

Die Buch. Der feministische Buchpodcast
Die Buch
Julia Ritter spricht über Bücher von Frauen aus feministischen Perspektive.
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Mentioned books

Oct 2, 2024 • 0sec
113 Zu belehrend? "Und alle so still" von Mareike Fallwickl
Was passiert, wenn Frauen ihre Arbeit niederlegen und einfach streiken? Diese spannende Frage stellt „Und alle so still“ von Mareike Fallwickl. Warum uns dieser Roman trotzdem nicht abholt, hört ihr in dieser Folge.
Care Arbeit, kritische Infrastruktur und die Arbeit von Frauen: „Und alle so still“ von Mareike Fallwickl legt den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft. Wir folgen den Geschehnissen aus den Perspektiven einer Influencer, einer Pflegerin, und eines jungen Mannes, der sich mit prekären Jobs über Wasser hält. Doch warum löst dieser Roman auch Widerstand bei uns aus? Was ist der Unterschied zwischen Aktivismus und Literatur? Und kann Feminismus zu missionarisch sein? Dem gehen wir in dieser Podcast Folge nach.
***KOMM ZUM „DIE BUCH-CLUB***
Es ist wieder soweit – der Die Buch-Club trifft sich am 29.10. um 19 Uhr online, um Bücher von Frauen zu besprechen. Dabei lernst du nicht nur andere Lesebegeisterte und feministische Buchliebhaber*innen kennen, sondern kannst dich mit uns über deine Lieblingsbücher und unsere Podcast-Bücher austauschen. Wir sprechen außerdem über „Einige Herren sagten etwas dazu“ von Nicole Seifert. Wie kannst du mitmachen? Werde Steady-Mitglied von Die Buch. Mehr dazu findest du auf steadyhq.com/diebuchpodcast!
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Mehr zum Thema:
Unsere Folge zu Naomi Aldermans „The Power“
LeMahieu M. „The Novel of Ideas“, In: James D, ed, The Cambridge Companion to British Fiction since 1945. Cambridge Companions to Literature, Cambridge University Press: 2015, 177-191.
Bertelsmann Stiftung, „Die große Kluft: Frauen verdienen im Leben nur halb so viel wie Männer“, 17.3.2020.
Sophie Achleitner, „Seit 40 Jahren unbezahlte Sorgearbeit unverändert Frauensache“, Momentum Institut, 18.12.2023.
Ulrike Zartler, „Corona: Arbeit und Care“, Institut für Soziologie, Universität Wien, 2021.
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Sep 18, 2024 • 0sec
112 Wie feministisch ist True Crime? "The Red Parts" und "Jane: A Murder" von Maggie Nelson
True Crime boomt – aber wie wird in Formaten, die reale Kriminalfälle nacherzählen, über Gewalt, vor allem gegen Frauen, gesprochen? Wir besprechen in dieser Folge „The Red Parts: Autobiography of a Trial“ und „Jane: A Murder“ von Maggie Nelson, die einen kritischen Blick auf True Crime aus der Sicht von Betroffenen wirft.
TW: Gewalt gegen Frauen, Mord
Maggie Nelson setzt sich in dem Gedichtband „Jane: A Murder“ mit dem gewaltvollen Tod ihrer Tante als junge Studentin auseinander. Gerade als „Jane“ erscheint, erfährt sie, dass der ungeklärte Fall um ihren Mord wieder aufgenommen wurde. In „The Red Parts: Autobiography of a Trial“ begleitet sie den Prozess, in dem der Mörder ihrer Tante gefunden werden soll und verwebt den Bericht mit Erzählungen über ihr eigenes Aufwachsen. Sie wirft nicht nur einen kritischen Blick auf True Crime, sowie die fiktionalisierte Darstellung von Gewalt gegen Frauen, sondern zeigt auch, wie belastend das Nacherzählen von Gewalt für Betroffene und Angehörige sein kann.
Weiterlesen: Aminatta Forna, „Nadine Gordimer helped me see how fiction writing can illuminate reality“, The Guardian, 20.8.2013.
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Sep 4, 2024 • 0sec
111 Was haben Geburt und Tod gemeinsam? "Hallo und auf Wiedersehen" von Annika Eliane Krause
“Hallo und auf Wiedersehen: Frauen in Grenzgängen des Lebens” beschäftigt sich in Texten und Fotografien sowohl mit Geburt als auch mit Sterben aus weiblicher Sicht. Wir sprechen mit Fotografin und Autorin Annika Eliane Krause über ihre Rolle als Begleiterin von gebärenden und sterbenden Frauen, über die Angst vor dem Ungewissen und die Frage, was sie durch das Buch über Geburt und Sterben gelernt hat.
TW: Geburt und Tod
Annika Eliane Krause hat Frauen und ihr nahes Umfeld bei Geburten und beim Sterbeprozess begleitet. Ihre Geschichten und Bilder hat sie in dem Buch „Hallo und auf Wiedersehen“ festgehalten. Um sich ihrer eigenen Angst vor dem Sterben zu stellen, absolvierte sie eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin und begleitete die gebärenden Frauen außerdem als Doula (nichtmedizinische Geburtshelferin).
Entstanden ist ein Buch, das sich der weiblichen Sicht auf Geburt und Sterben nähert. Die Grenzgänge des Lebens werden in beeindruckenden Bildern und Texten eingefangen. Wir sprechen im Interview mit ihr über ihr Projekt, ihren Zugang als Fotografin und Autorin und ob das Buch einen feministischen Anspruch hat.
Ihr findet Annika Eliane Krause unter http://www.annikaeliane.de. Einige der Bilder seht ihr ebenfalls auf ihrer Website oder auf Instagram unter @_halloundaufwiedersehen_ oder @annikaeliane.
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Aug 21, 2024 • 0sec
110 Mörderin, Trostfrau und Spionin in Korea - "8 Lives of a Century-old Trickster" von Mirinae Lee
Acht Leben, eine Frau: Sie ist Mutter, Liebende, Spionin, Sklavin, Escape-Artist, Terroristin, Trickster und… eine alte Frau in einem Pflegeheim in Südkorea. Welch bewegte Geschichte(n) sich hinter dieser einen Frau verbergen, erzählt Mirinae Lees beeindruckender Debütroman.
TW: Sexuelle Gewalt, Krieg
Mirinae Lee nimmt uns in ihrem Buch „8 Lives of a Century-Old Trickster“ auf eine fast hundertjährige Reise durch Koreas Geschichte mit: von der Zeit des japanischen Kolonialismus, über den zweiten Weltkrieg, den Korea Krieg bis heute, durch die Augen einer Frau.
„8 Lives“ hat uns tief berührt und uns gleichzeitig viele Rätsel aufgegeben. Trotzdem ist es der Autorin gelungen, uns bis zum Schluss zu fesseln und ein beeindruckendes Mosaik ihres Heimatlandes zu schaffen. Erinnerung, Liebe, Freundschaft, Warten, Gewalt und Überleben sind nur einige der Themen, die sie darin behandelt. Große Empfehlung!
Mehr Infos:
BBC, The Radio 3 Documentary, „South Korea: The Silent Cultural Superpower“, 14.2.2016.
Deep Doku, „‚Trostfrauen‘ – Wenn Erinnerung zum Konflikt wird“, 5.3.2024.
Dan Snow’s History Hit, „Inside North Korea“, 6.6.2024.
The Korean Times, „Mirinae Lee’s ‚8 Lives…“, 4.12.2023.
Women’s Prize, „In Conversation with Mirinae Lee“, 2024.
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Aug 7, 2024 • 0sec
109 Periode, Zyklus und Sport - "Period Power", "Eine Frage der Phase" und "Peak Performance für Frauen"
Wir stellen euch drei Ratgeber zum Thema Periode, Zyklus und Co. vor: „Period Power“ von Maisie Hill, „Eine Frage der Phase“ von Frances Elisa Weber und „Peak Performance für Frauen“ von Dr Stacy Sims.
Menstruation und Zyklus sind tief feministische Themen, denn unsere patriarchal geprägte Welt ist oft nicht auf die Bedürfnisse und Beschwerden von Frauen und menstruierenden Personen abgestimmt. In einem Bereich wird das besonders deutlich: Sport.
Wir stellen uns die Frage: Was ist der Zyklus und wie beeinflusst er unser Leben? Was hat das alles mit Feminismus zu tun und wie zeigt sich das im Bereich Sport und Fitness? Wie ihr mit statt gegen euren Zyklus trainieren könnt, zeigen euch zwei der drei vorgestellten Ratgeber in unserer ersten Folge zum Thema Periodenbücher. Hört rein!
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Jul 24, 2024 • 0sec
108 Was macht Büchereien so besonders? 3 Buchtipps von Bibliothekarin Sarah Themel
Welche Verbindung habt ihr zu Büchereien? Als Leseorte, Bildungsorte und feministische Orte? Wir waren in der Hauptbücherei Wien und haben mit Bibliothekarin Sarah Themel gesprochen. Sie hat uns außerdem drei feministische Buchtipps mit auf den Weg gegeben.
Wir lieben Büchereien und teilen in dieser Folge unsere prägendsten Bücherei-Momente, zum Beispiel in der Dombücherei Linz . Dabei stoßen wir unerwarteter Weise auf eine frühe Leseerfahrung, die uns beide verbindet…
Bibliothekarin Sarah Themel von der Hauptbücherei Wien erzählt uns mehr über unsere Arbeit, Büchereien als feministische Orte und welche drei Bücher wir unbedingt gelesen haben sollten. Hört rein!
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Jul 10, 2024 • 29min
107 Klassikerinnen! "Little Women" von Louisa May Alcott
Viel geliebt und viel kritisiert: „Little Women“ von Louisa May Alcott hat Generationen von Frauen zu Autorinnen gemacht. Gleichzeitig hadern Feminist*innen noch heute mit dem darin vermittelten Frauenbild. Wie können wir den Roman heute noch lesen – als „Mädchenbuch“ oder amerikanische Klassikerin?
Jo March und ihre drei Schwestern leben im Osten der USA zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Ihre Eltern sehen sie als „kleine Frauen“, die sich in ihre Vorstellungen von Weiblichkeit einfügen müssen. Am schwersten fällt das der jugendlichen Jo – ein Freigeist, eine Autorin und der Grund, warum dieses Buch über hundert Jahre lang Frauen und Mädchen begeistert hat.
Wir werfen einen kritischen Blick auf den Roman von Louisa May Alcott, der bei uns durchaus widersprüchliche Gefühle ausgelöst hat und stellen euch das faszinierende Leben einer Autorin vor, die ihrer Zeit voraus war.
***GEWINNT EIN KLASSIKERINNEN-BUCHPAKET VON RECLAM***
Unser Podcast wird vier Jahre alt – wie cool ist das denn?! Als Dankeschön haben wir deshalb ein tolles Geburtstagsgeschenk für euch. Wir verlosen ein Klassikerinnen-Bücherpaket, zur Verfügung gestellt von Reclam Verlag, bestehend aus:
„Little Women“ von Louisa May Alcott
„Frankenstein“ von Mary Shelley
„Ein Zimmer für sich allein“ von Virginia Woolf
Alles, was ihr dafür tun müsst, ist neues Steady-Mitglied zu werden. Dafür könnt ihr euch zwischen bis 15.7.2024 um 23.59 Uhr für eines der drei Unterstützungspakete anmelden. Wir verständigen euch dann per E-Mail über euren Gewinn. Viel Glück!
Mitglied werden
Quellen:
Nava Atlas, „10 Writers Who Were Inspired by Jo March of Little Women“, Literary Ladies Guide, 2.9.2017.
Concepción de León, „‚Jo Was Everything I Wanted to Be‘: 5 Writers on ‚Little Women'“, New York Times, 31.12.2019.
Shida Bazyar, „Meine geniale Freundin Jo“, Zeit Online, 30.6.2020.
Joan Acocella, „How ‚Little Women‘ Got Big“, The New Yorker, 20.8.2018.
Great Lives, „Laura Bates on Louisa May Alcott“, Dez. 2014.
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Jun 26, 2024 • 26min
106 Wie queer ist die griechische Mythologie? "The Song of Achilles" von Madeline Miller
Liebesbeziehungen unter Männern waren im antiken Griechenland keine Seltenheit – und dennoch kommen sie bei modernen Überlieferungen von berühmten Mythologien oft nicht (mehr) vor. Warum ist das so? Und warum ist es wichtig, queere Liebe (wieder) hineinzureklamieren?
In “The Song of Achilles”/”Das Lied des Achilles” von Madeline Miller schreibt die Autorin über die Liebe zwischen Patroklos und dem griechischen Helden Achilles, der an der Seite der Griechen gegen Troja kämpft. Es ist eine mitreißende Geschichte, die nicht nur einen klassischen Stoff aufgreift, sondern auch mit dem “straight-washing” der Popkultur à la „Troja“ mit Brad Pitt aufräumt.
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Jun 12, 2024 • 25min
105 Toxische Beziehungen, Macht und Social Media in "I'm a Fan" von Sheena Patel
Wir besprechen einen beeindruckenden Debütroman über Besessenheit, Unterdrückung und Ambition in der digitalen Welt: „I’m a Fan“ von Sheena Patel zeigt uns die Abgründe von „race“ und „class“ hinter Social Media und dem Kulturbetrieb.
Die namenlose Ich-Erzählerin ist Anfang 30, Woman of Colour, in der Kulturbranche tätig und lebt in London. Sie ist ambitioniert, aber glaubt in der Welt nur vorwärts zu kommen, indem sie eine Affäre mit einem einflussreichen Mann beginnt. Gleichzeitig stalkt sie eine Frau, mit der er eine Parallelbeziehung führt. Was fasziniert sie so an dieser Influencerin, die scheinbar alles hat, und sogar diesen einflussreichen Mann zurückweist?
Sheena Patel, Teil des Kollektivs „4 Brown Girls Who Write“, hat mit ihrem Debütroman ein Buch geschrieben, das sich kein Blatt vor den Mund nimmt. In einem Interview bezieht sich die Autorin auf ein ähnliches Buch, das wir ebenfalls im Podcast besprochen haben: „I Love Dick“ von Chris Kraus.
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May 29, 2024 • 27min
104 Klassikerinnen! Emanzipation, Schwesternschaft und Polygamie in „Une si longue lettre“ von Mariama Bâ
Es ist wieder Zeit für eine Klassikerin! Dieses Mal eine Klassikerin des afrikanischen Kontinents: Mariama Bâ, eine senegalesische Autorin, die 1979 den Briefroman “Une si longue lettre” (Ein so langer Brief) veröffentlicht hat. Noch heute gilt sie als eine Wegbereiterin der afrikanischen, frankophonen Literatur.
Ramatoulaya ist frisch verwitwet und schreibt ihrer Freundin Assaitou. Sie berichtet über ihre Ehe und ihre Situation als Frau in einer polygamen, muslimischen, patriarchalen Gesellschaft im Senegal.. Was bedeutet es, wenn der Ehemann plötzlich eine zweite Frau heiratet? Und welche Möglichkeiten der Emanzipation gibt es – auch abseits eines westlichen, Weißen Feminismus?
Unsere erste Folge zum Thema Polygamie und den Roman „The Secret Lives of Baba Segi’s Wives“ findet ihr hier.
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