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detektor.fm – Das Podcast-Radio
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Jun 24, 2025 • 41min

Kunst und Leben – Der Monopol Podcast | Die 13. Berlin Biennale – Ausgefuchst!

Zasha Colah und Valentina Viviani geht es um das Subversive, um Kunst ohne Rahmen und Sockel, Kunst, die ohne Institution entsteht und besteht. Dafür haben die beiden Kuratorinnen Künstlerinnen und Künstler, sowie Kollektive u. a. aus Myanmar, dem Sudan und Argentinien nach Berlin eingeladen. Insgesamt haben sie für die 13. Berlin Biennale 170 Beiträge von 60 Künstlerinnen und Künstlern zusammengetragen. Ausgefuchst Das Leitmotiv der 13. Berlin Biennale ist der Fuchs. In den Städten lebt er oft, entdeckt auf Brachen oder in verlassenen Gebäuden. Er sorgt für Ärger und Erstaunen, erzählt Oliver Körner von Gustorf. In London etwa bewohnten Füchse ein Hochhaus von Google, das sich noch im Bau befindet — sie gruben sich Löcher ins begrünte Dach und fraßen das Essen der Bauarbeiter. Diese Strategie wird auch „foxing“ genannt. Eine Praxis, die Zasha Colah und Valentina Viviani auf die Kunst übertragen. Neben dieser subversiven Art spielt auch Humor eine zentrale Rolle in den Werken. Zum Lachen sind sie aber ganz und gar nicht, denn es ist eine Art von Humor, die aus einer totalen Not und Verzweiflung heraus entsteht, erzählt Oliver Körner von Gustorf.  Vergleichbar vielleicht mit der Nachricht eines Freundes, sagt Oliver Körner von Gustorf, der im Sterben liegt und den man an seinem Krankenbett besucht. Um nichts Trauriges zu sagen, verfallen manche Menschen in Humor. Sie sagen etwas Lustiges, um die Traurigkeit und vielleicht auch Verzweiflung zu überspielen. Zwischen Aktivismus und blinder Bürokratie Besonders beeindruckt hat Oliver Körner von Gustorf und Sebastian Frenzel das Werk von Merle Kröger, das in einem ehemaligen Gerichtsgebäude in der Lehrter Straße zu sehen ist. In dem komplexen Audiostück geht es um den türkischen Aktivisten Cemal Kemal Altun. Nach monatelangem Kampf gegen seine Abschiebung, stürzte er sich 1983 aus dem Fenster. Seine Familie erfuhr im Rahmen einer Fernsehsendung von seinem Tod. Die verantwortliche Journalistin Navina Sundaram erhielt für ihre Arbeit viel Kritik, denn sie zeigte zum Beispiel die Reaktion der Mutter des Aktivisten, der sie vor laufender Kamera von dessen Tod erzählte. In dieser Folge von „Kunst und Leben“, dem Podcast in Kooperation mit dem Monopol-Magazin, spricht detektor.fm-Moderatorin Sara-Marie Plekat mit Sebastian Frenzel und Oliver Körner von Gustorf vom Monopol-Magazin über die 13. Berlin Biennale, die noch bis zum 14. September 2025 in der Hauptstadt läuft.
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Jun 23, 2025 • 4min

Was läuft heute? | Die einfachen Dinge

Die einfachen Dinge In „Die einfachen Dinge“ treffen zwei sehr gegensätzliche Charaktere aufeinander. Vincent ist erfolgreich, ein Workaholic, der sich so lange überarbeitet, bis er eine Panikatacke bekommt. Daraufhin nimmt er sich eine kleine Auszeit. Vincent findet, was er lange nicht hatte Unterwegs in den französischen Alpen hat Vincent eine Autopanne. Doch er hat Glück im Unglück: Der wortkarge, aber hilfsbereite Landwirt Pierre hilft ihm nicht nur mit seinem Auto, sondern bietet ihm auch eine Unterkunft an. Vincents hektischer Lebensstil wird auf dem entlegenen Berghof von Pierre unterbrochen. Fernab von der modernen Welt merkt Vincent auf einmal, dass er hier etwas hat, das er sehr vermisst hat — Ruhe! Mit der Zeit lernen die beiden Männer einander besser kennen. Sie lernen viel voneinander und stellen gegenseitig ihre Ansichten und ihre Art zu Leben in Frage. Ihr findet „Die einfachen Dinge“ jetzt in der ARD-Mediathek. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Jun 22, 2025 • 4min

Was läuft heute? | We Are Guardians

Zwei Seiten einer Geschichte Illegale Abholzung, Umweltaktivismus, indigene Rechte: klingt nach ganz schön schwerem Stoff. Doch die Doku „We Are Guardians“ erzählt diese Themen so bewegend und spannend wie ein Thriller. Statt mit erhobenem Zeigefinger zu mahnen, nimmt sie uns mit in das Leben von Menschen, die mitten im Amazonas um ihr Überleben und das ihrer Heimat kämpfen. Im Mittelpunkt stehen zwei Menschen, die für unterschiedliche, aber eng verbundene Realitäten stehen: Puyr Tembé, eine indigene Aktivistin und Marçal Guajajara, ein sogenannter Waldwächter. Beide setzen sich Tag für Tag für die Natur und die Zukunft ein. „We Are Guardians“: Ein Kampf um Gerechtigkeit Puyr Tembé ist im Amazonas aufgewachsen. Heute spricht und kämpft sie nicht nur vor Ort, sondern auch auf der internationalen, politischen Bühne — wie etwa bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow — für indigene Rechte und internationale Verantwortung. Denn ihr geht es nicht um die Bäume und Natur allein, sondern auch um ein größeres Bewusstsein für Gerechtigkeit. Marçal Guajajara hingegen sucht mit Funkgerät und GPS im Dschungel nach illegalen Rodungen. Und das ist ein lebensgefährlicher Job — seit 2014 wurden in Brasilien mehr als 600 Landverteidigerinnen und -verteidiger getötet. Zwischen Abholzung und Armut Doch es wird auch die Gegenseite gezeigt, wie zum Beispiel Kleinbauern, die den Wald roden, um zu überleben. So entsteht ein großes Bild und zwar auch von einem gloablen System, das Armut produziert und Menschen ausnutzt — auf Kosten der Natur. Ihr könnt die Doku „We Are Guardians“ ab heute bei Prime Video streamen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Jun 21, 2025 • 4min

Was läuft heute? | Anora

Wildes Leben und wilde Entscheidungen Anora, genannt Ani (Mikey Madison), lebt in Brooklyn und arbeitet als Stripperin. Dabei trifft sie auf Ivan (Mark Ejdelschteijn) — charmant, reich, impulsiv und obendrein der Sohn eines russischen Oligarchen. Bei den beiden fliegen ganz schön die Funken und bei einem ausgelassenen Trip nach Las Vegas folgt die spontane Hochzeit gleich hinterher. Anora gegen den Rest der Welt Doch die Ehe bleibt nicht lange ein Geheimnis. Ivans Eltern bekommen in Russland Wind davon — und sind alles andere als begeistert. Statt Glückwünschen schicken sie einen Priester und zwei zwielichtige Begleiter, die das Ganze rückgängig machen sollen. Aber Anora denkt gar nicht daran, klein beizugeben. Auch nicht, als plötzlich Geld, Drohungen und eine Menge Druck ins Spiel kommen. Doch Ivan kommt damit definitiv schlechter zurecht und ist plötzlich verschwunden. Fünf Oscars Regisseur Sean Beaker, der schon hinter „The Florida Project“ und „Red Rocket“ steckt, bleibt seiner Linie treu. Auch in „Anora“ erzählt er von Menschen, die sonst eher selten im Mittelpunkt stehen. Der Erfolg gibt ihm recht: „Anora“ wurde in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet — und bei den Oscars gab es gleich fünf Preise. Darunter Bester Film, Beste Regie und Beste Hauptdarstellerin für Mikey Madison. „Anora“ ist mehr ein Film über Stärke und Selbstbestimmung als eine klassische Lovestory. Ihr könnt die preigekrönte Tragikomödie ab heute bei WOW anschauen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Jun 20, 2025 • 1h 39min

Antritt | Interview: Wie wird man so oft Weltmeisterin, Hanka Kupfernagel?

Im „Antritt“ geht’s in dieser Ausgabe mit Hanka Kupfernagel um Querfeldein, den Frauenradsport und ihre Karriere. Hanka Kupfernagel und der Radsport Hanka Kupfernagel ist eine der erfolgreichsten deutschen Radsportlerinnen. Geboren in Gera, ist sie durch ihre Großmutter und im Schulsport mit dem Radsport in Kontakt gekommen und bis heute mit ihm verbunden. Ihre Rennkarriere ist überaus erfolgreich und lang verlaufen. Vielen Menschen ist sie zuerst als viermalige (und erste) Cyclocross-Weltmeisterin im Gedächtnis, doch auch auf der Straße, auf der Bahn oder dem Mountainbike ist Kupfernagel sehr erfolgreich gewesen. Olympia-Silber hängt bei ihr neben 18 WM-Medaillen und 35 Deutschen Meisterschaften — sehr viel Gesprächsstoff für ein langes Interview im „Antritt“. Hanka Kupfernagel beim Antritt-Treffen Am 14.6.2025 hat uns Hanka Kupfernagel samt Weltmeisterinnenrad im Rahmen unseres ersten Antritt-Treffens besucht, zu dem wir unsere Unterstützerinnen und Unterstützer von Steady und Apple Podcasts nach Leipzig in die detektor.fm-Redaktion eingeladen haben. Wir haben dort ein ausführliches Interview mit ihr geführt und dabei nicht nur über ihre sehr vielfältige und erfolgreiche Rennkarriere gesprochen, sondern auch über ihr Aufwachsen, das Leben als Sportlerin in verschiedenen Systemen und die Entwicklung des Frauenradsports während ihrer Karriere. Im Anschluss an das Interview haben die Antritt-Supporter weitere Fragen stellen können. Antritt bei Steady und Apple Rückenwind geben In unserer eigenen „Antritt“-Community bei Steady könnt ihr die Folge immer schon früher hören. Schaut doch mal bei Steady vorbei, wenn ihr uns unterstützen wollt. Schon 2,50 Euro pro Monat geben uns ordentlich Rückenwind! Übrigens: Auch bei Apple Podcasts Abonnements könnt ihr unseren Fahrradpodcast regelmäßig unterstützen und Episoden früher hören. Passend zu unseren Folgen könnt ihr hier unsere Spotify-Playlist hören:
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Jun 20, 2025 • 29min

brand eins-Podcast | Der erfolgreiche Party-Protest in Südkorea

Felix Lill über die Protestkultur in Südkorea Am 3. Dezember 2024 erlebt Südkorea einen entscheidenden Moment in seiner Geschichte: Präsident Yoon Suk-yeol verhängt das Kriegsrecht. Er gibt eine Fernsehansprache und beschuldigt die Opposition der Sympathisierung mit Nordkorea, er wirft ihr staatsfeindliche Aktivitäten vor. Die Bevölkerung bittet er um Vertrauen und stellt gleichzeitig Unannehmlichkeiten in Aussicht. Doch was wie der Auftakt zu einer autoritären Phase und einer sehr ungewissen Zukunft klingt, wirkt auf die vergleichsweise junge Demokratie in Südkorea belebend. Denn Yoon Suk-yeol kommt nicht durch mit seinem Ansinnen. Oppositionspolitikerinnen und -politiker strömen teils unter Einsatz ihres Lebens ins Parlament, um dort das Kriegsrecht per Mehrheitsentscheidung auszusetzen. Die Zivilgesellschaft ist auf der Straße und bringt in Demonstrationen ihren Unmut zum Ausdruck. Yoon Suk-yeol wird sich nicht durchsetzen können, er verliert später sein Amt und kommt in Untersuchungshaft. Er wird wegen Aufruhrs und Amtsmissbrauchs angeklagt. „Demokratie hält man nicht für gegeben, sondern für etwas, das man verteidigen muss, wenn man es denn haben will.“ Für Felix Lill, Journalist und Autor mit dem Schwerpunkt Asien, kommt in den sofortigen Protesten und Gegenmaßnahmen ein bestimmtes südkoreanisches Bewusstsein für die Demokratie zum Ausdruck. Das bezieht das persönliche Engagement in brenzligen Situationen mit ein, durchaus auch um den Preis von Einschränkungen und Unannehmlichkeiten. Felix hat übrigens zusammen mit seinem Kollegen Fabian Kretschmer den Podcast „Asien-Copy-Paste“ gestartet. Junge und inklusive Demokratie Das ist bemerkenswert, herrschte doch bis 1987 noch eine Militärdiktatur in Südkorea. Vielleicht lässt sich das demokratische Bewusstsein aber auch gerade durch das relativ geringe Alter der Demokratie erklären: Man schützt, was schützenswert ist. Charakteristisch für die südkoreanischen Proteste ist nach Lills Schilderung außerdem ihre Inklusivität. So würden verschiedene Altersgruppen und Teile der Gesellschaft gemeinsam auf die Straße gehen und immer auch darauf achten, dass Proteste in Südkorea Spaß machen. „Es gibt alte Schlager, es gibt K-Pop, es gibt Hip-Hop, sodass sich sehr viele Leute angesprochen fühlen. Das ist wirklich beachtlich. Ich glaube, auf der Ebene können sich viele Leute was abschauen von Südkorea.“ Über die knapp verhinderte Staatskrise und die vitale Demokratie in Südkorea spricht Felix Lill in dieser neuen Folge des „brand eins Podcasts“ mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert.
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Jun 20, 2025 • 25min

Spektrum der Wissenschaft – Der Podcast | Klimakrise: Ist die Arktis bald eisfrei?

Das ewige Eis in der Arktis hat ein Ablaufdatum. Schon seit Jahrzehnten warnt die Wissenschaft davor, dass die großen Eisflächen schmelzen. Doch neue Berechnungen zeigen, dass es schneller geht, als lange prognostiziert wurde. Früher war das Polarmeer selbst im Sommer weitgehend vereist. Heute taut und schmilzt es an vielen Stellen. Expertinnen und Experten warnen, dass der Tag droht, an dem die Arktis im Sommer zeitweise „eisfrei“ ist. Die symbolische Grenze dafür liegt bei unter einer Million Quadratkilometer Meereis, was etwa sieben Prozent der arktischen Ozeanfläche entspricht. Aktuelle Modelle und Messungen deuten an, dass das noch schneller passieren könnte, als beispielsweise vom Weltklimarat lange angenommen – möglicherweise bereits vor 2030. Arktis in der Krise Eine Arktis ohne Eisdecke wäre eine fundamentale Veränderung des Planeten, das einst ewige Eis das erste weithin sichtbare Opfer des Klimawandels. Die mit dem Eisverlust einhergehenden Effekte – etwa veränderte Wetterlagen auf der Nordhalbkugel durch einen gestörten Jetstream – sind jedoch bereits heute spürbar und werden sich mit dem weiteren Rückgang des Eises verstärken. Auch für das Leben in der Polarregion ist die Lage bedrohlich. Den Zeitpunkt dieses Wendepunkts genau vorherzusagen, ist trotz modernster Technologien nach wie vor schwierig. Denn viele Faktoren spielen bei der Berechnung eine Rolle, darunter Wetterschwankungen, kurzfristige Warmlufteinbrüche und Tiefdruckgebiete. Diese Unsicherheiten in den Modellen und natürliche Klimaschwankungen erschweren konkrete Prognosen. Dennoch bleibt der Trend eindeutig: Die Arktis wandelt sich rasch – und das mit globalen Konsequenzen. Trotz der dramatischen Veränderungen betonen einige Forschende auch, dass man den symbolischen ersten eisfreien Tag nicht überbewerten solle. Entscheidend sei vielmehr die langfristige Tendenz zur vollständigen Sommer-Eisfreiheit, die realistischerweise Mitte des 21. Jahrhunderts erwartet wird. Lars Fischer ist Redakteur bei Spektrum der Wissenschaft. Er sagt: „Dieser symbolische Tag X ist eine fundamentale erdgeschichtliche Veränderung.“ Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer erklärt er, wie kritisch die Lage in der Arktis ist und was das für uns alle bedeutet. Er geht auch darauf ein, welche klimapolitischen Maßnahmen helfen könnten, die Folgen der Eisschmelze in der Arktis zumindest einzudämmen.
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Jun 20, 2025 • 4min

Was läuft heute? | Die feige Schönheit

Die feige Schönheit Der Film „Die feige Schönheit“ handelt von einer Skate-Crew, die aus Kesse, May, Fanni, Marine, Kati und Isaac besteht. Kesse und May sind frisch verliebt. Doch Mays kleiner Bruder Pepe und Kesse verstehen sich nicht gerade gut. Kesse glaubt, das liegt auch daran, dass Pepe nicht so recht verstehen will, dass Kesse weder Mann noch Frau ist. Ein folgenschwerer Unfall Die Crew geht wieder einmal skaten, auch Pepe ist dabei. Als sich Pepe und Kesse ein bisschen necken, schubst Kesse ihn zur Seite — dabei stürzt der Junge von einer Mauer herunter und stirbt an seinen Verletzungen. Natürlich hat Kesse das nicht mit Absicht gemacht, May und ihre Familie können Kesse aber trotzdem nicht verzeihen. Auch die Skate-Crew schließt Kesse nach dem Vorfall aus. Von Schuldgefühlen geplagt Kesse fühlt sich zunehmend isoliert und verschwindet für drei Monate — auch um zu verarbeiten, was passiert ist. Wieder zurück scheint niemand auf Kesse gewartet zu haben. Kesse wird von Schuldgefühlen geplagt und fühlt sich ausgeschlossen. „Die feige Schönheit“ könnt ihr euch jetzt in der ZDF-Mediathek anschauen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Jun 19, 2025 • 16min

Forschungsquartett | Deep Learning: Demokratie statt Datenmonopol

Das Forschungsquartett — dieses Mal in Kooperation mit dem CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit Physik trifft Deep Learning Die großen KI-Modelle wie ChatGPT, Gemini oder Copilot verändern unseren Alltag — und brauchen dafür riesige Mengen an Rechenleistung, Energie und Daten. Entwickelt werden sie fast ausschließlich von Tech-Konzernen wie OpenAI, Google oder Microsoft. Das sorgt nicht nur für einen enormen Ressourcenverbrauch, sondern auch dafür, dass nur wenige die Macht über die Daten bei sich behalten. Und diese wenigen Akteure bestimmen dann, wie die Modelle trainiert werden, welche Daten sie nutzen und wie ihre Entscheidungen getroffen werden. Rebekka Burkholz vom CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit will das ändern. Sie arbeitet daran, Deep Learning zu demokratisieren und so KI-Modelle effizienter und breiter zugänglich zu machen. „Ganz besonders interessiert uns, wie wir eine Technik, die sehr verbreitet ist und gerade viele Durchbrüche erzielt hat — nämlich Deep Learning –, wie wir das effizienter gestalten können“  , erklärt Burkholz. Effizienter und nachvollziehbarer Der Ansatz: künstliche neuronale Netze so gestalten, dass sie nicht größer sind als nötig. Und zwar, indem Konzepte aus der Physik auf KI übertragen werden. So kann man herausfinden, wie viel Komplexität ein Modell tatsächlich braucht und worauf man verzichten kann. Das spart am Ende nicht nur Rechenleistung, sondern macht die Modelle auch transparenter. Gerade für sensible Anwendungsbereiche wie in der Medizin oder der Wissenschaft ist das ein entscheidender Vorteil. „Es wird auch schnell philosophisch bei der Frage: Wie komplex ist denn unsere Welt und wie komplex müssen die Modelle sein, um die Aufgaben, die wir stellen, zu lösen?“, so Rebekka Burkholz. Wie man Deep Learning demokratisieren kann, das erforscht Dr. Rebekka Burkholz am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit. Im „Forschungsquartett“-Gespräch mit detektor.fm-Redakteurin Esther Stephan erklärt sie, warum das notwendig ist, und wieso kleinere KI-Modelle vielleicht sogar besser sind.
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Jun 19, 2025 • 4min

Was läuft heute? | The Waterfront

Fischeridylle mit Familienchaos in „The Waterfront“ In Havenport, einem kleinen Ort an der Küste von North Carolina, kennt man die Buckleys. Über Jahrzehnte war die Familie hier so was wie Lokaladel und das Maß aller Dinge — vor allem in der Fischerei, aber auch in der Gastronomie. Doch das Imperium wankt inzwischen ganz schön. Familienoberhaupt Harlan Buckley (Holt McCallany) hat gleich zwei Herzinfarkte hinter sich und ist fürs Erste raus aus dem Geschäft. Seine Frau Belle und Sohn Cane übernehmen — doch die beiden geraten schnell an ihre Grenzen. Ungewöhnliche Mittel, wackelige Moral Um das Familienunternehmen irgendwie zu retten, greifen sie zu drastischen Mitteln. Und als das Geld aus der Fischerei nicht mehr reicht, steigen die Buckleys kurzerhand ins Drogengeschäft ein. Harlan lässt das alles nicht los. Trotz allem mischt er sich weiter ein und auch Tochter Bree (Melissa Benoist) hat mit einigen eigenen Problemen zu kämpfen. Sie hat gerade das Sorgerecht für ihren Sohn verloren, versucht clean zu bleiben und gleichzeitig bringt ihre neue Beziehung mehr Sorgen als Halt. Der Kopf dahinter Hinter „The Waterfront“ steckt Kevin Williamson — der Kopf hinter „Dawson’s Creek“ und Drehbuchautor von „Scream“. Diesmal erzählt er aber eine Geschichte ganz ohne Teenager-Drama und Masken, dafür mit ganz schön viel Druck und Spannung unter der Oberfläche. Alle acht Folgen von „The Waterfront“ könnt ihr ab heute auf Netflix streamen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.

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