Der Rest ist Geschichte

Deutschlandfunk
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May 1, 2025 • 24min

Nach dem Holocaust (2/4) - Die Wucht einer Fernsehserie

Katrin Hammerstein ist Historikerin und leitet den Fachbereich Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg. Sie diskutiert, wie die US-Serie "Holocaust" im Jahr 1979 Millionen Deutsche schockierte und die Debatte über NS-Verbrechen veränderte. Der Begriff „Holocaust“ fand durch die Serie Eingang in den deutschen Diskurs. Hammerstein beleuchtet die gesellschaftlichen Reaktionen, Antisemitismus und die Entwicklung der Erinnerungs- und Gedenkkultur. Zudem wird die ablehnende Haltung der DDR zur Serie thematisiert, was zu einer verzerrten Geschichtserzählung führte.
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May 1, 2025 • 39min

Nach dem Holocaust (1/4) - Das Grauen vor Gericht

Norbert Frei, emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Jena, diskutiert die juristische Aufarbeitung des Holocaust. Er beleuchtet die bedeutenden Tonbänder aus dem Auschwitz-Prozess und die Rolle des Juristen Fritz Bauer, der maßgeblich zur Aufklärung beitrug. Es wird die Schwierigkeit thematisiert, die NS-Vergangenheit in der Gesellschaft zu adressieren, und die individuelle Schuld der Täter wird hinterfragt. Zudem wird das strategische Schweigen der Justiz nach dem Krieg angesprochen, das oft ehemalige Nationalsozialisten schützte.
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Apr 23, 2025 • 47min

Das Konklave - Wie Priester zu Päpsten werden

Hubert Wolf, Kirchenhistoriker und Professor an der Universität Münster, und Stefan von Kempis, Journalist und Redakteur bei Vatican News, tauchen tief in die geheimnisvollen Prozesse der Papstwahlen ein. Sie diskutieren die faszinierende Entwicklung des Papstamtes und beleuchten, wie weltliche Mächte Einfluss auf das Konklave nehmen. Spannende Anekdoten über die 'Leichensynode' und Machtspiele unter den Kardinälen zeigen, dass der Weg zum Papst oft alles andere als heilig ist. Auch Reformideen zur Diversität im Konklave kommen zur Sprache.
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Apr 17, 2025 • 45min

Der 8. Mai (6/6) - Das Wunder der deutsch-französischen Aussöhnung

Zu Gast sind Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, und Claire Demesmay, Politikwissenschaftlerin, die beide die tiefgreifende Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen beleuchten. Sie diskutieren die brutalen Konflikte, die beiden Nationen jahrhundertelang prägten, und das bedeutende „Wunder“ der Annäherung nach 1945. Außerdem thematisieren sie Schlüsselereignisse wie den Élysée-Vertrag und die Rolle prominenter Persönlichkeiten bei der Schaffung einer stabilen Freundschaft und der europäischen Einigung.
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Apr 17, 2025 • 46min

Der 8. Mai (5/6) - Großbritannien - Nach dem Bombenkrieg kam die Beatlemania

Richard Evans, britischer Historiker und Experte für deutsch-britische Geschichte, sowie Karina Urbach, Historikerin und Autorin, diskutieren die faszinierenden Aspekte der britischen Nachkriegszeit. Sie beleuchten die Rolle der britischen Popkultur, insbesondere der Beatles und James Bond, und deren Einfluss auf die Gesellschaft. Zudem wird die Umerziehung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg thematisiert und wie die britische Monarchie zur Aussöhnung beitrug. Auch die Herausforderungen der deutsch-britischen Beziehungen in der heutigen Zeit, insbesondere nach dem Brexit, werden angesprochen.
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Apr 17, 2025 • 47min

Der 8. Mai (4/6) - Deutsche, Tschechen und die Last der Vergangenheit

Ota Konrád, tschechischer Historiker und Professor an der Karls-Universität, und Christiane Brenner, Historikerin am Collegium Carolinum, diskutieren die düstere Geschichte der Tschechoslowakei während der Nazi-Okkupation und die Folgen des Zweiten Weltkriegs. Sie beleuchten die Sudetenkrise und den Münchner Abkommen von 1938, die brutalen Repressionen nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich sowie den Prager Aufstand von 1945. Die Bedeutung des 8. Mai für die tschechische Erinnerung und den deutsch-tschechischen Dialog wird ebenfalls thematisiert.
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Apr 10, 2025 • 44min

Der 8. Mai (3/6) - Versöhnung auf Dänisch

Thomas Wegener Friis, Historiker und Professor an der Süddänischen Universität, und Astrid Schwabe, Professorin für Public History an der Universität Flensburg, diskutieren die faszinierenden deutsch-dänischen Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie beleuchten, warum Dänemark nach der Befreiung 1945 nicht versuchte, die Grenzen zu verschieben und stattdessen deutsche Flüchtlinge aufnahm. Zudem wird die Rolle des Südschleswischen Wählerverbands und die Bedeutung von kultureller Vielfalt in der Grenzregion thematisiert, sowie die Annäherung durch die Bonn-Kopenhagener Erklärungen.
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Apr 10, 2025 • 46min

Der 8. Mai (2/6) - Niederlande - Wunden, Wut und späte Selbstkritik

In dieser Sendung sprechen die Historikerin Katja Happe, die sich mit der Judenverfolgung in den Niederlanden beschäftigt, und Friso Wielenga, Experte für deutsch-niederländische Beziehungen. Sie beleuchten die Herausforderungen der jüdischen Bevölkerung während der deutschen Besatzung und die bewegende Geschichte von Anne Frank. Zudem diskutieren sie die komplexe Versöhnung nach dem Krieg und die ambivalente Beziehung zwischen Niederländern und Deutschen, die bis in die 1990er Jahre reicht. Ein tiefgründiger Blick auf Geschichte und Verantwortung.
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Apr 10, 2025 • 49min

Der 8. Mai (1/6) - Kriegsende in Polen - bittere Befreiung

Agnieszka Wierzcholska, eine Historikerin, die zur deutsch-polnischen Geschichte forscht, und Peter Oliver Loew, Direktor am Deutschen Polen-Institut, beleuchten das Kriegsende in Polen. Sie diskutieren die brutalen Auswirkungen der deutschen Besatzung und den Widerstand im Warschauer Ghetto. Der Warschauer Aufstand von 1944 wird als zentrale Episode thematisiert. Außerdem wird die Bedeutung von Versöhnung hervorgehoben, einschließlich des Aufrufs der Bischöfe zur Vergebung und Willy Brandts symbolischem Kniefall.
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Apr 3, 2025 • 45min

Sudan - "Ein ignorierter Krieg"

Anna Osius, ARD-Korrespondentin und Expertin für den Sudan, und Gerrit Kurtz, Friedens- und Konfliktforscher, analysieren die brutalen Entwicklungen im Sudan. Sie beleuchten den Machtkampf zwischen militärischen Führern und die verheerenden Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Ihre Geschichten aus Port Sudan zeigen die Herausforderungen einer Journalistin inmitten der Krise. Auch die historische Dimension des Konflikts, einschließlich des Sturzes von Diktator al-Baschir und der fragilen Fortschritte zur Demokratie, werden thematisiert.

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