Archivradio – Geschichte im Original

SWR
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Oct 31, 2022 • 1h 31min

Wie man sich Personen nähert und sie unbemerkt fotografiert | Mitte 1970er-Jahre

Ein – vermutlich – Stasi-Offizier an der Juristischen Hochschule Potsdam gibt per Diktat verschiedene Anleitungen: Wie man sich als IM dritten Personen annähert. Es werden Prüfungsaufgaben mit ihren Lösungen vorgelesen, ebenso wie Datenblätter zu UKW-Geräten. Die Aufnahme enthält außerdem einen Grundkurs über Fotografie, Belichtungszeit, Bewegungsunschärfe und dergleichen. Die Aufnahme stammt vermutlich aus der Mitte der 1970er Jahre. Das lässt sich aus der erwähnten Funktechnik und der maschinellen Datenverarbeitung schließen. Beschrieben wird zum Beispiel das Gerät USE 600 (siehe Köpenik-Hersteller-Infoblatt) Volltransistorisiert. 12 Volt. Konspirative Antennen. Doch das Tonband selbst ist weder datiert noch sonstwie beschriftet. Unklar ist auch der Sinn dieses über eine Stunde langen Diktats, sicherlich diente es der Schulung, auch in Operativer Psychologie; denn das Tondokument fand sich in der Bezirksverwaltung Cottbus auf Kassetten. Beispiele: "Inwieweit hat die operative Beobachtung Möglichkeiten, bei den Beobachtungsobjekten Gewohnheiten festzustellen? Und worin liegt die Bedeutung solcher Feststellungen? … Freizeitgestaltung in Form von Sport, Gartenarbeit, Hundehaltung, Gaststättenbesuch, kulturelle Betätigung, regelmäßig einkaufen gehen, zelten. … Nachlässigkeit in der Kleidung, Haare aus dem Gesicht streichen usw." "Vermutete Staatsfeinde. Liegt tatsächlich eine Straftat vor? Beweisführung bis zu dringendem Verdacht." Bedeutung von IM: Ein IM kann Vertrauen schaffen und so in die Psyche der Person eindringen.
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Oct 31, 2022 • 6min

Psychologe gibt Tipps zu Informanten im Westen | Um 1970

Ein Psychologe der Universität Marburg arbeitet offenbar als Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi und gibt Hinweise auf mögliche Informanten in der Bundesrepublik. Er beschreibt fünf Personen. Es fallen Worte wie: Ganzkörperbehaarung, Einzelgänger, 172, schmächtig, unregelmäßige Sprachmelodie, wegen seiner Körperkräfte gefürchtet, kein Führertyp. „Man hat ihn immer gern mitgenommen.“ Oder auch: „Kleiner, schmaler, blasser Junge, der jedoch wegen seiner Körperkräfte etwas gefürchtet war. Hat immer Freunde, sehr verbittert …“ Die undatierte Kassette gelangte vermutlich um 1970 herum ins Ministerium für Staatssicherheit. BStU-Signatur: MfS HA II/Tb/311. HA II. Die Hauptabteilung II, war für die Spionageabwehr des Ministeriums für Staatssicherheit zuständig.
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Oct 27, 2022 • 9min

Bertrand Russell – Der britische Philosoph im Interview auf Deutsch | 27.10.1948

Bertrand Russell – Philosoph und Mathematiker Bertrand Russell war einer der populärsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Berühmt wurde er zunächst in der Mathematik durch sein mit Alfred Whitehead verfasstes Standardwerk "Principia Mathematica", in der die beiden die Grundlagen der Mathematik neu herleiteten. Russell befasst sich darin auch eingehend mit logisch-mathematischen Paradoxien wie der "Menge aller Mengen, die sich nicht selbst enthalten". Als der Erste Weltkrieg ausbrach, verschiebt sich Russells Interesse mehr Richtung Politik. Pazifismus, Sozialismus, gesellschaftliche Ordnungen: Das sind die Themen, die ihn fortan beschäftigen. Den Ostblock-Kommunismus lehnt er ab, im Zweiten Weltkrieg relativiert er auch seinen Pazifismus. Er schreibt ein Buch über "Ehe und Moral", für das er 1950 den Literaturnobelpreis bekommt. "Die Welt könnte noch einen Weltkrieg überleben – aber nicht zwei" Zwei Jahre zuvor besucht er Berlin für eine Vorlesungsreihe. Zu diesem Anlass gibt er am 27. Oktober 1948 dem NWDR (Nordwestdeutscher Rundfunk) ein Interview in deutscher Sprache. Bertrand Russell ist zu diesem Zeitpunkt 74 Jahre alt und spricht darüber, wie man seiner Ansicht nach zu einer Weltregierung kommt, über deren Chancen und Risiken. "Ich glaube, die Welt könnte noch einen Weltkrieg überleben, aber nicht zwei", sagt er am Ende des Interviews. Deshalb müsse man dafür sorgen, dass es keinen Weltkrieg mehr gibt, und wenn doch, dass dies dann der letzte ist. Das Interview führt laut Archiveintrag Ernst Bloch – der aber nicht identisch ist mit dem gleichnamigen Philosophen. Quelle: RBB
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Oct 25, 2022 • 4min

Satire im Ersten Weltkrieg | 1916

Es gab auch Satire im Ersten Weltkrieg und Kritik an der Obrigkeit. "Das ist der Leutnant" heißt dieses Spottlied auf einen deutschen Heeresoffizier. Es wurde komponiert vom Sänger und Komiker Otto Reutter. Spottlied auf einen deutschen Heeresoffizier Komponist und Autor ist der Komiker und Sänger Otto Reutter (1870-1931). Hier singt Ludwig Schmitz, der Pianist ist unbekannt. Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) Der Leutnant exklusiv […] / Von tadellosem Bau / Format wie’n Großprinz, schlank und schmal / Ne Taille wie ’ne Frau Der Scheitel hier, Monokel dort / Die Haltung straff und zäh / Und dann vor jedem dritten Wort / Ein lang gedehntes: Äh So sah man ihn in Friedenszeit / Man hat ihn voller Heiterkeit / Obgleich ironisiert / Und lächelnd parodiert Donnerwetter, Donnerwetter! Donnerwetter noch einmal, es ist kolossal! Das ist der Leutnant / Der deutsche Leutnant / Der Mann, von dem ein Sprichwort sprach / Den Leutnant, den Leutnant, den macht uns keiner nach  Es war der Leutnant oft verkappt / Der uns zum Lachen schien / Wo bliebe unser Vaterland / Im Kriege ohne ihn Er ist mit Leib und Seel’ Soldat / Und seine Schneidigkeit / Die wir verulkt […] / Die ihm den Krieg verleibt Wer führt die Truppen / Mann für Mann / Wer steht im Felde vorne an / Stolz aufrecht wie ein Held / Wenn alles bricht und fällt Donnerwetter, Donnerwetter! Donnerwetter noch einmal, es ist kolossal! Das ist der Leutnant / Der deutsche Leutnant / Der Held, von dem ein Sprichwort sprach / Den Leutnant, den Leutnant, den macht uns keiner nach Hoch lebt der Leutnant ruhmgekrönt / Lasst alle Scherze ruhen / Wer einmal noch den Leutnant höhnt / Der kriegt’s mit mir zu tun Lasst sein Monopol ihm, sein Äh / Mit Schneid und Eleganz / So zieht er in des Feindes Näh’ / Als ging’s zu Spiel und Tanz Da braucht man […] / Die Toten […] / Wer färbt die Erde rot / Rot, rot, und wieder tot Donnerwetter, Donnerwetter! Donnerwetter noch einmal, das ist kolossal! Das ist der Leutnant / Der deutsche Leutnant / Der Held, von dem ein Sprichwort sprach / Den Leutnant, den Leutnant, den macht uns keiner nach Aufnahmedatum: 1916Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
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Oct 23, 2022 • 9min

Ende der Ära Hoffmann – Das Ergebnis der Volksabstimmung | 23.10.1955

Die Saarländer haben sich gegen das Statut ausgesprochen. Die Regierung Hoffmann verkündet ihren Rücktritt. Die Vorsitzenden der Parteien, die gegen das Statut gekämpft hatten, äußern sich zum Ergebnis. Moderator: Peter Weiant, IHK, Generalsekretär des "Deutschen Heimatbundes"Redner: Richard Becker, Präsident der Demokratischen Partei Saar (DPS), Kurt Conrad; 1. Vorsitzender der SPD-Saar; Heinrich Schneider, 1. Vorsitzender der DPS Quelle: Archiv des Saarländischen Rundfunks Im Bild: Die Vorsitzenden der deutschen Saarparteien auf der Pressekonferenz im Landtagsgebäude in Saarbrücken nach der Volksabstimmung zum Saarstatut. v.l.n.r.: Hubert Ney (CDU), Kurt Konrad (SPS), Heinrich Schneider und Richard Becker (beide DPS, Archivfoto vom 24.10.1955)
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Oct 22, 2022 • 3min

Emil Fischer über die deutsche Wissenschaft im Kriege | 22.10.1917 | Erster Weltkrieg

Der Chemiker Emil Fischer (1852 - 1919) erhielt 1902 den Nobelpreis für bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet der Zuckerchemie. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs war Emil Fischer einer der ersten Unterzeichner des Manifests, welches den völkerrechtswidrigen Einfall deutscher Truppen in Belgien als gerechtfertigt hinstellte. Während des Kriegs gehörte er zu der großen Anzahl deutscher Nobelpreisträger und sonstiger Spitzenforscher, die ihre Tätigkeit weitgehend an den Anforderungen des Militärs ausrichteten. Zu Ende des Krieges machte Fischer allerdings als einer von wenigen Spitzenwissenschaftlern deutlich, dass er die Unterstützung des Aufrufs von 1914 bereute. Der Krieg sei "ein schlechtes Geschäft, das liquidiert werden" müsse. In verschiedenen Schreiben ließ er erkennen, dass er unter der abzusehenden Niederlage Deutschlands und dem befürchteten Niedergang der deutschen Wissenschaft seelisch litt. Emil Fischers Vortrag "Obschon es schwer ist, die zukünftige Entwicklung der Wissenschaften vorauszusehen, so glaube ich doch sagen zu können, dass die Verbindungen der organischen Chemie mit der Biologie viel enger werden und immer reifere Früchte bringen werden. Im besonderen hoffe ich zuversichtlich, dass es durch die Erzeugnisse der organischen Synthese gelingen wird, einen radikalen chemischen Einfluss auf die Entwicklung der Organismen zu gewinnen und Veränderungen hervorzurufen, die alles durch Züchtung Erreichbare weit übertreffen. Die deutsche Naturforschung und die vielfach mit ihr in Wechselwirkung stehende Technik  haben mit Ausbruch des Krieges von Seiten des feindlichen Auslandes mancherlei Geringschätzung und Kränkung erfahren. So bedauerlich diese Erscheinung auch sein mag, so sicher wird sie in ruhigerer Zeit wieder verschwinden. Jedenfalls wollen wir uns dadurch nicht irremachen lassen, sondern fortfahren, im Wettstreit mit allen anderen Kulturvölkern den Schatz der Naturerkenntnis zu mehren und durch nützliche Anwendung in Gewerben und Künsten der ganzen Menschheit dienstbar zu machen." Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
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Oct 19, 2022 • 56min

Ende des Geiseldramas in Mogadischu – Selbstmorde in Stammheim | 18.10.1977 | RAF

Live-Sendung startet schon während der Nachrichten Der Mitschnitt dieser Live-Sendung vom Tag des Endes des Geiseldramas und der Selbstmorde in Stammheim beginnt mitten in den 17-Uhr-Südwestfunk-Nachrichten mit Wetterbericht und geht dann in eine einstündige Dokumentation über. Diese besteht aus 13 Elementen, die von Ursula Schaffeld und Bernhard Hermann moderiert werden. In den Nachrichten wird CSU-Chef Franz Joseph Strauß mit der Aussage zitiert, die Stammheimer Selbstmorde könnten nicht ohne Folgen bleiben. In Prag wurden vier Systemkritiker zu Haftstrafen bis zu drei Jahren verurteilt, u.a. [Václav] Havel. Zu Beginn der Dokumentation stellt Moderator Bernhard Hermann fest. "Es jagen sich jetzt noch die Meldungen. Telefone und Fernschreiber stehen nicht still. Viel zu viele Fragen sind noch offen." Die 13 Blöcke der Dokumentation Überblick über die Ereignisse des Vortages mit Ausschnitten aus der Pressekonferenz von Regierungssprecher Klaus Bölling nachts um 1.45 UhrRückblick auf die Entführung der "Landshut"Gespräche des Verteidigungsministers von Dubai mit den Insassen der „Landshut“Chronologie der Ereignisse, Lagebericht aus Bonn, Information über die GSG9Selbstmord der inhaftierten RAF-Mitglieder in Stammheim. Im O-Ton ein Pressesprecher des Justizministeriums in Stuttgart, der Stammheimer Anstaltsarzt Dr. Henk vor den Toren der Haftanstalt („Ich habe nur Baader am Boden gesehen… Herr Raspe ist tot … Ob das Mundschüsse oder Kopfschüsse sind, kann ich nicht sagen ... Frau Ensslin hing am Fenster.“), Generalstaatsanwalt Schüle.Ankunft der „Landshut“-Geiseln in FrankfurtGespräch mit den befreiten Geiseln, Meldungen über die Ermordung des Piloten SchumannStatement aus der Pressekonferenz von Innenminister Maihofer Werner Maihofer zur GeiselbefreiungBericht vom Einsatz der GSG9-TruppeMeldungen über das ungeklärte Schicksal von Schleyer, Pressekonferenz des Baden-Württembergischen Justizministers Traugott Bender zu den Ereignissen in StammheimKommentar zum Selbstmord der RAF-Mitglieder in StammheimWeg der ersten RAF-GenerationEntwicklung in Stammheim Die Dokumentation endet vor den Toren Stuttgart-Stammheims. Dort hätten sich, so der Reporter live, bis zu 200 Menschen versammelt, darunter 50 Journalisten. Die Zufahrt zum Gelände sei abgesperrt worden. Zusätzlich sei von der Polizei eine zweite Sperre im Ort Stammheim errichtet worden, mit der Begründung, der Parkplatz vor der Vollzugsanstalt sei völlig überfüllt. Der Reporter streitet das ab. Die Fahrzeuge, die in die Anstalt in den letzten Stunden hineinfuhren, seien "besonders sorgfältig kontrolliert" worden. Vor Kurzem kamen 25 bis 30 Polizisten zu Pferd an, vermutlich für den Fall einer Demonstration von Sympathisanten der toten RAF-Mitglieder. Dazu werde es aber nicht mehr kommen. Es werde schon dunkel. Aus der Archivdatenbank (O-Ton) Pressemitteilung des Justizministeriums in Stuttgart zu den RAF-Selbstmorden in Stammheim / (O-Ton) Henk (Anstaltsarzt Stammheim) / (O-Ton) Schüle (Generalstaatsanwalt) zum ersten Augenschein hinsichtlich der Selbstmorde / (O-Ton) ARD-FS zur Ankunft der befreiten Geiseln in Frankfurt / (O-Ton) Werner Maihofer, Innenminister (PK) zur Geiselbefreiung / (O-Ton) Traugott Bender, Justizminister (PK)
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Oct 17, 2022 • 2min

Verlogene Trauerrede auf Erwin Rommel | 18.10.1944

Generalfeldmarschall Erwin Rommel (15. November 1891 bis 14. Oktober 1944), der "Wüstenfuchs", ist tot. Offiziell gestorben bei einem Autounfall in der Folge einer Embolie. In Wahrheit hatte sich Rommel das Leben genommen, unter Druck gesetzt von Hitlers General Ernst Maisel. Rommel war in Ungnade gefallen, nicht nur, weil er als verantwortlicher General die Invasion der Alliierten in der Normandie nicht verhindern konnte, sondern vor allem, weil es Material gab, das ihn in Verbindung brachte mit den Hitlern-Attentätern vom 20. Juli. Rommel wurde vor die Wahl gestellt: Volksgerichtshof – oder Suizid. Rommel nahm die Zyankalikapseln. Weil Rommel aber in der Bevölkerung so beliebt war, wurde darüber nicht gesprochen. Vielmehr schlachtet das NS-Regime Rommels Tod noch einmal propagandistisch aus. So auch beim Staatsakt im Rathaus von Ulm, wo Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt am 18. Oktober die Trauerrede hält.
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Oct 17, 2022 • 2min

Paul von Hindenburg zur Lage Deutschlands im 4. Kriegsjahr | 17.10.1917 | Erster Weltkrieg

Paul von Hindenburg (OHL), der zu Beginn des Kriegs Erfolge feierte, spricht im vierten Kriegsjahr nicht mehr siegessicher. Der Kampf sei den Deutschen "aufgezwungen" worden, ist seine neue Einschätzung. Es geht jetzt "um Sein oder Nicht-Sein", wo nur noch der "gerechte Gott" helfe. Paul von Hindenburgs Ansprache "Deutschland steht im vierten Kriegsjahre militärisch und wirtschaftlich unerschüttert. Eine Welt von Feinden hat nicht vermocht, es niederzuringen. Dieses Rätsels Lösung liegt in dem guten Gewissen des deutschen Volkes. Der Kampf ist uns aufgezwungen. Jeder Deutsche weiß, es geht um Sein oder Nicht-Sein. Und so leistet an der Front wie in der Heimat jeder fast Übermenschliches. Der Hieb ist die beste Abwehr. Darum nicht aus Eroberungssucht haben wir überall den Krieg in Feindesland getragen und unser Vaterland vor den Schrecken des Krieges bewahrt. Da Waffen und Hunger Deutschlands Siegeswillen nicht niederzwangen, griff der Feind zur Niedertracht. Er suchte Zwietracht zu säen, das Volk von seinem Kaiser zu trennen. An der deutschen Treue sind seine Giftpfeile aber abgeprallt. So wird die deutsche Eiche allen Stürmen trotzen. Mit ruhiger Zuversicht erwarten wir den Ausgang des Ringens. Der gerechte Gott ist mit uns. Ans Vaterland, ans teure, schließ' Dich an. Das halte fest mit Deinem ganzen Herzen. Hier sind die starken Wurzeln Deiner Kraft." Aufgenommen am 17. Oktober 1917 im Großen Hauptquartier der Heeresleitung in Bad Kreuznach. Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
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Oct 13, 2022 • 4min

DDR-Ministerpräsident Willi Stoph zum Ende der Kuba-Krise | 29.10.1962 | Kuba-Krise (7):

Kuba habe ein Recht auf Selbstverteidigung. Die USA haben mit ihrer Seeblockade gegenüber Kuba die Welt an den Rand eines Atomkriegs gebracht. Am Ende hat sich der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow in seiner weisen Voraussicht nicht von amerikanischen Imperialisten provozieren lassen und hat dem Weltfrieden zuliebe eingelenkt. Das ist die offizielle Lesart der DDR-Regierung zum Ende der Kuba-Krise, wie sie Willi Stoph in einer Rundfunkansprache erklärt. Stoph war zu diesem Zeitpunkt amtierender Ministerpräsident in Stellvertretung des seit längerem erkrankten Otto Grotewohl.

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