

Neben Der Spur
Mick Klöcker
Außenpolitik-Podcast:
Krieg in Europa, Energietransformation in Südamerika, politisches Erstarken Afrikas. Es ist viel los in der Welt, aber oft verweilt der mediale Blick nur kurz und Informationen fliegen nur so an uns vorbei. Höchste Zeit also, hintergründiger und reflektiert über internationale Politik und Entwicklungen zu sprechen.
Ohne den Anspruch von Vollständigkeit, - aber, wie der Name verspricht - mit Blick für randständige internationale Themen und mit Begeisterung für Geschehnisse auf den großen, wie kleinen Weltbühnen.
Krieg in Europa, Energietransformation in Südamerika, politisches Erstarken Afrikas. Es ist viel los in der Welt, aber oft verweilt der mediale Blick nur kurz und Informationen fliegen nur so an uns vorbei. Höchste Zeit also, hintergründiger und reflektiert über internationale Politik und Entwicklungen zu sprechen.
Ohne den Anspruch von Vollständigkeit, - aber, wie der Name verspricht - mit Blick für randständige internationale Themen und mit Begeisterung für Geschehnisse auf den großen, wie kleinen Weltbühnen.
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Mentioned books

Mar 6, 2026 • 2h 35min
NDS34 – Venezuela: Der Preis der Souveränität II
In Teil zwei zu Geschichte und Zukunft Venezuelas geht es diesmal um den Weg ab dem Aufbruch der Fünften Republik unter Chávez.
von der Revolution und ihren Widersprüchen, über den Kollaps unter Maduro und ein Sanktionsregime, das ein ganzes Land in die Knie zwingt, bis hin zu Trumps Operation Absolute Resolve Anfang 2026. Mit der nicht nur die politische Geschichte Maduros endet, sondern die auch beispielhaft ist für den neuen Modus amerikanischer Machtprojektion, der längst weit über Venezuelas Grenzen hinaus wirkt.
Warum scheitert ein Land mit den größten Ölreserven der Welt trotz enormer Ressourcen und breiter gesellschaftlicher Unterstützung? Wie wird aus einer sozialen Revolution ein autoritäres Regime – und aus einem autoritären Regime wieder ein Vasallenstaat? Und vor allem: Was passiert eigentlich mit einem Land, das versucht, die Souveränität über seine Ressourcen zurückzugewinnen, in einer Weltordnung, gegen die es sich konstant behaupten muss?
Teil 2 von 2 – Von Chávez, über das Sanktionsregime, zurück in die Abhängigkeit
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Musik: Joscha @gruneWav
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Jan 29, 2026 • 1h 56min
NDS33 – Venezuela: Ölprovinz I
Von der Kolonie zur Ölrepublik
Nicolás Maduros Herrschaft in Venezuela ist vorbei, beendet durch die Trump Administration und einen Einsatz der Delta Force. Ein plötzliches Finale der Monate langen US-Aggression vor Venezuela Küsten.
Womit das Land nun vor einer neuen, noch unklaren politischen und wirtschaftlichen Phase und vielen noch offenen Fragen steht.
Fragen die medial bisher vor allem auf Donald Trump fokussierten, vor allem: Was hat er sich dabei gedacht? Und was hat er nun vor mit dem Land und darüber hinaus?
Fragen die ohne Zweifel von Bedeutung sind, dabei bleiben jedoch grundsätzlichere Fragen bisher zumeist unbeantwortet und ungestellt. Allen voran, warum Venezuela? Warum ist in dem Land möglich, was andernorts nicht möglich scheint? Und warum fokussieren sich die USA, nicht erst seit Trump so stark auf die politische Entwicklung des Landes?
Die Antwort liegt nicht allein in den Entscheidungen der Trump-Administration, sondern in einer über zweihundertjährigen Geschichte wechselseitiger Verflechtung und struktureller Abhängigkeit.
Diese Folge analysiert diese Kontinuitäten, die Venezuela vom kolonialen Extraktivismus bis zur heutigen Krise prägen. Vom Kakao-Boom des 18. Jahrhunderts über Unabhängigkeit und den Ölrausch der 1920er Jahre bis zum scheinbar demokratischen Punto Fijo-System und dessen Ende. Eine Geschichte vor allem geprägt durch Ressourcenextraktion für externe Märkte, größten Reichtum, die Herausforderungen damit umzugehen und eine Pfadabhängigkeit, die die USA und Venezuela über die Jahrhunderte immer enger miteinander verbanden, sowohl als Partner als auch Antagonisten.
Eine politökonomische Analyse der strukturellen Bedingungen, die Venezuelas gegenwärtige Krise und seine besondere Beziehung zu den USA erst ermöglichten.
Teil 1 von 2 – Die historischen Grundlagen. Nächste Folge: Chávez, der Bolivarianismus und die Eskalation.
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Dec 9, 2025 • 2h 21min
NDS32 – Die Entwicklungsfalle
Geschichte und Gegenwart der Entwicklungspolitik
Heute ein Thema, das den meisten sofort in den Sinn kommt, wenn sie an internationale Politik denken: Entwicklungshilfe, oder Entwicklungszusammenarbeit. Doch schon die Begriffe sind belastet.
Denn unter den so selbstlos glänzenden Worten „Hilfe" und „Entwicklung" verbirgt sich eine weit weniger strahlende Realität.
Seit Jahrzehnten wird darüber international heftig gestritten – über Machtungleichgewichte, historische Abhängigkeitsverhältnisse, Schulden, Ausbeutung und Werte. Heute steht das Thema dabei aber vielleicht stärker im Fokus denn je.
Denn während progressive Kritik seit Langem die Interessenpolitik unter dem Deckmantel der Hilfe anprangert, macht sich eine neue Diskussion breit: Von Trump bis zur Jungen Union – die Forderung, Entwicklungspolitik einzustampfen, wird lauter. Der Eindruck: Das globale System lohne sich nicht mehr. Oder sei von Anfang an auf einem falschen Wertefundament erbaut, das den Westen schwach mache.
Diese erste Folge zum Thema zeichnet daher nach, wie aus der kolonialen „Zivilisierungsmission" die moderne Entwicklungspolitik wurde. Wie sie im Kalten Krieg zum Instrument der Blockkonkurrenz mutierte, in der neoliberalen Ordnung entkernt wurde und schließlich mit Sicherheitspolitik und privatem Outsourcing verschmolz. Dabei geht es um die Fragen: Wem nützt Entwicklung wirklich? Wer entscheidet, was Entwicklung überhaupt ist? Und kann Hilfe jemals mehr sein als Interessenpolitik?
Von Big Push über Basic Needs, von Strukturanpassung bis zu den Randomistas, von Afghanistan bis zur Bill Gates Foundation – eine Geschichte über Versprechen, Scheitern und die strukturellen Dilemmata eines Systems, das vielleicht selbst das Problem ist.
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Nov 2, 2025 • 2h 6min
NDS31 – Hydro-Hegemonie: Äthiopiens Mega-Staudamm
Der Konflikt um Wasser und Macht am Nil
In den vergangenen 10 Jahren ist im äthiopischen Hochland ein neues Bauwerk für die Jahrhunderte entstanden: der Grand Ethiopian Renaissance Damm. Der größte Staudamm Afrikas. Verbunden mit großen energie- und wirtschaftspolitischen Versprechen, soll er Äthiopien in eine neue energiereiche Zeit führen.
Aber der Damm ist mehr als nur ein afrikanisches Entwicklungsprojekt, er
ist auch Ausdruck neuer Machtverhältnisse am Nil, Symbol einer tektonischen geopolitischen Verschiebung, Ausdruck afrikanischer Selbstbehauptung und gleichzeitig Brennpunkt eines Konflikts, der Millionen Menschen existenziell bedrohen könnte.
Während Äthiopien den GERD als nationale Renaissance feiert, sieht vor allem Ägypten seine Lebensader bedroht. Denn 95% des ägyptischen Wassers kommen aus dem Nil – und damit aus Äthiopien. Was passiert, also wenn ein Land an der Quelle sitzt und das andere am Ende des Flusses? Wer hat das Recht auf das Wasser? Und wie weit würde Ägypten gehen, um es zu verteidigen?
Diese Folge erzählt die Geschichte eines Landes und seines Damms, der zum Schauplatz kolonialer Altlasten, ethnischer Spannungen und des Ringens zwischen China, den USA und Europa um Einfluss in Afrika geworden ist. Es geht um die Frage, wie afrikanische Entwicklung im 21. Jahrhundert aussehen kann – und um den Preis, den sie hat. Für Menschen, für Ökosysteme und für die politische Stabilität einer ganzen Region.
Das Bauprojekt von oben:
https://www.youtube.com/shorts/n1XyxB1VDck
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Aug 31, 2025 • 2h 32min
NDS30 – Syrien: Zerfall und Wiederaufbau II
Vom Regime Assad zur staatlichen Vision von Ahmed al-Sharaaa
Teil zwei zu Geschichte und Zukunft Syriens: Nach Assad – was folgt?
Das Assad-Regime ist Geschichte. Doch was kommt nach über fünf Jahrzehnten Herrschaft der Familie Assad? In dieser Folge analysieren wir das schwerwiegende Erbe der Vergangenheit und die komplexen Herausforderungen der Zukunft.
Wie prägen Krieg, staatliche Fragmentierung und Drogenhandel das Land bis heute? Welche Strukturen sind zusammengebrochen, welche bestehen fort? Und wie nutzen sowohl interne Fraktionen als auch externe Akteure das Machtvakuum für ihre Interessen?
Im Zentrum steht Ahmed al-Scharaa, der neue starke Mann Syriens, dessen außergewöhnlicher Werdegang diese Folge durchzieht. Von seiner Jugend in Damaskus über seine Zeit als islamistischer Kämpfer im Irak bis hin zu seinem Bruch mit der radikalen Ideologie und der Hinwendung zu einer nationalen Vision für Syrien.
Wie gelang es al-Scharaa und seiner Organisation HTS, sich von anderen Fraktionen abzuheben? Was unterscheidet ihren Ansatz? Und vor allem kann sein Projekt eines syrischen Nationalstaats in einem derart fragmentierten Land gelingen? Eine Analyse der Machtverhältnisse, Strategien und Zukunftsperspektiven eines Landes am Scheideweg.

Jul 29, 2025 • 2h 11min
NDS29 – Syrien: Eine fragmentierte Nation I
Vom Kolonialismus bis zu den Assads
Nach über 50 Jahren Assad-Herrschaft steht Syrien vor einem Neuanfang – doch die Herausforderungen sind gewaltig.
Was wie ein Moment der Befreiung aussieht, offenbart die tieferliegenden Strukturprobleme eines Landes, das seit Jahrhunderten von tiefer Fragmentierung geprägt ist.
Diese Folge erzählt daher die Geschichte einer Nation, die nie wirklich eine war: Von den osmanischen Provinzen über die zerstörerische französische Mandatszeit bis zum ausgeklügelten Machtsystem der Assads war Syrien schon immer ein Flickenteppich verschiedener Religionen, Ethnien und regionaler Interessen.
Wir verfolgen, wie aus hoffnungsvollen arabisch-nationalistischen Idealen ein autoritäres System entstand, das über Jahrzehnte stabil schien.
Von den gescheiterten Putschen der Nachkriegszeit über das kurze panarabische Experiment mit Ägypten bis zu Hafez al-Assads.
Diese erste Folge bereitet dabei den Boden für die entscheidende Frage: Welche strukturellen Hinterlassenschaften des Assad-Systems prägen Syrien bis heute, und warum sind diese historischen Fragmentierungslinien der Schlüssel zum Verständnis der aktuellen Herausforderungen beim Neuaufbau des Landes?

9 snips
Jun 29, 2025 • 2h 25min
NDS28 – Zwölftagekrieg
Israel vs. Iran – Ein kurzer Krieg ohne absehbares Ende
Ein Krieg zwischen Israel und Iran war lange Zeit das Horrorszenario der gesamten Region Nahost, der Supergau, von allen befürchtet und doch immer ein vages Zukunftsszenario.
Nun ist dieses Szenario abrupte Realität geworden: 12 Tage Krieg zwischen Israel und Iran unter US-Beteiligung liegen hinter uns und über allem kreist die Frage: war es das jetzt? Oder kommt da noch was?
Grund sich einmal in den Krieg zu vertiefen. Welche Szenarien für und Erwartungen an den Krieg haben Israel und Iran? Welche Bedeutung hat er in der nationalen Ideologie und geopolitischer Strategie? Welche Rolle spielt dabei Donald Trump, zwischen Partnern und seiner „Friedensmission“ und was bedeutet dieser Krieg für die Zukunft der Region und die globale Ordnung?
Alles dazu, zu Kriegsverlauf, Motivationen und fraglichen Kriegszielen, diesmal in Folge 28 von Neben der Spur.
Kai Ambos Interview im Spiegel:
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12 snips
May 27, 2025 • 2h 19min
NDS27 – Das Ende des Westens? II
Der Westen ist tot, lang lebe der Westens – zwei Jahrzehnte Krise, Wandel und Selbstbehauptung
In Teil 2 zum „Ende des Westens“ geht es diesmal um die Krisen, die die westliche Ordnung ab den frühen 2000er Jahren entscheidend verändern: Kampf gegen den Terror und das damit verbundene Ende der Interventionspolitik, die Finanzkrise und die erneute Politisierung der liberalen Wirtschaftspolitik, der Aufstieg Chinas und die Diskrepanz zwischen internationaler Ordnung und der Konkurrenz mit dem Herausforderer.
Alles Krisen und Herausforderungen, die im engen Zusammenhang mit der westlichen Ordnung und der US-Hegemonie selbst stehen, von dieser ausgelöst oder verstärkt werden und das Selbstverständnis des Westens prägen und verunsichern.
Bevor wir uns den akuten Krisen der letzten Jahre zuwenden, der Polykrise aus Corona und seinen Folgen, dem Krieg in der Ukraine und der Verunsicherung der westlichen Sicherheitsstruktur, dem Krieg in Gaza und seine Auswirkungen auf die westliche Glaubwürdigkeit.
Wir versuchen also diesmal eine Historisierung unserer Gegenwart, während wir uns Fragen wie aus einem Westen der als triumphierender Systemsieger aus den frühen 90er Jahren hervorgegangen ist ein wankender Riese wurde, zerrieben zwischen einem Modus des alternativlosen „what ever it takes“ bei gleichzeitiger Orientierungslosigkeit zwischen Isolationismus, Nationalismus und alter Powerpolitik.
Wohin driftet der Westen und was wird aus der westlichen Hegemonie, herausgefordert von Innen wie Außen?
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7 snips
Apr 9, 2025 • 2h 35min
NDS26 – Das Ende des Westens? I
Die Krise des Westens wird eingehend analysiert, während die historischen Wurzeln des Begriffs beleuchtet werden. Die Entwicklung von den alten Griechen bis zur modernen Identität zeigt den kulturellen Wandel. Widersprüche im westlichen Denken, von der Reformation bis zur Aufklärung, zeigen eine Doppelmoral auf. Der Einfluss von Hegemonie wird diskutiert, insbesondere die amerikanische Dominanz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die 90er Jahre bringen liberalen Reformen und Herausforderungen durch soziale Ungleichheiten ins Spiel.

Feb 18, 2025 • 2h 15min
NDS25 – Haiti: Die Freiheit unfrei zu sein
Haiti zwischen politischen Zerfall, Koordinationschaos der internationalen Hilfe, Drogengeld und Gangherrschaft
Der dritte und letzte Teil der Reihe zu Haiti befasst sich diesmal final mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Insel von den 90er Jahren bis in die Gegenwart.
Haiti wird erneut Testfeld der internationalen Interventionslogik. Eine weitere US-Besatzung und eine UN-Friedensmission versuchen das Land wieder zu beruhigen, doch wirtschaftliche und politische Stabilität bringt das nicht. Die Fehler der internationalen Gemeinschaft sind dafür da wiederholt zu werden.
Anders als international versprochen wird Haiti stattdessen zu einem Zentrum der Schattenwirtschaft und des internationalen Drogenhandels, bevor erneut diverse Naturkatastrophen, allen voran das verheerende Erbeben von 2010 alles an wirtschaftlichem Aufbau und politischer Unabhängigkeit zunichtemachen und das finale Kapitel der jüngeren haitianischen Geschichte einleiten: Die Gangherrschaft, die das Land heute fest im Griff im hält.
Wir betrachten die Strukturen des internationalen Hilfssystems, den stetigen Rückzug der Staatlichkeit auf der Insel und seine Folgen, die Gangherrschaft und ihre komplexe politische und soziale Verflechtung, bis hin zum neuesten versuch der internationalen Gemeinschaft der Gewalt auf der Insel Herr zu werden: die kenianische Polizeimission, die seit Februar 2024 die Insel wieder befrieden soll.
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