

WDR 5 Das philosophische Radio
WDR 5
Um dem Bedürfnis nach Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen zu entsprechen, hat WDR 5 mit der Sendung "Das philosophische Radio" ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen.
Episodes
Mentioned books

Apr 2, 2026 • 52min
Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung
Jula Wildberger, klassische Philologin und Stoa-Expertin, erklärt antike Quellen kurz und praxisnah. Sie spricht über Affekte und rationale Urteile. Es geht um Schmerz als Lehrmeister, Tugend statt Besitz und wie Zustimmung zum Weltlauf Handeln statt Ergebnisfixierung prägt.

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Mar 30, 2026 • 55min
Stefan Weidner: Die Bedeutung von Yoga
Stefan Weidner, Islamwissenschaftler, Autor und Philosoph, beleuchtet die Geschichte und Verbreitung von Yoga. Er erklärt Yoga als Weg des Weltzugangs und diskutiert seine Wandlung zur Körperdisziplin im Westen. Themen sind historische Quellen, Vivekanandas Rolle als Brückenbauer, politische Instrumentalisierung und die Spannung zwischen Praxis, Askese und philosophischer Reflexion.

Mar 23, 2026 • 54min
Maria-Sibylla Lotter: Wie wir Opfer sehen und mit Verletzlichkeit umgehen
Die Gesellschaft ändert sich mit Blick auf Opfer und Täter. Verletzlichkeit steht zunehmend im Zentrum des Interesses und damit Schutzbedürftigkeit. Selbstverantwortung und Autonomie rücken dafür allerdings in den Hintergrund. Was bedeutet diese Entwicklung für unser Zusammenleben?
Studiogast: Maria-Sybilla Lotter, Philosophin
Moderation: Jürgen WiebickeDie Philosophin Maria-Sibylla Lotter (*1961) lehrt Ethik und Ästhetik an der Ruhr-Universität Bochum. In ihrem neuen Buch beschäftigt sie sich mit unsererm Bild vom Opfer als passives, hilfloses und psychisch beschädigtes Wesen und plädiert für einen bewussteren Umgang mit Verletzlichkeit.Kultur der Würde versus Opferkultur: Gisèle Pelicot als Beispiel für Selbstermächtigung statt stereotyper Opferrolle (02:02)Der Fall George Lloyd: Die Verkörperung der passiven Opferrolle (09:35)Wie die Erweiterung psychiatrischer Kategorien unseren Umgang mit Hindernissen verändert (13:47)Wie die Erweiterung des Gewaltbegriffs um strukturelle Gewalt die Handlungsfähigkeit des Subjekts begrenzt (27:20)Zwischen Jammern und Handeln: Die eigene Verwundbarkeit wahrnehmen und aus eigener Kraft das Leben bewältigen (34:18)Wie Schutz der Verletzlichkeit heute über andere Grundwerte dominiert (41:05)Warum Problembewusstsein gut ist, wir uns aber über die Ambivalenz des Umgangs mit Verletzlichkeit klarwerden müssen (50:05)LiteraturMaria-Sibylla Lotter (2026): Opfer: Über Verwundbarkeit als Selbstbild. München: Hanser Verlag. 288 Seiten. ISBN 978-3-446-28227-8Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.htmlIm nächsten Podcast sprechen wir mit Stefan Weidner über Yoga.Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung:WDR Zeitzeichen – kompakte 15 Minuten für eine Reise in die Geschichte. https://1.ard.de/zeitzeichen

Mar 16, 2026 • 56min
Martin Breul: Zum Tod von Jürgen Habermas
Martin Breul, Philosoph und Professor an der TU Dortmund mit theologischem Hintergrund, spricht über Jürgen Habermas. Er erzählt von ersten Begegnungen mit dessen Werk. Kernpunkte sind die kommunikative Vernunft, Demokratie als Lebensform und die Rolle als öffentlicher Intellektueller. Es geht auch um Öffentlichkeit, Bildung und den Umgang mit Rechtspopulismus.

Mar 9, 2026 • 54min
Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart
Markus Rieger-Ladich, Professor für Erziehungswissenschaften in Tübingen, forscht zu Bildungsungleichheit und Privilegien. Er spricht über Selbst- und Fremdzuschreibung von Privilegien. Themen sind Meritokratie versus reale Ungleichheit, konkrete Ausgleichsmaßnahmen in der Lehre und die politische Wirkung des Privilegienbegriffs. Auch globale Dimensionen und psychosoziale Folgen kommen zur Sprache.

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Mar 2, 2026 • 55min
Markus Gabriel: Ethik der KI
Markus Gabriel, Philosophie-Professor in Bonn und Autor, spricht über die ethischen Dimensionen und Risiken der Künstlichen Intelligenz. Kurze Gedanken zur Ontologie von KI und zur Frage, ob Systeme wirklich denken. Diskussion zu Bildung, Manipulationsgefahr durch Chatbots und Europas Chance für werteorientierte KI. Abschließend Bilder von Steuerung, Symbiose und knappen Zeitfenstern für ethische Programmierung.

Feb 23, 2026 • 53min
Alfred Hirsch: Heimatweh
Alfred Hirsch, Philosophie-Professor an der Universität Witten‑Herdecke und Autor, liefert kurze Reflexionen zu Heimat, Raum und Fremdheit. Er erzählt von der historischen Entstehung des modernen Heimatbegriffs. Er erklärt Heimweh, Heimatweh, Beheimatung und Entheimatung. Er diskutiert Mobilität, Migration und die leibliche Bindung an Orte.

Feb 16, 2026 • 51min
Jochen Hörisch: Warum Hände unser Denken prägen
Jochen Hörisch, Germanist, Medienwissenschaftler und Autor der Kulturgeschichte ‚Hände‘, erklärt, warum Hände Denken, Fühlen und Handeln verbinden. Kurze, prägnante Gespräche über Gestik, haptisches Wissen, Handschrift versus Tippen und die Unersetzlichkeit menschlicher Feinmotorik. Außerdem: Hände als Zeugnis von Identität, Heilpraxis und kultureller Bedeutung.

Feb 9, 2026 • 56min
Wolfgang Detel: Die Ungleichheit und die Macht des großen Geldes
Wolfgang Detel, emeritierter Philosophieprofessor, der sich auf Ökonomie und Ungleichheit spezialisiert hat. Er diskutiert scharfe Vermögenskonzentration, historische Ursachen seit den 1970ern und neoliberale Vordenker. Es geht um Definitionen von Ultrareichtum, Steuerung durch Abgaben und konkrete Vorschläge wie einmalige Vermögensabgaben oder ein universelles Grunderbe.

Feb 2, 2026 • 55min
Michael Quante: Altern in Würde
Michael Quante, Philosoph an der Universität Münster, spricht kurz über Ethik und Anthropologie. Er beleuchtet Altern als philosophische Herausforderung. Es geht um Weisheit versus Verzweiflung, radikale Lebensverlängerung, soziale Verantwortung und Ungleichzeitigkeit. Außerdem diskutiert er Solidarität, Selbstbestimmung beim Lebensende und Wege für generationenübergreifenden Dialog.


