Wohlstand für Alle

Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt
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Jan 18, 2023 • 26min

Ep. 180: Sind Pflegekräfte produktiv?

Wohlstand für Alle Wer leistet eigentlich produktive Arbeit? Immer wieder entflammt diese Diskussion aufs Neue und viele krude Ansichten geistern durch den Diskurs. Oft wird die Debatte sehr moralisch geführt, so etwa von der Transformationsforscherin Maja Göpel. Laut Göpel sind diejenigen, die im Handel und in den Banken tätig sind, nicht zu den produktiven Arbeitern zu zählen, produktiv sind hingegen diejenigen, die Güter produzieren. Diese Unterscheidung wurde von vielen Seiten kritisiert, aber die liberale Auffassung von produktiver Arbeit ist auch nicht sonderlich hilfreich. Diese Ökonomen gehen davon, dass jede Arbeit, mit der Geld verdient werden kann, produktiv ist. Karl Marx hat sich wesentlich tiefsinniger mit der Thematik beschäftigt und arbeitet die Charakteristiken produktiver Arbeit gut heraus – jedoch ist es keine besondere Auszeichnung, produktiver Arbeiter zu sein, vielmehr, erklärt Marx, sei es ein Pech. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das Thema „produktive Arbeit“ und beantworten die Frage, ob Pflegekräfte und Bankiers produktive Arbeiter sind. Literatur: Ludwig Theodor Heuss: “Aufruf zum Liberalismus 2.0”, Interview mit Maja Göpel, in: https://liberal-magazin.de/2022/01-2022/liberalismus-2-0. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1, online verfügbar unter: http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_531.htm. Karl Marx: “Produktivität des Kapitals. Produktive und unproduktive Arbeit”, in: MEW 26.1, online verfügbar unter: https://marxwirklichstudieren.files.wordpress.com/2012/11/mew_band26-1.pdf. Ole und Wolfgang in Stadthagen: https://www.altepolizei.de/2022/03/13/donnerstag-19-01-2023-20-uhr-ole-nymoen-wolfgang-m-schmitt-die-influencer-show/. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Jan 11, 2023 • 39min

Ep. 179: Ulrike Herrmann und die Kriegswirtschaft

Wohlstand für Alle Ulrike Herrmann hat mit “Das Ende des Kapitalismus” einen Bestseller geschrieben, dessen Thesen weit über linke Kreise hinweg diskutiert werden. Die Journalistin ist sich sicher: Der Kapitalismus wird in dieser Form nicht überleben, was wir dringend benötigen, ist eine Kriegswirtschaft nach britischem Vorbild. Schon einmal haben Preiskontrollen, Rationierungen und staatliche Produktionsaufträge dazu geführt, dass die Bevölkerung nicht darben musste. Herrmanns Bezug auf die britische Kriegswirtschaft der 1940er-Jahre ist nicht ganz neu, einige Jahre zuvor haben Aktivisten und Theoretiker ähnliche Ansätze diskutiert, wenngleich manche von ihnen sich die US-amerikanische Kriegswirtschaft zum Vorbild nehmen wollen, um klimaneutrales Wirtschaften zu erreichen. In der neuen Folge von “Wohlstand für Alle” diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, über die Vor- und Nachteile von Kriegswirtschaften. Literatur: Ulrike Herrmann: Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden, Kiepenheuer & Witsch. Naomi Klein: Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima, S. Fischer. Bill McKibben: "We Need to Literally Declare War on Climate Change", in: https://newrepublic.com/article/135684/declare-war-climate-change-mobilize-wwii?fbclid=IwAR2Og6y9I0uY9Zy3mv85IDD_oeGV5ckXwlVuCx_wBjB84yPVKHgAypU8Zbo. George Monbiot: "Think big on climate: the transformation of society in months has been done before", in: https://www.theguardian.com/commentisfree/2021/oct/20/us-war-footing-1941-climate-emergency-earth-pearl-harbor?fbclid=IwAR09HLuH38KYynvuTUvxAtfGdmevySupuawC7JDb0NGyyJ6KOspbxegCRNQ. Ina Zweiniger-Bargielowska: Austerity in Britain: Rationing, Controls, and Consumption, 1939-1955. Oxford University Press. Am 19.1. treten wir mit unserer "Influencer"-Show in Stadthagen auf: https://www.altepolizei.de/2022/03/13/donnerstag-19-01-2023-20-uhr-ole-nymoen-wolfgang-m-schmitt-die-influencer-show/. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Jan 4, 2023 • 31min

Ep. 178: Wie FUNK junge Leute verblödet

Wohlstand für Alle Funk, das von ARD und ZDF 2016 gestartete Online-Programm für junge Leute, ist ein Ärgernis. Die Boulevardisierung und Influencerisierung des Journalismus war nie schlimmer. In der Regel kümmern sich Dutzende Funk-Formate um Fragen wie „Der 1. Kuss: Team viel Spucke oder Team trocken?“ oder „Wie ist das VON DER BRÜCKE ZU SPRINGEN?“, aber auf drei Kanälen des öffentlich-rechtlichen Angebots für Jugendliche und junge Menschen geht es um ökonomische Themen. Bei „Your Money“ auf Tiktok sowie bei „SAFE“ auf YouTube werden recht schlichte Verbrauchertipps gegeben, mit denen junge Menschen sich mit ihrer Armut arrangieren sollen. Auf dem Kanal von Highperformer Henning wird hingegen neoliberale Propaganda mit einem ironischen Augenzwinkern verabreicht – sogar FDP-Finanzminister Christian Lindner unterstützt das Projekt. Jedes Format ist auf seine Weise eine herzliche Einladung an die Zuschauer, nicht weiter nachzudenken, sondern zu verblöden. Seinem Bildungsauftrag kommen ARD und ZDF auf diese Weise jedenfalls nicht nach. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, welche Ideologien diese Formate verbreiten. Literatur/Quellen: funk: Hey, wir sind funk. Online verfügbar unter: https://www.funk.net/funk. Wolfgang zu Gast bei "Was die Woche wichtig war": https://www.ardaudiothek.de/episode/was-die-woche-wichtig-war-der-funk-podcast/drama-um-gasumlage-fischsterben-in-der-oder-und-kritik-an-funk-mit-wolfgang-m-schmitt/funk/10750213/. Mehr Informationen zu Wolfgangs Veranstaltung in Zürich findet ihr hier: https://www.suhrkamp.de/gespraech/wolfgang-m-schmitt-v-42045. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Dec 28, 2022 • 31min

Ep. 177: Subventionen und die deutsche Industriepolitik

Wohlstand für Alle Die Industriepolitik firmierte in Deutschland lange Zeit unter einem anderen Namen: „Strukturpolitik“ war der von Politik und Ökonomik bevorzugte Begriff, denn er klang weniger nach Planwirtschaft und stellte das marktwirtschaftliche Wettbewerbsdogma nicht infrage. Tatsächlich aber gibt es schon in der frühen Bundesrepublik industriepolitische Maßnahmen – vor allem in Form von Steuererleichterungen, günstigen Krediten, Investitionshilfen und Forschungsgeldern. Keineswegs ging es darum, alle in die Krise geratenen Industriezweige zu retten. Unterstützung erfuhr vor allem, wer für die Interessen des Staates relevant war: Das betraf den Agrarsektor ebenso wie die Steinkohlenindustrie. In Letztere flossen die meisten Milliarden, aber auch die Stahl- und Eisenindustrie profitierte von Subventionen. Heute ist die Industriepolitik wieder in aller Munde, wird jedoch neu gedacht. Mariana Mazzucato, Robert Habecks „Lieblingsökonomin“, wie die FAZ schrieb, skizziert die Unterschiede zur alten Industriepolitik. In der neuen Folge zeichnen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt Kontinuitäten und Brüche nach. Literatur: Ralf Ahrens: Strukturpolitik und Subventionen. Debatten und industriepolitische Entscheidungen in der Bonner Republik, Wallstein. Mariana Mazzucato: „Das Wachstum in eine grüne Richtung umlenken“, in: Michael Vassiliadis, Kajsa Borgnäs (Hrsg.): Nachhaltige Industriepolitik: Strategien für Deutschland und Europa, Campus. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Dec 24, 2022 • 48min

Literatur #24: Wir hassen DER KLEINE LORD!

WfA-Literatur Im deutschen Fernsehen darf dieser Weihnachtsklassiker nie fehlen: „Der Kleine Lord“, in der Verfilmung von 1980 mit Alec Guinnes und Ricky Schroder, lässt harte Herzen weich werden. Die Geschichte des achtjährigen Cedric, der bei seiner Mutter in bescheidenen New Yorker Verhältnissen aufwächst, ändert sich schlagartig, als er erfährt, dass er Nachkomme einer alten Adelsfamilie ist und einmal ein Lord werden soll. Fortan soll Cedric bei seinem strengen Großvater auf einem herrschaftlichen Anwesen in England leben. Dort verändert der kleine Lord nicht nur den alten Mann, sondern setzt sich auch für viele Charity-Projekte ein. Der Roman, im Original „Little Lord Fauntleroy“, von Frances Hodgson Burnett stammt aus dem Jahr 1886. Weihnachten kommt darin zwar nicht vor, aber die literarische Vorlage trieft nur so vor Kitsch. Verteidigt wird nicht zuletzt die Eigentumsideologie der Aristokratie. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in „Wohlstand für Alle“-Literatur. Literatur: Frances Hodgson Burnett: Der kleine Lord. Übersetzt von Emmy Becher, Reclam. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Dec 21, 2022 • 29min

Ep. 176: Klondike – der größte Goldrausch aller Zeiten

Wohlstand für Alle 1896 fand ein Indigener im Yukon-Gebiet Gold. Dieser Fund löste den wohl legendärsten Goldrausch aller Zeiten aus. Die Meldung machte schnell die Runde, sodass bald Tausende Goldgräber und Glücksritter sich auf den Weg machten, um am Klondike reich zu werden. Gelockt wurden diese Männer mit dem Versprechen, dass hier ein jeder rasch Millionär werden könne, doch die Realität sah völlig anders aus. Der Weg zum Klondike war beschwerlich und riskant, zudem kostete die Reise mindestens 500 Dollar. Diese Investitionen aber zahlten sich nur für die Wenigsten aus, denn sehr schnell waren alle relevanten Ausgrabungsorte vergeben. Immerhin entstanden bald viele kleinere und größere Wirtschaftszweige – von Dienstleistungen bis hin zu Unterkünften, in denen die Goldgräber bewirtet wurden. Während des Goldrauschs wurde Gold im Wert von 22 Millionen Dollar gefunden, rechnet man jedoch zusammen, was alle Goldgräber investiert hatten, um diese Grabungen vornehmen zu können, ist die Summe geradezu lächerlich. Am Klondike-Goldrausch kann man gut studieren, wie irrational die Wirtschaft sein kann, und weshalb einige Wenige immens profitierten. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ blicken Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt auf die kuriose wie dunkle Geschichte des Goldrauschs. Literatur: Douglas W. Allen: “Information Sharing during the Klondike Gold Rush”, in: The Journal of Economic History (4/2007), in: https://www.jstor.org/stable/40056405. Jack London: The Economics of the Klondike, in: https://thegrandarchive.wordpress.com/the-economics-of-the-klondike/. Kathryn Morse: The Nature of Gold. An Environmental History of the Klondike Gold Rush, University of Washington Press. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Dec 17, 2022 • 1h 5min

Spezial #30: Isabella Weber über Inflation und Gaspreisbremse

Wohlstand für Alle Die Energiepreise stiegen bereits vor Putins Angriff auf die Ukraine, spätestens seit Kriegsbeginn gingen sie durch die Decke und wurden zum bedeutsamsten politischen Streitthema des Jahres 2022 in Deutschland. Im 30. WfA-Spezial spricht Ole mit Isabella Weber, die bereits wenige Wochen nach Kriegsbeginn einen Gaspreisdeckel forderte. Was unterscheidet einen Gaspreisdeckel von einer Gaspreisbremse? Wie ist die heutige Inflation zu erklären? Und wie können ökonomische Krisen in Zukunft früher erkannt werden? Darum geht es im 30. WfA-Spezial. Das Paper von Isabella Weber und ihren Kollegen findet ihr hier: https://scholarworks.umass.edu/econ_workingpaper/340/. Alle Informationen zu Isabella Webers Buch findet ihr hier: https://www.suhrkamp.de/buch/isabella-m-weber-das-gespenst-der-inflation-t-9783518431276. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Dec 14, 2022 • 31min

Ep. 175: Droht ein kalter Wirtschaftskrieg?

Wohlstand für Alle Die Zeitenwende in der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik wird gerade eiligst vollzogen: Ob USA, Europa oder Australien – ein neues altes Paradigma dominiert plötzlich das Handeln der Regierungen. Die Industriepolitik ist zurück. Joe Bidens „Inflation Reduction Act“ sowie sein „Chips and Science Act“ stellen die industriepolitischen Weichen neu, das bekommt auch Deutschland zu spüren. Lange Zeit war die Ideologie des freien Marktes vorherrschend, man setzte auf einen schlanken Staat und auf Austeritätspolitik. Jetzt aber investieren und subventionieren die Amerikaner in ihre Industrie – und ihnen gelingt es, Kapital und vor allem Unternehmen aus dem Ausland anzulocken. War unter Donald Trump der Protektionismus noch etwas, was Demokraten nur naserümpfend in Kauf nahmen, haben die Demokraten jetzt Trumps „America first“-Strategie übernommen, ja, erst wirklich in die Tat umgesetzt, allerdings ohne eine allzu nationalistische Rhetorik zu bedienen. Für die Bekämpfung des Klimawandels können hier möglicherweise entscheidende Fortschritte gelingen, doch die Gefahr einer Eskalation zwischen China und dem Westen wächst. Adam Tooze sagt, Amerika führe nun einen Wirtschaftskrieg. Mehr dazu in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“. WERBUNG: Zum neuen Buch von Maurice Höfgen geht es hier entlang: https://jacobin.de/wohlstand Literatur: Don Farrell: „Was für ein Handelsabkommen mit Australien spricht“, in: https://www.wiwo.de/politik/deutschland/energiewende-was-fuer-ein-handelsabkommen-mit-australien-spricht/28855168.html. Martin Kölling: „Chipriese TSMC investiert Milliarden in neue US-Werke“, in: https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/halbleiterindustrie-tsmc-erhoeht-investitionen-40-milliarden-fuer-us-chips/28853030.html. Jörg Kronauer: „Kurswechsel in Neu-Delhi“, in: https://www.jungewelt.de/artikel/440256.asiatisches-jahrhundert-kurswechsel-in-neu-delhi.html. Mariana Mazzucato in der „FT“ zitiert: https://www.ft.com/content/1bde1624-df28-48ac-bc35-0199d80bfe63. Gideon Rachman: „Der Beginn des asiatischen Zeitalters“, in: https://internationalepolitik.de/system/files/article_pdfs/ip_02-2018_rachman_08-13_o.pdf. Nouriel Roubini im Interview: https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/nouriel-roubini-china-wird-sibirien-annektieren-deshalb-ist-putin-ein-idiot/28841976.html?ticket=ST-7403-RXJa24vze6UBfOfhZMQn-cas01.example.org. Adam Tooze: „American hubris“, in: https://www.newstatesman.com/ideas/2022/12/addicted-greatness-donald-trump-america-new-labour. „WirtschaftsWoche“: „Die Ego-Supermacht“, in: Ausgabe 49/2022. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Dec 7, 2022 • 32min

Ep. 174: Die US-Wahl 1896 und der Goldstandard

Wohlstand für Alle Obwohl sich seit Jahrzehnten die Fiat-Währungen als funktionsfähig erwiesen haben, werden manchmal sogar heute noch Rufe laut, die ein Zurück zum Goldstandard einfordern. 2017 wollte Donald Trump den US-Dollar wieder auf diese Basis zurückführen, wenngleich er wenig später stolz verkündete: „We print the money!“. Wie aber ist der Goldstandard historisch zu betrachten? Ende des 19. Jahrhunderts stritten Republikaner, Demokraten und Populisten darüber, ob man das Papiergeld allein an Gold, oder sowohl an Gold als auch gleichzeitig an Silber knüpfen sollte. Die Mono-Metallisten standen den Bi-Metallisten feindlich gegenüber. Insbeondere die sogenannten Goldbugs setzten dabei weniger auf eine ökonomische Logik und mehr auf eine religiöse Ideologie: So glaubte man, Gott selbst habe den Menschen das Gold geschenkt, damit sie wohlanständig wirtschaften können. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Geschichte des Goldstandards. Literatur: Milton Friedman: "Bimetallism Revisited", online verfügbar unter:https://www.jstor.org/stable/1942723. Jonathan Levy: Ages of American Capitalism. A History of the United States, Random House Trade Paperbacks. Kathryn Morse: The Nature of Gold. An Environmental History of the Klondike Gold Rush, University of Washington Press. Robert J. Shiller: Narrative Wirtschaft. Wie Geschichten die Wirtschaft beeinflussen – ein revolutionärer Erklärungsansatz, Plassen. Mehr Informationen zur Veranstaltung in Mainz: https://www.instagram.com/p/ClI0zYMs74I/?hl=de Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
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Nov 30, 2022 • 28min

Ep. 173: Schafft sich der Kapitalismus selbst ab?

Wohlstand für Alle Im Zuge der Digitalisierung erlebte das sogenannte „Maschinenfragment“ aus den „Grundrissen“ eine Renaissance. Antizipierte Karl Marx etwa das Ende der Arbeit, das durch die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung hervorgebracht wird? Viele utopische Interpretation haben seit den 1990er-Jahren die Runde gemacht, doch sollte man sich sehr genau ansehen, was Marx eigentlich in diesem Fragment dachte. Nach wie vor stellt Marx fest, dass nicht die Maschinen Wert schaffen, sondern nur die Arbeiter können dies. Wenn nun aber menschliche Arbeit durch die Maschinisierung überflüssig gemacht wird, verliert dann auch das Kapital die Möglichkeit, Wert zu schaffen? Anders gefragt: Gelangt der Kapitalismus an eine Grenze der Profitabilität und zerbricht daran? Fest steht, dass das Kapital, wie Marx es formuliert, der „prozessierende Widerspruch“ ist. Tatsächlich untergräbt die kapitalistische Produktion sich in gewisser Weise selbst. Dennoch verschwindet die Arbeit keineswegs, selbst in modernen Industriestaaten ist dies nicht der Fall. Der „General Intellect“, ein Begriff, den Marx nur ein einziges Mal in seinem Werk erwähnt, kommt hier ins Spiel, denn das gesellschaftliche Wissen fließt in die Produktion ein, bzw. das Kapital eignet sich dieses Wissen an. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“. Literatur: Wolfgang Fritz Haug: Artikel zum „General Intellect“ in: HKWM 5, Spalten 230-242. Christian Lotz, Karl Marx: Das Maschinen-Fragment, Laika Verlag. Mehr Informationen zu unserer Veranstaltung in Stuttgart: https://stuttgart.dgb.de/termine/++co++e40cc59e-336a-11ed-8e45-001a4a160123 Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Konto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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