Scientists for Future Podcast

Scientists for Future – Podcast Team
undefined
Jul 20, 2023 • 1h 43min

Folge #32 – Coal Exit

Im Gespräch mit Prof. Pao-Yu Oei Deutschland ist Weltmeister im Braunkohlebaggern. In keinem Land der Welt wird mehr von diesem klimaschädlichen Energieträger gefördert und verbrannt als in der Bundesrepublik. Dass das nicht so bleiben kann, ist klar, denn die Bundesregierung hat sich 2015 in Paris dazu verpflichtet, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass sich die globale Durchschnittstemperatur nicht um mehr als 1,5°C erhöht. Und durch ihren enormen CO2-Ausstoß trägt die Braunkohleverstromung maßgeblich zu den deutschen Treibhausgasemissionen bei.  Pao-Yu Oei, Professor für Nachhaltige Energiewende Ökonomie an der Universität Flensburg und Leiter der Forschungsgruppe CoalExit hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie eine 1,5°-kompatible Kohleausstiegspolitik aussehen kann. Im Gespräch mit ihm haben wir uns besonders einem der drei verbleibenden deutschen Kohlereviere gewidmet: der Lausitz. Mit ihm haben wir darüber geredet, warum der derzeit politisch geplante Kohleausstieg im Jahr 2038 viel zu spät wäre, warum die ostdeutschen Kraftwerke vermutlich ohnehin schon früher stillstehen werden und wie viel Kohle in der Lausitz noch verbrannt werden darf, damit Deutschland seinen Verpflichtungen aus dem 1,5°-Ziel gerecht wird. Außerdem ging es um den Strukturwandel und die wirtschaftlichen Perspektiven der Lausitz jenseits der Kohle. Shownotes Literatur Studie der FossilExit-Forschungsgruppe: Herpich, P., Semb, J., Oei, P. Y., & Kemfert, C. (2023). Klimasctz in der Lausitz zur Einhaltung der 1,5°-Grenze. Quellen Intro Coverbild Für diese Folge verwenden wir erstmals KI-generierte Kapitelmarken. Falls ihr die Kapitelmarken beim Hören nutzt, schickt uns gerne euer Feedback an kontakt @ s4f-podcast.de.
undefined
Jun 19, 2023 • 1h 23min

Folge #31 – Carbon Bubble

Im Gespräch mit Prof. Fabiola Schneider In dieser Folge nehmen wir uns ein Finanzthema vor, und knüpfen direkt an Folge 26 an: Darin ging es um Carbon Bombs, die größten fossilen Energieressourcen, und enorme Mengen „unburnable carbon“, die in der Klimakrise auf keinen Fall noch in die Atmosphäre gelangen dürfen, die andererseits aber erhebliche Teile des Börsenwertes von Unternehmen ausmachen. Mehr als eine Billion Euro droht zu „stranden“ – ein Vielfaches mehr als die Verluste, die die Finanzkrise von 2008 auslösten. Kurz: Es gibt eine Carbon Bubble, und wenn sie platzt muss man nicht einmal ein eigenes Aktienportfolio haben, um betroffen zu sein.Als Expertin zur Nachhaltigkeit auf dem Finanzmarkt haben wir Fabiola Schneider zu Gast, Assistant Professor in Finance an der Dublin City University (DCU) Business School. Unsere Fragen an Fabiola: Wie können angeblich effiziente Märkte eine solche Bubble erzeugen? Können wir kontrolliert die Luft ablassen? Und pumpen wir mit Subventionen die Blase weiter auf? Wir freuen uns auch bei diesem Thema eine Co-Produktion auszuprobieren, nämlich mit dem Finance 4Future Podcast, und begrüßen Niklas Krämer als Co-Moderator. Shownotes Literatur nature climate change: Stranded fossil-fuel assets translate to major losses for investors in advanced economies Schneider et al.: In the Name of COVID-19: Is the ECB Fuelling the Climate Crisis? NBER: Stranded Fossil Fuel Reserves and Firm Value Links Kate Raworth: Doghnut Economics Carbon Budget https://climatechangetracker.org/igcc https://www.mcc-berlin.net/en/research/co2-budget.html Über Finance 4Future Podcast WertWende Finanzberatung Impact Report 2023 Quellen Intro: Der Schwarze Freitag – ZDF Dokumentarspiel von 1966
undefined
Jun 6, 2023 • 1h 17min

Folge #30 – Wärmewende

Im Gespräch mit Dr. Jens Clausen & Prof. Pietro Altermatt Es wird zunehmend klar, dass wir hierzulande ganz besonders bei der Wärmewende – der Dekarbonisierung unserer Heizungs-Infrastruktur – lange geschlafen haben. Gut die Hälfte aller Heizungen in Deutschland wird mit Erdgas betrieben, auf Rang 2 folgt dann die Ölheizung mit etwa einem Viertel. Der politische Handlungsdruck ist also groß. Um die Wärmewende ab 2024 wirklich anzugehen hat das Bundesklimaschutzministerium hat gemeinsam mit dem Bauministerium dafür das Gebäudeenergiegesetz neu verfasst. Doch statt die Bevölkerung für die Wärmewende zu begeistern, streitet die Bundespolitik um die politische Strategie, die richtigen Technologien und letztlich auch um den Klimaschutz insgesamt. Wie können wir möglichst viel fossile Energie möglichst schnell zu angemessenen Preisen durch verschiedene Formen der erneuerbaren Wärme ersetzen? In dieser Folge möchten wir mehr Licht in die stark politisierte Debatte bringen und mit einigen Mythen aufräumen. Dazu haben wir uns zwei Gäste eingeladen, Dr. Jens Clausen (Borderstep Institut) und Prof. Dr. Pietro Altermatt (University of Oxford). Beide sind aktiv bei den Scientists for Future, und sie sind Autoren eines Artikels, der im März 2023 in der Zeitschrift „Nature Communications Earth & Environment“ erschienen ist. Ihre Studie weist nach: Der Ersatz von Gasheizungen durch Wärmepumpen senkt den Gasverbrauch am schnellsten, und er ist ein durch und durch realistischer Weg. Wir sprechen über technische Machbarkeit, Kosten, Hürden, Aufklärung und Irreführung, und die notwendige Unterstützung in der Praxis. Shownotes Die Scientists for Future haben acht Policy Papers zur Wärmewende erstellt. Mit Bezug zu diesem Podcast sind drei davon besonders wichtig: Wärmepumpen: Die klimaneutrale Wärmeversorgung im Neubau und für Bestandsgebäudehttps://info-de.scientists4future.org/waermepumpen/ Wasserstoff in der Energiewende: unverzichtbar, aber keine Universallösunghttps://info-de.scientists4future.org/wasserstoff-in-der-energiewende/ Heizen mit Holz: knapp, teuer und unerwartet klimaschädlichhttps://info-de.scientists4future.org/heizen-mit-holz/ Die anderen fünf Policy Papers findet ihr hier: https://de.scientists4future.org/keypoints-kommunale-waermewende/ Weiterführende Links: Stellungnahme der S4F: Gas oder Wärmepumpe? Wärmepumpe realistisch betrachtet Literatur: Altermatt, P. P., Clausen, J., Brendel, H., Breyer, C., Gerhards, C., Kemfert, C. et al. (2023). Replacing gas boilers with heat pumps is the fastest way to cut German gas consumption.Communications Earth & Environment, 4, 1–8. Nature Publishing Group. https://doi.org/10.1038/s43247-023-00715-7 Clausen, J., Brendel, H., Breyer, C., Ehmler. Hartmut, Gerhards, Christoph, Golla, Stefan et al. (2022). Wärmewende beschleunigen, Gasverbrauch reduzieren. Ein Kurzimpuls. Zenodo. https://doi.org/10.5281/ZENODO.6363715 Quellen: Intro: Isaac Asimov on the Greenhouse Effect (1989) Coverbild:
undefined
Mar 25, 2023 • 27min

Folge #29 (Spezial) - Fridays & Scientists

Im Gespräch mit Luisa Neubauer Im März 2019 unterzeichneten zehntausende Wissenschaftler:innen eine Stellungnahme mit dem Titel „Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen sind berechtigt“ – der Grundstein von Scientists for Future. Mit „demonstrierenden Jungen Menschen“ waren natürlich vor allem die Aktivist:innen von Fridays for Future gemeint. An der Vorstellung besagter Stellungnahme in einer Bundespressekonferenz nahm auch Luisa Neubauer als Repräsentantin der damals selbst erst wenige Wochen alten FFF-Bewegung teil.  Im März 2023, vier Jahre später, treffen wir Luisa am Rande einer Lesung in Dresden. Als eine der Gründer:innen von FFF hat sie die Entwicklung der Bewegung mitgeprägt und kann ihren aktuellen Stand wie wahrscheinlich wenige sonst einordnen. Im Gespräch mit  Luisa dreht sich alles um die Beziehung zwischen Wissenschaft und Klimaaktivismus. Wie wird „Listen to the Science“ in der Klimabewegung gelebt und worin liegen die Herausforderungen beim Übertragen komplexer wissenschaftlicher Erkenntnisse in konkreten Aktivismus? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt uns Luisa in dieser kurzen Spezialfolge. Shownotes Intro: Bundespressekonferenz: „Scientists for Future“ zu den Protesten für mehr Klimaschutz – 12. März 2019 Buch: „Gegen die Ohnmacht“ (Luisa Neubauer, Dagmar Reemtsma) Stellungnahme von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu den Protesten für mehr Klimaschutz – #Scientists4Future: Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen sind berechtigt Hintergrundmusik: Uniq – Art of Silence
undefined
Mar 16, 2023 • 1h 28min

Folge #28 – Klimaklagen

Im Gespräch mit Dr. Roda Verheyen Wir freuen uns sehr darüber Dr. Roda Verheyen zu Gast zu haben. Die promovierte Rechtsanwältin und Richterin des Hamburgischen Verfassungsgerichts ist eine engagierte und erfolgreiche Kämpferin für die Rechte zukünftiger Generationen. Mit ihrer Dissertation zu „Climate Change Damage in International Law“ versuchte sie schon vor fast 20 Jahren den rechtlichen Rahmen für die internationale Aushandlung von Kompensationen von Klimafolgeschäden abzustecken. Ein perfekter Anlass auch über die COP26 und die aktuellen Planungen für einen „Loss and Damage Fond“ zu sprechen. Wir besprechen auch nationales Recht, die Mittel und Wege, die uns unser Rechtsstaat und ein Rechtssystem bietet um erfolgreich für „die gute Sache“ zu arbeiten, Rodas langen Atem und geraufte Haare. Wir haben die Folge bereits im Februar aufgenommen. Heute, am Tag unserer Veröffentlichung, erscheint auch Rodas Buch „Wir alle haben ein Recht auf Zukunft“, indem sie den Blick auch wieder in andere Länder und Regionen lenken möchte, in denen ebenfalls viele Menschen mit Hilfe (strategischer) Klagen einige der Hauptverantwortlichen der Klimakrise bennenen und haftbar machen möchten. Shownotes Buch „Wir alle haben ein Recht auf Zukunft“ (Alexandra Endres , Dr. Roda Verheyen), https://www.dtv.de/buch/wir-alle-haben-ein-recht-auf-zukunft-29019 Verein: Green legal impact, https://www.greenlegal.eu/ Umwelt-Treuhandfonds, https://umwelt-treuhandfonds.de/ Intro: Klimaschutzgesetz ist in Teilen verfassungswidrig (Handelsblatt, April 2021) Cover: Bundesarchiv, B 145 Bild-F083310-0005 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0
undefined
Mar 9, 2023 • 1h 17min

Folge #27 – Cradle to Cradle

Im Gespräch mit Prof. Michael Braungart Schon 2005 wurden über 300 Schadstoffe in der Muttermilch entdeckt, letztes Jahr dann ebenfalls Mikroplastik. Dazu kommt Reifenabrieb im Salat und selbst in der Antarktis lassen sich Schadstoffe wie beispielsweise PFAS nachweisen. Umweltgifte sind also mittlerweile überall zu finden. Ist das ein Zustand, den wir als Folge unseres Wirtschaftssystems akzeptieren müssen? Unser heutiger Gast, Prof. Michael Braungart, sagt nein. Er hat deshalb 1990 das Prinzip “Cradle to Cradle” (C2C) entworfen, was versucht die Stoffströme in einen Kreislauf zu bringen und über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg einen positiven Einfluss auf Klima, Biodiversität und letztendlich die menschlichen Lebensgrundlagen zu erzielen. Über den Weg zu C2C, die Umsetzung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie Michaels Zukunftsperspektiven sprechen wir in dieser Episode. Shownotes Intro: Dame Ellen MacArthur shares her vision of a circular economy for a better planet https://www.youtube.com/watch?v=SuDFMKAP2xM Cradle to cradle Produkte: https://c2ccertified.org/ Cradle to cradle NGO: https://c2c.ngo/ EPEA (Environmental Protection Encouragement Agency): https://epea.com/ Ellen MacArthur Foundation: https://ellenmacarthurfoundation.org/
undefined
Feb 7, 2023 • 1h 16min

Folge #26 – Carbon Bombs

Im Gespräch mit Kjell Kühne Wir nehmen diese Folge Anfang Februar 2023 auf, und es ist wenige Wochen her, dass ein kleines Dorf in Nordrhein-Westfalen weltweit Schlagzeilen machte. Der Energiekonzern RWE ließ die Räumung und den Abriss von Lützerath für den Braunkohletagebau durchsetzen, und benötigte dazu offenbar die Hilfe mehrerer tausend Polizist*innen. Klimaaktivist*innen widersetzten sich, indem sie in Baumhäusern und Tunneln ausharrten. Trotz Kälte und Regen nahmen bis zu 35 000 Menschen an einer Großdemonstration teil. Die Konfrontationen verliefen größtenteils friedlich. Lützerath hat medial Wellen geschlagen, und setzt die Verantwortlichen unter Rechtfertigungsdruck. Der Tenor: Der ausgehandelte Kompromiss – Lützerath gegen vorgezogenen Kohleausstieg – eigentlich ein Sieg für den Klimaschutz.  Die Protestierenden – Radikale mit Maximalforderungen, denen es sowieso nicht schnell genug gehen kann. Und die Ausweitung von Braunkohletagebau im Jahr 2023 – notwendig für die Sicherheit der Energieversorgung. Vor diesem Hintergrund haben wir unseren heutigen Gast eingeladen. Kjell Kühne bringt eine neue Perspektive auf diesen Konflikt mit, und einen Begriff, der eher nicht an Sicherheit denken lässt: “Carbon Bombs”. Wir sprechen über die weltweit größten fossilen Energiereserven, ihr Schadenspotential, und Strategien für ihre Entschärfung. Shownotes Intro: MONITOR Beitrag zum Tagebauprojekt Garzweiler II (1994) LINGO: https://www.leave-it-in-the-ground.org/ „Carbon Bombs“ – Mapping key fossil fuel projects, Energy Policy: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301421522001756 Liste der Carbon Bombs: https://www.leave-it-in-the-ground.org/wp-content/uploads/2022/05/Global-Carbon-Bombs-list.pdf Death & Damage der Carbon Bombs: https://www.leave-it-in-the-ground.org/resources/death-and-damage-of-carbon-bombs/ Climate Bailout: https://www.leave-it-in-the-ground.org/projects/climate-bailout/ Klimaklagen: https://climatelitigation.miraheze.org/wiki/Main_Page 350-ppm-Artikel Hansen et al. 2008, Target atmospheric CO2: Where should humanity aim?: https://arxiv.org/abs/0804.1126
undefined
Dec 18, 2022 • 1h 49min

Folge #25 – Kipppunkt Amazonien

Im Gespräch mit Prof. Anja Rammig & Dr. Thomas Fatheuer Im Jahr 2018 erschien im Magazin Science ein Artikel mit dem Titel Amazon Tipping Point. Die These: Der Amazonasregenwald kann bei einer Abholzung von 20-25% einen Kipppunkt überschreiten. Das Überschreiten dieses Kipppunktes würde dazu führen, dass der Wald sukzessive zurückgeht und durch baumlose Ökosysteme verdrängt wird. Diese Zahlen sind besonders alarmierend, wenn man bedenkt, wie weit die Zerstörung fortgeschritten ist: Die bisherigen Rodungen belaufen sich nämlich auf etwa 17-20%. Amazonien ist in akuter Gefahr.  Wie kommt es zu diesem Kipppunkt und welche Effekte setzen den Amazonasregenwald unter Druck? Wie erforscht man so etwas? Welche politischen Weichen müssen jetzt gestellt werden, um den Amazonasregendwald zu retten?  Für ein so komplexes Thema haben wir diesmal gleich zwei Gäste eingeladen:  Anja Rammig ist Professorin für Land Surface-Atmosphere Interactions an der TU München. Thomas Fatheuer ist Soziologe und Brasilien-Experte, der unter anderem lange das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Rio de Janeiro leitete. Shownotes theamazonwewant.org – ein Gremium aus über 240 Wissenschaftlern, die auf der COP26 den 2021 Amazon Assessment Report veröffentlichten, der als „Enzyklopädie“ des Amazonasgebiets bezeichnet wurde. Outro: Marlui Miranda produzierte mit Aufnahmen 1993-1995 die erste Kartierung der indigenen Musik Brasiliens
undefined
Dec 5, 2022 • 1h 34min

Folge #24 – Der Wald der Zukunft

Im Gespräch mit Dr. Friedrich Bohn Alle Jahre wieder treffen auf der Conference of Parties (COP) Delegationen aus den Unterzeichnerstaaten der UN-Klimarahmenkonvention aufeinander – diesen November schon zum 27. Mal, und zwar in Sharm El Sheikh, Ägypten. Dr. Friedrich Bohn war vor Ort dabei und berichtet uns aus erster Hand. Als Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung arbeitet Friedrich daran, Ökosysteme im Computer zu modellieren – und dabei insbesondere den Wald. In unserem Gespräch geht es also weiter um die Glasgow Forrest Declaration, den Amazonas, die deutschen Wälder, Rohstoffe aus dem Wald, und die Rolle des Waldes für das Klima – kurz gesagt, den Wald der Zukunft. Shownotes Intro: Carl Sagan testifying before Congress in 1985
undefined
Apr 16, 2022 • 1h 13min

Folge #23 – Biodiversität und Sustainable Farming

Im Gespräch mit Prof. Alexandra-Maria Klein Schon bevor die Krefelder Studie 2017 gezeigt hat, dass die Insektenbiomasse in Deutschland in den letzten knapp 30 Jahren um 75% zurückgegangen ist, wurde in Fachjournalen (bspw. Barnosky et al., 2011, Nature) bereits vor einem globalen Massenaussterben gewarnt. In Deutschland ist die Debatte über Biodiversität häufig eng verknüpft mit dem Thema Landwirtschaft, die durch den Anbau von Monokulturen und die Nutzung von zu viel Giften als ein Haupttreiber des Verlustes an biologischer Vielfalt gilt. Dabei beinhaltet Biodiversität nicht nur die Vielfalt an Arten, sondern auch die genetische Vielfalt und die Diversität von Ökosystemen. Um das Gegen- bzw. Miteinander von Landwirtschaft und Biodiversität genauer zu beleuchten, reden wir mit Dr. Alexandra-Maria Klein, Professorin für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg. Ihr Hauptforschungsthema ist die Wechselwirkung von Pflanze und Bestäuber mit Fokus auf die Biene. Sie erzählt uns, was Biodiversität in der Landwirtschaft bedeutet, wie wir sie messen und welches die wesentlichen anthropogenen Einflüsse sind. Shownotes Das Bestäubungsexperiment (odysso SWR Fernsehen)Krefelder Studie: Hallmann et al., More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas. PLOS ONE, 201710 Must-Knows aus der Biodiversitätsforschung, Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität, 2022Intro: Die Biene Naja und die industrialisierte Landwirtschaft | extra 3 | NDR

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app