

WDR 3 Kulturfeature
Westdeutscher Rundfunk
Außergewöhnliche Biografien und neue Perspektiven auf Kultur und Gesellschaft - das WDR 3 Kulturfeature erzählt besondere Geschichten, die im Kopf bleiben und die Welt bewegen. Hier anhören und downloaden.
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Jan 31, 2026 • 54min
Mit Knackfrosch, Kiesel und Kassette - Die Komponistin Carola Bauckholt
Wie klingt die Welt, die uns umgibt? Die Komponistin Carola Bauckholt verwandelt Alltagsgeräusche in Musik: Da gibt es Schlagzeuger, die mit knarzenden Regenjacken und Reißverschlüssen performen und Sängerinnen, die mit Hilfe eines Staubsaugers die Luft neu vertonen.Carola Bauckholt, Jahrgang 1959, fand über das Theater und die bildende Kunst zu ihrer Musik. Sie gibt Musikern ungewohnte Instrumente an die Hand und den Geräuschen eine Bühne: Von schwingender Kassettenhülle über Knackfrösche und Kieselsteine - ihr Klangspektrum ist groß. Aus Geräuschen formt sie Musik, dem Wesen des Klangs auf der Spur. Wie klingt die Welt, die uns umgibt?Ein Feature von Sabine Fringes. Produktion: WDR 2024

Jan 23, 2026 • 54min
Die Stumme Kattrin mit zwei „T“
Gemeinsam mit seiner Frau fasst der DDR-Theaterregisseur Peter Kupke bei einem Auslandsaufenthalt den Entschluss in Dänemark zu bleiben. Ihre Tochter Kattrin lassen sie in der DDR zurück – ein Entschluss mit Folgen.Das ist eine Geschichte aus den 70er-Jahren in der DDR, eine Familientragödie zwischen Vater, Mutter und Tochter. Für Kattrin Kupke bedeutete die „Republik-Flucht“ der Eltern das sofortige Ende ihrer Ausbildung zur Schauspielerin. Fast fünfzig Jahre später erinnert sie sich an diese Zeit, in der für sie alles anders wurde. Ein Feature von David Zane Mairowitz. Produktion: MDR 2024

Jan 15, 2026 • 51min
Von der Poesie des Abschieds – Gespräche mit Julian Barnes
Julian Barnes gehört zu den großen europäischen Erzählern. Elegant hat er die Gattungsgrenzen des Romans verschoben, um existenzielle Fragen zu erkunden. Am 19. Januar wird der englische Schriftsteller Julian Barnes achtzig Jahre alt.«Abschied(e)» hat Julian Barnes sein neues Buch übertitelt. In ihm greift er noch einmal die großen Themen seines Lebens auf. Und er verabschiedet sich vom Publikum, das er mit Titeln wie „Flauberts Papagei“ oder „Der Mann im roten Rock“ begeistert hat. Dieses Buch nun soll sein letztes sein. Thomas David hat Barnes mehr als zwei Jahrzehnte lang als Leser begleitet und eine Reihe von Gesprächen mit ihm geführt. Er erinnert sich an ihre Begegnungen und nimmt seinerseits Abschied vom großen Erzähler.Ein Feature von Thomas David. Produktion: WDR 2026

Jan 9, 2026 • 54min
Kinder, Kunst, Karriere – Mütter im Kulturbetrieb
„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ – so lautet ein geflügeltes Wort, und man möchte sofort ergänzen: „Familie ist schön, macht aber viel Arbeit.“Wie kann beides zusammen gehen? Wir begleiten drei bildende Künstlerinnen durch ihren Alltag. Esther Rosenboom hat das Kunststudium abgeschlossen und wenige Wochen später ihr Baby bekommen. Caroline Kryzecki und Sandra Schlipköter sind seit über zehn Jahren im Kunstbetrieb aktiv, Carolines Sohn geht in die Kita, Sandras Tochter in die Schule. Wir sind dabei, wenn Esther mit dem Baby eine Vernissage besucht, um in der Szene präsent zu bleiben. Wenn Caroline versucht, sich nach einer Krankheitswelle wieder im Atelier zu konzentrieren. Oder wenn Sandra mit ihrer Tochter diskutiert, warum sie als Künstlerin so viel arbeitet.Ein Feature von Teresa Schomberg. Produktion: DLF 2025

Jan 2, 2026 • 54min
Im Zug nach Nirgendwo – Das unwahrscheinliche Leben des Songtexters Fred Jay (1/2)
"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo", "Rasputin", "Ti Amo" – keiner hat in den 70er-Jahren so viele erfolgreiche Schlager geschrieben wie Fred Jay. Und doch ist der Mann, der "dem Schlager die Poesie zurückgab", ein Unbekannter. Der jüdische Wiener Rechtsanwalt Friedrich Jakobsohn flieht 1938 vor den Nazis nach Paris, wo er im Striplokal Ukulele spielt. Von dort geht es weiter nach Amerika. Er schreibt als Fred Jay Songtexte für Künstler wie Shirley Bassey, Percy Sledge und die Dorsey Brothers. Anfang der 60er-Jahre geht er mit seiner Familie nach Deutschland. Er wird zu einem der erfolgreichsten Songtexter Deutschlands. Er schreibt Hunderte von Texten für Schlager und Popsongs von Boney M., Howard Carpendale, Christian Anders und viele andere. Und doch bleibt Fred Jay ein Unbekannter. Wer war dieser Mann, der sich als Autor von "Qualitätstexten für normale Leute“ beschrieb?Ein Feature von Fabian Gerhardt und Roland Gerhardt. Produktion: DLF/WDR 2021

Jan 2, 2026 • 54min
Im Zug nach Nirgendwo – Das unwahrscheinliche Leben des Songtexters Fred Jay (2/2)
"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo", "Rasputin", "Ti Amo" – keiner hat in den 70er-Jahren so viele erfolgreiche Schlager geschrieben wie Fred Jay. Und doch ist der Mann, der "dem Schlager die Poesie zurückgab", ein Unbekannter. Der jüdische Wiener Rechtsanwalt Friedrich Jakobsohn flieht 1938 vor den Nazis nach Paris, wo er im Striplokal Ukulele spielt. Von dort geht es weiter nach Amerika. Er schreibt als Fred Jay Songtexte für Künstler wie Shirley Bassey, Percy Sledge und die Dorsey Brothers. Anfang der 60er-Jahre geht er mit seiner Familie nach Deutschland. Er wird zu einem der erfolgreichsten Songtexter Deutschlands. Er schreibt Hunderte von Texten für Schlager und Popsongs von Boney M., Howard Carpendale, Christian Anders und viele andere. Und doch bleibt Fred Jay ein Unbekannter. Wer war dieser Mann, der sich als Autor von "Qualitätstexten für normale Leute“ beschrieb?Ein Feature von Fabian Gerhardt und Roland Gerhardt. Produktion: DLF/WDR 2021

Jan 1, 2026 • 54min
Das Meer ist niemals still
Das Meer fasziniert Komponisten seit der frühen Barockzeit. Sie beschreiben in ihrer Musik, was sie wahrnehmen: Bewegung, Stille, Wind, Dunkelheit, Rhythmus. Das Meer ist Urgewalt und mystisch überhöht. Ein Sehnsuchtsort.Das Meer ist sehr laut. Es gibt Seebeben, Unterwasservulkane, abbrechende Eisschollen, Gewitter, Brandung. Walgesänge durchziehen die Ozeane, Fische, Krabben, Krebse produzieren Geräusche, die wir Menschen an Land nicht hören können. Komponisten wie Purcell, Mendelssohn-Bartholdy, Wagner oder Debussy nähern sich dem Meer emotional, assoziieren das Spiel der Wellen mit Freiheit, die Weite des Horizonts mit Sehnsucht, sie beschreiben Stürme als existentielle Bedrohungen. Ein Musikporträt mit realen und imaginären Klängen des nassen Elements, das wir heute weniger romantisch verklärt als gestressten, zerstörten Lebensraum empfinden.Ein Feature von Nora Bauer. Produktion: WDR 2025

Dec 26, 2025 • 54min
Stoffwechsel – Wie KI die Modewelt umkrempelt
Künstliche Intelligenz hält Einzug in eine Welt, die lange als Inbegriff von Kreativität und Individualität galt. „Stoffwechsel“ erzählt, wie Designerinnen, Studierende und Labels mit dieser neuen, digitalen Mitgestalterin ringen – und sich dabei neu erfinden.Künstliche Intelligenz verändert die Mode – leise, aber grundlegend. Sie berechnet Trends, entwirft Schnitte und erschafft virtuelle Models – in einer Branche, die sich traditionell über Intuition, Stil und das Einzigartige definiert. „Stoffwechsel. Wie KI die Modewelt verändert“ begleitet Designer*innen, Hochschulen und Labels, die sich zwischen Inspiration und Automatisierung neu positionieren. Es geht um den Widerspruch zwischen Kreativität und Kalkulation, zwischen Handwerk und Algorithmus. Wie lässt sich Individualität bewahren, wenn Maschinen mitgestalten? Das Feature erzählt von einem Umbruch, der die Grenzen des Modemachens verschiebt – und fragt, wer verliert, wer gewinnt?Ein Feature von Sabine Oelze und Susanne Luerweg. Produktion: WDR 2026

Dec 25, 2025 • 54min
LICHT – Eine Klangspur zu Haydn, Stockhausen und Schubert
Licht und Musik haben eines gemeinsam, sie berühren die Sinne und die Seele.Eine Nacht im Dezember: Ein Mann versucht seiner inneren Dunkelheit zu entgehen, indem er eine Kerze anzündet. Eine Flamme kann er wahrnehmen, obwohl er blind ist. Mit einem lebendigen Licht im Raum fühlt er sich nicht so allein. Wie ein Schutzengel kommt ihm die kleine Flamme vor. Sie wird zu seiner inneren Stimme, weckt die Erinnerung an Stationen seines Lebens, die eng mit musikalischen Eindrücken verknüpft sind. Tief beeindruckt hat ihn der Opernzyklus „Licht“ von Karlheinz Stockhausen, weitere Erinnerungen führen ihn zu der populären neapolitanischen Kanzone „O sole mio“, zu Franz Schuberts „Winterreise“ und zu den Oratorien von Joseph Haydn. Ein Feature von Monika Buschey. Produktion: WDR 2025

Dec 25, 2025 • 55min
Der Deutschland-Äquator: Musik und Mensch von West nach Ost
Zwischen dem Selfkant und Görlitz liegen 640 Kilometer Luftlinie. Wie klingt die Strecke zwischen dem westlichsten und dem östlichsten Punkt Deutschlands, 35 Jahre nach der Wiedervereinigung?Mit Deutschlandticket und Mikrofonen ist Friedemann Dupelius losgefahren und hat die Vielfalt der Musik und Klänge eingefangen, die ihm zwischen den zwei Zipfelpunkten begegnet ist, etwa: Grenzüberschreitendes Platt, Orgel-Experimente für die Ewigkeit, antifaschistische Barockmusik, ein Soundtrack aus der Idylle und großstädtischer Jazz. Einheitlich bleibt nur das Blau der Bahnhofsschilder.Ein Feature von Friedemann Dupelius. Produktion: WDR 2025


