Das Neue Berlin

Das Neue Berlin
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Dec 16, 2024 • 1h 36min

Warum streiten wir über Kunst? – mit Johannes Franzen

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Bluesky oder schreib uns an hierist@dasneue.berlin. ⎯ Wenn wir über Kunst streiten, streiten wir über alles: Wer sind wir? Was ist schön? Was ist gut? Wer hat Ahnung, und wer ist ein ahnungsloser Idiot? Was verdient Steuergelder, und was überlassen wir dem Markt? Wer gehört dazu, und wer muss draußen bleiben? Kein Wunder, dass solche Debatten oft hitzig werden – manchmal sogar tödlich. Unser Gast Johannes Franzen hat diesen Kontroversen ein ganzes Buch gewidmet. Dabei richtet er seinen Blick auf die alltägliche Perspektive des Kunstgenusses, von der Serie bis zur Theaterbühne. Entgegen der These eines allgemeinen Bedeutungsverlustes entdeckt er ein lebendiges, vielfältiges Kulturleben. Kunst erscheint als allgegenwärtiges Gut – und zugleich als gesellschaftliches Streitobjekt von höchster Relevanz. In der Sendung widmen wir uns dem historischen Zusammenhang zwischen modernem Kunstverständnis und dem Statuskampf der bürgerlichen Gesellschaft – einem Kampf, der von Anfang an geprägt war von Disziplinierung, Ausgrenzung und Gewalt. Wir sprechen über die Dynamik und Ambivalenz hochkultureller Leitbilder und die bewährten Strategien kultureller Eliten. Zudem werfen wir einen Blick auf die Rolle der Kulturbildung in der Schule und das alte Ideal der autonomen Kunst mit all seinen Widersprüchen. Kunsterfahrung zeigt sich dabei als durchweg zwiespältiges Phänomen: lustvoll, schön und kontemplativ, aber ebenso schambehaftet, langweilig, fremdbestimmt und voller Argwohn. Shownotes Pierre Bourdieu – Wikipedia Die feinen Unterschiede – Wikipedia Die Regeln der Kunst – Wikipedia Theodor W. Adorno: On popular Music Lawrence W. Levine: Highbrow/Lowbrow Astor Place Riot – Wikipedia Emilia Galotti – Wikipedia Notes on \„Camp\“ — Wikipedia Judith Zander – Wikipedia Effi Briest – Wikipedia Gérard Genette – Wikipedia Les Fleurs du Mal – Wikipedia Seelandschaft mit Pocahontas – Wikipedia Madame Bovary – Wikipedia Balthus – Wikipedia Eugen Gomringer – Wikipedia Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Johannes Franzen Verwandte Episoden Politische Schönheit – Über das Verhältnis von Kunst und Politik Wer Kultur sagt, sagt auch Verwaltung – Im Gespräch mit Theodor W. Adorno Spießer! – mit Sonja Engel und Dominik Schrage Klimawandel als Klassenfrage im Werden – mit Linus Westheuser
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Nov 14, 2024 • 1h 17min

Sparen ohne Sinn – mit Philippa Sigl-Glöckner über die Schuldenbremse

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Bluesky oder schreib uns an hierist@dasneue.berlin. ⎯ Gewaltige Aufgaben stehen für Deutschland in den kommenden Jahrzehnten an. Investitionen in die Infrastruktur, Verkehr und Bildung, den grünen Umbau der Wirtschaft, die Digitalisierung. Sämtliche Wirtschaftsinstitute, Verbände, auch der IWF sind sich einig, dass Deutschland erheblich mehr investieren muss, um all das zu schaffen. Allein, das Geld ist nicht da. Der Staatshaushalt soll ausgeglichen sein. Die Schuldenbremse muss eingehalten werden. Was steckt hinter dieser Selbstsabotage? Und wie geht es anders? Dem ist Philippa Sigl-Glöckner in ihrem Buch Gutes Geld nachgegangen. Sie ist Ökonomin und Gründungsdirektorin des Dezernats Zukunft, einem Thinktank zu Staatsfinanzen. Wir sprechen mit ihr über die historischen Zufälle, die zu den heutigen Schuldenregeln geführt haben und auf obskuren Excel-Tabellen in den Tiefen der EU-Bürokratie ihr Unwesen treiben. Schuldenregeln, die festlegen, wie hoch die Arbeitslosigkeit liegen muss und die jede progressive Gestaltung der Gesellschaft im Keim ersticken. Im Gespräch zeigt Sigl-Glöckner auf, wie sich die Staatsfinanzen auch ohne Grundgesetzreform politisch gestalten lassen. Für sie ist Finanzpolitik eine Frage demokratischer Selbstbestimmung. Shownotes Gutes Geld | Buch Philip Pettit – Wikipedia Isaiah Berlin – Wikipedia Amartya Sen – Wikipedia Lohn-Preis-Spirale – Wikipedia Industrielle Reservearmee – Wikipedia Vertrag von Maastricht – Wikipedia 3‑Prozent-Defizitgrenze: Wie das Maastricht-Kriterium im Louvre entstand Modern Monetary Theory – Wikipedia Aaron Sahr – Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Maurice Höfgen – Wikipedia Sondervermögen Bundeswehr – Wikipedia Bundesverfassungsgericht — Presse — Zweites Nachtragshaushaltsgesetz 2021 ist nichtig Krise ohne Alternative – MERKUR Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Philippa Sigl-Glöckner Twitter Verwandte Episoden Das halbe Leben – Mit Lisa Herzog über die Zukunft der Lohnarbeit Mit Ulrike Herrmann über das Ende des Kapitalismus Migrantische Arbeit – mit Peter Birke Die Entdemokratisierung der Staatsfinanzen – mit Sebastian Huhnholz
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Oct 14, 2024 • 1h 15min

Migrantische Arbeit – mit Peter Birke

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Bluesky oder schreib uns an hierist@dasneue.berlin. ⎯ Ob bei Amazon, im Taxigewerbe oder in der Pflege: An vielen Orten ist der Arbeitsmarkt nicht nur in Oben und Unten geteilt, sondern auch danach, wer Migrationsgeschichte hat oder nicht. Manche Branchen funktionieren nur durch Menschen ohne deutschen Pass. Oft sind die Arbeitsbedingungen hier schlecht und der Lohn gering. Und oft bleibt die Arbeit unsichtbar: in abgelegenden Werkshallen, im Dunkel der Nachtschicht oder in der Grauzone des Arbeitsrechts. In der Sendung sprechen wir mit Peter Birke vom Soziologischen Forschungsinstitut in Göttingen. Er untersucht seit vielen Jahren den Zusammenhang von Arbeit und Migration, insbesondere in der Fleischindustrie und im Versandhandel. Er erklärt uns die komplexe Struktur eines segmentierten Arbeitsmarktes, den historischen Wandel des deutschen Migrationsregimes und die Widersprüche kapitalistischer Verwertungsdynamiken. Birke beschreibt die Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Migrant*innen in einem Spannungsfeld von rechtlicher Informalität, komplizierten Anwerbeketten, schwierigem Wohnmarkt und hartem Arbeitsalltag. Widerstand wird auf unterschiedliche Weise geleistet: Manchmal wird im wilden Streik zeitweise die Arbeit verweigert oder sogar innerbetrieblich mehr Lohn ausgehandelt. Sofern man mobil genug ist, kann man zum besser bezahlten Standort weiterziehen. Oft haben die Arbeitenden ein sehr klares Bewusstsein davon, dass sie einen Knochenjob machen. Dieser erscheint ihnen aber innerhalb eigener biografischer Projekte und längerfristiger Ziele als – zeitweise – alternativlos. Shownotes Geteilte Arbeitswelten. Konflikte um Migration und Arbeit — Anne Lisa Carstensen, Peter Birke, Nikolai Huke, Lisa Riedner | BELTZ Mandelbaum Verlag Grenzen aus Glas Michael J. Piore — Wikipedia Andrea Hense Frederick Winslow Taylor – Wikipedia Wilder Streik bei Ford 1973 – Wikipedia Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Peter Birke Website Verwandte Episoden Das halbe Leben – Mit Lisa Herzog über die Zukunft der Lohnarbeit Drei Farben: Gelb – Mit Guillaume Paoli über die Gelbwestenbewegung als politisches Ereignis Mit Luisa Schneider über das Leben auf der Straße State of the Trade Union – mit Wolfgang Schroeder Einsam sterben – mit Susanne Loke Sparen ohne Sinn – mit Philippa Sigl-Glöckner über die Schuldenbremse Unternehmen gegen Rechts – mit Benedikt Kapteina
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Aug 30, 2024 • 1h 44min

Rechtes Denken und Fühlen – mit Felix Schilk und Florian Spissinger

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Bluesky oder schreib uns an hierist@dasneue.berlin. ⎯ Hintergründe für den Rechtsruck in westlichen Ländern gibt es viele: wirtschaftliche Transformation, Ab- wie Zuwanderung, fehlende staatliche Daseinsvorsorge. Hört man rechten Populisten zu, scheint all das aber mit besonderer Bedeutung aufgeladen zu sein. Wirtschaftliche Transformation wird zum Irrsinn einer „grünen Elite“. Zuwanderung zum „großen Austausch“. Die Regierung zum „Totengräber der Nation“. Zwei jüngst erschienene Arbeiten setzen sich mit dieser Sinngebung auseinander: Felix Schilks Erzählgemeinschaft der Neuen Rechten und Florian Spissingers Gefühlsgemeinschaft der AfD. Schilk analysiert in seiner Arbeit anhand von Zeitschriften die immer wiederkehrenden Grundstrukturen konservativer und rechter Erzählungen. Spissinger untersucht an Stammtischen und an Wahlständen, welches positive emotionale Angebot die AfD ihren Anhängern machen kann. Im Gespräch erkunden wir die unauflöslichen Mehrdeutigkeiten und Widersprüche einer Weltanschauung: mal revolutionär, mal bieder, mal schimpfend, mal zum Wohlfühlen, mal apokalyptisch, mal als Kraft des „gesunden Menschensverstandes“ und der „natürlichen Ordnung der Dinge“. Schließlich diskutieren wir über den richtigen Umgang mit der Rechten und was wehrhafte Demokratie eigentlich bedeuten soll. Wir lernen, dass es keine Mechanismen gibt, die einen Rechtsruck notwendig machen. Es herrscht – wie so oft – radikale historische Offenheit: Nichts ist neu, nichts ist vorbei, alles ist möglich! Shownotes Die Erzählgemeinschaft der Neuen Rechten bei transcript Verlag Die Gefühlsgemeinschaft der AfD Karin Priester – Wikipedia Karl Mannheim – Wikipedia Krisenexperiment – Wikipedia Knowledge Fight Gekränkte Freiheit. Buch von Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey (Suhrkamp Verlag) Arnold Gehlen – Wikipedia Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gäste Felix Schilk Twitter Florian Spissinger Verwandte Episoden Rechte Rebellen – Mit Maurits Heumann über den neuen Autoritarismus Alternative Fakten – mit Nils C. Kumkar Die Alternativlosigkeit der Partei – mit Jasmin Siri Unternehmen gegen Rechts – mit Benedikt Kapteina Kirche im Umbruch – mit Philipp Greifenstein
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Aug 9, 2024 • 1h 27min

Paradoxe politische Redeweisen – mit Astrid Séville und Julian Müller

Astrid Séville, Aktivistin und Expertin für politische Kommunikation, und Julian Müller, Wissenschaftler für soziale Medien, ergründen die verworrene Landschaft der politischen Rede. Sie thematisieren, wie sich autoritäre Ansprüche in einer skeptischen Gesellschaft entwickeln und diskutieren die Herausforderung, verschiedene gesellschaftliche Gruppen in politischen Diskursen zu repräsentieren. Zudem werfen sie einen Blick auf die Bedeutung von Konversionsgeschichten und den Einfluss alternativer Medien in der heutigen Kommunikation. Ein fesselnder Austausch über komplexe Themen!
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Jun 24, 2024 • 1h 32min

Was ist eine gute Kindheit? – mit Johannes Drerup und Gottfried Schweiger

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Apr 22, 2024 • 1h 31min

Von Mao bis Xi – mit Felix Wemheuer

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Bluesky oder schreib uns an hierist@dasneue.berlin. ⎯ An China kommt niemand mehr vorbei – weder wirtschaftlich, noch sicherheitspolitisch oder ökologisch. Das Land ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und hat keine schlechten Chancen, in absehbarer Zeit den ersten Platz einzunehmen. Zugleich ist China schwer zu deuten: Mit seiner uralten kulturellen Tradition, seiner hybriden Wirtschaftsweise und seinem Einparteiensystem gibt es westlichen Beobachtern regelmäßig Rätsel auf. In dieser Folge versuchen wir deshalb, das gegenwärtige China aus der langen historischen Linie zu verstehen. Mit unserem Gast, dem Sinologen Felix Wemheuer, sprechen wir über die wechselvolle Geschichte Chinas im 20. und 21. Jahrhundert. Dabei interessieren wir uns für die Besonderheiten des chinesischen Kommunismus unter Mao, die Gründe für die Hungerkatastrophe im „Großen Sprung nach vorn“ sowie die gewaltvolle Dynamik der Kulturrevolution. Zudem blicken wir auf die Erfolge und sozialen Verwerfungen der Reformära und landen schließlich in der Gegenwart. Wemheuer berichtet uns über die Lebensformen der neuen chinesischen Mittelschicht und erklärt uns die hartnäckige Herrschaft der Kommunistischen Partei. Schließlich fragen wir, welche Hoffnungen man mit der chinesischen Zivilgesellschaft verbinden darf. Und wie eigentlich eine progressive Chinapolitik im 21. Jahrhundert aussieht. Shownotes Wemheuer et al. (Hg.) — Die Zukunft mit China denken Wemheuer — China. Land von Widersprüchen und Vielfalt Felix Wemheuers Youtube-Kanal Wemheuer — Chinas große Umwälzung Wemheuer — Der große Hunger Red Star Over China — Wikipedia Reading the China Dream — Blog Chinesisches Denken der Gegenwart | Leese / Shi | e‑Book Deng Xiaoping – Wikipedia Xi Jinping – Wikipedia Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Felix Wemheuer Website Verwandte Episoden Mit Ellen von den Driesch über die Demographie des Suizids in der DDR Postkoloniale Soziologie – mit Marius Meinhof Der Kommunismus und wir – mit Gerd Koenen
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Mar 26, 2024 • 1h 22min

Das Thüringen-Projekt – mit Marie Müller-Elmau und Hannah Beck

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Feb 19, 2024 • 1h 27min

Klimawandel als Klassenfrage im Werden – mit Linus Westheuser

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Jan 21, 2024 • 1h 36min

Einsam sterben – mit Susanne Loke

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