

Österreich - die ganze Geschichte
ORF III
Der Podcast zur großen History-Dokureihe von ORF III. Eine Spurensuche nach den großen Themen von heute in unserer Geschichte. Die namhaftesten Historikerinnen und Historiker des Landes stehen Mariella Gittler Rede und Antwort über gegenwartsrelevante Themenkomplexe wie „Klima und Umwelt“, „Gesellschaft und Frauen“, „Ernährung und Gesundheit“, „Migration und Minderheiten“, „Demokratie und Menschenrechte“ u.v.m.
Episodes
Mentioned books

Sep 27, 2024 • 26min
Hätte, hätte, Fahrradkette
Anne-Katrin Ebert, Expertin für die Geschichte des Fahrrads am Technischen Museum Wien, beleuchtet die revolutionäre Rolle des Fahrrads im 19. Jahrhundert. Sie spricht über die Begeisterung und die Konflikte, die es in der Gesellschaft auslöste. Besonders interessant ist, wie das Radfahren zur Emanzipation der Frauen beitrug. Ebert erklärt auch, wie das Dreirad als Heiratsvermittler fungierte und die Interaktionen zwischen den Geschlechtern beeinflusste. Ein spannender Blick auf die Auswirkungen des Fahrrads auf das Leben und die Stadtplanung damals.

Sep 20, 2024 • 23min
E-Auto, die erste
Anne-Katrin Ebert, Technikhistorikerin am Technischen Museum Wien, taucht in die faszinierende Geschichte der Elektromobilität in Österreich ein. Sie spricht über die frühen Pionierentwicklungen wie das Lohner-Porsche-Elektrofahrzeug von 1900. Auch Ferdinand Porsches anfängliches Interesse an E-Mobilität wird beleuchtet. Ebert erklärt, wie Elektromotoren zunächst im Taxibetrieb eingesetzt wurden. Zudem thematisiert sie die Herausforderungen und den Einfluss des Automobils auf die Gesellschaft und Stadtentwicklung im Laufe der Zeit.

Sep 13, 2024 • 24min
Der Benziner schlägt sie alle
Im späten 19. Jahrhundert erlebte das Auto einen faszinierenden Aufstieg. Die frühen Verbrenner waren nicht nur technische Herausforderungen, sondern symbolisierten auch nationale Identitäten. Die spannende Rolle von Siegfried Markus als Pionier wird gewürdigt. Radfahren war zunächst der Hit, doch die Freiheit des Autofahrens gewann schnell an Anziehungskraft. Der Verbrennungsmotor setzte sich durch – nicht nur aufgrund technischer Vorteile, sondern auch wegen des Abenteuers, das er versprach.

Sep 6, 2024 • 27min
Zug fährt ab
Die Eisenbahn revolutionierte im 19. Jahrhundert den Verkehr und stellte Schifffahrt in den Schatten. Interessante Einblicke in gesellschaftliche Veränderungen zeigen, wie verschiedene Klassen in Zügen aufeinandertrafen. Die Einheitlichkeit der Zeit wurde durch die Bahnfahrt geprägt, während der Buchmarkt auf die verkürzte Reisezeit reagierte. Anne-Katrin Ebert erklärt die Bedeutung dieser Entwicklungen in der Habsburger Monarchie und die Rolle privater Unternehmen im Aufbau des Schienennetzes.

Aug 30, 2024 • 29min
Räuber und Gendarm
Peter Becker, ein Historiker mit einem Fokus auf die Kriminalität des 19. Jahrhunderts, erzählt spannende Geschichten über berüchtigte Verbrecher wie Johann Grasel, der durch spektakuläre Raubzüge und soziale Aktionen zur Legende wurde. Er beleuchtet die Herausforderungen der Strafverfolgung in einer Zeit, in der Bandenkriminalität blühte und die Polizei oft überfordert war. Zudem diskutiert er die Entwicklung der Kriminaltechnik und die Rolle des Duellierens sowie die dunklen Aspekte des Menschenhandels und die Reformen im Strafrecht dieser bewegten Epoche.

Aug 23, 2024 • 25min
Gammelfleisch und Konsumentenschutz
Peter Becker, Professor für österreichische Geschichte mit Schwerpunkt auf Staat und Lebensmittelregulierung, teilt spannende Einblicke in die Geschichte der Lebensmittelskandale. Er diskutiert, wie das Gammelfleischproblem im 19. Jahrhundert zur Entstehung des ersten Lebensmittelgesetzes 1896 führte. Die Auswirkungen der globalisierten Nahrungsmittelindustrie und die Herausforderungen durch chemisch veränderte Produkte werden beleuchtet. Zudem wird die Bedeutung von gesetzlichen Regelungen, wie dem Codex Alimentarius, für die heutige Lebensmittelkontrolle thematisiert.

Aug 16, 2024 • 30min
Die Work-Life-Balance der habsburgischen Beamten
In dieser Folge spricht Historiker Peter Becker über die Arbeitsweise und Motivation der Beamten in der Habsburgermonarchie. Becker erklärt, wie das Gefälle zwischen Hauptstadt und Land die Effizienz beeinflusste – Beamte in Wien arbeiteten oft nur wenige Stunden pro Tag, während Landbeamte überlastet waren. Zudem beleuchtet er die Herausforderungen, die die Technologie und Reformbedarf in der Bürokratie mit sich brachten, und zieht Parallelen zum modernen Beamtentum. Mariella Gittler führt geschickt durch die Diskussion.

Aug 9, 2024 • 25min
Der Workaholic und die Kaiserin
In dieser Folge spricht Peter Becker, Professor für österreichische Geschichte an der Universität Wien, über Kaiser Franz Joseph, der über 450.000 Verfahren bearbeitete und ein entschiedener Workaholic war. Er beleuchtet, wie die Ehe mit Sissi durch ihre unterschiedlichen Lebensstile belastet wurde und die Tragik ihrer gescheiterten Liebesheirat. Außerdem diskutiert Becker die paradoxen politischen Strategien des Kaisers und wie seine obsessive Detailverliebtheit zu einer passiven Regierungsführung führte, während grundlegende Reformen oft vernachlässigt wurden.

Aug 2, 2024 • 30min
Putzen, Waschen, Kochen - Mädchen für alles
In dieser Folge spricht Margareth Lanzinger, Historikerin und Expertin für das Dienstbotenwesen im 19. Jahrhundert, über die Rolle von Mägden in bürgerlichen Haushalten. Sie erklärt, wie die Arbeit für viele Frauen soziale Sicherheit brachte, aber auch Schattenseiten hatte, wie ungewollte Schwangerschaften, die das Ansehen der Männer beschädigten. Zudem zieht sie interessante Parallelen zum heutigen Dienstleistungssektor und dessen Herausforderungen, insbesondere für Frauen. Ein spannender Blick auf Geschichte und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart!

Jul 26, 2024 • 30min
Die Liebesheirat
Margret Lanzinger, Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Wien, diskutiert die Facetten der Heiratsmotivation im 19. Jahrhundert. Sie erzählt, wie die Ehe primär wirtschaftlichen Zwecken diente und nicht der Liebe, die oft nur privilegierten Schichten vorbehalten war. Der Einfluss der katholischen Kirche auf Eheschließungen wird beleuchtet, inklusive der Herausforderungen für Paare mit administrativen Hürden. Außerdem wird die Entwicklung romantischer Liebesideale thematisiert und wie gesellschaftliche Normen die Partnerwahl prägten.


