen hat, auch sehr erfolgreich (Zweiter Sieg beim Race Across Burgenland) . Zusätzlich hat ihn in dieser Zeit ein ganz anderes Projekt schon gelockt.
Glückliche Sieger beim Race across Burgenland
Nachdem er die Dokumentation: Running on the sun – Dokumentation BW135 – 1999 gesehen hatte, wusste er: Da muss ich hin!
Badwater 135
Vor dem Start des Badwater135
2019 war es soweit. Christian wurde im Losverfahren für den Badwater 135 gezogen.Ab da musste er sich auf den heißesten Ultralauf der Welt vorbereiten. Mehr als 200 Kilometer von Badwater, durch das Death Valley, bis zum Mount Witney. Mit der Vorbereitung „Race across Burgenland“ klingt das ja nicht so viel schlimmer, wenn da nicht die 50 Grad Aussentemperatur wären.
Wie bereitet man sich darauf vor? Wenn man nicht Kalifornien wohnt bleibt nur Nutzung der heißesten Tage und der Mittagssonne für seine Longruns um einen Eindruck von der Belastung zu bekommen. Von einem Laufband in der Sauna hat Christian abgesehen.Somit war er sportlich auf Kurs. Damit ist es aber nicht getan. Es fehlt ja noch die Crew, die sich das antut und die Zeit aufbringt. Und natürlich kostet der Spass auch ein wenig. Aber mit einem fünfstelligen Betrag ist man ja schon dabei. Christians Unternehmen hat hier dankenswerterweise unterstützt und so konnte das Abenteuer angegangen werden.
Bereits ein paar Tage vor dem Lauf reiste Christian an und versuchte sich zu aklimatisieren.
Muckelig warm bei 50° …. da wird wohl ein bisserl Schweiss laufen
Am ersten Tag mit einem kurzen Lauf, der einen schweißgebadeten Athleten ausgespuckt hat, ging es am zweiten Tag bereits besser. Die Crew ist leider mit Verzögerung angekommen und es blieb nur eine Nacht zur Vorbereitung und Koordination.
Am Start hat Christian sich wie üblich stark zurückgehalten und mit einem Schnitt von 6 Minuten 30 ging es los. Nach 37km war er guter Dinge in Furnace Creek. Im Gegensatz zu einigen Anderen, die bereits dort am Limit waren, konnte er schön weitermachen.Funfact am Rande: über 30 Liter werden bei diesem Rennen aufgenommen.Bei Kilometer 70 wurde Christian vom späteren Sieger überholt, der einen Schnitt von 4 Minuten 30 am Kilometer gehalten hat. Bei 50 Grad. Über 200KM.
Tja und dann ging es auf den ersten Pass. Die Sonne ging auch auf und es wurde also noch heißer. Pete Kostelnik hat ihn hier überholt, aber verlor bereits an dieser Stelle sehr viel Salz und im späteren Verlauf hatte er schwer zu kämpfen. Er musste 6 Stunden Pause machen inkl. Bad in einer Eiswanne.
Christian gemeinsam mit Pete am Weg zum ersten Pass
Nach dem ersten Pass, am Weg in das zweite Tal, flogen im Rahmen der „Show“ rund um das Rennen Jets über die Läufer hinweg und Christian flog auch. Mit einem Schnitt von 5:30-5:40 ging es im gestreckten Galopp hinunter. Im nachhinein betrachtet war das vielleicht nicht das Optimum für die Beine.
Die Karawane zieht durchs Land
Der nächster Pass wurde erklommen und bei Kilometer 160 war er Platz 7. Völlig überrascht und topmotiviert ging es dahin. Doch bereits ein paar Kilometer später schlug das Blatt um. Nur noch 50 Kilometer bis zum Ziel und plötzlich war nur noch gehen möglich. Bei Lone Pine wurde es wieder dunkel und die Halluzinationen gingen los. Igor, einer seiner Betreuer, musste ihn mit aller Kraft davon überzeugen, dass es da keine Parallelstrasse gibt, dass er da nicht hin muss und das er einfach weitermachen soll.
Direkt nach dem Checkpoint in Lone Pine ging er ab zur Mount Witney. Im Delirium, von den motivierenden Worten der Betreuer weitergetragen, schleppte er sich weiter.
Zu guter Letzt kam der Anstieg zum Mount Witney. Bis auf 2500 Meter über dem Meer müssen die Läufer klettern. Auf den letzten 5 Kilometern kommt der zweite Frühling! Das Tempo wurde wieder ein wenig schneller und ab auf die Zielgerade.
Das Ziel ist da! Finisher des Badwater 135! Der Traum wurde erfüllt.
Links zu verschiedenen Zeitungsartikeln und der Veranstaltung:
Vorbericht NÖN – BW2019
Vorbericht 2 NÖN – BW2019
BW- Wikipedia
BW- Results 2019
BW 2019 – Results Christian
Running on the Sun – Film BW – Youtube
Badwaterbericht – NÖN
Artikel zu BW2020 – Vorbericht
—
Christian Schiester
Ergebnis Bad Blumau
Wie gehts weiter?
Er hat natürlich noch nicht genug. Als nächstes soll der Balaton Supermarathon bezwungen werden. Immer mit Blick auf eine zweite Bewerbung beim Badwater.
Und vielleicht sehen wir Christian ja auch mal auf den Trails dieser Welt.
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Jul 24, 2020 • 1h 28min
LEP#090 - Rock around the Dob
Der Wettkampfmotor läuft zwar wieder, aber nur sehr wenige Events finden tatsächlich statt. Andere wurden wiederum in den letzten Tagen abgesagt, wie der KAT 100. Weil diese Zeiten so unsicher sind, hat sich in den letzten Monaten die Jagd nach FKTs auf diversen Trails ein neues „Format“ in den Vordergrund gespielt. Vom Hobbyläufer bis zum Profi wird weltweit nach den schnellsten Zeiten auf den verschiedensten Strecken gewetteifert.
Die aktuelle Stunde
KAT 100 – Abgesagt
Bild – (c) Kat100
Entgegen unserer Auskunft in der letzten Folge hat sich direkt danach ergeben, dass der KAT 100 und alle Unterdistanzen dieses Jahr leider nicht stattfinden kann. Wie bei den meisten Veranstaltungen gibt es verschiedene Möglichkeiten mit der Absage und den gekauften Leistungen umzugehen. Genaues findet ihr hier.Die Absage ist verständlich, wenngleich es natürlich für die angemeldeten Athletinnen, die einerseits vorbereitet sind und andererseits vielleicht auf die UTMB-Punkte gespitzt haben traurig.
FKT – Tahoe Rim Trail
Nur 1x um den See….Dann ist es geschafft – Lake Tahoe
Der Tahoe See ist Läufern wahrscheinlich ein Begriff, da hier der Tahoe 200 stattfindet. Dieses 200 Meilen Rennen wird von Destination Trail, dem Unternehmen von Candice Burt, veranstaltet und ist eines der 3 – 200 Meilen Rennen (mit dem Bigfoot200 und dem Moab240) die gemeinsam die TripleCrownof200 bilden. Anderen ist der See wohl in Erinnerung, da Bonanza in der Umgebung des Sees spielt.Rund um diesen See gibt es einen beliebten 165 Meilen Trail, den Tahoe Rim Trail. Es begann also die Jagd nach den FKTs. In den letzten Wochen wurde mehrere FKTs auf diesem Trail aufgestellt.Zuerst wurde der Damenrekord unsupported 2 Mal unterboten und die oben angesprochene Candice Burt hält den aktuellen REkord mit einer Zeit von 2d12h47m34s.
Kurz darauf hat Kyle Curtin ebenfalls den Unsupported Rekord der Herren verbessert und die aktuelle Bestmarke auf 1d17h9m gesetzt. Bemerkenswert sind neben der nur relativ knappen Abstände zu den Supported-Bestzeiten, die verschiedene Berichterstattung. So wurde zb. in der Runnersworld dem Herrenrekord ein ausführlicher Artikel gewidmet, in dem der Damenrekord eine kleine Absatzrandnotiz erhält. Das ist wohl kein guter Ansatz.Altra hat hier die Damen besser gewürdigt und allen Athleten und Athletinnen gleichermaßen gratuliert.
FKT – Pennine Way (268mi)
Quer durchs Land der Briten – Pennine Way
Auf der Europa am nächsten liegenden Insel, dem brexitierten Britannien, gibt es auch schöne und vorallem anspruchsvolle Trails. Neben dem Spinerace, findet man hier zb. auch den Pennine Way. Ein 268 Meilen langer Trail im Norden Englands, bishin nach Schottland. Auch hier startete die Jagd nach den FKTsDer letzte Finisher der Barkley Marathons, John Kelly, hat wohl dieses Jahr ein brittisches Jahr eingelegt. Nachdem er bereits beim Spine Race 2020 teilgenommen hat, hat er nun eine neue FKT auf besagtem Trail aufgestellt.
Fast am Ziel – John Kelly (foto: Nicki Lygo)
Bemerkenswert ist hierbei auch, dass die bisherige Bestzeit aus dem Jahr 1989 stammt. Wer hier ganz nach oben auf der Hall of Fame will, muss die Strecke in unter 2d16h46m absolvieren.
https://fastestknowntime.com/route/pennine-way-uk
La Grande Traverse
998km – 41445hm – 7 Days (5-11.7)Ein ganz anderes Format hat Salomon mit LA Grande Traverse aus der Taufe gehoben. Mit Ikonen wie Francois Dhaene ging es eine Woche durch die schönsten Berge. Hier erwartet uns sicherlich noch ein schöner Film. Vorab der Artikel von Salomon
Peter Herzog- 5 km Strassenlauf – Österreichischer Rekord 13:54
So pulverisiert man Rekorde (Bild: Screenshot – 5k Video Tom Hiver)
Schick einen Österreicher nach Deutschland und er wird großes vollbringen.Peter Herzog hat sich diesen Satz zu Herzen genommen und in Berlin, der wohl schnellsten Beton und Asphaltwüste der Marathonszene einen neuen österreichischen Strassenlaufrekord über die 5000m in den Boden gefräst. Mit 13 Minuten 54 Sekunden hat er nicht nur den bisherigen Rekord um eine halbe Minute geschreddert, sondern ist auch den Bahnathleten sehr nahe gekommen. 1954 wäre er mit dieser Zeit Emil Zatobek, dem damaligen Weltrekordhalter um ein paar Sekunden davongelaufen. Großer Hut sei an dieser Stelle gezogen.
New PB – 5000M Andreas Vojta
Am Weg zu einer neuen PB (Foto: Alfred Nevsimal)
Bei der Midsummer Tracknight hat österreichs schnellster Läufer auf diesen Distanzen eine neue Personal Best aufgestellt. Nur 2 Sekunden hinter dem deutschen- Maximilian Thorwirth kam er in 13:36:95 ins Ziel. Das bedeutet einen unglaublichen Schnitt von 2:43 pro Kilometer.Ergebnisse der Midsummer Tracknight
IATF Entscheidung bis 14.8
Waiting for IATF
Noch untentschieden ist die Durchführung des IATF. Im Moment tun die Organisatoren alles dafür, dass ein Wettkampf stattfinden kann, sind aber natürlich von der aktuellen Situation und den lokalen Behörden abhängig. Eine finale Entscheidung wird es spätestens am 14.8 geben.
Aktuelle Folge
The streets of Vienna
Flo treibt sich nach seinen knackenden Erlebnissen wie angekündigt eher auf befestigtem Terrain herum. Dabei vergisst er allerdings nicht, dass Höhenmeter als Vorbereitung sehr hilfreich sind und so werden es halt Bergsprints und die Wiener Stadtwanderwege. Daneben muss die Arbeitsstrecke und die Donau herhalten. Auf der Habenseite sehen wir, dass er frisch, fit und fröhlich durch die Lande läuft ohne sich zu verletzen. Wir sind sehr stolz auf den Flo.
Dobratsch Rundwanderweg nonstop – FKT
Vor einigen Monaten hat Peter entdeckt, dass es neben dem Wanderweg auf den Dobratsch (Kärnten) auch einen Rundwanderweg um besagten Berg (und Mitteleuropas größtem Bergsturzgebiet) gibt. Eine kurze Recherche später waren die Eckdaten klar: Offizielle 68km mit 1365 hm sind zu bewältigen. Die entsprechende Webseite spricht von einer 4-Tageswanderung, doch wer nimmt sich dafür schon soviel Zeit. Dabei müssen 4 Stempelstellen besucht werden um am Ende die heißbegehrte Wandernadel zu ergattern.
Eine schöne Runde mit tollen Aussichten
Wandernadel! Das wird wohl Peters neue Sammelleidenschaft.Am 9.7.2020 war es soweit, dass Peter die FKT auf diesem Trail setzen wollte. In der Früh los und zum späten Mittagessen soll es vollbracht sein.
Die Goiserer sollen es schon sein
Ordentliches Schuhwerk wird empfohlen (Foto: Goiserermuseum)
Vorab, bei der Routendurchsicht fiel Peter auf, dass wohl ein guter Teil des Weges über Forstwege oder Radwege/Strassen abgedeckt ist und so stellte sich die Frage Trailschuhe oder Strassenschuhe. Wer könnte das besser wissen, als die auf der Dobratsch Rundwanderweg Seite angegebene Stelle. Also rief er an und brachte sein Anliegen vor. Die freundliche Dame am Telefon verwies ihn auf die örtliche Stelle, da sie den Weg nicht genau kannte. Bei besagter Stelle angerufen und nochmal vorgebracht, dass der Weg an einem Tag gelaufen werden sollte und die Frage nach „wie hoch ist der Asphaltanteil, da es um die Schuhwahl ginge“ wurde mit einem höchst hilfreichen „Ich bin den Weg noch nicht gegangen, aber es sollten schon feste Bergschuhe sein, weil es gibt schon Waldwege und Wurzeln“ beantwortet. Auch ein zweiter Erklärungsversuch hat nicht viel gebracht und so war Peter auf sich gestellt, hat aber der Dame zugesagt, ihr die Antwort danach zukommen zu lassen.Die Strassenlaufschuhe sollten sein. Am Tag davor noch 15 Gels eingepackt, einen Riegel und zwei Softflasks vorbereitet, da es wohl am Weg genügend Trinkbrunnen geben sollte um ohne Zusatzgepäck einen Unsupported Lauf zu machen.
Der frühe Wurm
Im Frühtau zu Berge, wir ziehen Fallera…
Nach einer unruhigen Nacht machte sich Peter bereits um kurz nach 5 auf den Weg zur Strecke. Da der Weg zum „normalen“ Startpunkt doch ein paar Kilometer weiter war, hat er sich entschieden, am nächstgelegenen Punkt einzusteigen und natürlich auch bis zu diesem die Runde zu ziehen. Darum ging zum Einlaufen 4 km mit 300 hm rauf zum beinahe höchsten Punkt der Strecke.
Abfahrt
Folgen sie diesem Schild…. unauffällig
Fast pünktlich um 0530 ging es los. Die ersten Kilometer über Forststraßen relativ eben Richtung Bad Bleiberg. Gemütlich in der Pace, mit Navigation auf der Uhr trappelte er dahin. Die Beschilderung war gut und nach Hundsmarhof, Heiligengeist und Hüttendorf war Bad Bleiberg bald erreicht. Und schon ging es um bzw. durch den ersten Friedhof. (Die Streckendesigner haben wohl eine morbide Ader).Gut beschildert war die erste Stempelstelle schnell gefunden. An der Hotelrezeption stand zwar ob der frühen Stunde ein Schild „Nachtportier“ mit einer Telefonnummer, doch nach 1-2 Minuten verwirrtem Suchen, bog eine Dame ums Eck, die zügig den Wanderpass und den Stempel zur Hand hatte und Peter wieder auf den Weg schickte (sichtlich ungläubig, dass er den Rest auch noch am selben Tag machen wollte).
Feine Aussichten zum Frühstück
Raus aus dem Hotel und ab in den Wald. Entlang der in dieser Gegend allgegenwärtigen Bergwerksstollen und auf Teilen des Stollenwanderwegs ging es über tolle Singletrails in Richtung Nötsch. Am Weg traf Peter noch einige Waldbewohner, wobei ein Rehbock offenbar 1-2 Sekunden für die Einschätzung dieses komischen Lauftiers mit Weste brauchte um die Entscheidung zu treffen, doch in den Wald zu gehen und ihn nicht zu grüßen oder irgendwie anders zu reagieren.
Der Stollenchair steht bereit…
Ab KM25 war es dann auch irgendwann aus mit dem kühlen Waldschatten und dem nordseitigen Laufen. Es ging in Richtung zweiter Stempelstelle. In diesem Waldbereich wären Trailschuhe durchaus angebracht, aber da es trocken war, konnte es auch gut mit den Strassentretern gemeistert werden.
Raus aus dem Schatten und rein ins heiße Vergnügen
Kurz vor Nötsch über einen Bach und dann war da kein Schild. Links oder Rechts war die Frage. Natürlich entschied sich Peter für Links und bog auf einen Waldweg ab, der nach ca. 1km immer unwegsamer wurde und irgendwie kamen Zweifel auf ob der sonst recht gut gepflegte Weg plötzlich so barkleyresk werden sollte.Sollte er natürlich nicht und so lautete die Devise „kehrt Marsch“ und zurück zum letzten Punkt, der als gesichert richtig angesehen werden konnte.Dann also rechts und siehe da, nach 500m stand Peter bereits in der Ortschaft.
Der Stempelritter im Museum
Glücklicherweis wusste Peter, dass er hier nach dem Museum suchen sollte, da der Weg kurz vor dem Museum 90 Grad links abbog und bei striktem Folgen wäre er wohl um einige Meter vorbeigelaufen und der ersehnte Stempel hätte gefehlt.Museum gefunden – Stempel erhalten – Beine in Ordnung – hervorragend – weiter geht es.Über Strassen und Radwege geht es über die Gail, an der der erste Abkühlungsstopp eingelegt wird (Buff nass machen, Arme kühlen). Danach auf nach Feistritz an der Gail. Dieser Ort glänzt durch mindestens 7 Brunnen, die genug Möglichkeit zum Befüllen der Flasks und zur Abkühlung bieten.
Hoch den nächsten Hügel, vorbei an der nächsten Kirche und natürlich durch den nächsten Friedhof.Danach einem Pilgerweg folgend zur nächsten kleinen Ortschaft, immer im Sinn die 3 Stempelstelle in Arnoldstein. Die Temperaturen waren bereits an der 30 Grad Grenze und die 3te Etappe zeichnete sich durch viel Asphalt, wenig Schatten und wenig Abwechslung aus. Glücklich über das endlich Ortschild von Arnoldstein, bemerkte Peter, dass es hier wohl nochmal eine Stadtrunde gibt, damit man alle Sehenswürdigkeiten, wie eine Kirche bzw.eine Klosterruine und einen Friedhof, sieht und der Track sagt, dass hier die Stempelstelle sein sollte.
Verirrt vorm Wallnerwirt
Wo ist dieser Wallnerwirt….
War sie aber nicht…..200 m vor – Ortsende – 200m retour – Verwirrt blicken – 2x im Kreis drehen – nochmal 100m in jede Richtung laufen und noch immer verwirrt sein. Komisch…Nagut, da es das Ortszentrum war, lief Peter in das Gemeindeamt ein und fragte dort nach dem sagenumwogenen Wallnerwirt. Freudig erklärte ihm die Dame, dass das nur 400m die Strasse runter ist und so groß, dass es nicht zu verfehlen sei.Nur gut, dass das dann auch exakt diese Distanz vom Track abweicht. Nagut, dann eben nochmal 400m weg vom Weg, rein ins Hotel, Stempel holen und retour auf den Rundwanderweg.Die nächsten Kilometer ging es wieder Radwege entlang, allerdings feinerweise wieder zu einem guten Teil zwischen/unter Bäumen. An der Almwirtschaft vorbei und ab Richtung Villach Warmbad, dem eigentlichen Start und Endpunkt der Runde.
Jo, wir san mitn Radl do
Auf besagtem Radweg wurde Peter von einigen hitzeresistenten Radfahrern überholt, konnte aber sein Tempo gut halten. Ein paar Kilometer später wurde es etwas steiniger und 2 Damen, die ihn etwas zuvor mit ihren Rädern überholt hatten, waren plötzlich wieder in Sichtweite. Kurz darauf hatte Peter aufgeschlossen und ein kurzes Pläuschen später („Seit wann läufst du heute?“ „Halb 6“ „wie? von wo?“ „Villach“ „Die ganze Runde?“ „Jup“ – „wow – wir machen nur die 4 Etappe – mit dem Rad, damit es einfacher ist“.) zog er beim ersten wurzeligen Anstieg vorbei.
Bärige Aussichten letzten Abschnitt
Bei diesem Anstieg mussten sie ihr Rad schieben bzw. Tragen. Die folgenden 2-3 Kilometer ließen in Peters Kopf starke Zweifel aufkommen, ob sie die beiden Mädels mit dieser Entscheidung wirklich einen Gefallen getan haben. Entgegen der ersten Annahme, dass sie ihn wohl beim nächsten Radwegstück wieder einholen werden, sah er sie bis Villach nicht mehr.
Follow the Path.. entlang der Gail
Dem Ufer der Gail folgend (ab ca. KM 60) ging es nun, zur letzten Stempelstelle. Durch die Schütt und über noch einen Hügel in Federaun musste Peter noch über eine Wegmarkierung schmunzeln, die ihn vor die Wahl stellte ob er die längere oder kürzere Strecke zum finalen Checkpoint wählen möchte.Einen Römerweg später ging es hinunter zum Warmbaderhof, an dessen Rezeption die letzte Tinte auf den Wanderpass gedrückt werden sollte.
Am Ziel der Träume?
Da wäre ja eigentlich das Ziel…eigentlich.Da Peter ja nicht hier begonnen hatte, waren es ja erst 67 km auf dem Track und er musste ja noch zum Ausgangspunkt. Nur gut, dass er gerade am tiefsten Punkt der Strecke stand und wieder zum höchsten Punkt hinauf musste. Da hat er sich aber gefreut. Und da es 500hm in 5-6 km waren, ging es auch knackig nach oben. Das Tempo bis dahin war brutto mit einem Schnitt von 6:44 nicht so schlecht, aber nun ging es damit steil bergab. Fast ausschliesslich wandernd und mitunter laut fluchend und Vögel beschimpfend, warum sie den so fröhlich herumtirrilieren, wenn es ihm nicht so gut geht, kämpfte er sich über die nicht enden wollenden Anstieg.Aber Aufgeben ist ein paar Kilometer vor dem Ziel halt auch nicht drinnen.Und so war es dann nach Brutto 8 Stunden und 30 Minuten (Bewegungszeit 7:55) erledigt und die Uhr konnte endlich abgedrückt werden.
Der Rundweg ist erledigt. wenn da nicht noch die 4 hin und 4 retour wären
Crawling to the Cave
Tja, da war aber noch der Heimweg. Nur 4 Kilometer und 3 davon über ein Stravasegment, dessen Krönchen bei Peter liegt musste er noch bewältigen. Nur diesmal brauchte er für diese 4 Kilometer beinahe 30 Minuten. Laufen war das nicht mehr.
14:30 – Done
Um 14:30 der finale Sit down auf der Terasse und 80 km in den Beinen war Peter stolz aber auch froh, dass es vorbei war. Die neue FKT auf diesem Weg war erreicht und ein herrlicher Lauftag fand sein Ende.
Lessons Learned:
Schuhwahl war richtig und wohl deutlich angenehmer als mit TrailschuhenDer Wanderweg ist perfekt für unsupported Attempts, da genug Wasserstellen vorhanden sind Bei einem zweiten Versuch ohne Stempelstellensuche und Wegkenntnis ist da für Peter eine Sub 7:30 drinnen. (das muss wohl nochmal gemacht werden).Wer am höchsten Punkt startet, hat den Anstieg am Schluss – das ist nicht schlau.
Zum nachsehen gibt es hier noch das Relivevideo dieses Laufs.
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Jul 10, 2020 • 56min
LEP#089 - Im Brennpunkt - Double Trouble Rotweissrot
Gerade als alle in den Urlaub abdüsen möchten, startet die Laufsaison wieder. Gerade auf der Ultradistanz mit einem richtigen Knaller. Die 24-Stunden-Meisterschaft in Bad Blumau hat gleich den ganzen Staub aus den Gewändern gebeutelt. Flo hat sich derweilen auch wieder zusammengeflickt und wird nun ein wenig Asphaltspass geniessen. Peter hingegen hat sich erneut dem Veitscher Grenzstaffellauf gestellt.
Die aktuelle Stunde:
12h / 24h – Meisterschaft in Bad Blumau
24h Blumau
Als eines der ersten richtigen Ultraevents, fand am ersten Juliwochenende der 12- und 24 Stundenlauf in Bad Blumau statt. Hochkarätig besetzt, waren die Ergebnisse bemerkenswert und so sollte man mindestens 200 km in 24h laufen, wenn man auch nur in die nähe eines Podestplatzes kommen will. (Ergebnis)
Mit Christian Magadits haben wir auch einen bereits mehrfach erwähnten Athleten ganz oben am Meisterschaftstreppchen gefunden, den wir versuchen, vor das Mikrofon zu zerren.
KAT100
100 Meilen in den Kitzbühler Alpen – ein besonderes Erlebnis (Foto: Peter Vonier)
Anfang August findet in den Kitzbühler Alpen der KAT100 statt. Neben der 100 Meilen Distanz finden sich diverse kürzere Abenteuer auf der Speisekarte. So kann man bereits mit 7 Kilometern dabei sein oder sich mit 91,5 km, 61,8k, oder 24,2 km die Traildröhnung geben. Designed und durchgeführt wird die Veranstaltung von B’jaks Trail-&Runningshop von Thomas Bosnjak. Er ist auch die zentrale Figur hinter der ASTA (Austrian Skyrunning and Trail Assosiation) und hat hier auch an dem neulich angesprochenen Sicherheitskonzept mitgearbeitet/dieses entworfen. Selbst ein begeisterter Ultraläufer, weiss er um die Bedürfnisse der Athletinnen und wird hier sicher ein feines Rennen aufsetzen.
— UPDATE —
Auch der KAT100 musste leider abgesagt werden. Informationen findet man unter: https://kat100.at/
Phyrn Priel Trophy
Ebenfalls im August findet die Phyrn Priel Trophy statt. Hier wird dieses Jahr die österreichische Meisterschaft im Speedtrail ausgetragen. Aus Erfahrungsberichten haben wir erfahren, dass es ein sehr schönes und empfehlenswertes Rennen ist.
Zu Gast in der Wechselzone
Flo und Peter durften in der Folge Kannst du Ultra – Teil 2 Rede und Antwort stehen.Vom sympathischen Ludwig interviewt ergab sich ein superschönes Gespräch über 50 Minuten. Reinhören – klicken – liken.
Aktuelle Folge
Veitscher Grenzstaffellauf – Allein zu zweit
Am 27.6.2020 war der Veitscher Grenzstaffellauf angesetzt. Bereits sehr früh und vorausschauend wurde die diesjährige Veranstaltung abgesagt. Dabei war die Rückerstattung etc. richtig vorbildlich und unkompliziert. Es sei erwähnt, dass es wohl im Herbst, am 5.9.2020, eine Grenzstaffellauf-Wanderung gibt. Diese Wanderung ist kostenfrei, allerdings ohne Zeitnehmung, Labestellen etc. Die offizielle Veranstaltung findet dann wieder im kommenden Jahr statt.
Antreten zum privaten GSL
33 1/2 findet aber am 27.6.2020 statt
Doch soll man so einen schönen Tag einfach vergehen lassen? Bereits in der Interviewfolge mit Franz Preihs ist die Idee aufgetaucht, den Lauf in Eigenregie durchzuführen. Gesagt, getan, standen am 27.6 um 0730 Peter und Franz (Tja, der Flo wollte eigentlich auch – hat aber den Termin verbummelt….) an der gedachten Startlinie in der Veitsch.
Und schon geht es los zum GSL
Da die Strecke ganzjährig markiert ist (großteils) und Franz sie ja bereits 9x gelaufen ist, verzichteten die Beiden darauf, den Track auf die Uhren zu spielen.
Es ging ganz gemütlich los, vorbei am Friedhof und auf zum langen Anstieg Richtung hohe Veitsch. Die ersten 16 Kilometer sind laufbar, gehen allerdings kontinuierlich bergauf und können sich, wenn man zu motiviert und schnell ins Rennen geht, bitter rächen (siehe Folge 64).
Fun in the Sun
Hoch in Richtung Pretalsattel, war die Zeit zwar langsamer als letztes Jahr, aber man will ja auch aus Fehlern gelernt haben. Sehr praktisch ist die Tatsache, dass es auf der Strecke des Grenzstaffellaufs mehrere Brunntröge bzw. Quellen gibt. So konnten Franz und Peter mit nur 1 Liter Flüssigkeit starten und die Flasks immer wieder nachfüllen.
Hilfreich wäre wohl auch Sonnencreme gewesen, wenn es schon mehr als 26 Grad hat und man 6 Stunden in der Sonne läuft. Vorallem, wenn es der erste Lauf in einem Singlet ist.
Kilometer 18 – Meter der Entscheidung
Der Teufelssteig ist bei jeder Begegnung wieder eindrucksvoll
Da das Anfangstempo etwas langsamer gewählt wurde, hätte der geneigte Zuhörer auch nach Kilometer 18 die liebliche Stimme Peters vernommen und wohl überrascht die Augenbrauen gelupft. Aber die Stimmung war gut und es ging auch gut voran. Bei der gedachten 4.Labe zeigte Franz, ab welchem Punkt er geht und so wurde es auch gemacht. Bis zum Ausstieg des Teufelssteigs wurde flott gewandert.
Quasselnde Influencer statt stumme Diener
Als ob der Teufelssteig nur ein Tempohügel gewesen wäre, starteten die Beiden am Weg zum Graf Meran Haus ein Instagram TV – Livevideo und influencerten ein paar Minuten durch die Gegend. Anstrengend dieses Social Media Business
Hütte offen – Labe gesichert
Endlich kann Peter auch die Schönheit des Veitschplateaus schätzen
Das Graf Meran Haus war geöffnet (und sehr gut besucht), also rein an die Bar, 2 Cola in 3 Schlucken in den Magen buxtiert ein wenig mit anderen Läufern geplaudert und los geht es auf das Hochplateau.
Im Gegensatz zu 2019 wurde hier gelaufen und sieh an, es ist schneller, als Gehen. Nebenbei konnte Peter auch die Landschaft geniessen und Flos Worte aus dem vergangenem Frühling konnten nun auch gewürdigt werden.
Die Kilometer flogen nur so dahin und bald war die zweite Staffelübergabe auf der Klein-Veitsch-Alm erreicht. Auch hier fanden sich offene Türen, ein Cola, einen Brunnen zum Nachfüllen der Flasks und aufmunternde Worte der Wanderer.
Aufi – umi – dauni – zuvi – vieri
Nur mehr irgendwo dort umi und owi….
Also nur noch aufs Hocheck, das Veitscheck zum Mirl und retour in den Ort. Das kann ja nicht so schwer sein. Schwer nicht, aber verwirrend, wenn zwei ausgefuchste Navigationsprofis auf dem einzigen Teilstück, auf dem es keine Markierungen gibt, falsch abbiegen, den falschen Berg runter, auf der anderen Seite rauf, um ein eingezäuntes Gebiet linksrum rauf, eine Schleife im Barkleystyle durch den Wald drehend um 30 Minuten später den Zaun von der anderen Seite zu sehen, zwei mal beinahe wieder auf die strecke kommend, sich ein wenig verlaufen.
Wenn zwei Navigationsprofis zielgerichtet durch die Pampa hirschen, wird der dritte Teil des GSL etwas modifiziert.
Am Ende stimmte der letzte Teil des GSL zwar nicht ganz, aber die Distanz und die Höhenmeter haben Franz und Peter getroffen. Die Route war nur etwas spezieller.
Dennoch konnte nach etwas mehr als 6 Stunden der Grenzstaffellauf als gefinished abgehakt werden und ein schöner Tag mit wunderbarer Unterhaltung und tollen Eindrücken neigte sich dem Ende zu.
33 1/2 GSL done -glücklich und fertig
Die Oberkörperfärbung von Peter hat ihn auch zu einem glühenden Patrioten gemacht. Rotweissrot machte er sich auf den Heimweg. Auf Ebay würde geschrieben stehen: „Super Event – gerne wieder“.
Asphalt soll es sein – schön flach
Nachdem es dieses Jahr richtig wöchelt, ist es für Flo nur gut, dass er viel Asphalt machen kann. Am besten flach und ohne Stolperfallen. Er erhält aber seine Form ganz gut und hat sich dazu entschlossen, sich wieder die bewährten Altras auf die Hufe zu pappen. Das kann ja nur gut werden.
Wir drücken beide Daumen und die zugehörigen Knöchel, dass die Verletzungsserie vorbei ist und Flo wieder in seinen Bergflow kommt.
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Jun 26, 2020 • 1h 27min
LEP#088 - Laufen mit Anfassen
In den letzten Monaten war der Kontakt beim Laufen eher die versehentliche und zufällige Ausnahme, die jeder versucht hat zu vermeiden. Nunmehr zeigt in Österreich der Weg wieder ein wenig in Richtung Safer Gruppenkuscheln und so ist Laufen mit Anfassen wieder toleriert. Das haben Flo und Peter direkt genutzt und ließen im Wald die Beine fliegen und die Knöchel knacken.
Kuscheliges Schmusewetter begleitet Flo und Peter beim ersten gemeinsamen Lauf zu Flos Knackpunkt
Die Stravagruppe – News
Wie bereits in den letzten Folgen immer wieder aufgegriffen, hat Strava sein Bezahlsystem angepasst und es gibt nunmehr ein einheitliches Abomodell, dass für ein paar Euro im Monat den ROutenplaner, Trainingstagebücher, Formabschätzungen, Trainingspläne usw. präsentiert. Flo testet gerade für 60 Tage die Vorzüge und ist aktuell vom Routenplaner überzeugt, sodass er wohl dabei bleiben wird. Für dieses Feature bietet sich auch mapy.cz an. Falls ihr hier noch gute Tipps habt, freuen wir uns über Feedback.
Die aktuelle Stunde:
Running Portal des OELV
Der österreichische Leichtathletikverband hat im Juni 2020 eine Plattform aus der Taufe gehoben, die verschiedene virtual Running Formate im Angebot hat und dabei ein wenig Vereins/Verbandsflair verbreitet. Es werden hier neben Warmup/Trainingsveranstaltungen in den nächsten Monaten auch Wettkämpfe angeboten werden, in denen ihr euch messen könnt. Für die korrekte Rangliste und Abwicklung kann hier dem Verband sicher gut vertraut werden.
Ice Age Trail – FKT
ICE age trail fkt – 1200 Meilen in unter 22 Tagen
Während andere Menschen ihren dreiwöchigen Urlaub am Strand verbringen und sich den Sonnenbrand ihres Lebens aufreissen, dachte sich Coree Woltering, er kann die Zeit doch auch anders nutzen und ist mal den Ice Age Trail abgelaufen. Auf seiner Reise über 1200 Meilen hat er den 2018 aufgestellten Rekord von Annie Weiss gleich um knapp 5 Stunden unterboten und so den kommenden Läuferinnen ein ordentliches Brett vorgelegt. Falls ihr also noch nichts im Sommer vorhabt – da gäbe es eine 3 Wochen Beschäftigung.
Läuferin stirbt bei Ultra in Odessa
Bei einem 67km Ultra in der Ukraine hat sich leider ein tragischer Zwischenfall ereignet und eine Athletin ist 10 km vor dem Ziel dehydriert zusammengebrochen. Da die Suche und Ortung über 8 Stunden gedauert hat, wurde sie bereits völlig ausgekühlt vorgefunden und sie ist danach an einem Schlaganfall im Kankenhaus verstorben.
In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass der Grat zwischen sportlicher Eigenverantwortung und Fürsorgepflicht des Veranstalters sehr dünn ist. Jeder, der sich einem derartigen Event stellt, sollte sich aller Gefahren bewusst sein und der Veranstaleter sollte natürlich möglichst viele der offensichtlichen Gefahren aus dem Weg räumen bzw. die Rettungskette möglichst optimal gestalten.
(HDSports)
Virtual UTMB Races
virtual utmb races
Virtual Berglauf – Glockner Berglauf
Mein Berglauf (APP -> Glocknerberglauf)
Aktuelle Folge
Training für den IATF Projekte für den SommerKnackfrisch – Flos Knöchel, die Dauerbaustelle
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Jun 12, 2020 • 1h 10min
LEP#087 - Nebelsuppe zu Mittag
Es ist angerichtet – die 2 Sterne Nebelsuppe
Von Coronablues keine Spur, stellten sich die Läufer und Läuferinnen in der Dachregion abseits von Wettkämpfen den verschiedensten Herausforderungen und haben eine Spur des Springspirits in die Landschaften gebrannt. Die Trails und Wanderwege der verschiedensten Regionen wurden mit laufverliebten Spuren überzogen und so kann auch dieses Mal von den schönsten Momenten berichtet werden. Wer sich aber den falschen Tag ausgesucht hat, durfte Nebelsuppe zu Mittag geniessen.
Die Stravagruppe – News
Springspirit in der DACH-Region
LEP – Daniel – Pfälzer Höhenwanderweg (116km)
Erdnussbutter on the Road (Foto dreist geklaut von LLE)
Der liebe Daniel und sein Laufpartner David haben sich den Pfälzer Höhenwanderweg (aka. Pfalzbrecher) vorgenommen und machten sich abseits von Zeit- und Platzierungdruck auf zu einem 116 Kilometer Abenteuer. Unterstützt von einer grandiosen Mannschaft erlebt sie die Schönheit der Pfalz und neben nasalen Kamillenhonigtöpfen und Paparazziattacken, konnten sie einen Tag in der üppigen Natur geniessen. Das ganze könnt ihr auch ausführlich in der Folge 79 des Laufen Liebe Erdnussbutter Podcasts nachhören. Großes Kino von großartigen Läufern.
Frisch, fröhlich, frei von Sorgen (Foto geraubmordkopiert von LLE)
Westweg – 48 Stunden
Ein steiniger Weg über 280km (Bild: wiki commons)
Eine ebenso grandiose Leistung hat auch Jörg Scheiderbauer erbracht, indem er den 280 Kilometer langen Westweg in unter 48 Stunden bezwungen hat. Mit eisernem Willen und einer Kondition, die alle Hüte zum Ziehen animiert, konnte er durch diese Aktion neben einer persönlichen Grenzerfahrung auch mehr als 17000 € an Spenden sammeln und so diesem Lauf noch eine zusätzliche Dimension geben. Nachzuhören könnt ihr das in der Folge 91 des Trailrunningpodcast des lieben Sascha. Auch hier gebürt eine tiefe Verbeugung.
Ein prächtiger Spielplatz
Die aktuelle Stunde:
Tiroler Berglaufmeisterschaft Aktuell zeigen die Wettkampffähnchen wieder sachte nach oben und den Anfang der Saison hat dieses Mal die Tiroler Berglaufmeisterschaft gemacht. Unter Einhaltung der aktuell gültigen Vorgaben und als Jagdrennen ausgetragen, konnten sich die Athleten/Athletinnen messen. Topzeiten wurden in den Hang gezimmert und die Szene hat ein großes Lebenszeichen von sich gegeben. (FOTOS)
Aktuelle Folge
Wöchel Recovery
Abgeschwollen und Ready to rock
Nach dem zweiten Ausflug mit der Bergziege und dem zweiten Wöchelincident ist Flo wieder auf dem Weg der Besserung. Die Recoveryläufe finden zwar zunächst auf flachem Terrain statt und die Schuhe wurden wieder auf Altbewährtes gewechselt, die Motiviation und Lust brennt aber im Herzen und wir freuen uns schon auf künftige Läufe. Ist das Fussi nicht kaputt, es dem Spirit keinen Abbruch tut.Und darum Hoch die Hände, Wöchelende!
Schneealm-Rax mit der Bergziege
Aufi auf die Wiener Hausberg
Nachdem Flo die letzten Ausflüge mit der Bergziege nicht verletzungsfrei absolvieren konnte, versuchte sich Peter an einer Tour mit dem Gebirgsgetier. Am angekündigt einzig schönen Tag des Wochenendes sollte es von Tirol (einem winzigen Ort in Neuberg) über die Schneealpe und die Rax nach Prein an der Rax gehen. Frühmorgens bei knackigen 5 Grad im Tal machten sich die beiden auf. Über eine Forststrasse zum eisernen Törl ging es gleich ordentlich nach oben und so sollte der Puls auch gleich an der 170er Marke anklopfen.
Manchmal sah man sogar ins Tal… Floweresk…Butterzoom
Über herrliche Trails ging es durch sagenhaft schöne Landschaft in Richtung Windberg. Von Murmeltieren angefeuert (die haben die Beiden sicher nicht ausgepfiffen) hinauf über den nächsten knackigen Anstieg, eröffnete sich ein Schneefeld, dass ob der Steilheit zu kurzem Innehalten animierte.
Umi oda owi …. los geht es – hueftjonix
Die Alternative, großräumiges Ausweichen, war nicht besonders sexy und so hieß es „Hüft jo nix“ und geschwind hoppelten sie über das eisige Weiß. Weiter nach Plan und mit Regenjacke ausgerüstet wollte der Windberg bezwungen werden. Das „schöne“ Wetter brachte es mit sich, dass das Gipfelkreuz wie eine Fata Morgana plötzlich 15 Meter vor den Läufern im dichten Neben erschien und ihnen ein überraschtes „Öha“ entlockte. An diesem Tag gab es wirklich lecker Nebelsuppe zu Mittag.
zauberhaftes Lächeln bei feinstem Wetter
Nur kurz am windigen Höchstpunkt ein Foto gemacht ging es runter zur Lurgbauerhütte. Diese hatte bereits geöffnet und so war ein heißer Tee als Nachfüllung in die Softflasks Pflicht. Erstaunt fragten die Wirtsleute noch, woher und wohin des Weges und ein ungläubiges „auf einmal?“ folgte der Routenbeschreibung. Kurz aufgewärmt wurde der Nasskamm in Angriff genommen. Zügig durch die Landschaft gepflügt und einem herrlichen Downhill richtung Rax folgend fiel die Entscheidung die Route über den Gamssteig und die Heukuppe zu nehmen.
Mehr Höhenmeter auf kürzerem Weg geht nicht – Gamssteig
Durch den Wald und über ein Geröllfeld ging es zum Gamssteig. Dort angekommen, zogen die Zwei ungläubige Blicke zweier Wandererpärchen auf sich, die sich wohl einen wettertechnisch anderen Tag erwartet haben aber freundlich den Weg mit den Worten „ihr seid wohl ein bissl schneller als wir“ freigaben.
Wie war das? steil ist geil?
Der Gamssteig im Nebel hat einerseits einen Vorteil – man sieht nicht wie weit und wie steil es nach unten geht – und einen Nachteil – man sieht nicht wie weit und wie steil es nacht unten geht. Ohne viel Zeit zu verlieren – es war schon etwas frisch und windig – am Seil entlang, die Leitern rauf und hin zur Heukuppe. Schneefall, Wind und Temperaturen um den 0-Punkt, Läuferherz – was willst du mehr. Auch der höchste Punkt der Raxalpe wurde nur kurz (für ein Foto oder zwei) beehrt und los auf den Downhill richtung Karl-Ludwig-Haus.
Wo is da Wirt, zefix0 Grad – die Frisur sitzt – 3-Wetter-Schnee
Die wohl bekannteste Hütte der Rax war geschlossen und so wurde nur flott ein Foto gemacht. Der Schlangenweg war trotz der Witterung von einigen Wanderern bevölkert, konnte aber in einem durchaus feinen Tempo runtergerollt werden und über die Waxenegghütte ging es zum Ziel in Prein an der Rax. Der Ziege Eltern haben dort direkt mit Suppe, !selbstgebackenem! Brot, Bier und Obst gewartet und die Tour fand nach 35 km und 2200 Höhenmeter ein jauzend Ende.
Fröhliche Gesichter kurz vorm Ziel
Coconi Test
Um nicht gänzlich im Blindflug in die Saison zu gehen, stellte sich Peter einem Belastungstest. Da Laktattests aktuell noch nicht möglich sind, wurde der Coconitest gewählt. Hierbei wird als 20m eine Markierung gesetzt, die als Tempokontrolle dient. Beginnend mit einem Tempo von 8,5 km/h wird gestartet und alle 200m erhöht sich das Tempo um 0,5 km/h. Das ergibt eine Testzeit von ca. 15-20 Minuten und eine Distanz von 3-4 Kilometern. Gelaufen werden soll bis zur absoluten Schmerzgrenze. Danach kann anhand der Pulskurve ein Rückschluss auf die verschiedenen Leistungszonen gezogen werden.
so soll ungefähr die Ergebniskurve aussehen….
Soweit die Theorie….Bereits im Vorfeld war Peter sich nicht sicher, ob er das so hinbekommt. Als Erster in der Reihe aufgestellt, ging es los und die ersten Runden und Temposteigerungen funktionierten ganz gut. Ab Steigerung 10 wurde es zunehmend fordernd und der Lauf nahm Fahrt auf. Nach 15 Runden war das Tempo bei einer knackigen 4er Pace und kurz danach kam, was kommen musste. Peters Beine brauchten Energie und das Blut wanderte vom Kopf in die Oberschenkel. Steigerung 16 sollte von 3:40 auf ca. 3:22 gehen, doch war Peter schon etwas zu flott, war bei der Steigerung zwischen zwei Markierungen, war verwirrt und entschied sich im Zweifel für das schnellere Tempo um die nächste Markierung einzuholen. So war es plötzlich eine 3:09 am Kilometer und die Temposignale passten nicht mehr mit den Markierungen zusammen. Nächste Steigerung, nächste Verwirrung, aber 3er Pace musste gelaufen werden. Immer zwischen Vollgas und Verwirrung wabernd, war die Konzentration flöten und eine Stufe später war es vorbei mit dem Test. Neben der Laufbahn und neben der Spur ging Peter mit Fragezeichen über dem Kopf Richtung Start und es wurde ihm bestätigt, dass er einmal zu flott angezogen hatte und deshalb alles aus den Fugen geriet. Im Nachgang hat sich dieser Fehler insofern gerächt, als dass die Auswertung eher zu einem Kaffeesudlesen wurde und ein Laktattest in näherer Zukunft her muss. Sprinten und Denken werden in diesem Körper wohl keine glückliche Partnerschaft mehr eingehen.
Zufrieden und ausgepowert stehen Sie da, die zartesten Pflänzchen Wiens…(teamvegan.at)
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May 29, 2020 • 1h 32min
LEP#086 - The Woechel strikes back
Es hat sich wieder viel getan und neben vieler positiver Signale, haben manche Läufe auch ein bitteres Ende. Kreative Läufe, Neuigkeiten rund um Events und das Läuferfacebook und eine Review von Flos Abenteuer am Schneeberg füllen diese Episode.
Die Stravagruppe – News
Als starke positive Signale, kann man auf alle Fälle, die kreative Nutzung der Zeit ohne Wettkämpfe sehen. In unserer Review des Stravaclubs ist uns der großartige Lauf eines Members aufgefallen, der eine schöne und logische Route gewählt hat, um von zuhause nach Hause zu laufen und dabei mal schnell mehr als 90 Kilometer absolviert hat. Ein schönes Ding mit einem herrlichen Ziel – ESSEN!
Heimwehultra
Ebenfalls in der Stravagruppe hat sich Daniel Zatobick mit einem Beitrag gemeldet. Er wird als Unterstützung der arg gebeutelten Labestationen aka. Wirten einen Spendenlauf machen, bei dem es eine Livetracking gibt und alle, die ihn hier zu Höchstleistungen antreiben wollen, pro Kilometer oder Runde einen Betrag beisteuern können. So wird vielleicht der eine oder andere Schankwart ein Tröpchen abbekommen. Mitmachen, mitfiebern, mitspenden.
Spendenlauf von Daniel Zatobick
Die aktuelle Stunde:
Wann es wohl wieder solche Fotos gibt…. (Foto Newetschny)
Die Hoffnung lebt – Ab nun Veranstaltungen wieder grundsätzlich möglich. Nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Wettkämpfe am Plan stehen und dabei wird sich wohl zeigen, wie es möglich ist, diese durchzuführen. Laufwettkämpfe in Ö wieder erlaubtArtikel StandardKleine ZeitungSchutzkonzept durch ATRA erstellt.
Marathons in allen Ländern der Welt – Nick Butter In 2 Jahren hat es der Läufer Nick Butter geschafft mehr als 200 Marathons in der ganzen Welt zu laufen. Neben der Laufleistung ist hier natürlich die Logistik und die Planung, sowie die Sicherheit eine ganz spezielle Herausforderungen. Er war auch zu Gast beim Rich Roll Podcast. Hört rein, wenn ihr nun angefixt seid.
Running the World (Photo Nick Butter)
Zach Bitter – Weltrekord am Laufband über 100 Meilen
Home Sweet home – 100 Miles alone (Foto Zach Bitter)
Die Fakten zum Weltrekord:
100 Meilen in 12:09:15 Stunden4:32 Minuten pro Kilometer126.000 SchritteDurchschnittliche Herzfrequenz 144 Schläge pro Minute6.742 verbrannte Kalorien
Aktuelle Folge
Strava – Quo Vadis
Strava hat das Subscribermodell erneut überarbeitet und dabei einige Features, die bisher kostenlos waren in die Bezahlschiene gelegt. Die am meisten diskutierten sind:
Vollständige KOM-ListeRoutenplaner
Erklärung aller Änderungen hier: Youtube Video
Was ist eure Meinung dazu? Wie wird sich Strava entwickeln? Wie werdet ihr es künftig nutzen?
The Wöchel strikes back
Radbegleitung hilft immer…
Am 15.5 wurde der mittlerweile legendäre Wien-Schneeberg-Lauf von Flo und Sebastian in Angriff genommen. Anfänglich von Geordi am Rad begleitetet, ging es am Freitagabend los. Die große Stadt hinter sich lassend ging es in guten Tempo los in den Wienerwald. Rauf auf den Föhrenberg – rüber zum Sattelberg und runter nach Heiligenkreuz. Ab Mitternacht fing es dann an zu regnen und es regnete.Die vorab eingeholten Wettererkundigungen sagten einen Schauer von 1-2 Stunden voraus, doch sollte es länger werden. Es hörte einfach nicht auf. Auch in Weissenbach an der Triesting regnete es noch und ein Nachtlauf bei Dauerregen ist wahrlich eine Freude. Doch ließen sich die beiden nicht unterkriegen und hofften auf einen schönen morgen mit einem herrlichen Anstieg auf den Schneeberg.
Das große Ziel vor Augen…. (Photo Wikipedia)
In den Morgenstunden sollte Micele als mobile Labestation (jaja, nicht Verpflegungspunkt) in Reichenthal auf die Beiden warten und die letzte Strecke war als Dreigespann geplant. Da es trotz der Wetterkapriolen richtig gut lief, musste ab Kilometer 40 gebremst werden, da 30 Minuten warten, bei diesen Bedingungen nicht das Optimum darstellen. Also ein wenig zurücknehmen und gemütlich Richtung Treffpunkt. Da kann ja nichts paaaaaaaua…. und schon war Flo umgeknickt. Der Knöchel hatte die Faxen dicke und machte seinem Unmut Luft. Anfänglich noch zart, wurde der Schmerz wohl nach einiger Zeit doch recht gut spürbar und wenn der Knöchel nicht mitmacht, wird es mit der Zielankunft nichts.
Bis zum Treffpunkt haben sich die Beiden gekämpft und es wurde beratschlagt, wie es weitergeht. Sebastian mit Micele weiter, Flo retour oder alle abbrechen oder ganz anders?
Das Wetter hat dann wohl die letztgültige Entscheidung mittels Plätscherabstimmung getroffen und so war der Lauf nach knapp 50 Kilometern vorbei und die Helden fuhren heimwärts.
Nach dem Lauf war Flo wohl ein bisschen angfressen
Fazit aus der Geschicht – scherze mit dem Knöchel nicht.
Flo ist aber schon wieder am Weg der Besserung und diesmal wird die Pause wohl nur ein paar Tage dauern.
Nächstes Mal klappt es aber bestimmt!
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May 15, 2020 • 1h 44min
LEP#085 - Franz Preihs - Interview with a Madman
Es gibt Menschen, die suchen sich ein Hobby bzw. einen Sport und üben diesen aus. Manche sind dabei auch motiviert und erfolgreich. Und dann gibt es noch Menschen, die ihre Passion bis an die Grenze des Möglichen treiben. Und wenn sie an dieser Grenze sind, dann wollen sie unbedingt wissen, was denn dahinter noch ist. Wir sind stolz, dass wir einen dieser Menschen in dieser Folge im Interview haben.Franz Preihs, ein Ultrasportler der Sonderklasse, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und der im Tanz der Extreme das Goldstar Abzeichen mit einem lockeren Hüftschwung mitgenommen hat um danach ganz entspannt davon zu erzählen.
Cradle to the Grave
Vor etwa 40 Jahren (1978) geboren, wuchs Franz Preihs im muckeligen Mürztal auf und hat, wie es sich für einen Steirer gehört, direkt nach dem Kinderwagen die Ski für sich entdeckt. Für den WSV Veitsch in die Rennen gehend, brachte er es in seinen Jugendjahren bishin zum österreichischen Meister in der Kombination und im Slalom. Schon da zeigte sich, dass er wohl nicht ganz unsportlich ist und auch eine spezielle Art hat, mit Wettkampf umzugehen. Von den Strukturen etwas eingeengt suchte er danach seinen Weg währen der Ausbildung und des Studiums abseits der Piste. An einem schönen Frühlingssonntag spazierte er aus dem damaligen Büro im zweiten Wiener Gemeindebezirk und fand sich unverhofft mitten in einem Läufermeer, dass sich gerade durch die Stadt kämpfte. Er hatte genau das Wienmarathonwochenende erwischt. Von dem Treiben fasziniert, fuhr er zum Rathausplatz und beobachtete die Emotionen der einlaufenden Sportler. Das hatte was.
Ein Laufstart wie er in keinem Lehrbuch steht
Maximum Violence
Dieses Bild vor Augen fuhr er nach Hause und kontaktierte einen Bekannten, Jürgen Plechinger, der als österreichischer Spitzenläufer mit einer Marathonbestzeit von 2:25:14 wohl ein geeigneter Trainer war für die etwas verrückte Idee in nur ein paar Wochen von „ich schau mir einen Marathon an“ zu „ich starte beim Veitscher Grenzstaffellauf“ zu kommen. Prämisse beim Training war, dass Franz beim Training mitmachen durfte, aber Jürgen nicht auf ihn wartete. Also dabeibleiben oder schauen wie man heimkommt. „kann man machen :)“Es hat sich ausgezahlt und der erste Grenzstaffellauf wurde erfolgreich gefinisht. Ab da war es um ihn geschehen. Marathons, Ultramarathons, 24h-Stundenläufe, 48-Stundenläufe, x00-Kilometerläufe – alles wollte bezwungen werden. Dem immensen Trainingsvolumen und der Intenstität geschuldet, meldeten sich irgendwann die Beine – hier ein Band, da eine Plantarfaszitis und letztendlich ein Ermüdungsbruch im Schienbein.
Into the Abyss
The Truth Hurts
Plötzlich hat da jemand den Notaus betätigt. Somit war zumindest vorerst Schluss mit der Lauferei. Zeit zum Aufgeben? Keine Spur.Glücklicherweise war das gerade die Zeit von Wolfgang Fasching, der Langdistanzradfahrikone der letzten Jahrzehnte. Bei einem Vortrag über das Race Across America, dass Fasching drei mal gewinnen konnte, lernte Franz ihn kennen. Mit dem Eindruck, dass dieser Wolfgang Fasching ein Topathlet ist, aber kein Ausserirdischer, reifte in Franz die Überlegung ob es den für einen Normalsterblichen wie Ihn (Anmerkung der Redaktion: NORMAL…bruhaha) auch möglich ist, dieses Rennen zu finishen, sattelte er auf das Fahrrad um.
Down with the Sickness
Und es ging wieder los…Race Across The Alps, Glocknerman, Le Raid Provence Extrem, XX Alps, Le Tour Ultime, Race Around Slovenia, Crocodile Trophy, Alpentour MTB Trophy, Salzkammergut Trophy Extreme, Race Around Austria, Furnace Creek 508, Race Across the West, No Country for Old Men und viele mehr.
Hell Awaits
Through the never …
2008 war es dann soweit – Der erste Start beim RAAM (Race across america). 5000 km und mehr als 50.000 Höhenmeter – kann man ja mal machen.Und wie er konnte. Erster Versuch und direkt vierter Platz. In die Geschichtsbücher ging er zusätzlich noch ein, da er mehr als 3000 km mit einem gebrochenen Schlüsselbein absolviert hatte. Da gab es wohl nicht nur einen shout at the devil. Diesem unglaublichen Abenteuer sollten 2009,2013,2015 und 2018 noch 4 weitere folgen und man munkelt, dass da noch etwas kommt.
No End in Sight
Für diese Saison, hat sich Franz noch ein wenig Laufen verschrieben und möchte im Herbst zumindest noch einen kleinen 200er in New Mexico machen. Und wenn alles gut geht, dann sehen wir ihn auch bald wieder am Start des RAAM und wer weiss, vielleicht erfindet er sich noch ein weiteres Mal komplett neu.
Wer Franz unterstützen will (so ein RAAM kostet ja auch 20.000€ aufwärts pro Antreten) oder zumindest auch so schnittig aussehen will, kann das direkt hier tun: https://dowe-sportswear.com/shop/
Egal wie lange die Nacht ist, dieses mentale Monster erlebt den nächsten Morgen
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May 1, 2020 • 1h 1min
LEP#084 - Freaks im Trainingslager - Home of 100 Miles
Die aktuelle Stunde:
Freaks doing Freakstuff
Es gibt keine Zeit, die so abgedreht ist, als dass es nicht Menschen gibt, die freakige Ideen haben und diese auch umsetzen. So werden Remote- und Virtualruns durchgeführt und in der Liga der crazy Boys & Girls wird fleissig gearbeitet.
Gary Robbins – 100 Miles of Laufband
Gary Robbins, einer der besten Ultrarunner aus Kanada, bekannt auch Film und Fernsehen (Barkley Marathons, FKT Mount Rainier), hat sich vorgenommen, 100 Meilen in den eigenen 4 Wänden zu absolvieren. Auf der Todesfalle, auch Laufband genannt, hat er in 25 Stunden 53 Minuten die Distanz abgerissen. Wer sich nun denkt – geht schon…. ist ja nicht so tragisch… stellt das Laufband so ein, dass es 5300 HM sind. Er hat es also ganz nebenbei fast auf den Elbrus geschafft.
Gary Robbins läuft 100 Meilen auf dem Laufband
Ryan Sandes – 100 Miles Homerun
Ganz ohne Technik kam Ryan Sandes aus. Er hat sich auch ein wenig frische Luft gegönnt und ein paar Runden um das Haus gedreht. Nach nur 1455 Runden hatte er auch die 100 Meilen absolviert und konnte nach 26 Stunden und 27 Minuten in die wohlverdiente Dusche huschen. Auch er hat dabei 4500 HM, den Großteil davon über Stiegen erledigt. Ob er diesen Sommer viel im Garten ist, darf bezweifelt werden.
Ryan Sandes läuft 100 Meilen in seinem Garten
Father of Backyard Ultra
Der „Grandmaster of Pain“ und Erfinder der Barkley Marathons, Lazarus Lake hat vor einigen Jahren in seinem Backyard einen Last Man Standing Wettkampf veranstaltet. Nunmehr wird jedes Jahr im Kreis gelaufen, bis nur noch ein Athlet/eine Athletin über ist.
Die Regeln sind einfach aber sehr effektiv:
Jede Stunde startet eine Runde von 6,7 kmAbsolviere diese innerhalb einer StundeFinde dich kurz vor Ablauf der Stunde wieder am Start einLaufe wieder eine Runde von 6,7 kmWiederhole dieses Prozedere solange, bis du komplett erschöpft bist.Hoffe, dass du der letzte Überlebende warst
Es gibt nun ein schönes Video über das Projekt und den Erfinder.
Youtube Video Big Backyard Ultra
Virtual Everesting on Zwift
Österreich, genauer die Steiermark, ist ein Nest der Wahnsinnigen auf Fahrrädern. Beginnend bei Wolfgang Fasching über Christoph Strasser bishin zu Franz Preihs finden sich eine Reihe an Extremsportlern, die offenbar ein ganz besonderes Wasser trinken.
Letzterer hat sich nun, nachdem er bereits Outdoor ein Everesting absolviert hat (8848 HM innerhalb einer Radfahrt), hat er es sich nun vorgenommen, dass er sich die Belohnung für dieses Projekt auch virtuell holt. Rauf auf den Hometrainer und Zwift anwerfen. Nach nur 8 1/2 Mal die Alpe de Zwift hochfahren hat er sich in den erlauchten Kreis der Zwifterester geradelt. Wir gratulieren herzlich.
Preihs Franz macht 9000 HM auf der Alpe de Zwift
Aktuelle Folge
Review – Corona Ketterechts Challenge
Ihr könnt Peter’s Abenteuer in diesem Artikel hier nachlesen.
Peters Doppelmarathon – Challenge in der Coronakrise
LCC Wien Frühlingslauf
Die Medaille
Die Medaille wird voller Stolz getragen…
Der LCC hat seinen Adi Gruber Gedenklauf über 7,21 oder 42 km in Ermangelung einer gemeinsam zu laufenden Möglichkeit geschwind in einen Virtual Run umgebaut und so war es am 26.4.2020 Zeit sich an die Startlinie zu stellen. Peter hat seine bessere (und man munkelt auch hübschere) Hälfte begleitet und durfte so bei ihrem ersten Wettkampf live dabei sein. Dieser war gleichzeitig dann auch gleich ein ganz besonderer Lauf, da es eine Ergebnisliste und Platzierungen gibt, aber sie nur zu zweit über den Asphalt geschwebt sind. Nach dem ersten Kilometer hat Peter die Mitteilung erhalten, dass sie zu schnell dran sind und hat bei sich gedacht „hihihi….von mir hat sie das nicht. Ich bin ja Mr. Defensivstarter“. Immer wieder auf die Uhr blickend und dabei für Unterhaltung sorgend war die Pace immer ähnlich und nie langsam. Ab Kilometer 5 zeichnete sich ab, dass es hier für Mona nach einer wirklich beachtliche Ergebniszeit aussieht und wenn nun nichts passiert, einige Personal Bests fallen würden. Auch die letzten beiden Kilometer wurden professionell abgehandelt und schwupps waren die beiden im Ziel. Mit einer Endzeit von 45:xx und einem 6:23 Schnitt war dann auch gleich eine Platzierung in der ersten Hälfte des Starterfeld zu vermelden. Da werden wohl noch viele Wettkämpfe folgen….
What’s up with our training?
Wir wollen euch natürlich auch ganz kurz über uns und unser Training erzählen. Was tun wir in diesen besonderen Zeiten und wie gehen wir mit fehlenden Veranstaltungen um.
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Apr 17, 2020 • 1h 10min
LEP#083 - Virtual Wöchel dreht am Quaratänerad
Es gibt Wettkämpfe! Sie sind anders, aber es gibt Wettkämpfe. Die einen laufen daheim, die anderen querfeldein. Auf alle Fälle laufen sie allein.Um sich dennoch zu messen, schiessen viele virtuelle Läufe aus dem Boden – von Hobbyläuferzart bis Ultraläuferhart. So kann nicht nur die Form getestet werden, sondern handfeste Ergebnisse an die Finisherwand gebracht werden. Andere nutzen die Zeit und flüchten sich in virtuelle Welten. Ob zu Fuss oder am Rad nach Watopia oder wer es in der realen Welt übertrieben hat mit einem Buch in der Hand wahlweise nach Couchistan oder Balkonien.
Die aktuelle Stunde:
Quarantine Backyard Ultra
Während sich viele Menschen bei 5-10-40km Challenges messen und hier tolle Leistungen zeigen, fragt man sich der eine oder andere vielleicht: „Was machen die Ultrarunner in so einer Situation?“. Sie laufen einen Backyardultra Remote: Artikel.Einige der Topstars der Szene haben sich ein Stelldicheindaheim geliefert und quer über den Globus verteilt, gab es einen Ultralauf über mehr als 2 Tage und Nächte. Am Ende gewann einer der Topfavoriten auf den Titel „Craziest Runner“: Mike Wardian. Wer noch nichts von ihm gehört hat, nutzt die jetzige Zeit und lest ein wenig über ihn. Ein verrückter Kerl.
Mike Wardian mit Fan (Bild: Wikipedia)
Gewinner: Mike Wardian – 62 Stunden und 422 KMSchärfster Konkurrent: Radek BrunnerAndere bekannte Teilnehmerinnen: Maggie Guterl, Jamil Coury, Courtney Dauwalter
Wie man schön sieht, machen also die oberen 10.000 auch virtual Runs und sind dabei genauso irre, wie sie es auch bei allen anderen Läufen sind.
Virtual Runs
Für alle anderen gibt es diese Gelegenheiten aktuell auch in Hülle und Fülle. Es gibt Läufe mit Zeitnehmung und Läufe ohne Zeitnehmung. Es gibt Läufe, die zu einem bestimmten Zeitpunkt starten, auf einen bestimmten Tag beschränkt sind, die eine Laufserie abbilden oder ein spezielles Rennen darstellen. Es gibt auf alle Fälle keine Ausreden und darum seht euch ein wenig im Netz um und findet den für euch perfekten Lauf. Wir haben hier ein paar Links für euch:
https://crowdlauf.de/virtual-runs/https://lauf-weiter.de/https://www.runnys.com/ Wings for Life Apprun
Aktuelle Folge
Philipp Jordan #Fatboysrun
Flo hat die Zeit, die er nun aufgrund seines Wöchelabenteuers hatte, genutzt und sich dem Lesen hingegeben. Dabei ist ihm das Buch von Philipp Jordan, bekannt aus einer Vielzahl an Podcasts (FatboysRun, Happyday Podcast, Philipp Jordan Ungeschnitten, Celluleute, usw.), aus der Sprayerszene oder als Skater untergekommen. Dieses sehr kurzweilige Buch sei allen ans Herz gelegt.
Zwift – Österreichische E-Cycling Liga
Der österreichische Radverband hat es innerhalb von einigen Wochen geschafft, eine eigene E-Cycling-Liga aus dem Boden zu stampfen. In 5 Wochen werden 5 Rennen veranstaltet, an denen jeder teilnehmen kann. Alle Lizenz- oder Bikecardbesitzer kommen auch in das Resultat. Diese Möglichkeit, sich mit den Profis der österreichischen Radszene zu messen, ist einmalig und nach den ersten beiden Rennen können wir hier eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.Die Rennen sind gut besetzt und das Niveau ist tatsächlich sehr hoch. Wer vorne mitfahren will, sollte schon die 5 Watt / KG über die Renndistanz durchhalten können. Peter hat die ersten beiden Rennen ebenfalls beschritten und hatte dabei viel Spass. Wer ihn im Ergebnis sucht, sollte allerdings eher von hinten beginnen. Er freut sich schon, wenn er bei der U17 mitfahren kann.
Florian’s Knöchel: The Way to Wöchel and back
Florian hat in seinem Coronatrainingslager eine schöne Strecke „Grand Tour Wild West“ absolviert, dabei aber ein wenig jugendlichen Leichtsinn walten lassen. So gab es leider zum Abschluss, anstelle locker leichtem Lächeln, ein angespanntes Gesicht mit einem geschwollenem Knöchel.Dieser hat ihm eine Ruhewoche beschert, die neben der Regeneration auch dem Lesen sehr zuträglich war. Mittlerweile hat er ausgelesen und ist wieder fleissig unterwegs. Wenn er seine Pferdchen ein wenig zügeln kann, dann wird er wohl mit einer Bombenform aus dem Trainingslager kommen.
Peter’s Corona Ketterechts Challenge
Peter hat sich diesen Frühling viele Events auf der Strasse vorgenommenm und wie vielen anderen, wurde ihm hier der Wettkampfasphalt unter den Füssen weggezogen.Was nun? Linzmarathon stand an. Wienmarathon stand an.
Gar nicht laufen geht halt nicht. Also wurde in Anlehnung der altehrwürdigen Ketterechts-Challenge (Linzmarathon und Wienmarathon) direkt hintereinander zu absolvieren eine Corona Ketterechts Challenge ausgerufen, der er sich gestellt hat. Also wurde am Tag des Linzmarathons ein Marathon gelaufen und am Tag des Wienmarathons soll die zweite Hälfte absolviert werden.Linz mit 3:32 war ganz ordentlich, nur das Entspannen vor dem Lauf muss der Bub noch üben. Direkt davor an der E-Cycling-League teilzunehmen, ist vielleicht nicht das beste Tapering.
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