Kreisky Forum Talks

Kreiskyforum
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Nov 10, 2022 • 51min

FALTER Radio und Kreisky Forum Talks: Rebellische Demokratie oder autoritäre Wende?

Buchautor Oliver Nachtwey seziert die Radikalisierung rund um die Corona-Proteste und sucht nach Auswegen aus der großen Verunsicherung. Ein Gespräch mit Robert Misik im Bruno Kreisky Forum.
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Nov 9, 2022 • 1h

FALTER Radio und Kreisky Forum Talks: WAS WILL KATAR? Die erste arabische WM und die Geopolitik am Golf

Aufgebaut von Millionen Arbeitsmigranten, will sich Katar als weltoffen und modern präsentieren. Doch archaische Gesetze gegen Homosexualität und zögerliche Reformen belasten die Show. Diesem Thema widmet sich der Nahost- und Fußballexperte Leo Wigger im Gespräch mit Gudrun Harrer im Bruno Kreisky Forum. 
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Nov 8, 2022 • 1h 39min

Antony Lerman: WHATEVER HAPPENED TO ANTISEMITISM? Redefinition and the Myth of the “Collective Jew”

In seinem neuen Buch erklärt Antony Lerman, wie der Antisemitismus zu  einem der kontroversesten Themen unserer Zeit wurde. Die  Öffentlichkeit, Akademiker*innen, Journalist*innen, Aktivist*innen und  Jüdinnen und Juden selbst sind über seine Bedeutung zerstritten wie  noch nie. Dies ist das Ergebnis eines 30-jährigen Prozesses der  Neudefinition, die Antisemitismus und Kritik an der Politik Israels  immer mehr miteinander gleichsetzt. Die Folgen dieser Neudefinition sind  alarmierend: Die fortschreitende Dämonisierung universalistischer  Positionen und eine populistische Legitimierung von Islamophobie und  Nationalismus. Das Ergebnis ist auch eine Bedrohung von Jüdinnen und  Juden in aller Welt. Antony Lerman ist ein britischer Schriftsteller, der  sich auf das Studium des Antisemitismus, des  israelisch-palästinensischen Konflikts, des Multikulturalismus und des  Platzes der Religion in der Gesellschaft spezialisiert hat. Er ist  Senior Fellow beim Bruno Kreisky Forum für Internationalen Dialog und  Honorary Fellow of the Parkes Institute for the Study of  Jewish/non-Jewish Relations an der Universität Southampton. Er ist der  Autor von „The Making and Unmaking of a Zionist: A Personal and  Political Journey“ (London, 2012) und Herausgeber von „Do I Belong?“  (London, 2017). Hanno Loewy, Literatur- und Medienwissenschaftler, Publizist, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems Eine Zusammenarbeit des Jüdischen Museums Hohenems und des Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog
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Nov 7, 2022 • 50min

Timna Brauer & Nadine Sayegh: JAFFA – GESTERN UND HEUTE

Nicolas Sayegh, ein palästinensischer „Tom Sawyer“, streift mit  seinen Freunden durch die sonnenübergossenen Straßen des nach  Orangenblüten duftenden Jaffa der 1940er-Jahre. Doch seine unbeschwerte  Kindheit endet abrupt, als im Jahr 1948 seine Familie mit vielen anderen  aus ihrer Heimatstadt flüchten muss. Nadine Sayegh ist Nicolas Tochter.  In ihrem Buch Orangen aus Jaffa hat sie die Erinnerungen ihres  Vaters an seine Kindheit in Jaffa aufgeschrieben; sie erzählt vom Leben  und der Kultur einer bürgerlichen palästinensischen Familie vor ihrer  Vertreibung aus Palästina und der Staatsgründung Israels. Nadine lebt in  Wien, das Jaffa der Gegenwart kennt sie kaum. Timna Brauer ist die Tochter von Neomi, einer jemenitischen Israelin,  und dem österreichischen Maler Prof. Arik Brauer. Gemeinsam mit dem  israelischen Jazz-Pianisten Elias Meiri gründet sie 1985 ein Ensemble,  das bis heute regelmässig international auftritt. Timna Brauer lebt  einen Teil des Jahres in Tel Aviv-Jaffa. Timna Brauer und Nadine Sayegh, die einander seit vielen Jahren  kennen und schätzen, sprechen im Kreisky Forum über das Jaffa von damals  und heute, über israelisch-jüdische und palästinensisch-christliche  Familienerinnerungen und darüber, was sie verbindet und was sie trennt. Nadine Sayegh, geboren in Beirut, wuchs in Wien auf,  studierte Betriebswirtschaft an der McGill University in Kanada und  arbeitete über zwanzig Jahre lang europaweit als Managerin für Coca-Cola  in den Bereichen Finanzen, Risikomanagement und Personalwesen. Jetzt  lebt sie mit ihrer Familie in Wien. Timna Brauer, geboren in Wien, wuchs in Wien, Paris  und Israel auf. Sie studierte am Wiener Konservatorium Gitarre, Klavier  und Gesang, danach absolvierte sie ein Studium der Musikwissenschaften  an der Pariser Sorbonne und Meisterkurse in Klassik, Jazz und indischem  Gesang. An der Universität unterrichtete sie Jazz-Gesang. Seit 2010  leitet sie die Kunstsammlung Prof. Arik Brauer in der Villa ihrer Eltern  in Wien-Währung. Schwerpunkte ihres musikalischen Schaffens sind Cross  Over-Projekte, Chansons, Kinderprogramme und vor allem Jüdische Musik in  all ihren Facetten. Vor kurzem erschien ihre erste Songwriter-CD, ein  Liebeslieder-Zyklus mit dem Titel Minnesang & Drang.
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Oct 31, 2022 • 1h 12min

Oraib Rantawi: JORDAN – GEOPOLITICAL AND STRATEGIC ROLE IN A CHANGING MIDDLE EAST Challenges and Opportunities

Historically, Jordan has played a wider regional role as part of the  security order in the Gulf States and as a main player in the  Arab-Israeli conflict building on its strong ties with the West.  However, there are new dynamics in the region. With the rise of the Gulf  States there is no longer the need for Jordanian support. Meanwhile,  Israel is not paying the same attention to the role of Jordan as it did  previously because of the systematic shift in Israel towards the right.  Consequently, changing priorities in the Gulf and Israel have led to  changes in and challenges to Jordan’s geopolitical and strategic role,  especially as developments, such as the Abraham Accords, have shifted  the focus to other regional players. This reflects a wider regional  dynamic in which we are witnessing a movement away from a  confrontational approach between separate camps to one of fluidity  between conflicting axes. The discussion with Oraib Rantawi will seek to cover how Jordan can  maintain its role in a changing regional environment, considering the  role of Jordanian domestic challenges and questions of the priorities on  the Jordanian foreign and defence policy agenda. Oraib Rantawi is the founder and director general of  the Amman-based Al Quds Center for Political Studies and an established  writer and columnist. He has authored and edited several strategic  studies and organized and participated in seminars and conferences in  Jordan and internationally. He is also a frequent commentator and  analyst on television and has produced his own show “Qadaya wa Ahdath”  (Issues and Events). Gudrun Harrer, Senior Editor at Der Standard,  Lecturer on Modern History and Politics of the Middle East, University  of Vienna and Diplomatic Academy of Vienna
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Oct 27, 2022 • 1h 2min

Joseph Liow Chin Yong: CHINA AND THE NEW INTERNATIONAL ORDER

The rules-based international order – that the EU is particularly  keen to  uphold – is under pressure, and not just since February 2022.  Balances of powers are shifting as war continues on European soil,  an  global gas and food prices are rising.  Regional powers and regional  international organisations – such as the Shanghai Cooperation  Organisation – that were long deemed of secondary relevance by the  European political establishment – seem to grow in self-confidence and  international agency. China’s role in all of this is pivotal. Our conversation will explore what exactly are China’s interests today and what tools and allies Beijing has to advance them. Joseph Liow Chin Yong is Tan Kah Kee Chair in  Comparative and International Politics at Nanyang Technological  University (NTU), Singapore. He is Professor and former Dean at the S.  Rajaratnam School of International Studies, and currently Dean of  College of Humanities, Arts, and Social Sciences at NTU Singapore. His  research interests encompass social movements in Southeast Asia and the  geopolitics and geoeconomics of the Asia Pacific region. Joseph Liow Chin Yong is the author, co-author, or editor of 14 books.  His most recent single-authored books are Ambivalent Engagement: The  United States and Regional Security in Southeast Asia after the Cold War  (Brookings 2017), Religion and Nationalism in Southeast Asia (Cambridge  University Press, 2016) and Dictionary of the Modern Politics of  Southeast Asia, fourth edition (Routledge, 2014). A regular columnist  for The Straits Times, his commentaries on international affairs have  also appeared in New York Times, Foreign Affairs, Foreign Policy,  National Interest, Nikkei Asian Review, and the Wall Street Journal. Irene Giner-Reichl, Ambassador (ret.)
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Oct 20, 2022 • 52min

Veronique Zanetti: SPIELARTEN DES KOMPROMISSES

„Der Kompromiss hat eine Ehrenrettung verdient. Zanettis Buch  dekliniert die Formen, Umstände und Dilemmata beim Kompromisse-finden  durch, ist aber zugleich eine große Lobpreisung des Kompromisses.“ Robert Misik Kompromisse sind nicht beliebt, aber im Alltag so unentbehrlich wie  in der Politik. Das liegt daran, dass konfligierende Interessen und  Überzeugungen oft prinzipiell nicht zur Deckung gebracht werden können.  Dann ist es vernünftig, sich auf eine gewaltfrei und gemeinschaftlich  ausgehandelte »zweitbeste Lösung« einzulassen – auf einen Kompromiss.  Nichtsdestoweniger haben Kompromisse einen schlechten Ruf. Gerne ist von  „faulen Kompromissen“ die Rede, die alles verwässern würden.  Kompromisse brauchen auch Zeit, sorgen für Schneckentempo. Aber zugleich  gibt es praktisch keine gesellschaftlichen Fortschritte, die nicht in  Kompromissen verwirklicht wurden. Der Kompromiss selbst ist eine Tugend:  Er lebt von der Bereitschaft, einen Konsens zu finden. Bei der  Kompromissfindung werden viele Gesichtspunkte beachtet, sie sind oftmals  „klüger“ als die divergierenden Ausgangspositionen. Der Dialog, der den  Kompromiss begleitet, führt also zu schlaueren Ergebnissen. Véronique Zanetti zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie sich  verschiedene Spielarten des Kompromisses in individuellen und sozialen  Entscheidungsprozessen, in Politik, Moral und Recht je anders gestalten  und führt uns auf eine philosophische Reise durch die Welt der  Kompromisse. Mit Robert Misik spricht die Philosophin über ihr neues Buch. Véronique Zanetti, Professorin für politische Philosophie an der Universität Bielefeld Robert Misik, Autor und Journalist
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Oct 18, 2022 • 54min

Isolde Charim & Franz Schuh: DIE QUALEN DES NARZISSMUS

Wie kommt es, dass wir uns den Verhältnissen unterordnen? Oder mit  Spinoza gefragt: Wie kommt es, dass „die Menschen für ihre Knechtschaft  kämpfen, als sei es für ihr Heil“? Diese Frage gilt es zu allen Zeiten  neu zu stellen, erst recht jedoch in Zeiten von Krisen und  Verunsicherungen. Die Antwort heute muss lauten: Es ist der Narzissmus,  der Narzissmus als gesellschaftliche Forderung an jeden Einzelnen: Du  musst mehr werden, als du bist, du musst zu deinem Ideal werden. Was  aber bedeutet es für die Gesellschaft, wenn dieses antigesellschaftliche  Prinzip zur herrschenden Ideologie wird? In ihrem neuen Buch erklärt die Philosophin Isolde Charim  beeindruckender Klarheit, was uns dazu bringt, uns freiwillig zu  unterwerfen. Im Kreisky Forum spürt sie diesen „Qualen des Narzissmus“  im Gespräch mit Franz Schuh nach. Isolde Charim, geboren in Wien, Studium der  Philosophie in Wien und Berlin, arbeitet als freie Publizistin und  ständige Kolumnistin der „taz“ und des „Falter“. 2006 erhielt sie den  Publizistik-Preis der Stadt Wien. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche  Kuratorin am Bruno Kreisky Forum. Bücher u.a.: „Lebensmodell Diaspora.  Über moderne Nomaden“ (Hrsg. gem. mit Gertraud Auer 2012). Bei Zsolnay  erschien im Frühjahr 2018 der Band „Ich und die Anderen. Wie die neue  Pluralisierung uns alle verändert“, für den sie den Philosophischen  Buchpreis 2018 erhält. 2022 erhielt sie den Österreichischen Staatspreis  für Kulturpublizistik. Franz Schuh, geb. 1947 in Wien, studierte  Philosophie, Geschichte und Germanistik. Er erhielt u.a. 2006 den Preis  der Leipziger Buchmesse, 2011 den Österreichischen Kunstpreis und 2021  den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay. Bei  Zsolnay erschienen zuletzt Sämtliche Leidenschaften (2014), Fortuna. Aus  dem Magazin des Glücks (2017) und Lachen und Sterben (2021). 2022 wurde  er mit dem Bruno Kreisky Preis für das politische Buch für sein  Lebenswerk ausgezeichnet.
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Oct 17, 2022 • 1h 4min

Erzsebét Rózsa: CIVIL REBELLION IN IRAN

The death of a detained young woman in Teheran who had been arrested  for ‚bad hijab‘ has provoked demonstrations which started in Kurdistan –  Mahsa Amini was Kurdish and Sunni – but evolved into nationwide  protests of the Iranian civil society against the enforced rules by the  Islamic Republic’s regime and against the system in general. It is a  particularly sensitive time for Iran because the end of Ali Khamenei’s  leadership era is foreseeable. A normalisation of relations with ‚the  West‘ through a reactivation of the nuclear deal (JCPOA) has failed so  far. Tensions are intensifying because of Iran’s ‚alliance‘ with Russia. Erzsébet Rózsa is a Professor at the National  University of Public Service, Budapest and a Senior Research Fellow at  the Institute for World Economics of the Hungarian Academy of Sciences.  She is also an External Fellow at the Institute for Foreign Affairs and  Trade, Budapest. Her fields of research include the political, security  and social processes of the Middle East, Egypt, Iran, the Iranian  nuclear debate, nuclear non-proliferation, as well as the  Euro-Mediterranean cooperation institutions. Erzsébet N. Rózsa holds an  MA in Arabic Studies, Iranian Studies and English Studies, and a PhD in  International Relations. Gudrun Harrer, Senior Editor at Der Standard, Lecturer on Modern History and Politics of the Middle East, University of Vienna and Diplomatic Academy of Vienna
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Oct 14, 2022 • 1h 20min

FALTER Radio und Kreisky Forum Talks: WOHIN GEHT ITALIEN?

Nach dem Wahlsieg der Fratelli d’Italia wird Giorgia Meloni ziemlich sicher die erste rechtsextreme Regierungschefin Europas. Eine Zerreißprobe für die EU. Ungarn und Polen bekommen mit ihren nationalistischen Positionen eine Verbündete. Wie weit Italien nach rechts treibt, fragt der Politikwissenschaftler Helfried Carl den Journalisten Lorenz Gallmetzer im Bruno Kreisky Forum. Die Veranstaltung fand am 6. Oktober 2022 statt.

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