

Österreich - die ganze Geschichte
ORF III
Der Podcast zur großen History-Dokureihe von ORF III. Eine Spurensuche nach den großen Themen von heute in unserer Geschichte. Die namhaftesten Historikerinnen und Historiker des Landes stehen Mariella Gittler Rede und Antwort über gegenwartsrelevante Themenkomplexe wie „Klima und Umwelt“, „Gesellschaft und Frauen“, „Ernährung und Gesundheit“, „Migration und Minderheiten“, „Demokratie und Menschenrechte“ u.v.m.
Episodes
Mentioned books

Apr 18, 2025 • 19min
Die „dunklen Jahre“ 1938-1945
Kurt Bauer, Historiker am Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung und Experte für den Nationalsozialismus in Österreich, diskutiert die dunklen Jahre zwischen 1938 und 1945. Er beleuchtet die anfängliche Euphorie Austriens über den Anschluss, die schnell in Ernüchterung umschlug. Bauer thematisiert die systematische Verfolgung der jüdischen Bevölkerung und die Herausforderungen des Widerstands. Zudem wird die Entwicklung eines neuen nationalen Bewusstseins während des Krieges erörtert, das den Wunsch nach einem eigenständigen Österreich widerspiegelt.

Apr 11, 2025 • 21min
Person und Mythos Engelbert Dollfuß
Kurt Bauer, Historiker am Ludwig-Boltzmann Institut, beleuchtet das Leben von Engelbert Dollfuß, einer umstrittenen Figur der österreichischen Geschichte. Er diskutiert Dollfuß' Aufstieg vom Bauernjungen zur autoritären Macht und seine unberechenbaren Entscheidungen, die zur Diktatur führten. Interessant sind die Umstände, die zu seinem Staatsstreich und der Krise im Nationalrat führten. Bauer analysiert auch, wie Dollfuß posthum als Märtyrer stilisiert wurde und die Legenden, die bis heute seine historische Bedeutung prägen.

Apr 4, 2025 • 22min
Der blutige Februar `34
Kurt Bauer, Historiker am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung und Experte für die Zwischenkriegszeit in Österreich, spricht über die blutigen Auseinandersetzungen im Februar 1934. Die Rolle Mussolinis in der politischen Repression wird beleuchtet. Zudem thematisiert Bauer die Konflikte zwischen den Sozialdemokraten und der Heimwehr, die zu einem verheerenden Aufstand führten. Die Untersuchung der politischen Mythen in Österreich, insbesondere des Widerstands der Sozialdemokraten, sorgt für spannende Einblicke in die nationale Identität.

7 snips
Mar 28, 2025 • 23min
Ein Heer für Österreich
Der Fokus liegt auf der Gründung des österreichischen Bundesheeres nach dem Zweiten Weltkrieg und den politischen Herausforderungen der Wehrpflicht. Auch die erste militärische Nutzung während der Ungarn-Krise wird thematisiert. Die Entwicklung der Spanocchi-Doktrin und ihr Einfluss auf die Verteidigungsstrategie sind wichtige Punkte. Zudem wird die Rolle von Frauen im Militär seit 1998 beleuchtet und die Diskussion über ihre Wehrpflicht. Abschließend wird die Entwicklung des Zivildienstes und dessen Bedeutung für die Demokratie erörtert.

Mar 21, 2025 • 21min
"Ich habe nur Befehle befolgt"
Die Definition von Kriegsverbrechen wird auf ihren Ursprung zurückgeführt, insbesondere nach den Weltkriegen. Individuelle Verantwortung im Kontext von Befehlen wird intensiv diskutiert. Die Herausforderungen bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen und ihre gesellschaftliche Relevanz werden analysiert. Es wird auf die Schwächen des Völkerrechts hingewiesen und die Notwendigkeit eines Dialogs für Frieden und Kriegsprävention thematisiert. Ein gründliches Verständnis historischer und moderner Konflikte ist für die Gesellschaft unerlässlich.

Mar 14, 2025 • 18min
Der moderne Massenkrieg
Georg Hoffmann, Milizoffizier und Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien, ist Experte für Militär- und Zeithistorie. Im Gespräch wird die Kriegsführung des 20. Jahrhunderts und ihre Unterschiede zu früheren Epochen beleuchtet. Hoffmann erklärt, wie Propaganda während des Ersten Weltkriegs gesellschaftliche Identitäten formte. Technologische Innovationen und die Massenmobilisierung für den Krieg stehen ebenfalls im Fokus. Zudem wird die Rolle von Drogen und historischen Begriffen wie 'Alter Schwede' thematisiert.

7 snips
Mar 7, 2025 • 18min
Krieg als Innovationsmotor
Der Podcast beleuchtet, wie Krieg als Katalysator für technische Innovationen wirkt. Feuerwehrleiter wie Reißverschlüsse und Superkleber fanden durch militärische Notwendigkeit zu ihrer Bedeutung. Auch die Entwicklung der Luftfahrt wird thematisiert, angefangen bei gefährlichen Anfängen bis hin zur Passagierfliegerei nach dem Ersten Weltkrieg. Zudem wird der Austausch von Technologien zwischen Nationen während Konflikten diskutiert, einschließlich der moralischen Fragen, die aus solchen innovationen unter extremen Bedingungen entstehen.

Feb 28, 2025 • 20min
Die Entwicklung des Luftkriegs
Georg Hoffmann, Milizoffizier und Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien, taucht mit Mariella Gittler in die spannende Entwicklung des Luftkriegs ein. Sie besprechen die Anfänge der Luftfahrt, beginnend mit Heißluftballonen und den Pionieren im Ersten Weltkrieg. Der Übergang von Beobachtung zu militärischen Strategien wird hervorgehoben, zusammen mit den psychologischen Herausforderungen der Piloten. Hoffmann beleuchtet auch die verheerenden Auswirkungen dieser Kriegsmethoden und die Notwendigkeit humanitärer Reglementierungen.

Feb 21, 2025 • 21min
Die Stunde Null der Zweiten Republik
Am 27. April 1945 erklärt eine kleine Gruppe Österreich unabhängig. Doch der Zweite Weltkrieg ist noch nicht vorbei und viele kämpfen weiter. Historiker Hannes Leidinger beleuchtet die 'Stunde Null', die für viele kein Neubeginn, sondern eine Niederlage ist. Die Diskussion über Österreichs Erinnerungs- und Identitätskultur zeigt, wie das Jahr 1955 die Geschichte prägte. Außerdem wird die wichtige Rolle der Trümmerfrauen und das kollektive Opfergefühl thematisiert, das die Wahrnehmung der Vergangenheit beeinflusst.

8 snips
Feb 14, 2025 • 19min
Braindrain – Aderlass an Intelligenz
Hannes Leidinger, Historiker und Experte für die österreichische Geschichte, beleuchtet den intellektuellen Exodus im frühen 20. Jahrhundert. Er diskutiert die Ursachen des "Braindrain" in Wien, darunter fehlende Investitionen und den Einfluss von Antisemitismus. Leidinger erklärt, wie diese Faktoren die Wissenslandschaft Österreichs schwächten und welche bedeutenden Warnungen Experten damals aussprachen. Die Folgen dieser Entwicklungen auf Kunst und Wissenschaft werden ebenfalls eingehend analysiert.


