Acht Milliarden

DER SPIEGEL
undefined
Apr 15, 2022 • 44min

»Als stünde die russische Gesellschaft am Rande eines Bürgerkriegs«

Kirill Martynov, Chefredakteur der »Nowaja Gaseta Europe« über die Arbeit seiner Zeitung in- und außerhalb Russlands, die Informationslage in Putins Propagandareich und die subversiven Möglichkeiten unabhängiger Medien. In dieser Folge des SPIEGEL-Podcasts »Acht Milliarden« spricht Kirill Martynov über die Besonderheiten seiner Zeitung, über die stillschweigende Unzufriedenheit der russischen Bevölkerung und auch darüber, wie man Putins Propagandamacht unterwandern könnte. »Das Hauptproblem ist momentan, dass viele Russinnen und Russen gar keine unabhängigen Informationen wollen, denn das käme einem Trauma gleich«, erklärt er, »denn momentan sind die russischen Helden des Zweiten Weltkrieges der Maßstab für alles. Aber außerhalb der Propaganda müssten sich alle fragen: Warum machen wir das mit der Ukraine? Wer ist Putin eigentlich und warum begeht er diese Kriegsverbrechen? Das ist eine gefährliche Diskussion für das russische Selbstverständnis. Ich glaube, die Russen sind noch nicht so weit.« Sie haben Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung? – Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine whatsapp-Nachricht schicken. Die Nummer lautet: +49 – 151 – 728 29 182 +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Apr 13, 2022 • 37min

Furcht und Empörung im Baltikum

Nirgendwo ist Russland näher an der Nato als im Baltikum. Die Angst vor einem russischen Angriff dort ist groß; die Empörung über die Entscheidungslangsamkeit der Deutschen auch.  Mehr als fünf Wochen lang reiste SPIEGEL-Reporter Jan Petter durch die baltischen Staaten und erfuhr, wie sehr die deutsche Haltung dort empört. »Ich glaube das Problem für die Menschen im Baltikum ist, dass sie auch keine emotionale Reaktion aus Deutschland wahrnehmen«, sagt er, »und sie dieses Gefühl haben: Deutschland ist gleichgültig, man wartet quasi den Krieg ab, so nimmt man es dort wahr«. Was sollte Deutschland also tun, um die baltischen Staaten zu unterstützen, damit sie Europa wirkungsvoll schützen können? Wie blicken diese Staaten auf die EU, auf die Nato? Und welche Rolle spielt die große russischsprachige Bevölkerung in diesen Ländern – jetzt, wo neben ukrainische auch russische Menschen ins Baltikum fliehen? Sie haben Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung? – Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine whatsapp-Nachricht schicken. Die Nummer lautet: +49 – 151 – 728 29 182 Reportagen von Jan Petter:  »Das 222-Millionen-Euro-Wunder« »Partisanen gegen Putin« »Die Helfer aus der Tech-Elite von Tallinn« Weiterführende links:  SPIEGEL-Podcast Stimmenfang: »Was ist feministische Außenpolitik in Kriegszeiten wert?« Historischer ORF-Bericht über Litauens Unabhängigkeitskampf bei youtube 1989: Der baltische Weg - euronews-Reportage auf youtube Der Hitler-Stalin-Pakt - Chronos-Reportage von 1979 auf youtube     +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Apr 11, 2022 • 35min

Im georgischen Exil

Allein im März reisten mehr als 30.000 Menschen aus Russland nach Georgien aus. Aus Angst vor Repressionen in der Heimat oder einschneidenden Veränderungen in ihrem Leben. Dort erwartet sie eine schwierige Situation, persönlich und politisch.  Aber warum fliehen so viele Russinnen und Russen nach Georgien?Manchmal ist es tatsächlich eine rein moralische Entscheidung.  Von diesen Menschen erzählt SPIEGEL-Reporterin Alexandra Rojkov in dieser Folge des Auslandspodcasts »Acht Milliarden«. »Alla Savina war so empört über das, was in der Ukraine passiert«, erzählt sie, »dass sie beschlossen hat: Ich möchte in Russland nicht mehr bleiben. Ich will die Politik dieses Landes nicht mehr unterstützen; ich will nicht, dass dieser Staat meine Steuern bekommt; ich will nicht mal durch meine Anwesenheit eine Zustimmung zu diesem Krieg geben.« Sie haben Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung? – Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine whatsapp-Nachricht schicken. Die Nummer lautet: +49 – 151 – 728 29 182 Weiterführende links:  Alexandra Rojkovs Bericht aus Tiflis »Wir sind überall fremd – in Moskau und hier«   +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Apr 8, 2022 • 52min

Putins Vision und Russlands Zukunft

Wladimir Putin beschwört die Ukraine als historisch unverbrüchlichen Teil des russischen Reiches. Seine Visionen erinnern an Josef Stalin und den ersten Zaren Iwan IV., genannt »der Schreckliche«. Wenn es nach Wladimir Putins Visionen geht, dann werden die Ukraine und auch Belarus in Zukunft unverbrüchlich Teil seines Reiches sein. Und Putin selbst demnach der alleinige Herrscher über das einzige Land der Welt, das vermeintlich die wahren Werte der Menschlichkeit achtet. Und deshalb werde Russland auch schon lange vom Westen attackiert, der diese aufrechte Nation unterwandern und vernichten wolle – so geht die Legende. Man sei aber stark genug, sich nicht vom rechten Weg abbringen zu lassen, lautet die Devise aus Moskau. So hebt Putin sein Land und sein Volk hervor aus der restlichen Welt, gibt ihm eine einzigartige Stellung und seinem Tun eine fast heilige Mission. Sie haben Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung? – Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine whatsapp-Nachricht schicken. Die Nummer lautet: +49 – 151 – 728 29 182 Weiterführende links:  Christian Neefs Essay »Im künftigen Russland wird kein Platz mehr für andere Meinungen sein« Christian Neefs Titelgeschichte (aus SPIEGEL 11/2022) »Putins Apokalypse« Deutscher Vorspann des Films »Iwan der Schreckliche« (1944) auf youtube  »Ivan the terrible« - englische Version des Films auf youtube +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Apr 6, 2022 • 34min

Verhärtung an allen geopolitischen Fronten

Der Krieg in der Ukraine beeinflusst die politische Weltlage erheblich. Mit den USA, China, Russland, der EU und Indien müssen gleich fünf geopolitische Machtpole ihre Haltung finden – nicht nur zum Krieg, sondern untereinander. Sie haben Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung? – Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine whatsapp-Nachricht schicken. Die Nummer lautet: +49 – 151 – 728 29 182 Weiterführende links:  SPIEGEL-Bericht über Putins Unterstützer von Bernhard Zand und KolleginnenRichard Nixon kündigt 1971 seine Reise nach China an (Video der Richard Nixon Foundation)Richard Nixons Besuch in China 1972 (Video der Richard Nixon Foundation) Bericht von Sky News über die verbleibenden Unterstützer Putins am 01. April 2022Ursula von der Leyens Statement nach dem Videogipfel der EU mit China China nennt die USA den Hauptschuldigen für die Ukrainekrise +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Apr 4, 2022 • 39min

Wie der Krieg Soldaten entmenschlichen kann

Nach dem Abzug russischer Truppen konnte SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter als erster westlicher Journalist die befreite Stadt Trostjanez besuchen. Dort entdeckte er erste Spuren russischer Gräueltaten. »In Trostjanez haben wir nachvollziehen können, wie aus einer Truppe, die erst indifferent war, innerhalb von zwei Wochen eine mörderische Soldateska wurde«, erzählt Reuter in dieser Podcast-Folge, »sie mussten davon ausgehen, dass jeder in dieser Stadt gegen sie ist und Informationen über ihre Panzer-Stellungen weiterleitet. Dann gingen ihnen die Vorräte aus und sie wurden hungrig. Sie wurden panisch und haben dann Leute erschossen, die sie für Spione hielten – und nicht allzu wenige.« Christoph Reuters ersten Podcast-Bericht aus der Ukraine hören Sie hier: »Mit dem Kleinwagen an die Front« Sie haben Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung? – Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine whatsapp-Nachricht schicken. Die Nummer lautet: +49 – 151 – 728 29 182 +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Apr 1, 2022 • 28min

Die Sorgen der postsowjetischen Staaten

Welcher Staat möchte schon gerne eine Pufferzone sein? Eigentlich eine rhetorische Frage, für einige Länder, die aus der Sowjetunion hervorgingen allerdings eine reale Gefahr: Für die Republik Moldau oder Georgien zum Beispiel. Wladimir Putins geschichtsrevisionistischer Entwurf eines russischen Großreiches schürt bei Beobachtern die Sorge, dass Russland nach der Ukraine weiterer solcher Staaten angreifen könne, insbesondere, wenn sie gemeinsame Grenzen mit Putins Reich besitzen. Wie die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Wladimir Putins ideologische Rhetorik bezeichnet die Ukraine als abhängigen Teil Russlands. Das versetzt auch die anderen Staaten in Sorge, die aus der Sowjetunion hervorgingen. Besteht die Gefahr, dass sich der Krieg ausweitet?Sie haben Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung? – Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine whatsapp-Nachricht schicken. Die Nummer lautet: +49 – 151 – 728 29 182 +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Mar 30, 2022 • 23min

Die Blackbox des Krieges

Nach erneuten Verhandlungen in Istanbul kündigt Russland an, Kiew künftig weniger zu attackieren. Wie glaubhaft sind diese Aussagen nach so vielen Lügen? Eine Bestandsaufnahme nach fast fünf Wochen Krieg. »Die große Frage ist, glaube ich: Denkt Putin, er braucht diese Verhandlungen?«, sagt Mathieu von Rohr in dieser Folge des SPIEGEL-Auslandspodcasts über Putins Krieg. »Oder denkt er, dass er am Ende doch durch militärischen und anderen Druck irgendwie gewinnen kann? Und sei es langfristig? Man muss schauen, was Putin tut, nicht, was Putin sagt. Das ist das Entscheidende.« Wo steht also die russische Armee in ihrem Vorstoß? Welche Ziele hat Putin anscheinend noch nicht erreicht? Und worauf kommt es in den nächsten Tagen und Wochen an? Den Status Quo nach fünf Wochen Krieg in der Ukraine hören Sie in dieser Folge von »Acht Milliarden«. Sie haben Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung?  – Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine whatsapp-Nachricht schicken: +49 – 151 – 728 29 182 +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Mar 28, 2022 • 30min

Putins Desinformations-Krieg

Neben dem heißen Krieg in der Ukraine führt Russland einen weiteren Krieg: den Desinformations-Krieg. Dabei sollen mithilfe von Fake News und Propaganda Verunsicherung und Zweifel geweckt werden, sagt Josef Holnburger von Cemas, dem Center für Monitoring, Analyse und Strategie. Holnburger beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich mit Desinformation und Verschwörungsidelogien und vor allem damit, wie sich all das im Internet verbreitet. »Es geht in der Konsequenz eigentlich um die Destabilisierung von Demokratien«, sagt er. »Deswegen werden da auch Narrative geteilt, die sich widersprechen.« Gerade während des Kriegs in der Ukraine könne man das gut sehen, so Holnburger: »Da wird zum Beispiel gesagt, es gebe gar keinen Krieg, sondern nur eine Spezialoperation. Andererseits wird dann behauptet, dass ein Krieg notwendig war, weil man jetzt Biowaffen-Labore in der Ukraine entdeckt habe und die ausgeräumt werden müssten oder weil es sowieso einen geheimen Angriffsplan der NATO gegeben hätte.« Am Ende gehe es darum, verschiedene Narrative anzubieten und zu sehen, »was am Ende hängenbleibt.« In dieser Folge »Acht Milliarden«.  sprechen wir über die verschiedenen Akteure der russischen Desinformationskampagnen, die Ziele dahinter und warum das deutsche Querdenker-Milieu so viel von Putin hält, obwohl der kein Impfgegner ist. Sie haben Anmerkungen, Anregungen, Kritik oder Themenvorschläge zu dieser Sendung?  – dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de. Sie können uns auch eine WhatsApp-Nachricht schicken: +49 – 151 – 728 29 182 Weiterführende Links: Desinformation im Ukrainekrieg: Wie Putins Propaganda in Deutschland wirkt Russlandverbindungen der AfD: Putins nützliche Idioten Telegram-Analyse zum Ukraine-Krieg: RT DE dominant im verschwörungsideologischen Milieu Stimmenfang – Podcast: Fake News und Faktenchecks: Wie gefährlich ist Desinformation für unsere Demokratie? +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
undefined
Mar 26, 2022 • 1h 11min

Interview-Spezial: Russlandexpertinnen über Folgen des Ukrainekriegs (english)

In dieser Sonderfolge – die aktuelle Folge »Polens Angst vor einem russischen Angriff« ist bereits erschienen – hören Sie ein ungekürztes Interview des SPIEGEL mit drei Menschen, die seit vielen Jahren Russlands Entwicklung unter Wladimir Putin beobachten und sich den Fragen stellen, wie der Krieg in der Ukraine weitergehen wird und welche Folgen Putins Krieg für Russland, Europa und die Welt hat.  Wir senden dieses Interview in voller Länge, nur leicht bearbeitet, und wir senden es ausnahmsweise im englischen Originalton. Zu Gast sind drei Expert*Innen, die sich seit vielen Jahren mit Russland und speziell mit Putin beschäftigen:Masha Geesen, ein(e) russisch-amerikanische Journalist*in und Schriftsteller*in, sie*er schreibt für das Magazin ‚New Yorker‘, hat Putins Aufstieg und seine Karriere regelmäßig kommentiert und hat über ihn die Biografie ‚Der Mann ohne Gesicht‘ geschrieben. Für ihr*sein Sachbuch ‚Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und verlor.‘ wurde er*sie mit dem Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung ausgezeichnet.   Nina Chruschtschowa, lehrt als Professorin für internationale Politik an der Universität ‚New School‘ in New York City. Auch sie beschäftigt sich schon lange mit ihrem Heimatland und hat viele Artikel und Bücher über die Entwicklung Russlands geschrieben, zuletzt »In Putins footsteps – searching for the soul of an empire across russias eleven timezones«. Sie ist die Enkeltochter des ehemaligen russischen Staatschefs Nikita Chruschtschow. Sabine Fischer arbeitet für den Thinktank ‚Stiftung Wissenschaft und Politik, ist Mitglied des Europa- und -Transatlantik-Gremium der Heinrich-Böll-Stiftung und hat intensiv zu den staatlichen Strukturen Russlands und der Beziehung zu Deutschland geforscht. +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app