ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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May 4, 2020 • 16min

Corona und Kinder – Was dazu bekannt ist

und warum es auch für die Forschung wichtig ist, KITAS wieder zu öffnen Sind (Klein-)Kinder in der Corona-Pandemie nun eher Virus-Super-Spreader oder eher eine besonders vulnerable Gruppe? Die Datenlage ist bislang noch sehr dünn. Doch vieles deutet nun darauf hin, dass sie weder besonders leicht durch SARS-CoV-2 angesteckt werden können, noch bei einer Erkrankung – selbst bei Grunderkrankungen wie Krebs – durch einen schweren COVID-19-Verlauf gefährdet sind, wie Professor Angelika Eggert, Direktorin der Klinik für Pädiatrie an der Charité Berlin erläutert. Und wie steht es um die Weitergabe der Viren an andere? Im Podcast fasst sie die aktuell wichtigsten Forschungsdaten zusammen und erläutert, an welcher Stelle noch Wissenslücken klaffen und warum es gerade deshalb wichtig ist, mit der Wiedereröffnung von KITAS und Grundschulen jetzt zügig zu starten.
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Apr 30, 2020 • 17min

Warum das Krankenhausentlastungsgesetz Unikliniken nicht reicht

und wo die Corona-Krise auch etwas Positives hat Für jeden gegenüber dem Vorjahr nicht stationär behandelten Patienten erhalten die Krankenhäuser eine Pauschale in Höhe von 560 Euro pro ausgebliebenen Patienten und Tag. Das sieht das Krankenhausentlastungsgesetz vor. Doch gerade für den Universitätskrankenhausbetrieb ist das nicht ausreichend, kritisiert Professor Jochen Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. Im Podcast-Gespräch mit Matthias Wallenfels aus dem Wirtschaftsressort der Ärzte Zeitung erläutert er, warum eine Nachbesserung dringend nötig ist. Außerdem berichtet er, wo die Corona-Krise – zumindest was die Telemedizin angeht – den Abläufen am Essener Universitätsklinikum einen deutlichen Schub gegeben hat, die es ohne die Pandemie so nicht gegeben hätte. Er spricht von einem „begeisterndenden Moment“, der die Belegschaft mit erfasst habe.
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Apr 29, 2020 • 22min

Warum Hausärzte sich nackig machen

Nicht nur wegen fehlender Schutzmasken In der Coronavirus-Pandemie war Schutzausrüstung sehr schnell Mangelware. Besonders betroffen: Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Doch gerade die niedergelassenen Ärzte, ganz besonders die Hausärzte bekommen die Krankheitswelle direkt zu spüren. Gesundheitsminister Jens Spahn nannte sie sogar den "Schutzwall". Doch wie sollen sie Corona-Infizierte und all ihre anderen Patienten versorgen, wenn selbst Handschuhe auf einmal rar werden? Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, haben Hausärzte in der ganzen Republik angefangen, sich auszuziehen, ja nackig zu machen. Ihre Botschaft der Aktion "Blanke Bedenken" (www.blankebedenken.org): "Wenn uns das Wenige, was wir haben, ausgeht, dann sehen wir so aus." Warum sie sich ausgezogen haben, das erzählen im "ÄrzteTag"-Podcast zwei Hausärzte: Allgemeinmedizinerin Jana Husemann aus Hamburg und Allgemeinmediziner Ruben Bernau aus Hambergen. Sie lassen auch keine gutes Haar am Schlingerkurs in Sachen telefonischer Arbeitsunfähigkeit. Und sie erklären, warum selbst bei einer dauerhaften Möglichkeit der Telefon-AU sie keine Sorge vor einem Absinken ihres Honorars haben.
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Apr 28, 2020 • 11min

Ärger ums Kurzarbeitergeld für Ärzte

Warum auch niedergelassene Ärzte Bedarf haben Nach einer aktuellen Weisung der Bundesagentur für Arbeit, dürfen Vertragsärzte auf den Topf für Kurzarbeit nicht zugreifen. Die Begründung: Die im März beschlossenen Ausgleichszahlungen für Vertragsärzte wirkten bereits wie eine Betriebsaufallversicherung. Das hat in der Ärzteschaft für einiges Unverständnis und etliche Leserbriefe gesorgt. Und auch der Vorsitzende des Virchowbund Dr. Dirk Heinrich möchte das nicht unkommentiert lassen. Im Podcast-Gespräch erläutert er, warum auch viele niedergelassene Kollegen durchaus Kurzarbeitergeld benötigen.
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Apr 27, 2020 • 33min

Beatmungstherapie – Quo vadis?

Was ein Lungenfacharzt und ein Intentensivmediziner dazu meinen Bei der Therapie von Patienten mit COVID-19-Pneumonie wird häufig eine invasive Beatmungstherapie gegen das drohende Lungenversagen eingesetzt. Immer wieder wird dabei in öffentlichen Berichten kritisch hinterfragt: Wann ist die wirklich nötig? Wie groß ist das Risiko für Schäden durch eine diese Behandlung, etwa durch die Sauerstoffgabe mit Überdruck, Sedierung, Entwöhnungsschwierigkeiten)? Wie steht es überhaupt um die Überlebensraten bei diesen sehr schwer erkrankten Patienten? Und sind sich bei der Antwort auf diese Fragen Lungenfachärzte und Intensivmediziner wirklich einig? Zwei ausgewiesene Experten aus beiden Fachrichtungen – Prof. Rolf Rossaint, Direktor der Klinik für Anästhesiologie Universitätsklinikum Aachen und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), sowie Professor Michael Pfeifer von der Universität Regensburg und Chefarzt an der Klinik Donaustauf sowie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, aktueller Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP), nehmen zu diesen Fragen gemeinsam Stellung.
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Apr 24, 2020 • 21min

„Jetzt die Katastrophenmedizin ein Stück weit zurückfahren“

Andreas Krahl, bayerischer Grünenpolitiker, war an der Corona-Intensiv-Front Von Osterurlaub keine Spur: Während der bayerische Landtag offiziell in den Osterferien war, ist der Grünen-Politiker Andreas Krahl an die Corona-Front gewechselt. Der pflegepolitische Sprecher seiner Landtagsfraktion war zwei Wochen als Intensivpfleger im Einsatz – in seinem ursprünglichen Beruf. Im „ÄrzteTag“-Podcast erzählt er, warum er Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für einen „guten Katastrophenschützer“ hält. Aber warum er bei ihm „das nötige Fingerspitzengefühl“ für die medizinische Grund- und Regelversorgung vermisst. Nach seinen Worten müsse die Politik das Gesundheitswesen jetzt langsam, „Schritt für Schritt“ wieder aus der „Katastrophenmedizin“ in die „klassische Medizin“ zurückführen. Personal müsse nachgeschult werden. Auch elektive Eingriffe müssten schrittweise wieder möglich gemacht werden.
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Apr 23, 2020 • 21min

"Das war Wildwest-Manier bei der Schutzkleidung"

Welche COVID-19-Maßnahmen richtig sind – und welche über das Ziel schossen Prof. Andrew Ullmann ist FDP-Bundestagsabgeordneter und Facharzt für Innere Medizin. Er kritisiert das Totsparen des ÖGD, abstruse Digitalisierungsmängel und dass die Regierung die ungenügende Vorbereitung auf eine Pandemie lange vor dem Coronavirus hätte anpacken können. Im Gespräch mit Wolfgang van den Bergh erklärt der Mann mit dem "Doppelherz" (Arzt und Politiker), warum eine zweite COVID-19-Welle im Spätherbst wahrscheinlich ist, wie die Länder sich aus der Klinikfinanzierung herausgestohlen haben und warum die Einschränkung der Grundrechte insgesamt die richtige Entscheidung war. (Dauer: 21:05)
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Apr 22, 2020 • 17min

Gesundheitsweiser Gerlach: "Wir sind im Blindflug!"

Warum uns eine ePA bei COVID-19 geholfen hätte Der Sachverständigenrat Gesundheit fordert gerade angesichts der Coronavirus-Pandemie einen deutlichen Digitalisierungsschub im Gesundheitswesen. Warum, das erklärt der Ratsvorsitzende Professor Ferdinand Gerlach in dieser Episode vom "ÄrzteTag"-Podcast. Er erklärt auch, warum es "ein Witz" ist, dass wir im Moment lieber die COVID-19-Zahlen der Johns Hopkins University in den Medien zitieren, statt die des Robert Koch-Instituts. Denn auch im amtlichen Meldewesen liegt bei der Digitalisierung einiges im Argen. Gerlach meint außerdem, gerade die jetzige Situation könnte für längst angedachte Reformen etwa der Sektorengrenzen sprechen. Denn die meisten Corona-Patienten, sagt er, werden gerade nicht in den Intensivstationen versorgt, sondern von niedergelassenen Ärzten.
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Apr 21, 2020 • 34min

Wenn Therapeuten zu Opfern werden

Das Second Victim Phänomen Bislang wird in der Coronakrise vor allem über die hohe Ansteckungsgefahr berichtet, unter der Ärzte und Pfleger arbeiten. Dabei lauert noch eine ganz andere Gefahr – nämlich dass die Betreuenden unter dieser Extremsituation vielleicht einen Fehler machen oder Entscheidungen treffen müssen, die sie so sehr belasten, dass sie selbst dann wieder zu Opfern werden. Professor Reinhard Strametz von der Hochschule RheinMain, selbst Intensivmediziner, erläutert in diesem Podcast, was es heißt, als Arzt oder Pfleger zu einem solchen Second Victim zu werden und wie sich dem vorbeugen lässt.
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Apr 20, 2020 • 14min

Schutzkleidung kommt in homöopathischen Dosen an

Eine Allgemeinärztin berichtet Für viele Hausarztpraxen ist es nach wie vor schwierig, an ausreichend Schutzkleidung zu kommen. Die KVen, die hier unterstützen wollen, müssen sich dazu um ganz ungewohnte logistische Dinge kümmern: von der Bestellung und Qualitätsprüfung bis hin zur Bewachung der bestellten Ware. Dr. Anne Gräfin Vitzthum von Eckstädt, stellvertretende Vorsitzende der Vertreterversammlung der KV Baden-Würtemberg und seit 30 Jahren niedergelassene Allgemeinärztin in Remstal, spricht im Podcast über lernende Systeme, wie gut die Selbstorganisation der Ärzte funktioniert, wenn sich Versorgungslücken auftun, und warum dabei ein Eingreifen des Staates nicht nötig ist.

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