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detektor.fm – Das Podcast-Radio
Dieser Podcast ist für alle vielseitig interessierten Hörer. Denn hier sammeln wir alle Inhalte von detektor.fm in einem Ordner. Nie wieder etwas von uns verpassen.
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Jul 12, 2025 • 4min
Was läuft heute? | Brick
Brick
Nach einem großen Streit wollen sich Tim und Olivia eigentlich trennen. Doch als Olivia die Wohnung verlassen möchte, stellt sie fest, dass das gesamte Haus von einer mysteriösen und unzerstörbaren Mauer umgeben ist. Zusammen mit ihren Nachbarn suchen die beiden einen Weg raus und decken dabei das Geheimnis der Mauer auf.
„Die Wand beschützt uns …“
Drehbuchautor und Regisseur Philip Koch legt nach dem Action-Film „60 Minuten“ mit einem Mystery-Thriller nach, der nach einer Mischung aus dem Horrorklassiker „Cube“ und dem Netflix-Film „Der Schacht“ aussieht. Die Hauptrolle spielt Matthias Schweighöfer. Neben ihm reihen sich Ruby O. Fee und Frederick Lau ein. Den Thriller „Brick“ findet ihr zum Streamen im Angebot von Netflix.
Was läuft heute?
Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.

Jul 11, 2025 • 24min
Spektrum der Wissenschaft – Der Podcast | Frankfurter Modell: Wie umgehen mit Drogen und Süchtigen?
Drogen sind im Frankfurter Bahnhofsviertel allgegenwärtig. Hier zeigt sich Deutschlands größte offene Drogenszene. Besonders im Kontrast zum angrenzenden Bankenviertel mit seinen Wolkenkratzern und Anzugträgern fallen die Süchtigen jedem, der das Viertel besucht, ins Auge.
Doch was die Drogenpolitik angeht, gilt Frankfurt längst als Vorzeigestadt. Denn in den 1980er und 1990er Jahren war das Drogenproblem in der Stadt noch deutlich größer. Zu der Zeit gab es in der berüchtigten Taunusanlage mehr als tausend Drogenabhängige, die offen konsumierten. Vorherrschende Droge damals: Heroin.
Um dem Problem zu begegnen, setzte Frankfurt auf eine Kombination aus verschiedenen Hilfsangeboten. Neben Sozialarbeit und Methadonprogrammen wurde auch der erste Konsumraum Deutschlands etabliert. Inzwischen gibt es mehrere davon. Hier können Süchtige unter hygienischen Umständen ihre Drogen konsumieren. Ein viel diskutiertes, aber wirksames Modell. Die Zahl der Drogentoten ist seitdem deutlich gesunken.
Andere Drogen, andere Drogenpolitik?
Heute steht Frankfurt erneut unter Druck. Denn seit einigen Jahren bestimmen neue Drogen das Straßenbild — vor allem Crack, eine stark suchterzeugende Droge auf Basis von Kokain. Anders als bei Heroin gibt es für Crack keine Ersatzstoffe. Die bestehenden Konsumräume und Hilfeangebote reichen nicht aus. Die Frankfurter Drogenhilfe sucht nach Wegen, damit umzugehen.
Als Vorbild für eine neue Lösung gilt Zürich. Dort hat man inzwischen sogar den Kleinhandel innerhalb der Konsumräume erlaubt — und damit große Erfolge erzielt. In Deutschland ist dies rechtlich bisher nicht möglich, auch wenn Teile der Frankfurter Politik dies fordern.
Die Fragen, die sich in Frankfurt stellen, betreffen auch andere deutsche Großstädte. Denn die Zahl der Drogentoten sowie der Konsumentinnen und Konsumenten ist nach wie vor auf einem hohen Niveau.
Corinna Hartmann ist Redakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Manon Bischoff hat sie Frankfurts Drogen-Hotspot besucht: das Bahnhofsviertel. Dort hat sie nicht nur Sozialarbeiterinnen und Suchthelfer, sondern auch Süchtige getroffen und mit ihnen über Wege gesprochen, das Problem anzupacken. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer berichtet Hartmann von ihrer Recherche.
Wenn das Thema bei euch starke Emotionen auslöst oder ihr selbst betroffen seid, wendet euch an eine vertraute Person, sucht Unterstützung bei Beratungsstellen oder ruft eine der vielen anonymen Hilfetelefone an — zum Beispiel die Sucht & Drogen Hotline unter 01805 – 313031 (20 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz und Mobilfunknetz).

Jul 11, 2025 • 35min
brand eins-Podcast | Emotionen sind Motivationsgeber und Sinnstifter
(Auch) Emotionen bestimmen unser Handeln
Menschen sind vernunftbegabte Wesen, die rational handeln. Diesem Satz würden wahrscheinlich viele Menschen zustimmen. Doch ziemlich schnell würden manche ein mehr oder weniger deutliches „Aber“ anbringen und zu diesen Menschen würde ziemlich sicher Marie Luise Schreiter gehören. Denn Marie Luise Schreiter ist Neurowissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen und beschäftigt sich mit der Rolle von Emotionen für unsere Entscheidungen und unser Handeln.
Dass die Vernunftbegabung und die Rationalität in der Beschreibung des Menschen und seiner Handlungen oft einen Schwerpunkt einnehmen, hat für Marie Luise Schreiter auch etwas mit der Geschichte der Wissenschaft zu tun. Denn die ist erstens männlich geprägt und hat damit durch traditionelle Zuschreibungen einen Fokus auf klassische, kognitive Fähigkeiten. Zum anderen lassen sich kognitive, faktische und rationale Gedankengänge und Handlungsgrundlagen deutlich einfacher erforschen als emotional beeinflusste Verhaltensweisen. Vielleicht liegt die Überbetonung des Rationalen also auch an zu wenig Beschäftigung mit handlungsbeeinflussenden Emotionen. Marie Luise Schreiter ist genau denen auf der Spur: „Wenn man eine rationale oder eine bedeutungsvolle Entscheidung treffen möchte, sollte man wissen, wie man gegebenenfalls durch seinen persönlichen emotionalen Zustand eingefärbt ist.“
Denn rationale Entscheidungen und das individuelle Wohlbefinden werden besser, wenn man sich dieser beeinflussenden Emotionen bewusst wird. Wann sollte man Entscheidungen treffen? Welche negativen Einflüsse lassen sich vermeiden und wie ist es zu bewerten, wenn man wichtige Entscheidungen im Zustand eines emotionalen Hochgefühls trifft?
Gespräch auf dem Machn-Festival in Leipzig
Auf dem Machn-Festival in Leipzig hat Marie Luise Schreiter einen Vortrag mit dem Titel „Gefühl steuert Fokus: Warum Wissen über Emotionen Teil rationaler Entscheidungsprozesse sein muss“ gehalten und detektor.fm-Moderator Christian Bollert hat im Anschluss ein Interview mit ihr geführt, um die gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen. Das Wissen über Emotionen ist dabei auch in vermeintlich rationalen Zusammenhängen wie dem Arbeitsleben interessant und betrifft sowohl Angestellte als auch Führungskräfte und deren Kommunikation, Entscheidungsfindung und die Qualität der Zusammenarbeit. Dabei sollte die Auseinandersetzung mit dem aufgeklärten emotionalen Bewusstsein Schreiters Meinung nach schon deutlich früher ansetzen: „Man müsste schon viel früher auch in der Schule anfangen, emotionales Bewusstsein zu lernen und vielleicht auch nicht nur immer diese kognitive Fähigkeit bewerten, sondern eben auch, wie gut man sich auf verschiedene soziale Situationen einstellen kann.“
Wie Emotionen unser Handeln und unsere Entscheidungen beeinflussen und was ein aufgeklärtes emotionales Bewusstsein ist, darüber spricht detektor.fm-Moderator Christian Bollert in dieser Folge des „brand eins Podcasts“ mit der Neurowissenschaftlerin Marie Luise Schreiter.

Jul 11, 2025 • 58min
Antritt | Tandem: Warum ändert die UCI die Technikregeln, Jens Klötzer?
Im „Antritt“ geht’s in dieser Ausgabe mit Jens Klötzer um neue technische Regularien der UCI und ihre Auswirkungen auf Rennräder.
Die UCI reguliert die Rennradtechnik
Der Weltradsportverband UCI macht die Regeln für den Radsport. Wer in offiziellen Rennen antreten will, muss sich an das Regelwerk halten. Das betrifft unter anderem die Eigenschaften des eingesetzten Sportgeräts, des Rennrades. Denn nicht alles, was wie ein Rennrad aussieht, ist im Sinne der UCI regelkonform. So gibt es zum Beispiel die Regel, dass ein Rennrad nicht weniger als 6,8 kg wiegen darf. Aber auch Rahmenform, Laufradgrößen und Reifenbreiten sind reglementiert.
Die UCI hat nun angekündigt, diese technischen Regularien zum 1.1.2026 wieder einmal zu ändern. So dürfen Felgen ab diesem Datum nur noch maximal 65 mm hoch sein, in Massenstartrennen dürfen keine Zeitfahrhelme mehr eingesetzt werden, die Innenweite von Rahmen und Gabel darf maximal 145 bzw. 115 mm betragen und die Lenkerbreite muss außen gemessen mindestens 40 cm betragen. Zwischen den Bremsschalthebeln muss mindestens 32 cm Platz sein.
Kritik an neuen Regeln
Diese neuen Regeln der UCI rufen einige Kritik hervor. Vor allem die strenge Regulierung der Lenkerbreite wird hinterfragt, denn die geforderten relativ breiten Abmessungen sind im Rennsport unüblich, außerdem benachteiligen sie kleinere Menschen als den durchschnittlichen 1,80m-Rennradfahrer. Denn die Lenkerbreite orientiert sich zumindest in der biomechanischen Betrachtung unter anderem an der Schulterbreite. Für große Menschen ist die Einschränkung also weniger gravierend als für kleinere. Die befürchten biomechanische und aerodynamische Nachteile, und es wird kritisiert, dass zum Beispiel Frauen, die im Durchschnitt kleiner als Männer sind, bei der Verfassung der neuen Regeln kaum beachtet wurden. Im Frauenteam von Visma Lease A Bike sollen aktuell 14 von 18 Lenkern unter dem neuen UCI-Minimum liegen, die Fahrerinnen müssten auf breitere Versionen wechseln — mit deutlichen Auswirkungen auf Sitzposition und Aerodynamik. Aber auch die Räder der Männer wären betroffen: Ronan McLaughlin von Escape Collective hat sich 50 Rennräder am Start der aktuellen Tour de France in Hinblick auf die neuen Regeln genauer angeschaut. Keines der Räder wäre unter den neuen Regeln zugelassen. Dementsprechend kritisch werden sie gesehen, und in vielen Wortmeldungen kommen die Hoffnung und die Erwartung zum Ausdruck, dass die UCI die angekündigten Regeln nochmal überdenken möge.
Was steckt hinter den neuen Regeln der UCI?
Über die neuen Regelungen im Einzelnen, die Motivation der UCI und die Geschichte der technischen Regularien und ihren Einfluss auf das Rennrad hat Gerolf mit unserem Technikexperten Jens Klötzer vom Tour-Magazin gesprochen.
Antritt bei Steady und Apple Rückenwind geben
In unserer eigenen „Antritt“-Community bei Steady könnt ihr die Folge immer schon früher hören. Schaut doch mal bei Steady vorbei, wenn ihr uns unterstützen wollt. Schon 2,50 Euro pro Monat geben uns ordentlich Rückenwind! Übrigens: Auch bei Apple Podcasts Abonnements könnt ihr unseren Fahrradpodcast regelmäßig unterstützen und Episoden früher hören.
Passend zu unseren Folgen könnt ihr hier unsere Spotify-Playlist hören:

Jul 11, 2025 • 4min
Was läuft heute? | Wilde Welt
Wilde Welt
Der Soldat der Royal Marines Aldo Kane, der Experte für Wildtiere und Kamerafallen Declan Burley und der Naturfilmer Vianet Djenguet haben sich zusammengetan und die Naturdokumentation „Wilde Welt“ gedreht.
In der Doku wurde die neueste Kameratechnologie verwendet, um Tiere aufzunehmen, die vorher noch nie mit einer Kamera gefilmt wurden. Die Macher reisen nach Malaysia, in die Mongolei, Armenien, Indonesien, Kanada und nach Gabun, um die seltensten und exotischsten Tiere der Welt zu finden und zu filmen.
In der Dokumentation könnt ihr unter anderem den Gobi-Bären, den Kaukasus-Leoparden, das Java-Nashorn, den Nordatlantischen Glattwal und den Westlichen Flachlandgorilla sehen.
Einzigartiges sollte erhalten bleiben
In der Dokumentation kann man sehr einzigartige Tiere sehen. Doch fast alle von ihnen stehen unter Artenschutz und sind vom Aussterben bedroht. Der Mensch gefährdet ihr Leben unter anderem mit dem Klimawandel und der Abholzung von Wäldern.
In der Doku geht es deshalb auch um die Frage, wie man diese besonderen Tiere besser schützen kann. Wenn euch das interessiert, könnt ihr euch „Wilde Welt“ jetzt auf Apple TV+ anschauen.
Was läuft heute?
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Jul 10, 2025 • 23min
Forschungsquartett | Invasive Arten: Insekten auf Weltreise
Invasion im Tierreich
Wenn es Sommer wird und die Natur so richtig zum Leben erwacht, ist die Zeit gekommen: In den Hecken, Sträuchern und Tümpeln um uns herum herrscht reges Treiben. Zahllose Insektenarten bevölkern nicht nur den ländlichen Raum, in der warmen Jahreszeit laufen sie zur Hochform auf — auch wenn einige davon uns Menschen im Sommer Ärger bereiten. Nicht nur nachts, wenn wir schlafen wollen und uns Stechmücken plagen, sondern auch bei Spaziergängen in der Natur, wo etwa Zecken lauern.
Doch die heimischen Insekten, die wir kennen, bekommen seit einigen Jahren Gesellschaft von neuen, bislang exotischen Arten — oder besser gesagt: Sie bekommen wachsende Konkurrenz. Invasive Insekten wie die asiatische Tigermücke oder auch Spinnentiere wie die Hyalomma-Zecke sind in Mitteleuropa nämlich auf dem Vormarsch. Auch bei uns in Deutschland werden sie immer häufiger gesichtet. Fachleute erwarten, dass man sie in Zukunft fast überall in Deutschland antreffen wird. „Wir finden dann eine neue Art — aber etliche andere Arten finden wir deutlich weniger, und das führt letztendlich zu einer verringerten Biodiversität“, sagt Thomas Schmitt, Professor für Entomologie und Biogeografie an der Universität Potsdam.
Die Globalisierung der Arten
Dank des Klimawandels finden invasive Insekten bei uns zunehmend günstige Bedingungen vor. Und aufgrund des globalen Warenaustauschs mangelt es den Tieren auch nicht an Gelegenheiten, in Regionen der Erde zu gelangen, die für sie zuvor unerreichbar waren. Wenn sie dort gute Bedingungen vorfinden, können sich diese Invasoren oft ungehemmt vermehren: In dem neuen Lebensraum haben sie zumindest anfänglich keine Fressfeinde und sind damit gegenüber verwandten Insektenarten klar im Vorteil. Hat eine neue Art erst einmal Fuß gefasst, ist es praktisch aussichtslos, sie wieder loswerden zu wollen.
Der Geländebiologe Prof. Thomas Schmitt hat Tigermücke, Hyalomma-Zecke und Co. bereits hautnah erlebt. Er lehrt Entomologie und Biogeografie am Institut für Biochemie und Biologie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Potsdam sowie Direktor des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts — er ist aber auch oft draußen unterwegs. Was bedeuten die neuen Arten für unsere heimischen Insekten? Was können wir als Menschen tun, um die Ausbreitung zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen? Und wie schütze ich mich und meinen Hund bei Spaziergängen in der Natur? Die Antworten gibt es im „Forschungsquartett“-Gespräch mit detektor.fm-Redakteur Johannes Schmidt.

Jul 10, 2025 • 4min
Was läuft heute? | Kick it like Women – Die Zukunft des Frauenfußballs
Kick It Like Women — Die Zukunft des Frauenfußballs
Alara Şehitler ist 18 Jahre alt und spielt seit zwei Jahren beim FC Bayern München. Jonna Brengel ist von einem Verein in der 1. Bundesliga in die 2. Bundesliga gewechselt, weil sie wieder mehr spielen will und hofft aufzusteigen. Yumnah Lohnherr und Mathilda Bornhoff leben mit 14 Jahren auf dem Fußball-Mädcheninternat Kaiserau.
Die Dokumentation „Kick It Like Women – Die Zukunft des Frauenfußballs“ begleitet alle vier Frauen, die eines gemeinsam haben. Sie brennen alle für den Fußball und haben ein klares Ziel vor Augen.
Auch wenn im Frauenfußball noch nicht so viel Geld steckt wie bei den Männern, ist der Druck enorm. Wer nicht alles gibt, wird es vermutlich nicht schaffen. Yumnah und Mathilda haben am Mädcheninternat in Kaiserau aber die besten Chancen, irgendwann Profi-Fußballerinnen zu werden. Dafür müssen aber auch sie alles geben.
Beliebt wie noch nie
Der Frauenfußball wird immer beliebter und Fachleute sehen in dem Sport ein enormes Wachstumspotenzial — gerade in Deutschland. 18 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer haben das EM-Finale 2022 in Deutschland geschaut. Das waren mehr als bei jedem Spiel der letzten Männer-WM.
Obwohl der Sport immer beliebter wird, fehlt es immer noch an Geld und Sponsoren. Aber vielleicht kann die EM 2025, die gerade läuft, dem Frauenfußball ja noch den letzten Schub geben. Wenn ihr euch noch auf die EM einstimmen wollt, könnt ihr euch „Kick It Like Women – Die Zukunft des Frauenfußballs“ jetzt in der ARD-Mediathek angucken.
Was läuft heute?
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Jul 9, 2025 • 29min
Ach, Mensch! | Kann KI in der Medizin Leben retten, Simon Hofmann?
Hilft KI bei der Demenz-Diagnose?
Spricht man über Maschinelles Lernen und Deep Learning, fallen schnell Begriffe aus der Neurowissenschaft — zum Beispiel ist oft von künstlichen neuronalen Netzen die Rede. Eigentlich ist es also nicht überraschend, dass man nun mithilfe von KI das menschliche Gehirn besser verstehen will.
Mithilfe einer großen Menge an MRT-Bildern hat Simon Hofmann ein KI-Modell darauf trainiert, das sogenannte Brain Age von Patientinnen und Patienten zu bestimmen. So konnte man zeigen, dass das geschätzte Alter des Gehirns bei Demenz-Erkrankten höher ist. Wie aber kann die KI überhaupt das Alter eines Gehirns einschätzen?
Verantwortung in der Medizin
Entscheidend für Hofmanns Forschung ist XAI, kurz für Explainable Artificial Intelligence. Diese „erklärbare KI“ kann helfen, KI-Verfahren besser verständlich zu machen. Sie versucht im Nachgang zu entschlüsseln, aufgrund welcher Faktoren ein erstes KI-System überhaupt zu einer Annahme über das Gehirnalter gekommen ist. Mithilfe von XAI lassen sich die Teile des Gehirns einfärben, die von der KI zuvor für die Vorhersage berücksichtigt wurden.
Wie gut hilft KI in der Medizin? Könnten Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnostik tatsächlich irgendwann obsolet werden? Und wie trainiert man die KI mit Daten, die höchst sensibel und privat sind? In dieser Folge von „Ach, Mensch!“ spricht detektor.fm-Moderatorin Jessica Hughes mit Simon Hofmann vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig über die Zukunft KI-gestützter Medizin.

Jul 9, 2025 • 4min
Was läuft heute? | Haben wir schon immer an Götter geglaubt?
Haben wir schon immer an Götter geglaubt?
Das Arte-Magazin „Stimmt es, dass …?“ widmet sich den großen Mythen, an die wir schon immer geglaubt und die wir nie hinterfragt haben. Sie will mit alten Perspektiven und eurozentristischem Denken aufräumen und uns dazu bringen, neu auf die Welt zu blicken.
In einer neuen Folge wird die Frage gestellt: „Haben wir schon immer an Götter geglaubt?“ Schon in der Frühzeit haben Menschen Hinweise auf religiöses Denken hinterlassen. Bereits vor über 40.000 Jahren haben Menschen Bilder an Wände gemalt, die auf religiöse Bräuche, Rituale und Gottheiten hindeuten. Die Frage ist nur: Gehört die Vorstellung von Gottheiten zum Menschsein dazu oder gab es auch einmal einen Menschen, der noch nicht an so etwas wie einen Gott geglaubt hat?
Glaube — eine evolutionärer Vorteil?
In der Doku geht es auch darum, wie sich der Glaube auf das eigene Verhalten und die Entwicklung der Menschheit auswirkt. Viele Forschende glauben heute, dass ein fester Glaube auch evolutionäre Vorteile mit sich bringen kann. Denn er schweißt Menschen zusammen und gibt ihnen ein gemeinsames Ziel.
Falls das stimmen sollte, stellt sich nicht nur die Frage, seit wann die Menschheit angefangen hat zu glauben, sondern auch, was passiert, wenn sie ihren Glauben verliert. Denn genau das geschieht gerade. „Haben wir schon immer an Götter geglaubt?“ — jetzt in der Arte-Mediathek.
Was läuft heute?
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Jul 8, 2025 • 28min
Kunst und Leben – Der Monopol Podcast | Anna Deller-Yee & Francesco Risso — „Bitchy Flowers“
Kunst und Mode
Anna Deller-Yee nutzt Kleidung als Leinwand, wortwörtlich, denn sie malt direkt auf die Stoffe. Was ursprünglich mal aus Geldnot zu Studienzeiten begann, gehört heute zu ihrem Markenzeichen. Für Anna Deller-Yee geht es bei der Mode wie bei der Kunst um das menschliche Dasein in der Welt, erzählt sie im Podcast.
Mode und Kunst verhandeln Identität und kommunizieren Emotionen — gesellschaftlich und individuell. Francesco Risso — ehemaliger Kreativdirektor bei Marni — beobachtet seit einigen Jahren auch Ähnlichkeiten in der Vermarktung.
Risso selbst sieht Kunst und Mode lieber getrennt voneinander, sie erfüllen aus seiner Sicht unterschiedliche Zwecke. Mode folge einer gewissen Praktikabilität — schließlich gehe es bei Mode auch darum, dass Menschen im Alltag nicht nackt herumlaufen müssen. In der Kunst hingegen, sagt Francesco Risso, gehe es stärker um Emotionen und Individualität.
Blumen in all ihren Formen
In Deller-Yees Kunst dreht sich alles um Blumen. In ihrer aktuellen Ausstellung „To build a home is to“ in der Berliner Galerie Jaeger Art erschafft sie eine atmosphärische Traumwelt, die sich stetig verändert. Die Blumen können dabei für sie ganz unterschiedliche Eigenschaften haben.
Blumen haben sie immer fasziniert, erzählt Deller-Yee im Podcast. Früher dachte sie allerdings, Blumen zu zeichnen sei banal. Die Arbeit mit Francesco Risso und seinem Team hat sie darin bestärkt, weiter Blumen zu malen und ihre eigene Sprache zu finden.
In dieser Folge von „Kunst und Leben“, dem Podcast in Kooperation mit dem Monopol-Magazin, spricht Elke Buhr, Chefredakteurin des Monopol-Magazins, mit Anna Deller-Yee und Francesco Risso über Kunst, Mode und die Bedeutung von Blumen. Die Ausstellung „To build a home is to“ in der Berliner Galerie Jaeger Art läuft noch bis zum 2. August 2025.


