

Österreich - die ganze Geschichte
ORF III
Der Podcast zur großen History-Dokureihe von ORF III. Eine Spurensuche nach den großen Themen von heute in unserer Geschichte. Die namhaftesten Historikerinnen und Historiker des Landes stehen Mariella Gittler Rede und Antwort über gegenwartsrelevante Themenkomplexe wie „Klima und Umwelt“, „Gesellschaft und Frauen“, „Ernährung und Gesundheit“, „Migration und Minderheiten“, „Demokratie und Menschenrechte“ u.v.m.
Episodes
Mentioned books

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Jan 23, 2026 • 33min
Von der Ostöffnung zum EU-Beitritt
Heinz Fischer, ehemaliger Bundespräsident Österreichs und erfahrener Politiker, spricht über bewegende persönliche Erlebnisse rund um den Fall des Eisernen Vorhangs. Er teilt Erinnerungen an die Ängste seiner Familie während der Besatzungszeit und die Auswirkungen des Kalten Krieges. Fischer analysiert die Ereignisse von 1989, die zur Öffnung Europas führten, und beschreibt die österreichische Volksabstimmung zum EU-Beitritt. Zudem erläutert er die Vorteile der EU-Mitgliedschaft und betont die Bedeutung von Neutralität und internationaler Zusammenarbeit.

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Jan 16, 2026 • 20min
Vom Opfermythos zur Restitution
Heinz Fischer, ehemaliger Bundespräsident und Sozialdemokrat, spricht über die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Österreich. Er erläutert, wie der Skandal um Kurt Waldheim die Diskussion um die Opferthese veränderte. Fischer beschreibt die juristischen Schwierigkeiten in den NS-Prozessen und erklärt, warum die Anerkennung der österreichischen Mitschuld erst 1991 erfolgte. Zudem thematisiert er die Rückgabeprobleme nach 1945 und analysiert den Aufstieg von Jörg Haider und der FPÖ. Ein spannender Einblick in Österreichs komplexe Geschichte.

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Jan 9, 2026 • 31min
Stunde 0 der 2. Republik
Heinz Fischer, ehemaliger Bundespräsident und Jurist, spricht über seine Kindheit während des Krieges und die Herausforderungen der Nachkriegszeit. Er schildert beeindruckend die Insecurity, den Hunger und die Wohnungsnot jener Jahre. Fischer diskutiert den schwierigen Umgang mit der NS-Vergangenheit und die verzögerten Justizprozesse, die oft von kollektiver Verdrängung geprägt waren. Zudem beleuchtet er, wie Figuren wie Taras Borodajkewycz zum Symbol ungelöster Konflikte in der jungen Zweiten Republik wurden.

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Jan 2, 2026 • 18min
Koloniales Österreich?
Der Mythos eines kolonialfreien Österreichs wird hinterfragt. Neue Forschungen zeigen Österreichs Verstrickungen im Kolonialismus, auch als Binnenkolonialismus in Bosnien. Die Episode beleuchtet historische Ambitionen, eigene Kolonien zu gründen, sowie die Rolle von Engelbert Dollfuß im Austrofaschismus. Diskussionen über Nachkriegsanalogien zur Dekolonisierung globaler Länder zeigen, wie koloniales Erbe bis heute Einfluss auf Gesellschaft und Museen hat.

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Dec 26, 2025 • 15min
Aktiv neutral
Lucile Dreidemy, eine Zeithistorikerin mit Fokus auf Österreichs Nachkriegs- und Neutralitätspolitik, diskutiert die Nuancen der österreichischen Neutralität. Sie erläutert, wie diese zunächst als Bedingung zur Souveränität betrachtet wurde, sich aber schnell als zentraler Identitätsbaustein etablierte. Besonderer Fokus liegt auf Bruno Kreiskys aktiver Außenpolitik und der Rolle Österreichs in der UNO. Dreidemy analysiert die fortdauernde Bedeutung der Neutralität nach dem Kalten Krieg und die Spannungen mit EU-Sicherheitsverpflichtungen.

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Dec 19, 2025 • 18min
Kanzlerdiktatur oder doch Austrofaschismus?
Die Diskussion über die österreichische Diktatur zwischen 1933 und 1938 sorgt für kontroverse Meinungen. Zeithistorikerin Lucile Dreidemy argumentiert für den Begriff 'Austrofaschismus' und erläutert die Merkmale wie Antisemitismus und Antiparlamentarismus. Sie hebt die schwache Natur des Regimes trotz seiner totalitären Ansprüche hervor. Nach 1945 wurde der Umgang mit dieser Vergangenheit stark vernachlässigt, während Gedenkzeremonien für Dollfuß bis in die 2000er stattfanden. Auch die politischen Folgen und interne Spannungen in der SPÖ werden thematisiert.

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Dec 12, 2025 • 16min
Die andere Machtergreifung 1933
Lucile Dreidemy, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Wien, beleuchtet die politische Radikalisierung in Österreich der 1930er-Jahre. Sie erklärt, wie die Christlichsoziale Partei unter Engelbert Dollfuß am 4. März 1933 die Macht übernahm, nutzt dazu eine Parlamentssitzung und wirft ein Licht auf die autoritäre Wende. Dreidemy thematisiert die rasche Demontage des Rechtsstaats sowie das Versagen der Sozialdemokratie, was zu einem ausbleibenden Widerstand führte. Ein spannender Einblick in eine dunkle Zeit der österreichischen Geschichte.

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Dec 5, 2025 • 17min
Von der Opferthese zur Erinnerungskultur
Claudia Kuretsidis-Haider ist Historikerin am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und Expertin für Erinnerungskultur. Im Gespräch beleuchtet sie die Moskauer Deklaration von 1943 und wie die Opferthese zum politischen Instrument wurde. Sie skizziert den Wandel der Narrativen ab den 1960er Jahren, die Diskussion um die Mitschuld Österreichs während des Waldheim-Wahlkampfs 1986 und die heutige Vielfalt der Erinnerungskultur. Der Dialog über die aktuellen Formen der Erinnerung und den Bezug zur Gegenwart soll gegen den Rechtsextremismus wirken.

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Nov 28, 2025 • 16min
Simon Wiesenthal
Simon Wiesenthal war ein entscheidender Lichtblick im Kampf gegen die NS-Verbrecher. Eine Zeitungsanzeige über Eichmann entfachte seine Suche nach Gerechtigkeit. Mit seinem Zentrum in Wien und dem Motto 'Recht, nicht Rache' forderte er Reformen für NS-Prozesse. Seine Netzwerkarbeit führte zur Ergreifung von Verbrechern wie Eichmann und Murer. Trotz Kritik blieb Wiesenthal ein unbequemer Mahner der Geschichte und hinterließ ein bedeutendes Vermächtnis im Bereich Menschenrechte und Gerechtigkeit.

Nov 21, 2025 • 20min
Der Schwund des Willens – Die Ahndung von NS-Verbrechen
Die Diskussion beleuchtet den schwindenden Willen Österreichs zur Ahndung von NS-Verbrechen nach dem Krieg. Politische Amnestien und der Einfluss des Kalten Krieges behinderten die Justiz. Der Fall Franz Murer wird als Paradebeispiel für die mangelnde Konsequenz in der Aufarbeitung betrachtet. Zudem wird erläutert, warum ältere Zeugenaussagen oft nicht ausreichten und die Rolle von Beweisen in den Verfahren thematisiert. Ein eindringlicher Blick auf die Herausforderungen der Erinnerungskultur und der juristischen Aufarbeitung.


