

30 Minuten Kunst
Jens Trocha
Mit diesem Podcast will ich Sie regelmäßig und unkompliziert für alte und neue Meisterwerke begeistern. Ich bin Jens Trocha, Journalist & Autor, in Dresden aufgewachsen und zu Hause. In diesem Projekt steckt jede Menge Herzblut: Recherchen und Vorbereitungen sind zeitaufwendig, Produktion und technische Umsetzung kosten. Deshalb meine Bitte: Unterstützen Sie mich und den Podcast.
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Episodes
Mentioned books

Nov 6, 2025 • 20min
Yayoi Kusama und die Kunst der Unendlichkeit
Hypnotische Muster & Polka Dots
Die Ausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You For Infinity“ im Sprengel Museum Hannover zeigt erstmals die Werke der drei international bedeutenden Künstlerinnen Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami gemeinsam. Kusamas unverwechselbare Polka-Dots und eindrucksvollen Infinity-Room-Installationen spiegeln die Themen Unendlichkeit, Selbstauflösung und die Auseinandersetzung mit Sexualität und gesellschaftlichen Machtstrukturen wider. Die Ausstellung läuft vom 6. September 2025 bis 14. Februar 2026 und umfasst 110 Exponate. Über Yayoi Kusama, die Werke und die Ausstellung spreche ich mit Nora Niefanger vom Sprengel Museum.
Link zur Ausstellung: https://www.sprengel-museum.de/ausstellungen/aktuell/love-you-for-infinity
Besprochene Werke:
Pumpkin: https://news.artnet.com/art-world/hirshhorn-museum-yayoi-kusama-pumpkin-780080
Blue stripes: https://www.denhaagcentraal.net/kunst/kunstmuseum-laat-jaren-zestig-herleven/
Infinity room: https://hirshhorn.si.edu/kusama/infinity-rooms/
The Sea in the Evening Glow: https://www.artnet.com/artists/yayoi-kusama/the-sea-in-the-evening-glow-b-facing-the-imminent-_GnDlps7j3cJHL6LCFyR2Q2
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Repro-Credits: Yayoi Kusama, Infinity Mirrored Room – The Eternally Infinite Light of the Universe Illuminating the Quest for Truth, 2020, Holz, Metall, Glasspiegel, Kunststoff, Acrylplatte, Gummi, LED-Beleuchtungssystem,
Schaumstoffkugeln, Edelstahlkugeln, 296 x 622,4 x 622,4 cm, LAS Art Foundation, © Yayoi Kusama

Oct 23, 2025 • 32min
Neue Blicke auf die Sammlung Würth
Zwischen Klassischer Moderne und Gegenwart
Die Sammlung Würth – das Lebenswerk von Reinhold Würth – umfasst über 20.000 Kunstwerke aus 500 Jahren, von der Renaissance bis zur Gegenwart. In der neuen Sammlungspräsentation „Focus – Neue Blicke auf die Sammlung Würth“, kuratiert von Maria Würth und Dr. Beate Elsen, werden Werke in überraschenden Dialogen gezeigt. Im Museum Würth 2 in Künzelsau begegnen sich Klassiker und Neuzugänge, Ikonen und Entdeckungen – Baselitz trifft auf Miró, Schnabel auf Victor Hugo, Graubner auf Richter.
Im Zentrum steht die Idee des „Parlaments der Werke“: Kunstwerke treten in Austausch miteinander und mit den Besucherinnen und Besuchern – ein lebendiger, demokratischer Dialog über Formen, Farben, Visionen und Zeitgenossenschaft. Die Sammlung zeigt eindrucksvoll, dass Kunst mehr ist als ein Spiegel der Welt: Sie ist ein Gespräch über das Sehen selbst – neugierig, widersprüchlich, mutig.
Diese Podcastfolge lädt ein zum Hinhören und Hinschauen – zu einer Erkundung von Kunst, die über Jahrhunderte hinweg immer wieder neu entdeckt werden will.
Link zur Sammlung: https://kunstkultur.wuerth.com/kunstkultur/ausstellungen/FOCUS/MW2-FOCUS.php
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Repro-Credits: Piet Mondrian, Zeeuws Meisje, 1909 (Detail) Ol auf Leinwand, 63 x 48,5 cm, Sammlung Würth, Inv. 8552

Oct 9, 2025 • 29min
Niki de Saint Phalle in Hannover: Kunst, Kraft, Kontroverse
Nanas, Feminismus und die Liebe zur Kunst
In dieser Podcastfolge dreht sich alles um die neue Ausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You For Infinity“ im Sprengel Museum Hannover. Im Fokus dieser Folge steht Niki de Saint Phalle – eine Künstlerin, die wie kaum eine andere gesellschaftliche Grenzen überschritt. Ihre berühmten Nanas, heute bunte Wahrzeichen Hannovers, sorgten anfangs für hitzige Debatten und sind mittlerweile Sinnbilder für eine lebensbejahende und inklusive Kunst im öffentlichen Raum.
Die Ausstellung ist dem 25-jährigen Jubiläum der großzügigen Schenkung von über 400 Werken Niki de Saint Phalles gewidmet und präsentiert sie in einem neuen, internationalen Kontext – im künstlerischen Dialog mit Yayoi Kusama und Takashi Murakami. Alle drei Kunstikonen verbindet der Mut zu barocker Farbigkeit und der Brückenschlag zwischen Popkultur, Kommerz, individueller Identität und gesellschaftlicher Utopie. Ihre Werke kreisen um universelle Themen wie Liebe, Vergänglichkeit, Feminismus, Vielfalt der Sexualitäten sowie Angst und Hoffnung.
Mit rund 110 Exponaten, darunter monumentale Skulpturen, Gemälde, Assemblagen und immersive Installationen, bietet die Ausstellung einen einzigartigen Überblick über die Handschriften dreier Generationen. Speziell im Werk Niki de Saint Phalles zeigen sich die Ambivalenz von Lebensfreude und Ehrlichkeit, die radikale Kritik an patriarchalen Strukturen und eine Fähigkeit, mit Kunst politische und soziale Sprengkraft zu entfalten. Die Besucher*innen erwartet ein sinnlich erfahrbares, spannungsreiches Zusammenspiel internationaler Gegenwartskunst, das Hannovers Rolle als Kulturstadt eindrucksvoll unterstreicht.
Mehr zur Ausstellung und zur Wirkung Niki de Saint Phalles auf Hannover und die Kunstwelt gibt es in dieser Folge – von den gesellschaftlichen Kontroversen um die Nanas bis hin zu aktuellen Deutungen ihres Werkes.
Link zur Ausstellung: https://www.sprengel-museum.de/museum/aktuelles/love-you-for-infinity

Sep 25, 2025 • 32min
Die wundersame Bilderwelt der Ellen Akimoto
Die Schönheit der Farben und Figuren
Ellen Akimoto studierte in Mainz und Leipzig Malerei. Die gebürtige Amerikanerin ist eine Künstlerin, die sich schon früh mit Collagen und figürlicher Malerei beschäftigte. Ihre Werke werden seit über 10 Jahren ausgestellt, zuletzt in Einzelausstellungen in der Berliner Galerie Judin und im Kunstverein Ulm.
Website der Künstlerin: https://ellenakimoto.com
Ausstellung Kunstverein Ulm: https://kunstverein-ulm.de/ausstellungen/everybodys-in-the-room-again/
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Repro-Credits: Ellen Akimoto
Fotos: Trevor Good für Everybody's in the Room und Sliding Glass Door, Gustav Franz für Ghost Room, und Luis Bortt für das Porträt

Sep 11, 2025 • 40min
Atelierbesuch beim Maler Philipp Fürhofer
Was ist real, was Illusion?
Über die wundersamen Entdeckungen in seinen Arbeiten spreche ich in dieser Folge mit dem Maler Phillipp Fürhofer. Bei einem Atelierbesuch spricht er über seine Vorstellungen von Kunst und die Umsetzung in Bilder. Wie gelingt es ihm, Illusionen zu schaffen, die real werden? Im September 2025 stellt er in der Berliner Galerie Judin aus, später auch in Wolfsburg.
Auswahl besprochener Bilder: https://www.philippfuerhofer.de/works
Ausstellung in der Galerie Judin: https://www.galeriejudin.com/2025-philipp-furhofer-idyll-and-apocalypse/
Ausstellung in Wolfsburg: https://www.kunstmuseum.de/ausstellung/?filter=preview
Philip Fürhofer: https://www.philippfuerhofer.de
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Repro-Credits: Philipp Fürhofer / Foto: Dale Grant

Aug 28, 2025 • 29min
Endlich ausgestellt: Die Bilder der Malerin Olga Meerson
Schülerin von Kandinsky und Matisse
Das Porträt des Titelbildes dieser Folge zeigt die Malerin Olga Meerson. Eine Künstlerin, bis jetzt so gut wie vergessen war. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts war sie eine bekannte Malerin, die in Paris und Berlin ausstellte. Es ist auch der Verdienst von Prof. Robert Jütte, der eine Biografie über Olga Meerson schrieb, dass ihre Werke nun im Schloßmuseum Murnau zu sehen sind - in Murnau, wo der Blaue Reiter gegründet wurde und weltbkannte Werke entstanden sind. In der Folge wird auch erklärt, warum derzeit der Verbleib vieler Werke unbekannt ist. Sollte bei Ihnen zu Hause ein Bild von Olga Meerson hängen, melden Sie sich beim Schlossmuseum.
Link zu besprochenen Werken und zur Ausstellung: https://schlossmuseum-murnau.de/de/olga-meerson/
Link zum Buch von Prof. Robert Jütte: https://neofelis-verlag.de/robert-juette
Link zum Katalog: https://schlossmuseum-murnau.de/de/ausstellungskataloge/97/die-malerin-olga-meerson-
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Repro-Credits: Olga Meerson, Selbstbildnis mit grüner Schärpe, um 1905, Öl auf Leinwand, Privatsammlung, Foto: Nikolaus Steglich, Starnberg

Aug 14, 2025 • 26min
Edvard Munch und die ganz großen Gefühle
Eine Bilderreise durch die Seelenlandschaften des Malers
Er kann auf den Grund der Seele blicken, denkt man sich, wenn man die Bilder von Edvard Munch betrachtet. Durch seine gefühlsbezogene Malerei wurde er zum Seismografen seiner Zeit. Munchs Werke sind zu Ikonen tiefer menschlicher Seelenzustände geworden, wie zum Beispiel der »Schrei«. Munch konnte, wie kaum jemand anderes, überwältigende Erfahrungen und Gefühle in Bilder übertragen. In der Ausstellung wird die Lithografie "Schrei" aus dem Jahr 1895 aber auch Andy Warhols »The Scream (After Munch)« von 1984, gezeigt.
Wie Munch Gefühle auf die Leinwand brachte und was ihn mit Chemnitz verbindet, beschreibt mir im Gespräch die Kuratorin der Ausstellung Diana Kopka.
Edvard Munch. Angst: 10. August – 2. November 2025 in den Kunstsammlungen Chemnitz
Link zu einigen der besprochenen Bilder:
https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/ausstellungen/edvard-munch/
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Repro-Credits: Selbstporträt 1895, Kunstsammlungen Chemnitz

Jul 31, 2025 • 25min
Spetsfonds - Stalins geheime Kunstdepots
Wie ukrainische Kunst geplündert wurde und wird
In dieser Folge gehe ich mit Dr. Kateryna Rietz-Rakul, Leiterin der Auslandsrepräsentanz des Ukrainischen Instituts in Deutschland, auf die Suche nach den geheimen Kunstdepots - den Spetsfonds.
Nach dem Sturz des Zaren, nach dem 1. Weltkrieg und dem Chaos des Bürgerkrieges entwickelte sich in der Ukraine eine lebendige Kunstszene. Doch viele Künstlerinnen und Künstler, die damals moderne und avatgardistische Werke schufen, sind heute nahezu unbekannt oder wurden und werden der so geannten "Russischen Avantgarde" zugerechnet. Ein Grund für das Vergessen ist, dass viele Kunstwerke von den stalinistischen Machthaber aus Museen und Sammlungen entfernt wurden und in Spetsfonds verschwanden. Das sind für die Öffentlichkeit unzugängliche Depots, in denen vermeintlich formalistische, nationalistische oder konterrevolutionäre Kunst "gesammelt" wurde. Viele Protagonisten überlebten den stalinistischen Terror nicht. Die Suche nach den Werken aus den Spetsfonds dauert bis heute an und die Geschichte Europas spielt dabei eine entscheidende Rolle.
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Repro-Credits: Nationales Kunstmuseum der Ukraine

Jul 17, 2025 • 35min
Körperbilder in der Kunst
Ein Gespräch über Freiheit...
In einem erkenntnisreichen Gespräch mit der Chefredakteurin der Zeitschrift Kunstforum International" Dr. Ann-Katrin Günzel geht es um Körperbilder in der Kunst - wer sie macht und was sie erzählen.
Kunstforum International, Band 300 "EveryBODY": https://www.kunstforum.de/band/2024-300-everybody/
Besprochene Künstlerinnen & Künstler und deren Werke:
Orlan, Opération Opéra: https://www.orlan.eu/en/works/videos-dorlan-2/
Sophia Süßmilch: https://sophiasuessmilch.com/works/performance/
Hoda Tawakol: http://www.hodatawakol.com/works/dolls
Miles Greenberg: https://www.milesgreenberg.com/sebastian.html
Agnes Questionmark: https://www.agnesquestionmark.com/cyber-teratology-operation/
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Repro-Credit: Cover Kunstforum International, Band 300

Jul 3, 2025 • 34min
Große Kunst aus Afrika
"THE TRUE SIZE OF AFRICA" in der Völklinger Hütte
Welche Möglichkeiten Kunst hat, andere Kulturen kennenzulernen, kann man in der Ausstellung "THE TRUE SIZE OF AFRICA" in der Völklinger Hütte erleben (9. November 2024 – 17. August 2025). Dr. Ralf Beil, Kurator und Generaldirektor, nimmt mich mit auf einen faszinierenden Rundgang durch das ehemalige Eisenwerk.
Link zur Ausstellung:
https://voelklinger-huette.org/de/ausstellungen/-/the-true-size-of-africa/586
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Repro-Credits: Pressefoto Völklinger Hütte // © Omar Victor Diop, Courtesy Galerie MAGNIN-A, Paris


