

Politik mit Anne Will
Anne Will
Die Journalistin Anne Will bespricht jede Woche ein politisches Thema mit spannenden Gästen. Fakten, Recherche und Analyse sorgen dabei für echten Tiefgang. Und dann fragt Anne Will auch die, die Verantwortung tragen: Politikerinnen und Politiker. Jede Woche donnerstags ab 12 Uhr.
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Aug 22, 2024 • 1h 9min
Wie geht strategisches Wählen? Mit Ursula Münch und Paula Piechotta
Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin und Direktorin der Akademie für Politische Bildung, und Paula Piechotta, Bundestagsabgeordnete, diskutieren die Komplexität strategischen Wählens bei den anstehenden Landtagswahlen. Münch erklärt, dass strategisches Wählen oft darauf abzielt, bestimmte Ergebnisse zu verhindern, kann aber auch zu unerwünschten Konsequenzen führen. Piechotta beleuchtet die Herausforderungen in Sachsen und betont, wie die politische Landschaft durch Umfragen und potenzielle Koalitionen beeinflusst wird.

Aug 17, 2024 • 1h 10min
Bonus: Interview mit Annika Brockschmidt, Journalistin
"Es ist nicht übertrieben zu sagen, der Fortbestand der amerikanischen Demokratie, wie wir sie kennen, steht in dieser Wahl auf dem Spiel", sagt die Journalistin und Buchautorin Annika Brockschmidt im Gespräch mit Anne Will.
Die Präsidentschaftswahl des mächtigsten Landes der Welt geht in die heiße Phase. Die Entwicklungen in den letzten Wochen überschlagen sich: Statt Joe Biden ist nun Kamala Harris für die Demokraten nominiert. Würde sie gewinnen, wäre sie die erste Präsidentin der USA – der ältesten Demokratie der Welt. Die Umfragewerte stehen zu ihren Gunsten, doch wie gut sind ihre Chancen tatsächlich?
In ihren Sachbüchern und Recherchen befasst sich Brockschmidt mit den USA und fokussiert sich dabei auf Strategien und Denkmuster der erzkonservativen und religiösen Rechten. Sie glaubt, das Demokraten-Duo Harris und Walz treffe den Nerv der Zeit – sowohl thematisch als auch mit ihrer Social-Media-Kampagne.
“Aber auch diese realistische Brille muss man sich aufsetzen. Selbst wenn Harris gewinnen sollte, bedeutet das noch nicht, dass alles in Ordnung ist. Weil Donald Trump und ja auch sein Vizepräsident J.D. Vance mehr als deutlich machen, dass sie eine Niederlage nicht akzeptieren werden”, so Brockschmidt. Das Republikaner-Duo hat gewaltbereite Unterstützer, die schon für den Sturm aufs Kapitol 2021 verantwortlich waren. Wer sind diese Unterstützer? Wie gefährlich sind sie? Welchen Widerständen steht Harris gegenüber? Und wen muss Harris letztlich überzeugen für den Posten der mächtigsten Frau der Welt? Antworten darauf gibt es in der Folge.
Das Interview wurde am Mittwoch, 14. August 2024, um 11 Uhr aufgezeichnet.

Aug 15, 2024 • 1h 2min
Sind die USA bereit für eine Präsidentin? Mit Tara-Louise Wittwer und Annika Brockschmidt
Tara-Louise Wittwer, Expertin für aktuelle politische Themen und Autorin, sowie Annika Brockschmidt, Journalistin mit Schwerpunkt auf politischer Berichterstattung, diskutieren die Herausforderungen für Frauen in der Politik, besonders im Hinblick auf Kamala Harris als erste weibliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten. Sie beleuchten sexistische Vorurteile und die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen. Zudem wird die Rolle von sozialen Medien und traditionellen Werten im politischen Diskurs thematisiert, während die Dynamik der bevorstehenden Wahlen analysiert wird.

Aug 8, 2024 • 42min
Durch den Sommer mit Micky Beisenherz
Micky Beisenherz ist ein pointierter Autor, bekannt für seine scharfsinnigen politischen Kommentare. Im Gespräch erzählt er, wie er trotz voller Terminplanung im Sommer zur Ruhe kommt. Er beleuchtet die Kunst des Zeitmanagements und die Bedeutung von Pausen in hektischen Zeiten. Mit einem Augenzwinkern diskutiert er über die politische Lage in Frankreich und die bevorstehenden Bundestagswahlen, während er humorvolle Anekdoten aus der Welt des Fußballs einstreut. Beisenherz zeigt, wie Unterhaltung ernsthafte Themen zugänglicher machen kann.

Jul 25, 2024 • 54min
Durch den Sommer mit Oliver Welke
Wie lange braucht der Meister der Nachrichtensatire, um im Urlaub abzuschalten? Und hat er dann einen schlimmen Pointenstau im Kopf? Darüber spricht Oliver Welke mit Anne Will in dieser Sommerfolge.
Außerdem verrät Oliver Welke, welche Politiker das größte Witzepotenzial haben und wer aus satirischer Sicht die bessere Kanzlerfigur abgibt: Merkel oder Scholz. Aber Politik ist nicht immer lustig. Auch nicht für die ZDF heute-show. Deshalb geht es in dieser Folge auch darum, bei welchen Ereignissen die Sendung ausfällt und wann selbst einer der lustigsten Redaktionen Deutschlands kein Witz einfallen mag.
Diese Folge ist ein Sommergruß für alle, die nicht ganz auf Politik mit Anne Will verzichten wollen. Ab dem 15. August geht es mit den regulären Folgen weiter.
Die Folge wurde am 4. Juli 2024 aufgezeichnet.
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Jul 13, 2024 • 59min
Bonus: Interview mit Michael Roth (SPD)
In Frankreich konnte ein Wahlsieg der rechtsnationalen Partei Rassemblement National abgewendet werden: Das linke Bündnis Nouveau Front Populaire gewann am 7. Juli die meisten Sitze im Parlament, gefolgt vom Bündnis um Präsident Macron. Jetzt muss Frankreich eine Regierung bilden - und das ist gar nicht so einfach. Denn das linke Bündnis besteht aus ganz unterschiedlichen Parteien - von Sozialdemokratinnen bis Putin-Verstehern. Wie sollen sie zusammen regieren? Wie viel Kompromiss verträgt eine Demokratie?
Über Kompromissfähigkeit und Haltung spricht Anne Will in dieser Folge mit Michael Roth (SPD), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Roth hat für nächstes Jahr seinen Rücktritt aus der Politik angekündigt und hadert mit der Stimmung in der Politik. Für ihn ist das Ergebnis der französischen Parlamentswahl ein Erfolg mit einem sehr hohen Preis. Denn hier sieht man, laut Michael Roth, wie immer absurdere Bündnisse geschmiedet werden, um Rechtsextreme und Rechtspopulisten von der Macht fernzuhalten. Dadurch würden auch politische Kompromisse immer schwammiger und diffuser - gerade in einer Zeit, in der sich viele Wählerinnen und Wähler Klarheit und einfache Antworten wünschten. Das spüren wir auch in Deutschland, wo die Ampelkoalition ständig auf der Suche nach funktionierenden Kompromissen ist.
Warum Michael Roth trotzdem für den Kompromiss ist, was die Bundesregierung an der Stelle besser machen könnte und warum sich Roth im kommenden Jahr aus der Politik zurückziehen will, das erfahrt ihr in dieser Folge.
Das Interview wurde am Mittwoch, dem 10. Juli 2024, um 10 Uhr aufgezeichnet.
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WICHTIGE QUELLEN:
SPIEGEL: Deutsche Ausschussvorsitzende auf dem Weg in die Ukraine, 12.04.2022
Stern: SPD-Politiker Michael Roth macht Schluss: "Ich spüre eine innere Distanz zum Betrieb", 27.03.2024
Zeit: Wie Frankreich gewählt hat, 09.07.2024
FAZ: Der Sieger geht leer aus, 08.07.2024
ntv: Frankreichs Wahlsieger ist aggressiv antideutsch und antisemitisch, 09.07.2024
Süddeutsche Zeitung: Beide Wahlen bleiben Ausdruck des anhaltenden Rechtsrucks, 08.07.24
Zeit: Der falsche Fetisch, Kommentar von Lenz Jacobsen, 08.07.2024
Zeit: Unzufriedenheit mit Ampelregierung erreicht Höchstwert, 13.06.2024
Deutschlandfunk: Ampelkoalition einigt sich auf Haushaltsentwurf - das sind die Eckpunkte, 05.07.2024
Impressum:
Redaktion: Gina Enslin, Marie Steffens
Executive Producerin: Marie Schiller
Audio Producer: Maximilian Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn
Sounddesign: Hannes Husten
Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH
Eine Produktion der Will Media GmbH

Jul 11, 2024 • 58min
Wie viel Kompromiss verträgt die Demokratie? Mit Julia Reuschenbach und Michael Roth
Am vergangenen Sonntag hat in Frankreich das linke Bündnis Nouveau Front Populaire die Wahl zur Nationalversammlung gewonnen. Nachdem bei der Europawahl der rechtsnationale Rassemblement National mit 32 Prozent der Stimmen die Mehrheit geholt hatte, hatte Präsident Emmanuel Macron die Nationalversammlung aufgelöst. Daraufhin haben sich vier Parteien aus dem linken Spektrum in der Nouveau Front Populaire verbündet, um bei der Wahl zusammen gegen die Rechten anzutreten - und waren erfolgreich. Die nächste Frage ist aber: Wie soll man nun gemeinsam regieren? Noch dazu im Kompromiss mit dem Bündnis um Präsident Macron?
Wir sprechen deshalb in dieser Folge über politische Kompromisse: Warum braucht es sie und wie könnten sie besser funktionieren? Der Kompromiss ist ein elementarer Bestandteil der Demokratie - aber wenn sich immer größere, inhaltlich unterschiedliche Bündnisse zusammenschließen müssen, um gegen die extrem Rechten zu gewinnen, dann stellt sich die Frage: Wie gut kann in solchen Bündnissen überhaupt noch Politik gemacht werden? Darüber spricht Anne Will mit der Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach vom Otto-Suhr-Institut an der Freien Universität Berlin. Sie sagt: Einen Kompromiss zu schließen bedeutet eben gerade nicht, seine eigene Position aufzugeben. Wie Kompromisse zustande kommen, müsste aber von der Politik an die Gesellschaft viel besser vermittelt werden.
Außerdem hat Anne Will für diese Folge mit Michael Roth (SPD), dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, gesprochen, der die Begeisterung über den Wahlsieg des linken Bündnisses in Frankreich nicht ganz teilen kann und die Politik zwischen klaren Positionen und Kompromissen in einem “Teufelskreis” sieht.
Das komplette Interview mit Michael Roth wird am 13. Juli 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht.
Der Redaktionsschluss für diese Folge war am Mittwoch, 10. Juli 2024, um 17 Uhr.
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WICHTIGE QUELLEN:
Die Zeit: Wie Frankreich gewählt hat, 09.07.2024
SRF: Parlamentswahlen in Frankreich: die Resultate im Überblick, 08.07.2024
Deutschlandfunk: Wie könnte es jetzt in Frankreich weitergehen?, 08.07.2024
FAZ: Der Sieger geht leer aus, 08.07.2024
ntv: Frankreichs Wahlsieger ist aggressiv antideutsch und antisemitisch, 09.07.2024
Süddeutsche Zeitung: Beide Wahlen bleiben Ausdruck des anhaltenden Rechtsrucks, 08.07.24
Süddeutsche Zeitung: AfD-Kandidat verpasst Sieg bei Landtagswahl in Thüringen, 28.01.2024
Impressum:
Redaktion: Gina Enslin, Marie Steffens
Executive Producerin: Marie Schiller
Audio Producer: Maximilian Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn
Sounddesign: Hannes Husten
Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH
Eine Produktion der Will Media GmbH

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Jul 6, 2024 • 57min
Bonus: Interview mit Norbert Röttgen, CDU-Außenpolitiker
In Frankreich und den USA steht gerade die Demokratie auf dem Spiel. Denn Emmanuel Macron hatte nach der Niederlage bei der Europawahl überstürzt Neuwahlen ausgerufen, bei denen die Rechtspopulisten des Rassemblement National triumphieren konnten. Und US-Präsident Joe Biden hält an seiner erneuten Kandidatur fest, obwohl spätestens nach dem TV-Duell gegen Donald Trump klar ist, dass er kaum in der Lage sein wird, das Land eine weitere Amtszeit lang zu führen. Über diese schwierige politische Lage - und was die für Deutschland und Europa bedeutet - spricht Anne Will in dieser Folge mit dem Außenpolitik-Experten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Röttgen. Er glaubt, wenn Biden an seiner Kandidatur festhält, sei das der “direkte Weg in die sichere Wahlniederlage". Das alles sei umso verheerender, so Röttgen, da der Supreme Court mit seinem jüngsten Urteil Donald Trump “alle rechtlichen Fesseln abgenommen” habe.
In Frankreich sehe es nicht besser aus. Sollten die Rechtspopulisten von Marine Le Pen erst die Regierung stellen, würde das Präsident Macron deutlich schwächen. Und Macrons Plan, dass sich die Rechten in der Regierungsverantwortung selbst entzaubern würden, findet Röttgen unverantwortlich: “Das Risiko, das er eingegangen ist für diesen Zweck, ist einfach unvertretbar hoch.”
Anne Will und Norbert Röttgen fragen sich in dieser Folge, wie es dazu kommen konnte, dass die Rechtspopulisten in vielen Ländern des Westens so erfolgreich sind - und wie die politische Mitte mit ihnen umgehen muss. Norbert Röttgen ist sich sicher: “Wir müssen uns anpassen, wir müssen lernen, ansonsten wird es sehr, sehr bitter werden. Wir haben im Grunde eine neue Zeit, aber die Verhaltensmuster sind die aus der alten Zeit. Und die alte Zeit ist in der neuen Zeit nicht überlebensfähig.”
Das Interview wurde am Mittwoch, dem 3. Juli 2024, um 12:30 Uhr aufgezeichnet.
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WICHTIGE QUELLEN:
Spiegel: Warum liefert Emmanuel Macron das Land den Rechtsradikalen aus?, 30.06.2024
https://www.spiegel.de/ausland/frankreich-warum-liefert-emmanuel-macron-das-land-den-rechtsradikalen-aus-a-a71e4e0d-e0d8-471a-930a-85695bf89867
Süddeutsche Zeitung: Politik und Krise im Jahre 2024 – Wenn alles auf dem Spiel steht, 01.07.2024
https://www.sueddeutsche.de/kultur/westen-politik-krisen-2024-demokratie-donald-trump-joe-biden-lux.SthqgVLAjZb3xVmXtCf6SA
CBS: Increasing numbers of voters don't think Biden should be running after debate with Trump, 29.06.2024
https://www.cbsnews.com/news/poll-debate-should-biden-be-running-mental-abilities/
Die Zeit: Joe Biden - Diese Drei könnten es machen, 03.07.2024 https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-07/joe-biden-us-wahl-demokraten-kandidat-donald-trump
Die Zeit: Auf dem Weg nach Trumpistan, 02.07.2024 https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-07/immunitaet-donald-trump-supreme-court-schaden-demokratie
ZDF: Liveticker zur Parlamentswahl in Frankreich, 02.07.2024 https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/frankreich-wahl-2024-parlament-liveticker-100.html
Hans-Böckler-Stiftung: Aufstieg des Rechtspopulismus: Erklärungsansätze und Analysen, 10.06.2024
https://www.boeckler.de/de/auf-einen-blick-17945-auf-einen-blick-rechtspopulismus-in-deutschland-37867.htm
Impressum:
Redaktion: Olga Patlan, Felix Schlagwein, Freya Reiß
Executive Producerin: Marie Schiller
Audio Producer: Maximilian Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn
Sounddesign: Hannes Husten
Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH
Eine Produktion der Will Media GmbH

Jul 4, 2024 • 1h 2min
Verspielen Biden und Macron gerade die Demokratie? Mit Jörg Lau und Norbert Röttgen
Anne Will und Jörg Lau diskutieren in dieser Folge über die Risiken der Entscheidungen von Biden und Macron für die Demokratie. Sie betonen die Bedeutung der politischen Mitte und gemeinsamer Ziele. Es wird auch über den Regierungswechsel in Polen und die Bedrohung des Rechtspopulismus gesprochen.

Jun 29, 2024 • 58min
Bonus: Interview mit Petra Köpping (SPD), Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, diskutiert mit Anne Will über die Angleichung zwischen Ost und West, Lohnunterschiede und die wirtschaftliche Perspektive im Osten. Köpping betont die Notwendigkeit der Anerkennung der Verletzungen der Ostdeutschen und den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Sie zeigt sich optimistisch für die Zukunft des Ostens, betont die Bedeutung von Sozialleistungen und fordert eine starke Wirtschaft mit sozialer Politik.


