detektor.fm | Podcasts

detektor.fm – Das Podcast-Radio
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Jan 5, 2026 • 5min

Was läuft heute? | Take the Money and Run

Alles fake Das Wembley-Stadion in London im Juni 2016: Die Menschen toben wie bei einem Beyoncé-Konzert, nur dass keine Popdiva singt, sondern Dr. Ruja Ignatova über ihre Kryptowährung OneCoin spricht. Als sie sich die Währung 2014 ausdenkt, ist BitCoin bereits durch die Decke gegangen. Ignatova will am Hype teilhaben und mit einer raffinierten Kombination aus Schneeballsystem und Netzwerkmarketing viel Geld verdienen. Millionen Menschen lassen sich damals blenden in der Hoffnung auf das schnelle Geld. Doch schon im Februar 2016 schreibt die britische Zeitung Daily Mirror, dass OneCoin praktisch wertlos sei. Im Oktober 2017 besteigt Ignatova ein Flugzeug und verschwindet. „Take the Money and Run“ erzählt ihre Geschichte. Hochbegabt, hochkriminell Die Serie beginnt mit Ignatovas Aufwachsen im Schwarzwald, wohin sie als Zehnjährige mit ihrer Familie zieht. Ein Leben zwischen Scham, Schulden und Sprachlosigkeit. Ruja schwört sich, es einmal anders zu machen. Sie ist hochbegabt, überspringt zwei Klassen, studiert, promoviert und heiratet den Anwalt Jonas Kurth. Als Unternehmensberaterin leitet Ruja das Büro einer international anerkannten Firma in Sofia, Bulgarien. 2013 trifft sie auf Sebastian Greenwood, Experte für Multi-Level-Marketing. Gemeinsam entwickeln die beiden eine Idee, die schon bald größer wird, als sie es sich jemals hätten erträumen können. „Take the Money and Run“ könnt ihr in der ZDF-Mediathek anschauen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Jan 4, 2026 • 4min

Was läuft heute? | Jurassic World: Die Wiedergeburt

Sie lernen es nicht … Es ist bereits der siebte Spielfilm der Jurassic-Park-Reihe, der allerdings eine eigenständige Geschichte erzählt und losgelöst von den bisherigen Handlungssträngen funktioniert. In den Hauptrollen spielen Scarlett Johansson, Mahershala Ali und Jonathan Bailey als Expeditionsteam, das sich auf den Weg zu einer abgelegenen Insel macht, um dort lebenden Dinosauriern genetische Proben zu entnehmen. Das Forschungsteam ist aber nicht allein auf der Insel. Auch die Familie Delgado ist hier ausversehen gelandet: Vater Reuben, seine Teenager-Tochter Teresa mit ihrem Freund Xavier sowie die jüngere Tochter Isabella sind auf einer gemeinsamen Segeltour, als ihr Boot von einem Mosasaurus, einem riesigen Meeresreptil, zum Kentern gebracht wird. Das Forschungsteam steht nun vor der Entscheidung: Sollen sie eingreifen und sich selbst in noch größere Gefahr bringen oder gar ihre eigene Mission gefährden? Back to the roots Regisseur Gareth Edwards ist bekannt für seine atmosphärisch dichten Blockbuster. Zuvor hat er Filme wie „Godzilla“ (2014), den Star-Wars-Film „Rogue One“ (2016) oder „The Creator“ (2023) inszeniert. In „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ setzt er thematisch und optisch wieder mehr auf die Atmosphäre der Originalfilme von Steven Spielberg als auf die action-lastigen Fortsetzungen der letzten Jahre mit Chris Pratt in der Hauptrolle. „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ könnt ihr ab sofort bei WOW streamen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Jan 3, 2026 • 5min

Was läuft heute? | Islands

Verloren auf der Insel Tom, gespielt von Sam Riley, arbeitet als Tennislehrer in einem Urlaubsresort. Sonne, Meer, immer gleiche Abläufe. Die Tage ähneln sich, Begegnungen bleiben flüchtig, Nähe entsteht selten. Tom treibt durch diesen Ort wie durch sein eigenes Leben, immer nah am Exzess: Alkohol, Frauen, Clubs. Neben all dem wirkt sein Leben aber sehr leer. Seine Kontakte sind immer nur oberflächlich und flüchtig. Als eines Tages eine britische Familie auf der Insel ankommt, gerät seine Routine ins Wanken. Zwischen unausgesprochenen Spannungen und vorsichtigen Annäherungen beginnt Tom, sein eigenes Dasein zu hinterfragen. Was zunächst wie ein Ferienfilm wirkt, verwandelt sich auf einmal in einen Mystery-Thriller in ungewohntem Setting. Hitchcock im Urlaub In der Besprechung des Films wird „Islands“ häufig als ungewöhnlicher Genre-Mix beschrieben. Die Elemente des klassischen Suspense-Kinos verbinden sich mit der Lethargie eines Urlaubsfilms so, dass Kritiker von einem „Tennis-Noir“ sprechen: Statt dramatischer Schatten nächtlicher Großstadtstraßen findet man hier gleißendes Sonnenlicht auf dem Tennisplatz. Regisseur Jan Ole Gerster wird dafür gelobt, diese Spannung nicht aufzulösen, sondern auszuhalten. Islands verweigert klare Antworten und setzt stattdessen auf Atmosphäre, Ambivalenz und ein permanentes Unbehagen. So entsteht ein Film, der weniger direkt erzählt als andeutet. „Islands“ könnt ihr auf Netflix sehen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Jan 2, 2026 • 40min

Antritt | Tandem: Wie produziert man einen Antritt, Stanley Baldauf?

In dieser Ausgabe von „Antritt“ geht es mit Stanley Baldauf darum, wie man einen Antritt produziert. Audio Producer Stanley Baldauf Ein Antritt entsteht im Studio, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Christian und Gerolf sprechen dort Moderationen ein und führen Interviews. Wenn diese Aufnahmen gemacht sind, ist der Antritt aber noch längst nicht fertig. Ein Team aus Audio Producern – wir nennen sie das „A-Team“ – bereitet alle Aufnahmen und Dateien so auf und arrangiert sie, dass ein gut hörbarer Podcast daraus entsteht. Stanley Baldauf ist einer der Audio Producer bei detektor.fm und spricht in dieser Ausgabe darüber, wie er mit den Rohufnahmen aus dem Studio arbeitet und welche Schritte er geht, damit daraus ein Podcast entsteht. Außerdem geht es um Stans Bezug zum Radfahren und seine große Leidenschaft. Bonus: Fatbike-Geschichten aus dem Erzgebirge Bevor wir ins neue Jahr starten, hören wir in dieser Ausgabe ins Archiv. Im März 2015 ist dieser Podcast mit einer Fatbike-Reportage gestartet. Außerdem wurde irgendwo hinter einer erzgebirgischen Schneewehe die Frage geklärt, wer wann und wo das Fatbike eigentlich erfunden hat. Diese Aufnahme ist noch nie in diesem Podcast zu hören gewesen, wir haben sie erstmals dieser Ausgabe angehangen. Antritt bei Steady und Apple Rückenwind geben In unserer eigenen „Antritt“-Community bei Steady könnt ihr die Folge immer schon früher hören. Schaut doch mal bei Steady vorbei, wenn ihr uns unterstützen wollt. Schon 2,50 Euro pro Monat geben uns ordentlich Rückenwind! Übrigens: Auch bei Apple Podcasts Abonnements könnt ihr unseren Fahrradpodcast regelmäßig unterstützen und Episoden früher hören.
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Jan 2, 2026 • 33min

brand eins-Podcast | Wirtschaft. Macht. Demokratie.

Das Jahr 2026 beginnt in dieser besonderen Ausgabe des „brand eins Podcasts“ mit einem Blick in die „Glaskugel“. Wir blicken aus drei verschiedenen Perspektiven auf Wirtschaft, Macht und Demokratie. detektor.fm-Moderator Christian Bollert hat Tatjana Kiel, Marcel Fratzscher und Janina Kugel im Rahmen der Konferenz Wirtschaft, Macht, Demokratie vom Business Council for Democracy, #BC4D, und brand eins in den Räumen der Hertie-Stiftung in Berlin getroffen. Mit ihnen hat er über die Rolle und Strategien von Unternehmen in Zeiten von Multikrisen und gesellschaftlicher Spaltung gesprochen und die drei auch nach ihrer Perspektive und persönlichen Zuversicht für 2026 gefragt. Eine andere Debattenkultur Tatjana Kiel ist CEO von Klitschko Ventures und arbeitet gemeinsam mit Unternehmen für Engagement und Demokratie. Sie sagt, für ein besseres Verständnis füreinander und den Zusammenhalt in der Gesellschaft ist es grundlegend, eine Debattenkultur zu erlernen, in der man die Gegenseite auch wirklich hört und Grautöne erkennt. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, klar zu verstehen, wann etwas richtig und wann etwas falsch ist: „Wir reden von Kommunikation und gehen davon aus, dass Zuhören da mit drin steckt. Aber ehrlich gesagt haben wir das total verloren und vielleicht auch nie gelernt.“ Besser sei, offen für Themen und Lösungen zu sein, anstatt populistische Meinungen voranzutreiben. Für die demokratische Mitte zähle, Dinge nicht kaputt zu reden, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen und sich grundsätzlich zu fragen: Was brauchen wir? Mehr Mut der Unternehmen Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Er ist überzeugt, dass die wirtschaftliche Realität in Deutschland deutlich besser ist als die Stimmung. Das große Problem als Gesellschaft sei eine „mentale Depression“. Wenn Unternehmen kein Vertrauen haben, investieren sie nicht, sagt Fratzscher. Außerdem fordert er ein Ende des unternehmerischen Schweigens gegenüber populistischen Strömungen. „Zu viele Unternehmen ducken sich weg. Und das ist nicht nur feige, das ist wirtschaftlich schädlich.“ Mut machen Marcel Fratzscher u.a. die vielen hochspezialisierten und innovativen mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die langfristig denken. Radikale Offenheit Janina Kugel ist ehemaliges Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin von Siemens. Sie bringt als Expertin für Personalfragen die Perspektive der Beschäftigten mit. Führung im Jahr 2026 bedeutet für sie radikale Offenheit in der Kommunikation mit Beschäftigen – auch im Umgang mit Fehlern bei Unternehmensentscheidungen. Wenn man in den Austausch mit den Mitarbeitenden gehe, erreiche man auch Solidarität. Das schnelle Anpassen nach Fehlentscheidungen – das könne in Deutschland aber im Vergleich zum Ausland deutlich besser laufen. „Je mehr Unsicherheit, desto schneller muss eigentlich auch die Anpassungsfähigkeit sein.“ Welche Rolle haben Unternehmerinnen und Unternehmer für den Zusammenhalt der Gesellschaft? Und: Welche Strategien verfolgen Unternehmen in einer Welt mit vielen gleichzeitigen Krisen? Darüber spricht detektor.fm-Moderator Christian Bollert mit Tatjana Kiel, Marcel Fratzscher und Janina Kugel.
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Jan 2, 2026 • 4min

Was läuft heute? | Der Tiger

Krieg in der Enge Das Jahr 1943: An der Ostfront des Zweiten Weltkriegs steht die fünfköpfige Besatzung eines deutschen Tiger-Panzers, die in eine zunehmend ausweglose Lage gerät. Was als klarer Befehl beginnt, entwickelt sich rasch zu einem Abstieg in moralische Dunkelheit. Zwischen Angst, Enge und wachsender innerer Leere bröckelt der Glaube an Sinn, Ordnung und Kameradschaft. Der Panzer fungiert dabei nicht nur als Schauplatz der Handlung, sondern als Sinnbild eines Krieges, der keinen Ausweg mehr kennt. Kein Heldentum, kein Entkommen Regisseur Dennis Gansel, bekannt für Filme wie „Napola“ und „Die Welle“, zeigt ein System, in dem Gehorsam wichtiger ist als Menschlichkeit und verzichtet bewusst auf spektakuläre Kriegsszenen. Stattdessen bleibt die Kamera nah an den Figuren, zeigt Erschöpfung, innere Konflikte und das langsame Zerbrechen von Moral und Hoffnung. Der Krieg erscheint hier nicht als heroisches Ereignis, sondern als Zustand permanenter Bedrohung und psychischer Belastung. „Der Tiger“ stellt nicht die Frage nach Sieg oder Niederlage. Er fragt viel eher was vom Menschen bleibt, wenn Gewalt zur einzigen Handlungsoption wird. Ein nüchterner, bedrückender Antikriegsfilm, der lange nachwirkt, gerade weil er so leise erzählt ist. „Der Tiger“ könnt ihr auf Prime Video sehen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Jan 2, 2026 • 23min

Spektrum der Wissenschaft – Der Podcast | Schüchterne Blase: Woher sie kommt und was hilft

Die sogenannte schüchterne Blase, medizinisch Paruresis, beschreibt die Unfähigkeit, in Anwesenheit anderer Menschen zu urinieren. Leichte Formen davon kennen viele Menschen. Gerade Männer machen sich häufig Sorgen, wenn das Pissoir nebenan belegt ist. Wer von ausgeprägteren Varianten betroffen ist, hat oft mit starken Einschränkungen zu kämpfen. Die schüchterne Blase wurde von der Psychologie bereits in den 1950er Jahren beschrieben und wird heute überwiegend zu den sozialen Angststörungen gezählt. Betroffene fürchten oft weniger, dass man sie auf öffentlichen Toiletten hört, sieht oder riecht. Vielmehr scheint sie zu beschäftigen, dass jemand bemerken könnte, dass sie gerade nicht urinieren können. Dadurch entsteht ein belastender Kreislauf aus Erwartungsangst, Anspannung und erneutem Versagen. Woher kommt die schüchterne Blase? Im Körper sind dabei psychologische und physiologische Prozesse eng verknüpft. Stress aktiviert den Sympathikus, der die Blasenschließmuskeln kontrahieren lässt. Die Folge ist eine körperliche Blockade, die auch dann bestehen bleibt, wenn der Harndrang stark ist. Viele Betroffene planen ihre Wege und Aktivitäten um ihre Störung herum. Einige vermeiden soziale Ereignisse, Reisen oder Orte ohne garantierte Privatsphäre. Zur Verbreitung der schüchternen Blase gibt es unterschiedliche Angaben. Die International Paruresis Association spricht von bis zu sieben Prozent aller Menschen, wobei vermutlich mehr Männer als Frauen betroffen sind. Therapeutisch hat sich eine schrittweise Konfrontation mit zunehmend schwierigeren Toilettensituationen bewährt. Dabei werden reale Situationen aufgesucht, der Harndrang wird gezielt genutzt, um Erfolgserlebnisse zu schaffen. Auch die Gestaltung öffentlicher Toiletten kann einen therapeutischen Nutzen haben: Mehr Privatsphäre durch höhere Trennwände, besser abgedichtete Kabinen oder Geräuschmaskierung kann dazu beitragen, Scham und Stress zu reduzieren. Christiane Gelitz ist Redakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Sie erklärt im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer, wie es zur schüchternen Blase kommt und was Menschen gegen die Störung tun können. Sie geht auch auf aktuelle Untersuchungen zum Thema ein und bespricht die Frage, was wir als Gesellschaft für Betroffene tun können.
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Jan 1, 2026 • 1h 38min

Die großen Fragen der Wissenschaft | Können wir ewig leben, Björn Schumacher?

Das Altern ist im Leben angelegt Sind wir dazu verdammt, zu altern und am Ende unseres Lebens an Krebs, Demenz und Osteoporose zu erkranken, oder lässt sich der Verfall aufhalten? Die Frage nach dem ewigen Leben treibt Menschen seit Jahrtausenden um, doch die Biologie liefert eine ernüchternde Antwort: Leben ist endlich. Die maximale Lebensdauer des Menschen wird auf etwa 120 Jahre geschätzt. Aber warum? Björn Schumacher ist Leiter des Instituts für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung an der Universität zu Köln und einer der profiliertesten Alternsforscher. Er sagt, dass das Altern im Grunde schon im Leben angelegt ist: Durch einen chemischen Prozess zerfallen Makromoleküle, die DNA verliert spontan ihre Basen. Leben ist somit nur durch ständige Reparatur und Regeneration möglich. Evolutionsbiologisch wird der Körper so lange erhalten, wie es dauert, die nächste stabile Generation in die Welt zu setzen — weshalb zum Beispiel Schildkröten länger leben als Fadenwürmer. Das heißt: Alle Lebewesen altern, auch der Mensch — bloß je nach Spezies unterschiedlich schnell. Länger gesund bleiben Die Forschung sieht im Altern zwar einerseits einen natürlichen Prozess, aber andererseits ist es der größte Risikofaktor für alle chronischen Erkrankungen — von Demenz über Krebs bis hin zu Herz-Kreislauf-Leiden. Diese altersassoziierten Krankheiten treten oft geballt auf, ein Phänomen, das Mediziner als Multimorbidität bezeichnen. Die Verlängerung der Lebenszeit allein ist demnach nicht das primäre Ziel der Alternsforschung. Es geht also darum, möglichst lange gesund zu bleiben und die biologische Uhr langsamer ticken zu lassen — aber wie? Die Forschung hat klare Evidenz für einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen gesammelt, erklärt Björn Schumacher im Podcast: nicht rauchen, regelmäßig Sport treiben, Kalorien reduzieren (also zum Beispiel Intervallfasten). In dieser Ausgabe von „Die großen Fragen der Wissenschaft“ sprechen Katharina Menne und Carsten Könneker mit Björn Schumacher über ewiges Leben, unseriöse Versprechen der Anti-Aging-Industrie und Faktoren, die das Leben wirklich verlängern können. Redaktion und Moderation: Katharina Menne und Carsten Könneker Redaktion detektor.fm: Stephan Ziegert und Karolin Breitschädel Audioproduktion: Stanley Baldauf und Tim Schmutzler
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Jan 1, 2026 • 22min

Forschungsquartett | Neujahrsvorsätze: Warum sie besser sind als ihr Ruf

Neues Jahr, neue Vorsätze Der Jahreswechsel bedeutet für viele einen Neustart. Das alte destruktive Ich mit den alten destruktiven Verhaltensweisen soll der Vergangenheit angehören, stattdessen nehmen viele Menschen sich vor, neue Routinen zu etablieren, die das Leben besser machen sollen. Die häufigsten Neujahrsvorsätze sind: mehr Sport machen, gesünder ernähren, Geld sparen. Natürlich sind solche Vorsätze nicht an den Jahreswechsel gebunden, doch einen psychologischen Vorteil bringt es mit sich, das neue Jahr als Startpunkt für neue Verhaltensweisen zu setzen: Der sogenannte „Fresh-Start-Effect“ bingt nämlich neue Motivation mit sich. Ins Handeln kommen Bei den meisten hält die Motivation, die guten Vorsätze umzusetzen, nicht lange an. Auch wenn sich die Ergebnisse von Studien teilweise stark unterscheiden, wird deutlich: Menschen fällt es schwer, ihre Neujahrsvorsätze langfristig einzuhalten. Das liegt vor allem an unrealistischen Vorstellungen und externen Faktoren, so Bettina Höchli. Wenn wir zum Beispiel zu viel von uns erwarten, das eigene Umfeld die Vorsätze nicht unterstützt oder wir keine Möglichkeit haben, die neuen Verhaltensweisen in unseren Alltag zu integrieren, werfen wir die guten Vorsätze schnell wieder über Bord. Aber deshalb gar nicht erst neue Ziele stecken? Das wäre die falsche Schlussfolgerung, erklärt Bettina Höchli. Neujahrsvorsätze können uns also ein Gefühl von Selbstermächtigung, Kontrolle und Orientierung geben — noch bevor wir wissen, ob die neuen Verhaltensweisen langfristig Teil unseres Lebens werden. Doch es gibt auch Tricks, um die Vorsätze tatsächlich in neuen Routinen aufgehen zu lassen: möglichst konkrete und realistische Ziele formulieren, die neuen Gewohnheiten fest in den Alltag integrieren und sich fragen, was eigentlich hinter dem Wunsch nach neuen Routinen steckt. Was uns Neujahrsvorätze bringen und wie wir sie tatsächlich umsetzen, darüber hat detektor.fm-Redakteurin Marie Jainta im Januar 2025 mit Verhaltensforscherin Dr. Bettina Höchli von der Universität Bern gesprochen. Neujahrs 2026 nehmen wir zum Anlass, die Folge erneut im „Forschungsquartett“ zu senden.
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Jan 1, 2026 • 4min

Was läuft heute? | Wie ein wilder Stier

In der Bronx Jake LaMotta ist Boxer. Im Ring ist er eine Naturgewalt: brutal, präzise, unaufhaltsam. Außerhalb des Rings ist er wie ein Getriebener: eifersüchtig, kontrollierend. Er misstraut seiner Frau Vickie, provoziert Streit mit seinem Bruder Joey und kämpft weniger gegen seine Gegner als gegen sich selbst. Während seine Karriere Höhen erreicht, beginnt sein Privatleben zu zerbrechen. „Wie ein wilder Stier“ erzählt diese Geschichte nicht als klassisches Sportdrama, sondern als Charakterstudie. Der Film begleitet Jake LaMotta mehrere Jahrzehnte lang und zeigt, wie Ruhm, Gewalt und männliche Selbstbilder ineinandergreifen. Ein Film als Selbstrettung Für Regisseur Martin Scorsese war dieser Film überlebenswichtig. Ende der 1970er steckte Scorsese in einer massiven persönlichen Krise. Nach dem Erfolg von „Taxi Driver“ war er körperlich ausgelaugt, kokainsüchtig und ernsthaft krank. Er selbst sagte später, er habe sich innerlich genauso verloren gefühlt wie Jake LaMotta. Sein Freund Robert De Niro überredete ihn, „Wie ein wilder Stier“ zu drehen. „Wie ein wilder Stier“ könnt ihr auf Netflix sehen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.

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