

Medienmagazin
radioeins (rbb)
Wer bestimmt, was wir sehen, glauben, teilen? Das Medienmagazin schaut dahin, wo Öffentlichkeit gemacht wird: Plattformen, Redaktionen, KI und Algorithmen – und auf die Lage von Presse- und Meinungsfreiheit weltweit. Was läuft gerade schief – und was läuft richtig gut – in der Medienwelt? Im Medienmagazin sortiert Teresa Sickert die wichtigsten Mediennews der Woche, checkt mit dem Faktenfinder der Tagesschau die größten Fake-News und zeigt, welche Podcasts sich wirklich lohnen. Jeden Samstag um 18 Uhr auf radioeins – und als Podcast.
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Mar 28, 2026 • 28min
Digitale Gewalt, Deepfakes und die Verantwortung von Medien
Der Fall um Collien Fernandes und Christian Ulmen sorgt für breite Aufmerksamkeit – und wirft grundsätzliche Fragen auf: über digitale Gewalt, Deepfakes und die Verantwortung von Medien. Wie viel öffentlich relevantes Wissen darf hinter einer Paywall stehen? Darüber sprechen wir mit SPIEGEL-Redakteur Lukas Eberle.
Deepfakes sind auch eine reale Bedrohung für Journalist*innen. Laut Reporter ohne Grenzen wurden weltweit über 100 Fälle dokumentiert. Auch bekannte Stimmen wie Susanne Daubner oder Jens Riewa sind betroffen. Wir sprechen mit Juliane Leopold, Chefredakteurin Digitales bei der ARD über die Folgen für die Tagesschau.
Außerdem: Mit Wedium startet eine neue europäische Social-Media-Plattform – mit Identitätsprüfung, weniger Algorithmen und mehr Jugendschutz. Kann das eine echte Alternative zu TikTok & Co. sein?
In den Mediennews: Ein wegweisendes US-Urteil gegen Instagram und YouTube wegen Suchtgefahr, strengere EU-Pläne gegen sexualisierte Deepfakes – und ein weiterer Angriff auf die Pressefreiheit in der Türkei.

Mar 21, 2026 • 31min
Redaktionsbesuch bei der taz
In dieser Ausgabe des Medienmagazins nimmt uns Teresa Sickert mit zu ihrem Redaktionsbesuch bei der Tageszeitung „taz“. Sie ist interessiert daran, was sich seit der Seitenwende, wie die taz ihren Abschied von der täglichen Printausgabe hin zur digitalen Ausgabe betitelte, verändert hat. Denn damit ist die taz die erste überregionale Zeitung Deutschlands, die den Schritt ins Digitale gewagt hat. Teresa Sickert widmet ihr die ganze Sendung.

Mar 14, 2026 • 28min
ARD Sounds App, Influencer in Dubai, Jugendliche und Radikalisierung
Im aktuellen Medienmagazin geht es um ARD Sounds: Aus der bisherigen ARD Audiothek wird eine neue gemeinsame Audio-Plattform der ARD. Was steckt hinter dem Neustart, welche Strategie verfolgt die ARD damit – und warum sollten Nutzerinnen und Nutzer künftig diese App installieren? Darüber spricht Moderatorin Teresa Sickert mit Stefan Köhler, Leiter Programm-Management der ARD Audiothek. Im Faktencheck geht es um Influencer in Dubai: Nach Raketenangriffen in der Golfregion verbreiten einige Social-Media-Accounts ein Bild von völliger Normalität. Auffällig ist, dass viele Posts sehr ähnlich formuliert sind. Was steckt dahinter, und wie lassen sich solche Inhalte überprüfen? Einschätzungen dazu von Pascal Siggelkow vom ARD Faktenfinder. Ein weiteres Thema: Einsamkeit und Radikalisierung unter Jugendlichen. Welche Rolle spielen Plattformen wie TikTok oder Instagram dabei? Das erklärt die Bildungsforscherin Nina Kolleck. Ihr neues Buch: "Der Kampf in den Köpfen – Wie TikTok, Instagram & Co unsere Kinder manipulieren". In den Mediennews der Woche geht es unter anderem um Kritik an mangelnder Perspektivenvielfalt beim Deutschlandradio, um den Fall eines angeblichen „Bürgergeld-Influencers“, der Redaktionen täuschte – und um den überraschenden Personalwechsel bei der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Mar 7, 2026 • 25min
Creator-Kultur, Frauen im Journalismus, Ungarn
Influencer erreichen Millionen – deshalb setzen auch öffentlich-rechtliche Medien zunehmend auf Creator. Wie gut passen Creator-Kultur und öffentlich-rechtlicher Journalismus wirklich zusammen? Darüber sprechen wir mit Jan Katona, Contentchef und stellvertretender Programmchef von Radio Fritz. Außerdem schauen wir zum Internationalen Frauentag auf die Machtverhältnisse im Journalismus: Wie viele Frauen sitzen eigentlich in den Chefredaktionen – und warum geht der Fortschritt zuletzt sogar wieder zurück? Dazu Helena Ott von ProQuote Medien. Und wir blicken nach Ungarn: Ein neues Buch zeigt, wie Viktor Orbán große Teile der Medienlandschaft unter seine Kontrolle gebracht hat. Und wie zeigen Euch, welche Podcasts aus den Apple Charts ihr unbedingt hören solltet und welche eher Geschmacksache sind.

Feb 28, 2026 • 33min
Festnahme in der Türkei, KI-Panne beim ZDF, DW muss sparen
Wir schauen in die Türkei: Dort wurde der für die Deutsche Welle tätige Journalist Alican Uludağ in Ankara festgenommen. Vorwurf: Präsidentenbeleidigung wegen eines kritischen Posts auf X. Wir sprechen mit ARD-Korrespondent Benjamin Weber über die Hintergründe – und über die Arbeitsbedingungen ausländischer Journalist*innen im Land. Außerdem: KI-Panne beim ZDF. Im heute-journal lief ein nicht gekennzeichnetes KI-Video, weiteres Material war veraltet. Die Studioleiterin in New York wurde abberufen. Ist das ein konsequentes Signal – oder ein Bauernopfer? Einschätzungen von Journalismusforscherin Prof. Wiebke Loosen. Und: Die Deutsche Welle muss 21 Millionen Euro einsparen. Das griechischsprachige Angebot wird eingestellt, rund 160 Stellen stehen auf dem Spiel. Welche Folgen hat das für Deutschlands Stimme im Ausland? Dazu äußert sich der Geschäftsführer des Deutsch-griechischen Jugendwerks Gerasimos Bekas und die DW-Intendantin Barbara Massing.

Feb 21, 2026 • 34min
80 Jahre DIE ZEIT und das neue Medienprojekt Ostdeutsche Allgemeine Zeitung
80 Jahre DIE ZEIT – ein Jubiläum, das Anlass bietet, nicht nur zurückzublicken, sondern vor allem nach vorn zu schauen. Wie gelingt es einem Traditionshaus, auch im digitalen Zeitalter ein Leitmedium zu bleiben? Teresa Sickert spricht mit Christian Röpke, Geschäftsführer der ZEIT-Verlagsgruppe, über die Transformation vom Print- zum Digitalhaus, die Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz und die Frage, wie Journalismus künftig finanziert wird. Außerdem in der Sendung: Mit der "Ostdeutschen Allgemeinen" startet ein neues Medienprojekt, das dem Osten eine eigene Stimme geben will. Doch Konzept, Personalien und publizistische Linie werfen Fragen auf: Wie viel Gegenöffentlichkeit braucht der Journalismus – und wo beginnt die Verantwortung für Fakten und Einordnung?

Feb 14, 2026 • 28min
Safer Internet Day 2026, Epstein-Akten und Podcast-Charts
Safer Internet Day 2026 – und wir fragen: Wie nah darf KI eigentlich kommen? Unter dem Motto "KI and me. In künstlicher Beziehung." hat jugendschutz.net sogenannte Charakter-Bots wie Character.AI, Talkie oder FlowGPT untersucht. Die Studie zeigt: Schutzmechanismen greifen oft zu kurz, Minderjährige können mit sexualisierten Inhalten in Kontakt kommen. Wir sprechen mit Ann-Kathrin Lück von jugendschutz.net über Risiken künstlicher Beziehungen, Faszination und Verantwortung im Jugendmedienschutz. Außerdem geht es um die neu veröffentlichten Epstein-Akten. Millionen Dokumente, viele offene Fragen – und eine Flut aus Gerüchten und Fakes. Gemeinsam mit ARD-Faktenfinder Pascal Siggelkow ordnen wir ein, was dran ist an kursierenden Behauptungen. Und wir fragen Vivien Götz von der Süddeutschen Zeitung: Wie recherchiert man in einer Datenmenge, die kaum zu bewältigen ist? Außerdem: Ein Blick in die aktuellen Podcast-Charts der ARD Audiothek – von True Crime über Polit-Formate bis zu "Kalk & Welk".

Feb 7, 2026 • 26min
KI-Netzwerke, Quellenschutz, Google Zero
Ein neues soziales Netzwerk sorgt für Aufmerksamkeit: Moltbook ist eine Plattform, auf der nicht Menschen, sondern KI-Agenten miteinander diskutieren – nach dem Vorbild von Reddit. Erst vor wenigen Tagen gestartet, sind dort bereits rund 1,5 Millionen KI-Agenten aktiv. Im Gespräch mit Medienmagazin-Reporter Michael Meyer geht es um die Idee hinter Moltbook, um typische "Gespräche" zwischen Maschinen – und um die Frage, welche Risiken entstehen, wenn KI unter sich bleibt und Menschen nur zuschauen. Im Interview erklärt Reporter ohne Grenzen-Vertreter Maximilian Jung, warum die geplante Vorratsdatenspeicherung aus Sicht der Organisation den Quellenschutz gefährdet. Und mit Blick auf Google Zero analysiert Medienunternehmer Sebastian Esser, warum der massive Einbruch von Google-Traffic für Publisher eine neue "Community-Ära" einläuten könnte – und welche Rolle Social Media in Zeiten von KI-Spam dabei spielt.

Jan 31, 2026 • 30min
Iran, tagesschau & Bibis Palace
Nach den Protesten im Land, ist Iran immer noch weitgehend abgeschottet von der Kommunikation. In der Folge kursieren widersprüchliche Opferzahlen, verstörende Videos und gezielte Desinformation. Gemeinsam mit dem Faktenfinder der tagesschau, Pascal Siggelkow, ordnen wir ein, welche Quellen sich gegenüberstehen, welche Manipulationsmuster erkennbar sind – und wie man in einer Gemengelage aus Social Media, US-Politik und iranischer Propaganda überhaupt noch verifizieren kann. Außerdem geht es um die tagesschau selbst: Seit der Reform des Rundfunkstaatsvertrags ist das Nachrichtenangebot digital neu aufgestellt. Schlanker, audiovisueller – aber auch weniger sichtbar? Wir sprechen mit Juliane Leopold, Chefredakteurin Digitales bei ARD-aktuell, über Reichweite, Tempo und die Frage, wie starke Nachrichtenmarken im Netz bestehen können. Und dann ein Blick auf die Mechaniken der Plattformökonomie: Bianca Heinicke alias BibisBeautyPalace war Deutschlands größte Influencerin – und verschwand plötzlich. Der neue MDR-Podcast „Bibis Palace – Freundschaft für Likes“ erzählt ihre Geschichte und zeigt, wie Nähe zu Geld wird und welche Rolle Algorithmen dabei spielen. Dazu die Mediennews der Woche: Digitalsteuer, Unterstützung für Lokaljournalismus und neue Studien zur Perspektivenvielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Jan 24, 2026 • 30min
TikTok, Kinderrechte und Europas digitale Abhängigkeit
TikTok hat angekündigt die Alterskontrollen auf seiner Plattform in der EU zu verstärken. Im Medienmagazin schauen wir aus einer kinderrechtlichen Perspektive darauf, wie viel Kontrolle sinnvoll ist und was Social Media Verbote bringen. Außerdem haben wir die wichtigsten Mediennews der Woche und es geht um das Thema digitale Souveränität: Digitale Infrastrukturen sind zum Schauplatz geopolitischer Machtkämpfe geworden. Auch die deutsche Medienlandschaft setzt aktuell vor allem auf Produkte von US-Techkonzernen. Doch diese Abhängigkeit wird in Zeiten von Trump zum Problem. Im Ernstfall könnten die USA eine Sperre digitaler Dienste aus den USA für Europa verhängen. Wie können sich deutsche Medien unabhängiger machen? Und was tut die ARD in diesem Zusammenhang?


