

Der Springer Medizin Podcast
Redaktion SpringerMedizin.de
Der Springer Medizin Podcast – Medizin für Gesundheitsprofis – das sind interessante, relevante und unterhaltenden Beiträge aus der ganzen Welt der Medizin. Wir sprechen in unseren Episoden mit Fachpersonen aus Klinik und Praxis über Gesundheit, Krankheit, Diagnostik, Therapie, Prävention – über neue Studien, neue Erkenntnisse und praxisrelevantes Wissen. Der Springer Medizin Podcast ist eine Produktion von SpringerMedizin.de, der Fortbildungs- und Wissensplattform für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.
Mehr Infos gibt es hier: www.springermedizin.de
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Episodes
Mentioned books

Nov 4, 2022 • 28min
Im Kinder-MRT durchs Weltall fliegen
mit Prof. Dr. med. Dominik Schneider
Die Magnetresonanztomografie ist aus der Pädiatrie nicht mehr wegzudenken, auch weil sie ohne schädliche Strahlung auskommt. Doch wie lässt sich die Untersuchung in der tonnenschweren Röhre möglichst angst- und stressfrei gestalten? "Es geht nicht nur darum, dass das MRT zum Kinderspiel wird. Entscheidend ist doch, dass die Kinder und Jugendlichen eine gewisse Autonomie und Selbstwirksamkeit erfahren. Sie sind selber die Gestalter ihrer Untersuchung!", erläutert Prof. Schneider die Idee hinter dem Dortmunder Kinder-MRT.
Darum gehört zu dem Konzept nicht nur ein ganz besonderer Kernspintomograf, der praktisch in einem Kinosaal steht, und andere technische Raffinessen. Genauso wichtig ist die pädagogische Begleitung der Kinder – inklusive Vorbereitung im Übungs-MRT. Und was sagen die kleinen Patientinnen und Patienten dazu? "Viel cooler, leiser und schöner. Und weniger Angst!"
Gemeinsam mit vielen weiteren Menschen hat Prof. Dr. Dominik Schneider das Projekt entwickelt und auf die Beine gestellt, bis das Kinder-MRT 2014 in Dortmund in Betrieb gehen konnte. Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gehört dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DGKJ) an und war im Jahr 2022 DGKJ-Kongresspräsident.
Das Kinder-MRT am Klinikum Dortmund zur angst- und stressreduzierten Untersuchung von Kindern ist ein gemeinsames Projekt des Westfälischen Kinderzentrums und der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, welches durch Spendengelder sowie eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen realisiert werden konnte. Die europaweit einmaligen Videoprojektionen wurden in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Filmregisseur Prof. Winkelmann realisiert.
Links & Internetadressen
Weitere Infos und Bilder zum Kinder-MRT am Klinikum Dortmund
Kinderradiologie am Klinikum Stuttgart
Sektion Kinderradiologie am Uniklinikum Freiburg
Literatur
Studie zum Dortmunder Kinder-MRT in "Monatsschrift Kinderheilkunde": Magnetresonanztomographie-Untersuchung von Kindern in einem audiovisuell gestalteten Kinder-Magnetresonanztomographen

Oct 21, 2022 • 26min
Diagnose: "Hirntod"
mit PD Dr. med. Hermann Theilen
"Die Übermittlung der Nachricht, dass jemand einen irreversiblen Hirnschaden hat, habe ich immer als hochtraumatisch erlebt. Das ist für keinen Angehörigen wirklich fassbar", teilt Dr. Theilen seine Erfahrungen. Im Interview gibt er konkrete Empfehlungen für die Kommunikation.
Der Anästhesist ist von der Sicherheit des Hirntod-Konzepts, dem geforderten Protokoll und dem hohen ethischen Stellenwert der Hirntoddiagnostik in Deutschland absolut überzeugt. Wir haben mit ihm über die Voraussetzungen zur Feststellung eines irreversiblen Hirnfunktionsausfalls gesprochen, über die klinischen und apparativen Untersuchungen und darüber, wie die Unumkehrbarkeit des Zustands nachgewiesen wird.
PD Dr. habil. Hermann Theilen leitet am Uniklinikum Dresden in der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie den Bereich Neuroanästhesie. Als Personaloberarzt und stellvertretender PJ-Beauftragter ist er insbesondere auch in der Weiterbildung aktiv.
Gemeinsam mit Dr. Konrad Schmiedel hat er Fall 25 des Facharzt-Trainings Anästsiologische Intensivemedizin verfasst:
52/m nach Treppensturz mit weiten lichtstarren Pupillen
Links & Literaturhinweise
Bundesärztekammer: Richtlinie zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA)
Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI): Antworten auf die häufigsten Fragen zur Diagnose beim irreversiblen Funktionsausfall des Gehirns (IHA)
DSO: Deutsche Stiftung Organspende
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): "Organspende - Die Entscheidung zählt!"

Oct 7, 2022 • 37min
COVID und Schwangerschaft: Was wir aus den Daten lernen können
mit Prof. Dr. med. Ulrich Pecks
Die COVID-19-Pandemie stellt die Geburtshilfe vor viele Herausforderungen. Im Falle eines schweren Krankheitsverlaufs sind die therapeutischen Möglichkeiten hier begrenzt. Es fehlen oft Medikamente, die für Schwangere zugelassenen sind und bei der Versorgung müssen die Behandelnden immer auch den Fetus im Blick haben. Hinzu kamen gerade zu Beginn der Pandemie viele offene Fragen: darüber, wie sich eine Infektion auf das ungeborene Kind auswirkt, ob infizierte Mütter Kontakt zu ihren Neugeborenen haben können, ob COVID-19 verantwortlich für schwere Schwangerschaftskomplikationen ist.
Im CRONOS Register (COVID-19 Related Obstetric and Neonatal Outcome Study in Germany) werden deutschlandweit belastbare Daten zu Schwangeren mit SARS-CoV-2-Infektionen gesammelt, um genau diese offenen Fragen zu beantworten.
Koordiniert wird das Register von Prof. Dr. med. Ulrich Pecks, Leiter der Geburtshilfe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Im Interview berichtet er, vor welche Herausforderungen die Geburtshilfe bei COVID-erkrankten Schwangeren gestellt wird, was bei der Betreuung beachtet werden muss und welche Rückschlüsse sich bereits jetzt aus den Daten des CRONOS Registers ziehen lassen und was das für die Betreuung von infizierten Schwangeren bedeutet.
Literaturempfehlungen
COVID-19 in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett - Das CRONOS-Register, nach Registrierung und Abo zugänglich
AWMF-Leitlinie "Sars-CoV-2 in der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett"

Sep 23, 2022 • 27min
Proktologie im Fokus: Auch an den Beckenboden denken!
mit Dr. med. Caterina Schulte-Eversum, Proktologin
Nachdem wir in der Folge "Proktologie im Fokus: Der Po hat ein Image Problem" bereits einen ersten Einblick in das Fachgebiet der Proktologie bekommen haben, erklärt uns Dr. med. Caterina Schulte-Eversum in dieser Folge, worauf Sie in der Anamnese achtet und welche Routineuntersuchungen zu einer Erstvorstellung in der proktologischen Praxis dazu gehören.
Außerdem legen wir einen Fokus auf muskuläre Probleme und beleuchten, welchen Stellenwert sie in der Proktologie haben.
Dr. med. Caterina Schulte-Eversum ist Chirurgin und Proktologin und leitet die Sektion für Proktologie am Krankenhaus der Bethanien-Stiftung in Moers.
Literaturempfehlungen
nach Registrierung und Abo zugänglich
Häufige Krankheitsbilder in der Proktologie: umfangreiche ärztliche Erfahrung vonnöten
Perianale Hauterkrankungen – Diagnostik und Therapie
„Tailored approach“ in der Hämorrhoidalbehandlung
Akuter analer Schmerz
Obstruktive Defäkationsstörungen

Sep 9, 2022 • 28min
Chronische Schmerzen im Alter – Therapieziel Lebensqualität
mit Prof. Dr. med. Katrin Singler, Geriaterin am Klinikum Nürnberg Nord
Im ersten Teil der Miniserie Geriatrie ging es um Notfälle bei geriatrischen Patienten und Patientinnen, im zweiten Teil dann um das sehr häufige Delir, im dritten Teil gibt Prof. Katrin Singler nun Tipps und Tricks zum Umgang mit chronischen Schmerzen, erläutert worauf es bei der Diagnostik und der Therapie ankommt und betont, dass es vor allem um das Management von Erwartungen geht. Nicht die Schmerzfreiheit steht im Mittelpunkt, sondern der Erhalt der Alltagsfunktionalität und der Lebensqualität.
Prof. Dr. Singler ist Oberärztin an der Klinik für Innere Medizin 2, Schwerpunkt Geriatrie am Klinikum Nürnberg Nord, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.
Mit dem >>Basiskurs Geriatrie<< können Sie noch tiefer in die Thematik einsteigen und Ihr geriatrisches Fachwissen anhand von interaktiven Kursen mit Fallbeispielen erweitern, auffrischen und vertiefen. Nach Registrierung und mit Abonnement nutzbar.

Aug 26, 2022 • 28min
Der Po hat ein Image-Problem – Proktologie im Fokus
mit Dr. med. Caterina Schulte-Eversum, Proktologin
Beschwerden am Po, rund um den Anus, sind mit viel Scham behaftet. Der Besuch beim Arzt oder der Ärztin wird lieber nochmal hinaus gezögert, doch es können vielfältige und teilweise auch schwerwiegende Erkrankungen hinter den Symptomen stecken.
Dr. med. Caterina Schulte-Eversum möchte daher den Po mehr ins Gespräch bringen, um die Scham und die Sprachlosigkeit bei diesem Thema zu verringern – bei den Betroffenen, aber auch in der medizinischen Fachwelt. Sie ist Chirurgin und Proktologin und leitet die Sektion für Proktologie am Krankenhaus der Bethanien-Stiftung in Moers.
Wir sprechen in dieser Folge unter anderem über Analkarzinome, Marisken sowie über Analvenenthrombosen und proktologische Prävention.
Literaturempfehlungen
nach Registrierung und Abo zugänglich
Häufige Krankheitsbilder in der Proktologie: umfangreiche ärztliche Erfahrung vonnöten
Perianale Hauterkrankungen – Diagnostik und Therapie
„Tailored approach“ in der Hämorrhoidalbehandlung
Akuter analer Schmerz
Obstruktive Defäkationsstörungen

Aug 12, 2022 • 31min
Klimawandel: Gesundheitliche Folgen und wie man ihnen begegnen kann
mit Dr. med. Thomas Lob-Corzilius Kinderarzt i. R. und Umweltmediziner
Der Klimawandel ist in aller Munde – und die damit einhergehenden Veränderungen bekommen wir mittlerweile auch in Deutschland zu spüren – beispielsweise in Form von Waldbränden, Flutkatastrophen, Wassermangel oder Hitzewellen. Und neben diesen bereits sehr weitreichenden Konsequenzen wirkt sich der Klimawandel auch auf die Gesundheit aus und hat medizinische Folgen.
Was wissen wir über die medizinischen Folgen des Klimawandels? Welche Menschen leiden besonders darunter und was bedeutet das für das Handeln von Ärztinnen und Ärzten? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit dem Kinderarzt und Umweltmediziner Dr. Thomas Lob-Corzilius. Er beschäftigt sich bereits seit Anfang der 1990 Jahre mit den Folgen des Klimawandels.
Literaturhinweise
Viele davon sind nach Login auf SpringerMedizin.de verfügbar
Notfälle durch den Klimawandel – Fallbeispiele aus dem klinischen Alltag
„Die Klimakrise ist ein medizinischer Notfall“
„42 Grad = 112“ – Mutter Erde gehört auf die Intensivstation
Klimawandel und Allergien
Sonnenschutz der Zukunft: Herausforderungen und Möglichkeiten
Ursachenforschung bei Gewitter-Asthma
Hitzeerkrankungen
Klimawandel: Wie die Chirurgie zur Erderwärmung beiträgt
Klimabewusste Inhalationstherapie, aus Pädiatrische Allergologie, 03/2022

Jul 29, 2022 • 16min
Ein Pflaster gegen Herzinsuffizienz?
mit Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Universitätsmedizin Göttingen
Eine Herzinsuffizienz geht oft mit einem Verlust an Herzmuskelzellen einher. Die dadurch bedingten klinischen Symptome - z.B. Dyspnoe und Leistungsminderung - können zum Teil durch pharmakologische Therapien gelindert werden, die Schädigung des Herzmuskels bleibt jedoch bestehen. Ein neuer Behandlungsansatz versucht nun, diesen Zellverlust auszugleichen.
Das “Engineered Human Myocardium” ist ein im Labor kultiviertes Gewebe aus Herzmuskel- und Bindegewebszellen. Hergestellt wird es aus induzierten pluripotenten Stammzellen. Dieses “Pflaster” wird - so die Theorie - mithilfe eines minimalinvasiven Eingriffs auf den Herzmuskel aufgebracht und unterstützt es dann in dessen Funktion. Dazu läuft momentan die weltweit erste In-Patient-Studie.
Geleitet wird die klinische Studie von Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann. Er ist Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie an der Universitätsmedizin Göttingen und Entwickler der Herzpflaster-Technologie. Im Interview spricht er zu den Herausforderungen bei der Behandlung von Herzinsuffizienz, dem Prinzip des Herzpflasters und den Fragestellungen der aktuell laufenden Studie.
Literaturempfehlung
Fachzeitschriftenartikel: Herzinsuffizienz - Diagnostik und Therapie gemäß der ESC Leitlinie 2021 [nach Registrierung und mit Abo verfügbar]
CME-Kurs: Erhalt von Leistungsfähigkeit und Lebensqualität bei chronischer Herzinsuffizienz [nach Registrierung und mit Abo verfügbar]
e.Medpedia: Diastolische Herzinsuffizienz [nach Registrierung und mit Abo verfügbar]
e.Medpedia: Systolische Herzinsuffizienz [nach Registrierung und mit Abo verfügbar]
Fachzeitschriftenartikel "Induzierte pluripotente Stammzellen - Eine neue Ressource in der modernen Medizin" [nach Registrierung und mit Abo verfügbar]

Jul 15, 2022 • 17min
Wie erreichen Kontrollkoloskopien die Richtigen?
mit Prof. Ulrike Haug, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie
Es häufen sich die Hinweise, dass bei den Kontrollkoloskopien in Deutschland eine Fehlversorgung vorliegt. Die empfohlenen Zeitabstände werden oft nicht eingehalten. Das Problem: Menschen mit niedrigem Risiko einer Darmkrebserkrankung werden zu oft zu Kontrollkoloskopien eingeladen und Menschen mit höherem Risiko zu selten oder gar nicht. Diesen Zusammenhang hat die Epidemiologin und Professorin Ulrike Haug vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen aufgedeckt und in einer Studie beschrieben.
Im „ÄrzteTag“-Podcast (zuerst veröffentlicht am 19.04.2022) erklärt sie, wie es zu diesem Befund kommen konnte, welche Folgen er für die Patientinnen und Patienten hat und was Ärztinnen und Ärzte tun können, um ihre Patienten mit Kontrollkoloskopien weder über- noch unterzuversorgen.
Hier finden Sie alle Folgen des "ÄrzteTag"-Podcasts.

Jul 1, 2022 • 23min
Neues zum MS-Monitoring: Das können NFL-Biomarker
mit Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen, Experte für Multiple Sklerose
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch, entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die sich durch einen sehr individuellen Verlauf auszeichnet. Das Monitoring ist daher ein zentrales Werkzeug, um die Krankheitsaktivität einzuschätzen. Aber die Disziplin des Monitorings wird, so Prof. Ziemssen in der Podcast-Folge, noch zu stark vernachlässigt. Und umso zahlreicher therapeutische Möglichkeiten bei MS werden, desto wichtiger wird auch das Monitoring.
Neurofilamentleichtketten (NFL) und auch andere molekulare Blutbiomarker wecken die Hoffnung auf eine objektive, standardisierte und vor allem für die Routinediagnostik geeignete Detektion der MS-Krankheitsaktivität. Aber was können diese Biomarker leisten und was nicht? Und wie fügen sie sich in die bereits etablierte Standarddiagnostik ein?
Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen ist stellvertretender Klinikdirektor der Poliklinik für Neurologie in Dresden und hat dort das Multiple Sklerose Zentrum mitgegründet. Am Zentrum setzen er und sein Team den NFL-Wert bereits in der Klinik, beispielsweise zum Therapiemonitoring, ein.
In der Folge möchten wir einen detaillierten Blick auf die Praxistauglichkeit von Blutbiomarkern und Probleme und Herausforderungen des Monitorings an sich werfen.
Literaturhinweise
MS-Monitoring mit molekularen Biomarkern - wo stehen wir? (nach Login)
MS-Monitoring: "Ein hoher NfL-Wert ist nie gesund, unabhängig vom Auslöser" (nach Login)
Dossier zur Diagnostik der Multiplen Sklerose der Zeitschrift DNP: "Multiple Sklerose messen"(nach Login)


