Archivradio – Geschichte im Original

SWR
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Jan 5, 2026 • 23min

US-Invasion in Panama – Fahndung nach Machthaber Noriega

Der Podcast taucht in die dunklen Verstrickungen Manuel Noriegas und dessen Anfangsverbindung zur CIA ein. Die Invasion der USA wird als Antwort auf Noriegas Verbrechen und die Sorgen um den Panamakanal thematisiert. Anfangs herrscht breite Zustimmung in der US-Bevölkerung, doch die Stimmung kippt schnell. Schockierende Berichte von Zerstörung und hohen zivilen Verlusten werden behandelt. Interessant ist auch Noriegas verzweifelter Fluchtversuch in die Vatikanbotschaft, während die Kämpfe in Panama-Stadt weitergehen.
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Jan 5, 2026 • 19min

USA verhaften Panamas Machthaber Noriega – Streit mit Vatikan | 29.12.1989 - 4.1.1990

Die Invasion in Panama führte zu einem aufregenden Katz-und-Maus-Spiel mit Manuel Noriega. Nach seiner Flucht in die Vatikan-Nuntiatur versuchen die USA mit lauter Rockmusik und anderen Taktiken, ihn zur Herausgabe zu bewegen. Spannende Spekulationen ranken sich um die Gründe, warum der Vatikan Noriega Schutz gewährt. Schließlich stellt er sich den US-Behörden und steht vor einem langen Prozess in Miami. Die Verstrickungen von Noriega mit der CIA und Fragen zur Fairness des Verfahrens sorgen für zusätzliche Brisanz.
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Jan 1, 2026 • 10min

Die ersten Soldatinnen der Bundeswehr | 2.1.2001

Für junge Männer galt im Jahr 2001 noch die alte Wehrpflicht, Frauen dagegen durften der Bundeswehr zwar dienen, nicht jedoch an der Waffe. Das ändert sich am 2. Januar 2001. Knapp 250 Frauen werden als Soldatinnen in die Bundeswehr aufgenommen. Eine Hintergrundsendung in SWR4 zeigt, was sie dort erwartet.
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Jan 1, 2026 • 1min

Das ist das Archivradio – Geschichte in Originaltönen

Historische Tonaufnahmen und Radioberichte vom 19. Jahrhundert bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Am 1.1.2026 auch zu hören in Das Wissen | SWR Kultur | 15:04 Uhr: Frühe Live-Reportage – Nächtlicher Besuch im Kölner Dom https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:69a55af5d59a47f7/ http://archivradio.de Sortierte Übersicht:http://swr.li/archivradio-katalog
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Dec 31, 2025 • 45min

Frühe Live-Reportage: nächtlicher Besuch im Kölner Dom | 28.4.1930

Grenzen der Klangkunst ausloten Dies ist eine der frühesten Live-Reportagen im deutschen Rundfunk. Eigentlich keine richtige Reportage, sondern ein Hörbild, entstanden am 28. April 1930. Mehr als um den Dom geht es vor allem darum, die damaligen Grenzen der Klangkunst auszuloten. Aufgezeichnet wurde auf Wachsplatte. 20 Platten wurden verwendet, davon sind 7 erhalten. Von der ursprünglich 60- bis 70-minütigen Live-Sendung ist somit nur ca. eine halbe Stunde erhalten. Klangerlebnis mit gregorianischem Wechselgesang Insgesamt war es eine große Pionierleistung. Um den Raum akustisch erfahrbar zu machen, wurde ein Mikrofon am Eingang des Domes platziert, ein anderes an der Vierung. Eine Messdienergruppe, die sich singend von einem Mikrofon weg auf das andere zu bewegt, macht die Länge des Raumes (119 m) akustisch hörbar. Die Höhe des Raumes wird erfahrbar durch einen gregorianischen Wechselgesang, bei der die eine Gruppe auf dem Triforium steht (das ist eine Galerie etwa in der Mitte der Raumhöhe), die andere im Langhaus. Der Ton schwebt durch den Raum. Auch das Timing der Abläufe war für damalige Verhältnisse äußerst anspruchsvoll, denn die Reportage endet pünktlich mit dem 22-Uhr-Geläut des Doms. Idee des Kulturvermittlers Fritz Worm Hinter dem Projekt steckte Fritz Worm. Er stammte aus Schlesien, war Buchhändler, aber auch ein missionarischer Kulturvermittler – dafür steht auch diese Reportage vom Kölner Dom und den in ihm enthaltenen Kunstschätzen. Als Jude emigrierte er 1936 nach Brasilien, wo er 1940 starb. Da von der Aufnahme nur etwa die Hälfte erhalten ist, enthält die archivierte Fassung immer wieder – entsprechend der Aufnahmedauer der ursprünglichen Wachsplatten etwa alle 4 Minuten – eine Unterbrechnung. Zwischen den Fragmenten erläutert die Historikerin und ehemalige WDR-Archivredakteurin Birgit Bernard die Hintergründe zu der Aufnahme.
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Dec 28, 2025 • 4min

"Die Sünderin" mit Hildegard Knef darf im Kino gezeigt werden | 19.1.1951

Der Regisseur Willi Forst war eigentlich bekannt für seine leichten Komödien. Er hatte sich im Nationalsozialismus bewusst auf unpolitische Stoffe konzentriert, um sich nicht vereinnahmen zu lassen. Nach dem Krieg aber wagt er etwas Neues und produziert den Film "Die Sünderin" mit Hildegard Knef in der Hauptrolle. Prostitution, Tötung auf Verlangen, Suizid: FSK will Film nicht freigeben Der Filmstart ist für Januar 1951 geplant, doch die katholische Kirche protestiert vehement, und die Freiwillige Selbstkontrolle will den Film nicht freigeben. Anders als es heute oft dargestellt wird, ist der Grund dafür nicht die Nacktszene mit Hildegard Knef. Die FSK kritisiert vielmehr, dass die Hauptfigur Marina wie selbstverständlich Prostitution als Ausweg ihrer Notlage wählt, dass sie ihren schwer erkrankten Freund auf dessen Wunsch tötet und anschließend sich selbst. Diese Darstellung von Prostitution, Tötung auf Verlangen und Suizid bewertet die FSK zunächst als gefährlich ein, da es zur Nachahmung anreizen könne. Die Produktionsfirma und Regisseur Willi Forst beantragen umgehend ein Krisentreffen mit der FSK, zwei Tage vor der Premiere. Am Ende darf der Film doch gezeigt werden, und Willi Forst schildert nach der Premiere seine Sicht der Dinge.
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Dec 28, 2025 • 29min

Hildegard Knef wird 70 und spricht über rote Rosen | 28.12.1995

Hildegard Knef: erster deutscher Weltstar der Nachkriegszeit Hildegard Knef (1925 - 2002) ist der erste deutsche Weltstar der Nachkriegszeit. In Ulm geboren, zieht sie schon ein Jahr später, nach dem Tod ihres Vaters, mit der Mutter nach Berlin. Mit 15 Jahren geht sie von der Schule und landet beim Film. Ihre Karriere führt sie bis nach Hollywood; sie spielt am Broadway, hat mit Stars wie Marlon Brando und Marilyn Monroe zu tun. Ab Ende der 1950er-Jahre macht sie sich dann vor allem als Chanson-Sängerin einen Namen. Am 28. Dezember 1995, zu ihrem 70. Geburtstag, sendet der Süddeutsche Rundfunk ein 40-minütiges Geburtstags-Special mit Hildegard Knef. Angela Merkel wünscht sich "Für mich soll's rote Rosen regnen" Die ursprüngliche Sendung enthielt auch Lieder von ihr, die wir aus urheberrechtlichen Gründen herausgeschnitten haben. Der Beitrag beginnt aber mit einem kurzen Auszug aus ihrem berühmtesten Chanson, das sich Angela Merkel als eins der Lieder zu ihrem "Zapfenstreich" am 2. Dezember 2021 gewünscht hat: "Für mich soll’s rote Rosen regnen." Das Interview führt die SDR-Redakteurin und spätere ARD-Kulturkorrespondentin Maria Ossowski.
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Dec 13, 2025 • 24min

Podcast-Pionier Detlef Clas: Vom CERN über den Schulfunk zu "Das Wissen" | 5.12.2025

Detlef Clas, Physiker und Pionier im Radio, erzählt von seiner Reise vom CERN zur Schulfunkredaktion. Er erinnert sich daran, wie er den Schulfunk in ein modernes Hörformat verwandelte und mit digitalen Experimenten begann. Besonders spannend sind seine Berichte über die Übertragung von Computerprogrammen per Radioton und die aktive Community. Außerdem beleuchtet Clas die Herausforderungen der Podcast-Entwicklung und die steigende Bedeutung von SWR2 Wissen als einer der ersten öffentlich-rechtlichen Podcasts.
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Dec 4, 2025 • 48min

Hannah Arendt und die "Banalität des Bösen" | 9.11.1964

Hannah Arendt, jüdische Philosophin und Autorin des einflussreichen Buches »Eichmann in Jerusalem«, erörtert die tiefenkomplexen Themen rund um den Eichmann-Prozess und die »Banalität des Bösen«. Sie analysiert Eichmann als typischen Funktionär, der durch Dummheit und Gehorsam auffällt, und beleuchtet die Bedeutung von Verantwortung in der Bürokratie. Arendt kritisiert die Überhöhung von Gehorsam und die Gefahr von Mitwisserschaft, während sie gleichzeitig die Reaktionen auf ihr Werk und die Spannungen zwischen Wahrheit und Emotionen reflektiert.
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Nov 30, 2025 • 13min

Lise Meitner: "Frauen in der Wissenschaft" | November 1953

Radiovortrag von Lise Meitner 1953 Die Kernphysikerin Lise Meitner entdeckte zusammen mit Otto Hahn und Fritz Straßmann die Spaltung des Atomkerns. Mit dem Chemie-Nobelpreis hierfür wurde Hahn 1944 alleine ausgezeichnet. In einem Radiovortrag für den RIAS Berlin berichtet Lise Meitner von ihren Erfahrungen als Frau im Wissenschaftsbetrieb. Als ich vor mehr als 50 Jahren an der Wiener Universität Mathematik und Physik zu studieren begann, war ich sehr stark beeindruckt von der neuen Gedankenwelt, die mir eröffnet wurde. (…). Infolgedessen habe ich auch sehr wenig über die Entwicklung der Frauenbewegung gewusst. Vor allem war mir nicht klar geworden, was sie für die verschiedenartigsten Probleme bedeutet, die das individuelle Leben und das Gemeinschaftsleben in der menschlichen Gesellschaft in sich schließen. Natürlich hatte ich das eine oder andere über die Frauenfrage gelesen. Aber ich glaubte nicht, dass etwa ein Buch wie "Der physiologische Schwachsinn des Weibes" von Möbius, obwohl es von 1900 bis 1922 in 12 Auflagen herauskam, oder das 1910 erschienene Buch von Max Funke "Sind Weiber Menschen?" mit dem Untertitel "Mulieres homines non sunt" ernst genommen und widerlegt werden musste. Später habe ich begriffen, wie irrtümlich diese meine Auffassung war und welchen Dank jede speziell in einem geistigen Beruf tätige Frau den Frauen schuldig ist, die um die Gleichberechtigung gekämpft haben. Quelle: Lise Meitner Lise Meitner beschreibt die Einstellung zum Frauenstudium in Deutschland im endenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert als sehr ablehnend – nicht nur von Seiten der Universitätslehrer, sondern auch von Seiten der bürgerlichen Eltern. Trotzdem seien in Deutschland und Österreich nach dem Ersten Weltkrieg Frauen als Dozentinnen und Assistenten in den verschiedensten Fachbereichen an Universitäten tätig gewesen. Meitner schaut in andere Länder, nach Schweden und in die USA. Auch dort war es nicht leicht für Frauen, eine "höhere" Stelle zu erhalten. Wissenschaftlerinnen wie der theoretischen Physikerin Maria Mayer-Goeppert (Anmerk. der Redaktion: Maria Goeppert-Mayer) oder den Anthropologinnen Margaret Mead und Ruth Benedict sei es dennoch gelungen, zu Weltruhm zu kommen. Lise Meitner ist sich sicher, dass die Entwicklung hin zur Gleichstellung der Frau weitergeht. "Dass dabei einige besondere Probleme ihre Lösung finden müssen, wird wohl niemand übersehen." Tipp: Lise Meitner oder Die Spaltung der Welt ARD Hörspiel-Speicher https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:8ea6eaf95501e02d/

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