ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Aug 3, 2021 • 18min

Worauf kommt es im Olympischen Mehrkampf besonders an, Dr. Joneleit?

Ein DLV-Verbandsarzt spricht über die Königsdisziplin der Leichtathletik Die Olympischen Spiele, wie sie derzeit in Tokio stattfinden, zeichnen sich ja dadurch aus, dass sich Athletinnen und Athleten in den unterschiedlichsten Sportarten auf allerhöchstem Niveau messen. Genau diese Vielfältigkeit bei den sportlichen Wettbewerben ist es, was Olympia für Zuschauer so interessant macht. Besonders beeindruckend finden viele Sportbegeisterte vor allem die Wettkämpfe, in denen sich dieselben Sportlerinnen und Sportler gleich in mehreren Disziplinen beweisen müssen – etwa beim Siebenkampf der Frauen oder Zehnkampf der Männer. Diese Wettbewerbe gelten als die Königsdisziplinen der Leichtathletik. Über die Mehrkämpfe, die nun am Mittwoch und Donnerstag in Tokio auf dem Programm stehen, sprechen wir in dieser Episode des „ÄrzteTag“-Podcasts mit Dr. Michael Joneleit, der der deutschen Leichtathletik-Delegation angehört. Er ist niedergelassener Orthopäde und Unfallchirurg, hat früher selbst lange Jahre Zehnkampf als Leistungssport betrieben, und ist als DLV-Verbandsarzt mit der medizinischen Betreuung von Leichtathleten bestens vertraut. Dr. Joneleit berichtet über seine Eindrücke von vor Ort in Japan und erläutert, worauf es im Mehrkampf an einem Wettkampftag besonders ankommt, und welche Medaillenchancen er den deutschen Starterinnen und Startern einräumt.
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Aug 2, 2021 • 9min

Flutkatastrophe: Klinikarzt arbeitet in autarker, mobiler Arztpraxis

Dr. Jens Koopmann, Oberarzt der Inneren Medizin, berichtet aus dem Hochwassergebiet Die Fluten haben in Bad Neuenahr-Ahrweiler viele Hausarztpraxen zerstört, auch das Krankenhaus Maria Hilf wurde vom Zu- und Abwassernetz abgeschnitten. Die medizinische Versorgung der Patienten geht jedoch weiter – mithilfe mobiler Arztpraxen des Deutschen Roten Kreuzes. Diese sind autark, das heißt sie haben eine eigene Strom- und Frischwasserversorgung und sind daher nicht auf die Infrastruktur vor Ort angewiesen. Dies ist der erste Einsatz dieser Praxen. In Rech ist seit etwa einer Woche eine solche mobile Praxis in Gebrauch. Hier versorgt Dr. Jens Koopmann, Oberarzt für Innere Medizin im Marienhaus Klinikum Bad Neuenahr-Ahrweiler, Patienten. Wie es um die gesundheitliche Versorgung steht, welche Bedrohung von Corona im Hochwassergebiet ausgeht und wie es sich als Klinikarzt in einer mobilen Praxis arbeitet, berichtet er in dieser Episode des „ÄrzteTag“-Podcasts.
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Jul 30, 2021 • 16min

BVÖGD-Chefin Teichert: „Wir müssten die STIKO vielleicht vom RKI lösen“

Dr. Ute Teichert über COVID-19-Impfungen für 12-Jährige – und eine STIKO-Refom Dr. Ute Teichert, die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD), hatte sich jüngst für die breite COVID-19-Schutzimpfung bei Teenagern ausgesprochen. Umso mehr lobt sie in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast die neue Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO) für eine generelle Impfung ab 12 Jahren: „Endlich mal ein klares Wort!“ Eine bundesweite generelle Empfehlung gibt es seitens der Ständigen Impfkommission (STIKO) aber nach wie vor nicht. Von der Politik wird das seit Wochen gefordert. Solche Einmischungen findet Teichert „sehr schwierig, sie sind aber systembedingt“. Die Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen fordert daher, über eine Reform der STIKO nachzudenken. „Man müsste überlegen, wie die STIKO künftig aufgehängt ist, um ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu sichern“, so Teichert. Die Geschäftsstelle der Kommission ist bekanntlich am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelt. Damit gerate die STIKO aber „in den Bereich Politik und Politikberatung“. Auch brauche die Kommission hauptamtliche Strukturen, die die professionelle Arbeit der ehrenamtlichen Kommissionsmitglieder unterstützt, fordert Teichert. „Ehrenamt und Hauptamt ist ein Unterschied. Insofern müsste man die ganze Institution auf professionelle Beine stellen, weg vom Ehrenamt hin zu einer hauptamtlichen Beschäftigung.“
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Jul 26, 2021 • 19min

Was haben Sie in den Einsätzen in den Flutgebieten erlebt, Pfarrer Janzen?

Notfallseelsorger Ingo Janzen berichtet aus der Hochwasserkatastrophe Sie machen eine stille Arbeit und sind wohl umso wichtiger: die Notfallseelsorger. Die Frauen und Männer der Notfallseelsorge unterstützen die Rettungskräfte bei der Betreuung von Katastrophen Betroffenen, sei es beim Zugunglück von Eschede 1998, bei unzähligen Verkehrsunfällen oder beim Oder-Hochwasser 1997. So auch jetzt während der verheerenden Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Hunderte von Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Häuser und Existenzen. Viele haben Angehörige oder Freunde verloren. Mit ihrer Arbeit sind die Seelsorger oft die ersten, die sich um die verstörten und schockierten Menschen kümmern. Körperliche Fitness und psychische Stabilität sind die Grundvoraussetzungen, um die anspruchsvolle Aufgabe zu meistern. Aber vor allen Dingen die Bereitschaft und die Gabe zuzuhören. Reden hilft, wissen die Seelsorger. Wer weiß, dass ihm zugehört wird, kann durch das Reden die wirren und verwirrenden Bilder im Kopf wieder ordnen – der erste Schritt zur Bewältigung der Situation. Und auch den Ärztinnen und Ärzten vor Ort helfen die Notfallseelsorger mit ihrer Arbeit, berichtet Notfallseelsorger Pfarrer Ingo Janzen im „Ärzte Tag“. Mit ihrem Einsatz vor Ort halten die Notfallseelsorger den Notärzten den Rücken frei. (Dauer: 18:35 Minuten)
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Jul 23, 2021 • 24min

Wie ist die medizinische Vorsorgungslage in den Flutgebieten, Herr Kranich?

Aktuelle Lage in den Hochwassergebieten und mobile Arztpraxen 3.500 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind in den Gebieten der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Dauereinsatz. Vielerorts helfen sie mit, die medizinische Versorgung aufrecht zu erhalten. Die Lage ist schwierig: Hausarztpraxen entlang der Ahr sind zum Teil oder ganz zerstört, der Klinik in Bad Neuenahr fehlt Strom. Das DRK war auf eine solche Katastrophenlage vorbereitet und stellt vier autarke, mobile Arztpraxen in den Hochwassergebieten bereit. In ihnen können Ärzte, die ihre eigene Praxis derzeit nicht betreiben können, Betroffene versorgen. „Wir brauchen eine viel stärkere oder engmaschigere medizinische Betreuung, jetzt“, sagt der Pressesprecher des DRK-Landesverbandes Sachsen Dr. Kai Kranich, der vor Ort ist. Warum das besonders jetzt der Fall ist, was das DRK tut und plant, erläutert er im „ÄrzteTag“-Podcast.
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Jul 20, 2021 • 19min

SpiFa-Chef: „So wird das System am Ende kaputtgespart“

Die Ärzteverbände zu den Positionspapieren von AOK und GKV-Spitzenverband. Die Wogen nach der Veröffentlichung der Positionspapier des AOK-Bundesverbands und des GKV-Spitzenverbands zur Bundestagswahl schlagen immer noch hoch. Am Freitag hat sich die Allianz Deutscher Ärzteverbände geäußert und den Krankenkassen vorgeworfen, mit ihren Plänen „Knauserei und Trickserei“ zu betreiben. Gleichzeitig signalisierte die Geschäftsführerin Versorgung des AOK-Bundesverbandes Dr. Sabine Richard im „ÄrzteTag“-Podcast Dialogbereitschaft. Der HNO-Arzt und Allgemeinmediziner Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands, des Virchowbundes und Sprecher der Allianz Deutscher Ärzteverbände, hat sich diesen Podcast angehört und nimmt nun dazu Stellung. Heinrich erläutert die Positionen der Ärzte bei den TSVG-Fällen, die die Kassen nach der Bundestagswahl wegen „Strategieanfälligkeit“ wieder ins Budget holen möchten. Er erklärt, warum die Ärzte ein „Kaputtsparen“ des Systems fürchten, wenn die Kassen ihre Forderungen durchsetzen und warum er glaubt, dass die Ängste der Krankenkassen vor mehr Entbudgetierung in Zeiten der Ärzteknappheit unbegründet sind. Nicht zuletzt beschreibt er die Vorstellungen der Ärzteschaft vor der Honorarrunde 2022, die im August beginnt.
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Jul 16, 2021 • 35min

Warum gehen Sie die Ärzte vor der Wahl so konfrontativ an, Frau Dr. Richard?

AOK-Bundesverband reagiert auf Kritik zum Positionspapier Dieser Streit war wohl unvermeidlich: „Archaische Reflexe“ hat Hartmannbund-Chef Dr. Klaus Reinhardt der AOK vorgeworfen, nachdem die Kasse in ihrem Positionspapier zur Bundestagswahl gefordert hatte, wieder verstärkt zum Instrument der Budgetierung zu greifen. Zurück in vergangene Jahrzehnte also? Kassenärztliche Bundesvereinigung und zuletzt der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) befürchten Leistungskürzungen, vor allem bei den sogenannten TSVG-Fällen (zum Beispiel neue Patienten, offene Sprechstunde, schnelle Termine), wenn diese wieder ins Budget zurückgeführt werden. Warum dieser Affront gegen die Ärzte? Das haben wir im „ÄrzteTag“-Podcast Dr. Sabine Richard, eine der Architektinnen des Papiers vom AOK-Bundesverband gefragt. Die AOK wolle mit den Ärzten durchaus im Gespräch bleiben, beton Richard, Geschäftsführerin Versorgung im Verband, sie pocht aber auch darauf, dass Effizienzreserven in der Versorgung gehoben werden müssten. Und sie erläutert im Podcast, wie sich die AOK eine Neuorganisation der Versorgung auf Länderebene in Zukunft vorstellen könnte, um das Klein-Klein vieler verschiedener Töpfe und die Brüche zwischen der ambulanten und stationären Versorgung zu überwinden.
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Jul 13, 2021 • 27min

Wenn der Bund bezahlt, soll er dann auch die Klinikplanung übernehmen, Dr. Gaß?

Der DKG-Chef über die Situation der Häuser Haben wir in Deutschland 700 Kliniken zu viel, wie es der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) Professor Josef Hecken unlängst formuliert hat? Die Krankenhäuser geraten aktuell in der politischen Diskussion von vielen Seiten unter Druck. Hinzu kommt, dass die finanzielle Ausstattung in der dualen Finanzierung durch Krankenkassen und Länder vor allem auf der Investitionsseite knapp bemessen ist – weil viele Länder seit Jahren ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Berechnungen des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) haben diesen Befund auch für das vergangene Jahr bestätigt. Im aktuellen „ÄrzteTag“-Podcast sprechen wir mit dem Vorstandsvorsitzenden der Geschäftsführung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), wie die Krankenhäuser mit der „kalten Umstrukturierung“ über Qualitätsvorgaben und finanzielle Austrocknung bei den Investitionen umgehen und was der Bund als neuer Investitionshelfer, etwa über das Krankenhauszukunftsgesetz bewirken kann.
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Jul 2, 2021 • 27min

Welche KV ist bei Arzneimittelverordnungen am arztfreundlichsten, Dr. Lübben?

Über die Neuerungen in den Arznei-Prüfvereinbarungen Wenn es um die Steuerung der Arzneiverordnungen ihrer Mitglieder geht, dann kocht jede KV ihr eigenes Süppchen. Die unterschiedlichen Systeme haben aber eines gemeinsam: Über Zielquoten, Leitsubstanzen, Richtwerte und Fachgruppendurchschnitte, die als Stellgrößen verwendet werden, haben sie es in den vergangenen Jahren geschafft, die Anzahl der Prüfungen und Regresse stark zu drücken. Dennoch bleibt bei vielen Ärzten die Angst präsent, in eine Prüfung zu geraten. In dieser Folge unseres „ÄrzteTag“-Podcasts können sich Ärzte über die Arzneimittel- und Prüfvereinbarungen in den KVen informieren. Arzt und Praxisberater Dr. Georg Lübben erklärt, wie Vertragsärzte mit den Instrumenten der Selbstverwaltung zur Begrenzung der Arzneimittelkosten am besten zurechtkommen – ohne sich dabei ihre Therapiefreiheit nehmen zu lassen.
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Jun 29, 2021 • 20min

Binge-Eating-Störung in der Hausarztpraxis: zwischen Stigmatisierung und Versorgung

Was Ärzte tun können, um Teil der Lösung und nicht des Problems zu sein. Die Prävalenz der Binge-Eating-Störung (BES) beträgt zwischen 0,7 und 4,6% der Normalbevölkerung. Spricht man von Binge-Eating-Verhalten (BEV) liegt sie sogar zwischen 6,3 und fast einem Viertel. Somit ist die Binge-Eating-Störung und insbesondere das Binge-Eating-Verhalten ein Thema für Hausärzte, die Patienten regelmäßig sehen und oft auch erste Anlaufstelle sind. Gleichzeitig haben Personen, die schon lange unter einer BES leiden, häufig Adipositas. Als Personen mit Adipositas werden sie — auch in Hausarztpraxen — stigmatisiert und so von oft notwendiger Versorgung abgeschreckt. Worauf man in puncto Früherkennung achten sollte und wie man Stigmatisierung in der eigenen Hausarztpraxis vermeiden kann, erklärt Eva Skoda, Leiterin des Bereichs Klinische und Experimentelle Forschung am LVR-Klinikum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Essen, im Podcast. (Dauer: 20:06 Minuten)

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