Papierstau Podcast

Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke
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Mar 29, 2019 • 33min

Interview Marco Göllner & Jan Schenck

Die Technik, die Technik! Sie wollte mal wieder nicht so wie Tim und hat leider etwas versagt. Aber zum Glück sind die Ergebnisse dennoch einigermaßen hörbar – trotzdem: Entschuldigt die mangelnde Qualität. Tim durfte auf der Leipziger Buchmesse zwei Interviews führen. Das erste war mit niemand geringerem als Marco Göllner, seines Zeichens Hörspielgroßmeister von Werken wie “Dorian Hunter”, “In fremden Gärten” oder den Holly Klassikern, Bestsellerautor von “Oma Martha und Ich”, was Tim bereits in Folge 40 vorgestellt hat und Sprecher der ersten Folgen Fest und Flauschig. Zusammen haben sie sich von seinen Anfängen bis zu dem Nachfolger von Oma Martha über fast alles gesprochen. Das zweite und letzte Interview der Messe war mit Jan Schenck über sein Projekt “Verbrannte Orte”. Er führt einen Online-Atlas über Orte, in denen 1933 Bücher verbrannt wurden, denn an den wenigsten befindet sich irgendeine Art von reminder daran, was dort geschehen ist. Sie unterhalten sich über das, was in diesem passiert ist und wohin die Reise gehen soll. Ein tolle Projekt, dass wir gerne unterstützen! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Disclaimer zum Ton 00:00:32 - Marco Göllner Interview 00:26:15 - Jan Schenk (Verbrannte Orte) Interview Der Beitrag Interview Marco Göllner & Jan Schenck erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Mar 28, 2019 • 1h 31min

Klassenfahrt: LBM 2019

Es ist mal wieder Klassenfahrt! Also, dieses Mal zwar nicht so richtig, aber dafür etwas anders. Nach jedem Messetag haben sich die jeweiligen Besucher (bis auf Samstag) hingesetzt und bei Tim zu Hause aufgenommen. Das hat zwar zu unerwarteten technischen Komplikationen geführt (man möge und den schlechten Ton hier und da nachsehen), aber war dafür umso lustiger. Am Donnerstag war Tim mit Telle auf der Messe. Da beide in Leipzig wohnen gestaltet sich das natürlich ohne Probleme. Sie sind viel rumgelaufen, haben die leeren Hallen genossen, das ein oder andere Buch ergattert und natürlich viele Postkarten gekauft. Ein insgesamt recht entspannter Tag. Dafür ging am Freitag umso mehr: Robin ist mit Kayleigh und ihrem Freund Denis aus Münster angereist, und um es mit den Worten von Flight of the Concord zu sagen: It’s Business Time! Es wurden viele Termine mit unterschiedlichsten Verlagen gemacht und viele Menschen getroffen. Ein paar Bücher durften sich die Leute dann auch noch bekommen, was die Freude natürlich perfekt machte! Nachdem sie zu Tim gefahren sind, kam leider etwas dazwischen, weshalb sie nicht wie geplant nochmal am Samstag hingehen, denn die Truppe hat sich nachts wieder auf den Weg nach Münster gemacht. Es hat wohl nicht sein sollen – nächstes Jahr dann bestimmt. Dafür waren alle Mann zum ersten Mal im selben Raum für eine Aufnahme. Das ist doch auch was wert. Samstag war Tim mit einem alten Klassenkameraden und dessen Freundin auf Messe. Zusammen haben sie noch mal alle Verlage abgeklappert und sich alles in Ruhe angeguckt. Highlight des Tages war auf jeden Fall das Interview mit dem großartigen Marco Göllner, seines Zeichens Hörspielmensch, Autor von “Oma Martha und Ich” und Introsprecher für die ersten Folgen von “Fest & Flauschig”. Am Sonntag waren Tim und Telle gemeinsam mit Marie auf der Messe. Da es für Marie ja der erste Tag war, sind sie noch mal zu den Postkartenständen gegangen und haben alles gelootet, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Im Anschluss sind sie zu Jan Schenk von Verbrannte Orte gegangen, mit dem sie schon letztes Jahr gesprochen haben. Er hat sich mit Tim noch mal für ein kleines Interview zusammengesetzt und gibt ein Update über das Projekt und darüber, was in diesem Jahr zu geschehen ist. Das war auch schon die diesjährige Buchmesse. In Frankfurt wird es weitergehen, bis dahin – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:42 - Donnerstag mit Tim und Telle 00:25:52 - Freitag mit Robin, Tim, Kayleigh und Mara 00:48:29 - Samstag und Sonntag mit Tim, Telle und Marie 00:52:38 - Marco Göllner Interview 01:08:13 - Jan Schenk (Verbrannte Orte) Interview Der Beitrag Klassenfahrt: LBM 2019 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Mar 20, 2019 • 1h 15min

Folge 56: Visionen

Frühlingsanfang. Endlich! Und um das zu zelebrieren feuern wir auch gleich die nächste Folge raus und geben euch Stoff auf die Ohren, zu dem ihr entspannt die ersten Sonnenstrahlen auf der Liege im Garten aufsaugen könnt. Für entspanntes ASMR-Feeling säuseln euch in dieser Folge Robin, Mara und Kay ihre Meinungen zu ihren neusten literarischen Errungenschaften ins Ohr, äußern aber im Vorgeplänkel erst einmal noch ihre Meinungen zum Thema ‚Was bewegt euch dazu ein Buch NICHT zu kaufen. Selig einig ist man sich dabei, dass bestimmte Coverdesigns mit generischen Photoshopphilipp-esken Motiven eine gewisse Distanz wahren lässt, aber auch Seitenanzahl, Schriftart und zu viel Prunk und Protz mit der Überdosis Glitter und Glamour hält die drei auf Abstand. Wenn sich dann auch noch das oberkörperfreie Stockfotomodel lasziv über den Deckel räkelt, dann hat das Buch ganz unabhängig seines Inhalts an jeder Front verloren und taugt ihrer Meinung nach höchstens noch als Stoff, aus dem sich ihre Alpträume spinnen. Rezensionstechnisch feiert dann Mara heute auch ihr doppeltes Debüt – ihr erstes Rezensionsexemplar ist bei ihr angekommen und zudem beginnt sie auch gleich mit ihrer Zusammenfassung unsere Folge. „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin hat den weiten Weg vom btb Verlag in ihr Bücherregal gefunden und sich dort seinen Platz im reichen Inventar toller Werke würdig verdient. Im Jahr 1969 verschlägt es die vier Geschwister Simon, Clara, Daniel und Varya in die Arme einer Frau, die von sich behauptet jedem Menschen sein genaues Todesdatum prophezeien zu können. Von Neugier getrieben lassen die vier Kinder es sich natürlich nicht nehmen dieses Angebot wahrzunehmen und werden einzeln mit ihrem Schicksal konfrontiert. Doch was tut ein junger Mensch nun mit dieser Information? Und wie viel Wert hat der Aussage einer skurrilen fremden Dame, die offenbar mehr zu wissen scheint, als der Rest der Welt? Mit den vermeintlichen Informationen um ihren Todeszeitpunkt im Gepäck machen sich die Geschwister Gold auf den Weg in ihr Leben und ahnen noch nicht, auf welche Art dieser schicksalhafte Tag seine Spuren in ihrem Dasein hinterlassen wird. Mara war von der Thematik, vor allem der psychologischen Betrachtungsweise, sehr eingenommen und verfolgte gespannt die verschiedenen Handlungsstränge um die Entscheidungen und Erlebnisse der Protagonisten. Auch wenn die besonders starken Passagen um Simon und Clara den Anfang machten und das Ende vergleichsweise schwächer ausfiel, freut sie sich über ein großartiges erstes Rezensionsexemplar, dessen fesselnde Handlung ihren Urlaub sehr bereichert hat. Klare Leseempfehlung also vom Podcast! Ebenfalls sehr begeistert von seinem dieswöchigen Buch war Robin, der mit „Das Licht“ von T.C Boyle nicht nur einen Ausnahmeautoren auffährt, sondern mit der faszinierenden Geschichte um den Harvard-Professoren Leary und dessen Assistenz Fitz auch noch eine von wahren Begebenheiten inspirierte Erzählung mitbringt, die im Laufe seiner Handlung mehr und mehr mitreißt. Denn was ursprünglich als schlichte wissenschaftliche Arbeit beginnt, bei der sich Fitz erhofft die nächste Sprosse der Karriereleiter erklimmen zu können, stellt sich schon sehr bald als Vorwand seines Professors heraus, der das Bewusstsein seiner Mitmenschen von ihrem beschränkten Rahmen frei sprengen und die Droge LSD gesellschaftstauglich machen will – natürlich zum Wohle aller. In immer exzessiveren Partys gibt Fitz sich mehr und mehr den Visionen seines Vorgesetzten hin, schweift immer weiter vom realen Leben ab und findet sich schließlich mit Kind und Kegel in der heute berühmten Millbrook Kommune wieder. Wir wollen euch natürlich nicht zu viel verraten, aber so viel sei gesagt: Bis auf das etwas wirre Ende, welches jedoch hervorragend den zunehmenden geistigen Verfall der „Forscher“ widerspiegelt, konnte Boyle Robin restlos mit seiner immersiven, vereinnahmenden Schreibweise begeistern und punktete sowohl mit einer interessanten Geschichte, wie auch mit seinem gewohnt hervorragendem Verständnis dafür, den Leser an sein Buch zu fesseln. Den Abschluss der heutigen Folge macht Kay mit einem zugegeben etwas nischigem Werk: „David Bowie – Ein Leben“ von Dylan Jones, ein autobiographisches posthum-Werk zum Leben eines der schillerndsten Paradiesvögel, der wohl je unsere Erde bewandert hat, wurde freundlicherweise vom Rowohlt-Verlag zur Verfügung gestellt und fügt sich perfekt in die Reihe der Fan-Must-Haves für jeden Bowie-Enthusiasten ein. Auf über 800 Seiten kommen mehr als 180 Menschen zu Wort, deren Leben David Bowie in irgendeiner Weise berührt hat, oder aber umgekehrt. Sowohl Größen der Musik-, Mode- und Filmszene, wie auch Familie, Freunde und ehemalige Nachbarn teilen intime Anekdoten rund um das Phänomen Bowie und gewähren dabei mehr oder weniger tiefe Einblicke in eine Persönlichkeit, deren Vielfältigkeit seines Gleichen sucht. Für Fans mit entsprechendem Vorwissen eine wirklich tolle Ergänzung zu schon bestehendem Wissen, als erster Berührungspunkt aber als Biopicture nicht vergleichbar mit Werken, die schon früher seine Persona analysiert und nahe gebracht haben. Damit sind wir dann auch schon am Ende dieser Folge – freut euch bald auf unser Buchmesse-Special, denn Leipzig öffnet den Literaturfreunden seine Tore. Vielleicht sieht man sich ja dort? Bis dahin – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Intro, Neues vom Cast 00:06:35 - Vorgeplänkel: Gründe für den NICHT-Kauf eines Buches 00:26:38 - "Die Unsterblichen" von Chloe Benjamin 00:41:22 - "Das Licht" von T.C. Boyle 01:01:25 - "David Bowie: Ein Leben" von Dylan Jones, Verabschiedung   Buch-Infos: Titel: Die Unsterblichen Autor: Chloe Benjamin Übersetzung: Norbert Möllemann Verlag: btb (2018) Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 15,99 € Länge: 480 Seiten Genre: Drama, Menschen Form: Hardcover ISBN: 978-3442758197 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Das Licht Autor: T.C. Boyle Übersetzung: Dirk Gunsteren Verlag: Hanser (2019) Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 18,99 € Länge: 384 Seiten Genre: Drogen, Gegenwartsliteratur Form: Hardcover ISBN: 978-3446261648 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: David Bowie: Ein Leben Autor: Dylan Jones Übersetzung: Friederike Moldenhauer Verlag: Rowohlt (2018) Preis (Buch/eBook): 38,00 € / 29,99 € Länge: 816 Seiten Genre: Musik, Biografie, Erinnerungen Form: Hardcover ISBN: 978-3498032418 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Der Beitrag Folge 56: Visionen erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Mar 15, 2019 • 52min

Interview mit Jan Wehn

Nachdem in Folge 55 bereits ein kleiner Ausschnitt vorkam, gibt es hier nun das ganze Interview! Tim hat Jan Wehn bei seinem Tourstopp in Leipzig getroffen und knapp eine Stunde mit ihm gesprochen. Nach einer ungefähr einstündigen Fahrt zum Hotel (wer hätte gedacht, dass Leipzig so groß ist?), hat Jan sich viel Zeit genommen – mehr, als abgesprochen war – um über seine ersten Kontakte zur Literatur, seine Novelle “Morgellon”, Verschwörungstheorien, sein neues Buch “Könnt ihr uns hören?”, das er zusammen mit Davide Bortot geschrieben hat und natürlich eine ganze Menge Deutschrap zu palavern. Nach dem Interview hat der gute Edgar von “It’s Yours” (YouTube) bereits gewartet, um als nächstes mit Jan zu sprechen. Das Ergebnis könnt ihr bald auf seinem Youtube-Kanal sehen, der ohne sehr zu empfehlen ist. Grüße! Kurz nach dem Termin stand dann auch schon der Auftritt an, den Tim beiwohnen durfte. Jan und Davide haben dabei etwas aus ihrem Buch vorgelesen und ein paar Anekdoten erzählt. Später kamen dann auch noch der Leipziger DJ Ron und the one and only Trettmann auf die Stage, um über ihre Erfahrungen in der Rapszene zu sprechen. Es war ein wirklich schöner, unterhaltsamer und interessanter Abend, den Tim nur weiterempfehlen kann. In jeder Stadt gibt es andere Gäste, die etwas mit dem Buch zu tun haben und das ist die Karte alle Male wert! Ein großes danke geht noch mal raus an Jan, der sich nicht nur die Zeit genommen, sondern auch seine Technik zur Verfügung gestellt hat. Vorbereitung ist alles! Der Beitrag Interview mit Jan Wehn erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Mar 13, 2019 • 1h 2min

Folge 55: Nischen

Es wird nischig! Im ohnehin schon special-interest Segment der Bücher haben sich Robin und Tim wiederum special-interest Werke ausgesucht, die sie schon länger besprechen wollten, aber nie wirklich in eine Folge einbetten konnten – was jetzt allerdings der Fall ist. Robin fängt an mit dem großen Werk über Disney’s Maskottchen: “Walt Disneys Mickey Mouse: Die ultimative Chronik” von David Gerstein und J. B. Kaufman. Das Buch behandelt die Anfänge der allseits beliebten Maus von den ersten Skizzen 1928 über die bekannten Jahre der animierten Kurzfilme der 40er und 50er, sowie der Aufstieg ins Filmbusiness bis hin zu seinem bisher aktuellsten Auftritt in Kingdom Hearts 3. Neben dem interessanten Begleittext, der sich glücklicherweise nicht wie Wikipedia-Triva liest, bietet das Buch mit über 1200 Bildern die wohl umfangreichste Zusammenfassung zu dem Thema, die man sich nur wünschen kann. Eine Chronik im besten Sinne des Wortes! Robin war hin und weg – der Detailgrad ist schlichtweg gigantisch, hinzu kommt das Format, das es zu einen der wohl interessantesten Bücher macht, die Robin dieses Jahr gelesen hat. Das Buch ist somit nicht nur ein Schmuckstück im Regal, sondern dient zum Abtauchen in die frühen Jahre der Maus. Von ihm gibt es eine bedingungslose Empfehlung. Tim macht weiter mit einer Doppelvorstellung, bei der beide Bücher aus der Feder des selben Autors stammen (beim zweiten Buch zumindest halb), nämlich von Jan Wehn. Der HipHop-Journalist ist bekannt als Gastgeber des fantastischen „AllGood-Podcasts“ (SoundCloud) und hat bereits zwei Bücher veröffentlicht. Sein Debüt, die Novelle “Morgellon”, handelt von Noah, einem Studenten, der gerade dabei ist, eine Hausarbeit zu schreiben. Er hat noch einen Haufen an Medikamenten seines kürzlich verstorbenen Opas und denkt sich: Warum die schlecht werden lassen, wenn ich auch welche nehmen kann? Ein befreundeter Dealer erzählt ihm das erste Mal von Chemtrails, und auch wenn Noah nicht so recht daran glauben will, nimmt er deutliche Anzeichen von Auswirkungen wahr und steigert sich immer weiter in das Thema hinein. DIe Novelle traf genau Tim’s Geschmack: hart, schonungslos und ein Charakter, der immer mehr dem Wahn verfällt. Eine intensive und spannende Erzählung, von deren Sorte Jan Wehn in Zukunft hoffentlich häufiger schreibt. Das zweite Buch “Könnt ihr uns hören?” von Jan Wehn und Davide Bortot macht derzeit die Runde, denn es beschäftigt sich mit einem der größten Musikgenres in Deutschland der Gegenwart: Hip-Hop. Genauer gesagt: Deutschrap. In Form einer Oral History haben die beiden Interviews mit über 100 Leuten geführt und zusammengetragen, womit die Geschichte von Deutschrap von mitte der 80er Jahre bis zur Neuzeit von seinen Protagonisten geschildert wird. Ein hoch interessantes Konzept, das Tim’s Meinung nach ganz und gar aufgeht. Es gab wohl nie einen so unverklärten, weitreichenden Blick über das Thema mit so vielen kleinen Anekdoten und Geschichten, dass es nicht nur für Fans von Rap ist, sondern generell für Leute mit einem Interesse für Musikgeschichte. Eine große Empfehlung! Das Vorgeplänkel wurde dieses Mal zugunsten eines Interviews übersprungen, das Tim mit Jan Wehn in Leipzig führen durfte. Dieser ist nämlich mit Davide Bortot zur Zeit auf Tour und Tim legt euch wärmstens ans Herz, zu einem der Termine hinzugehen! In jeder Stadt haben sie verschiedene Gäste, die Teil des Buches sind und liefern eine extrem interessante Veranstaltung ab! Das war’s für diese Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes! Hier noch die Links zu den Videos, die in der Folge erwähnt wurden: Mickey Mouse – Steamboat Willie Harald Lesch – Chemtrails Quarks & Co – Verschwörungstheorien Gibt es Antisemitismus im deutschen Rap? Hoaxilla-Podcast #54 – Chemtrails   Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - "Mickey Mouse: Die ultimative Chronik" von David Gerstein, J.B. Kaufman 00:19:52 - "Morgellon" von Jan Wehn 00:32:46 - "Könnt ihr uns hören?" von Jan Wehn, Davide Bortot 00:45:36 - Interview mit Jan Wehn (gekürzt), Verabschiedung   Buch-Infos: Titel: Walt Disneys Mickey Mouse: Die ultimative Chronik Autor: David Gerstein, J.B. Kaufman Herausgeber: Daniel Kothenschulte Verlag: TASCHEN (2018) Preis (Buch): 150,00 € Länge: 496 Seiten Genre: Chronik, Illustrationen, Biografie Form: Hardcover ISBN: 978-3836552837 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: Morgellon Autor: Jan Wehn Verlag: Korbinian (2017) Preis (Buch): 10,00 € Länge: 80 Seiten Genre: Verschwörung, Drogen Form: Taschenbuch ISBN: 978-3981758313 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: Könnt ihr uns hören?: Eine Oral History des deutschen Rap Autor: Jan Wehn, Davide Bortot Verlag: Ullstein fünf (2019) Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 19,99 € Länge: 464 Seiten Genre: Musikgeschichte, Deutsch-Rap Form: Broschiert ISBN: 978-3961010189 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate)   Der Beitrag Folge 55: Nischen erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Mar 6, 2019 • 1h 3min

Nachtgeflüster #7

Robin und Tim sprechen mal wieder über alles, was nicht mit Büchern zu tun hat! Zuerst dreht sich das Gespräch um zwei Serien, die beide gesehen haben. Robin hat Tim “Matroschka” bzw. “Russian Doll” empfohlen, die neue Serie von Natasha Lyonne, Amy Poehler und Leslye Headland. Es dreht sich um Nadia, die die Nacht ihres Geburtstags immer und immer wieder erlebt. Der Twist: Sie trifft im Laufe der Serie auf jemanden, der das gleiche Schicksal erleidet – nun versuchen beide herauszufinden, was es mit der Situation auf sich hat. Die Serie schafft es, mit der erzählerischen Konvention des scheinbar vollkommen ausgelutschten Groundhog-Day-Story zu brechen und mit großartigen Dialogen und einer starken filmischen Umsetzung ihre eigene Perspektive zu bieten. Große Empfehlung, zumal es nur 8 Folgen gibt! Weiter geht es mit “Kingdom”, die Tim Robin empfohlen hat. Es geht um eine Zombieapokalypse im mittelalterlichen Korea, den davon betroffenen Königshof und den daraus resultierenden Machtspielen zwischen dem Kronprinzen und einem einflussreichen, nach Macht lüsternen Klan. Die erste Staffel mit gerade einmal 6 Folgen fand bei den beiden großen Anklang, vor allem durch die hervorragende visuelle Umsetzung und das unverbrauchte Setting. Im Vordergrund steht die Politik, und nicht die Zombies, was es im Vergleich zu “The Walking Dead” auch deutlich spannender macht. Von Serien geht es nun zu Videospielen! Robin hat sich “Anthem” von Mass-Effect-Entwickler BioWare besorgt und ausgiebig gespielt. Das Spiel sorgt für eher durchwachsene Kritik und enttäuschte Fans für Furore, deren Meinung Robin nicht ganz Teilen kann. Er hatte sehr viel Spaß mit dem Spiel und fand es im Vergleich zu Destiny oder ähnlichen Loot-Shootern sogar deutlich motivierender. Ein Punkt, den er aber nicht abstreitet sind Bugs. Die reichen von fehlendem Sound hin zu spielentscheidenden Dingen, sodass eine Quest nicht beendet werden konnte. Das ist aber alles nichts, was sich nicht beheben lässt. Tim hat sich auch mal wieder ein Spiel gegönnt, und zwar “Titanfall 2”! Ja, er mag zwar late to the Party sein, aber es ist schließlich nie zu spät, gute Spiele nachzuholen. Er sah es vereinsamt für 10 Euro im MediaMarkt und konnte einfach nicht daran vorbeigehen. Das Spiel bietet eine überraschend gute Story mit nahezu perfektem Gameplay, was man von ehemaligen Modern-Warfare-Entwicklern ja kennt. Tim bedauert, dass sich der Teil nach dem eher Erfolg nicht gut verkauft hat und es wohl schlecht für einen Nachfolger aussieht, denn in der Reihe steckt deutlich mehr Potential. Zum Schluss geht es noch im Steam und die Überflutung von schlechten Spielen, die die Plattform alles andere als positiv dastehen lassen. Dagegen setzt Epic auf einen eigenen Store, der mehr Ordnung und bessere Deals verspricht. Eine unterstützenswerte Konkurrenz zum Monopolisten, die beide begrüßenswert finden. Weiter geht es noch mit Valve an sich, die Marken, auf denen sie sich ausruhen und was für eine seltsame Firma es eigentlich ist. Das war’s für diese Folge, bei zum nächsten Mal – seht/zockt/lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:01:30 - Russian Doll (Netflix) 00:11:23 - Kingdom (Netflix) 00:23:43 - Anthem (PS4) 00:32:01 - Loot Shooter 00:33:57 - Halo und Bungie 00:38:51 - Titanfall 2 (XONE) 00:48:27 - Engines 00:52:16 - Steam & Epic Game Store 00:57:37 - Valve   Der Beitrag Nachtgeflüster #7 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Feb 27, 2019 • 58min

Folge 54: Tristesse

Nachdem die ersten Gehversuche des Frühlings gescheitert sind und es nun wieder angemessen kalt für den Winter ist, ist auch Schluss mit der guten Laune bei den Büchern! Allerdings nicht bei Robin, Tim und Kayleigh – auch, wenn ihre Buchauswahl anderes verspricht. Im Vorgeplänkel sprechen die drei über den immer größer werdenden Markt des Self-Publishings. Autoren sind nun nicht mehr abhängig von Verlagen, und das bringt diverse Vor- und Nachteile mit sich: zum einen werden keine Bücher übersehen oder nicht rausgebracht, weil es keinen Markt für sie gibt, da sich jeder seine eigene Nische suchen kann. Zum anderen gibt es allerdings häufig kein Lektorat oder große Werbung, die auf Verlagsseite stehen. Sie sind sich jedoch einig, dass das Potential, das dadurch entsteht, das alles wert ist. Selbst, wenn der Markt überflutet wird, ist es das für ein gutes Buch wert! Den Anfang der Folge macht Tim, der sich einiges vorgenommen hat. “Schlachthaus 5 oder der Kinderkreuzzug” von Kurt Vonnegut gilt nicht nur als eines der berühmtesten Werke des Autors, sondern der gesamten Postmoderne. Es erzählt die Geschichte von Billy Pilgrim, der die Bombardierung von Dresden im zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangener überlebt hat. Soweit, so normal. In der Geschichte findet allerdings ein Bruch statt, als Billy von Aliens entführt wird und die Fähigkeit erlangt, in der Zeit zu reisen. Tja, damit habt ihr nicht gerechnet, was? Das Ganze ist schwer in Worte zu fassen und begreiflich zu machen, worin die Genialität dieses Werkes steckt, man muss es selber erfahren! Kayleigh macht weiter mit “Der Junge” von Alex Dahl, eine entfernte Verwandte von Roald Dahl. Das Buch dreht sich um eine erfolgreiche Frau mit einem erfolgreichen Mann und ihrer gemeinsamen Tochter in einer kleinen Stadt in Norwegen. Eines Tages wird ein Junge vor einem Supermarkt gefunden, und sie wird darum gebeten, sich seiner anzunehmen. Davon ist sie jedoch gar nicht begeistert. Von da an passieren allerhand merkwürdiger Dinge und eine Leiche wird gefunden – aller Wahrscheinlichkeit nach seiner Mutter. Sie merkt aber, dass mit dem Jungen etwas nicht zu stimmen scheint und er etwas zu verbergen hat. Kay fand das Buch aufgrund der Beschreibung der Gedanken der Protagonistin und dem spannenden Handlungsverlauf sehr empfehlenswert, vor allem im Vergleich zu ihrem Buch aus der letzten Folge, welches ja eine ähnliche Prämisse hatte, aber eben nichts daraus gemacht hat. Passend zum Vorgeplänkel stellt Robin das letzte Buch der Folge vor – “Tired”. Self-published von Phil Jaco. Es geht um einen Arbeiter in den USA, der die meiste Zeit in seiner Wohnung mit Alkohol, Zigaretten und Fernsehen. Hin und wieder schaut sein Nachbar, ein dauerkiffender Informatiker, bei ihm vorbei und sie machen nichts. Ihm es allerdings lieber, alleine zu seine. Bis sein Nachbar auf einmal verschwindet. Das Buch schafft es, gleichermaßen zynisch, böse und unterhaltsam zu sein und Robin war schwer beeindruckt, da es sich sehr von dem derzeitigen Buchmarkt abhebt. Ein geniales Werk, welches die Tristesse der Realität wie kein zweites einzufangen vermag. Das war’s mit dieser Folge. Nächste Woche wartet ein neues Nachtgeflüster auf euch, bis dahin – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Neuigkeiten, Self-Publishing: Fluch oder Segen? 00:18:30 - "Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug" von Kurt Vonnegut 00:32:28 - "Der Junge" von Alex Dahl 00:47:55 - "Tired" von Phil Jaco   Buch-Infos: Titel: Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug Autor: Kurt Vonnegut Übersetzung: Kurt Wagenseil Verlag: Rowohlt (2010) Preis (Buch): 10,00 € Länge: 208 Seiten Genre: Krieg, Biografie Form: Taschenbuch ISBN: 978-3499253133 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: Der Junge Autor: Alex Dahl Übersetzung: Eva Kemper Verlag: Goldmann (2019) Preis (Buch/eBook): 10,00 € / 9,99 € Länge: 464 Seiten Genre: Psychothriller, Krimi Form: Taschenbuch ISBN: 978-3442488124 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Tired Autor: Phil Jaco Verlag: Devel & Abt (2018) Preis (Buch): 18,99 € Länge: 224 Seiten Genre: Gesellschaft, Zynismus Form: Hardcover ISBN: 978-3000604225 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Der Beitrag Folge 54: Tristesse erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Feb 20, 2019 • 56min

Folge 53: Stoßgebete

Es scheint, als wolle 2019 den Frühling dieses Jahr besonders rasch einläuten und bringt neben fast schon sommerlich anmutenden Temperaturen eine neue Folge Papierstau Podcast mit sich. Diesmal dabei – Robin, Mara und Kay und 3 Rezensionen, die es in sich haben. Zuerst widmen sie sich aber im Vorgeplänkel einem wichtigen Thema, das nicht zum ersten Mal für Diskussionen in der Gruppe sorgt: Den beiden in den Endzügen ihres vollständigen Beschlusses stehenden Artikeln 11 und 13, die weltweit für Furore gesorgt haben. Gemeinsam erörtern die drei, was das für sie und weitere Netzumtriebige künftig bedeutet, die zu erwartenden Konsequenzen und ob es noch eine Chance gibt, dass unser gutes, altes Neuland (aka. Internet) so bestehen bleibt, wie wir es kennen und lieben. Diese Folge beginnt Kay gleich mit einem spannungsversprechenden Psychothriller, der sich jedoch mit der Zeit eher als gefühlsintensives Beziehungsdrama erweist. „Das andere Haus“, Debütroman der Autorin Rebecca Fleet erzählt die Geschichte der Marketingangestellten Caroline, ihrem tablettenabhängigen Ehemann Francis und dem nervenaufreibendem Gefühl, dass einen etwas verfolgt, was man schon lange hinter sich gelassen haben wollte. Um nach langer Ehekrise wieder etwas Land zu sehen, meldet sich das Paar zu einem sogenannten „Haustausch“ an und gerät so in ein nettes Reihenhaus in einem Außenbezirk Londons. Doch irgendetwas will Caroline an ihrer Unterkunft nicht so recht gefallen – ob es nun die CDs sind, die sie im Schlafzimmer findet, oder aber der Geruch, der in der Luft zu liegen scheint. All das weckt alte Erinnerungen und damit auch die Angst, wem genau sie die Tür in ihr eigenes zuhause geöffnet hat. Kay empfand den Roman als eher still dahinplätscherndes Drama ohne große Spannungsmomente, war von den fast schon willkürlich wirkenden Plottwists wenig beeindruckt, kann sich aber sehr wohl vorstellen, das Freunde seichterer Thrillerkost mit Hang zur Beziehungsdramatik ihren Spaß daran finden könnten. Robin wartet dagegen mit einer deutlichen Empfehlung auf: „Gotteskind“ von John Wray begleitet die junge Amerikanerin Aden Sawyer durch die aufregende Zeit des Erwachsenwerdens und nimmt uns dabei mit auf eine Reise, die uns bis nach Pakistan führt, in dem das von fremden Ideologien und Durst nach dem Neuartigen verführte Mädchen den Islam studieren will, um sich zuletzt den Taliban anzuschließen. Mit ihrem guten Freund Decker im Gepäck und ihrer neuen Identität als junger Mann muss Aden doch nur allzu bald schon erkennen, dass in diesem Abenteuer nicht die erhoffte Erlösung liegt, sondern dieser vermeintlicher Befreiungsschlag sie nur in die Hände weitaus bedrohlicherer Umstände getrieben hat. Robin ist sichtlich angetan von der spürbaren Realitätsnähe des deutlich als Roman und nicht als Tatsachenbericht zu verstehenden Buchs, fieberte und fühlte mit der jungen Protagonistin mit und lobt auch die gut ausgearbeiteten Coming-of-Age Elemente, die der Autor kunstvoll in diese sensible und zugleich mitreißende Geschichte hat einfließen lassen. Das Schlusslicht in der heutigen Folge bildet Mara, deren Rezensionsexemplar „A Head full of Ghosts“ von Paul Tremblay Erfolgsrezepte bekannter Horrorklassiker aufgreift und ihnen einen neuen Anstrich verpasst. Aus der wechselnden Perspektive einer jungen, unwissenden 8 jährigen und der Jahre später erwachsen gewordenen Merry erfährt der Leser die Ursprünge einer urbanenen Legende um den Exorzismus ihrer älteren Schwester Marjorie. Als sich die mentale Gesundheit der damals 14 jährigen zunehmend verschlechtert, spürt auch Merry allmählich, welche Veränderungen die Ältere der Beiden durchlebt. Die schwierige familiäre Situation mit arbeitslosem, neu zum katholischen Glauben gefundenem Vater besiegelt schließlich den unheilvollen Verlauf ihres Schicksals, denn dieser weiß sich nicht mehr anders zu helfen, als von einem Priester einen Exorzismus durchführen zu lassen. Als die gesamte Geschichte auch noch mediale Aufmerksamkeit erlangt und die tragischen Ereignisse live als Auftakt einer neuen Serie ausgeschlachtet werden sollen, findet die Legende ihren Gipfelpunkt. Jahre später lässt die nun erwachsene Merry die Ereignisse ihrer Kindheit in einem Interview Revue passieren und durchlebt noch einmal den Horror, der sich um ihre Schwester sponn. Fasziniert von der neuen Herangehensweise an altbekannte Aufhänger der Horrorerzählungen war Tremblays Geschichte für sie ein spannender und zeitgleich schaurig-unterhaltsamer Roman. Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Intro, Vorgeplänkel: Artikel 11 & 13 00:15:46 - "Das andere Haus" von Rebecca Fleet 00:25:40 - "Gotteskind" von John Wray 00:38:57 - "A Head Full of Ghosts - Ein Exorzismus" von Paul Tremblay   Buch-Infos: Titel: Das andere Haus Autor: Rebecca Fleet Übersetzung: Eva Kemper Verlag: Goldmann (2018) Preis (Buch/eBook): 15,00 € / 9,99 € Länge: 352 Seiten Genre: Psycho-Thriller, Drama Form: Broschiert ISBN: 978-3442205592 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Gotteskind Autor: John Wray Übersetzung: Barnhard Robben Verlag: Rowohlt (2019) Preis (Buch/eBook): 23,00 € / 19,99 € Länge: 352 Seiten Genre: Gegenwartsliteratur, Coming-of-Age Form: Hardcover ISBN: 978-3498073947 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: A Head Full of Ghosts – Ein Exorzismus Autor: Paul Tremblay Übersetzung: Manfred Sanders Verlag: Festa (2018) Preis (Buch/eBook): 19,99 € / 5,99 € Länge: 400 Seiten Genre: Horror, Psycho-Thriller Form: Hardcover ISBN: 978-3865526595 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Der Beitrag Folge 53: Stoßgebete erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Feb 13, 2019 • 1h 4min

Nachtgeflüster #6

Es ist wieder an der Zeit, um über alles außer Bücher zu sprechen! Robin und Tim haben sich mal wieder getroffen, um dieses Mal über Serien und Videospiele zu reden. Zu Beginn sprechen sie über zwei Animes, die in der Community natürlich schon lange kein Geheimtipp mehr sind, für den gewöhnlichen Netflixzuschauer allerdings vielleicht schon! Die Rede ist von “Attack on TItan” und “One Punch Man”. Beide sind jeweils mit der ersten Staffel auf der Streamingplattform und konnten die beiden Vorstadtkritiker auf ihre eigene Weise mitreißen. “Attack on Titan” ist ein eher ernster, brutaler Anime, der in einer Welt spielt, in der die Menschen von Titan zurückgedrängt wurden, wie sie sich gegen die Angriffe wehren und dass vielleicht doch nicht alles so schwarzweiß ist, wie man zunächst denken mag. Mit großartigen Twists und einer Unvorhersehbarkeit ist der Anime sehr zu empfehlen, auch für Leute, die bisher nicht wirklich Kontakt dazu hatten. Ganz anders sieht es bei “One Punch Man” aus, der eine brillante Parodie der Shonen-Klischees darstellt – abseits von der hervorragenden eigenen Story, die sich im Laufe der Staffel entwickelt. Es geht um Saitama, der jeden Gegner mit einem Schlag niederstreckt. Das Problem: er ist zu stark. Er will einfach nur wieder das Gefühl bekommen, was er bei seinen ersten Kämpfen hatte. Die Serie funktioniert wahrscheinlich besser, wenn man die üblichen Verdächtigen schon mal gesehen hat (Dragon Ball Z, One Piece, Bleach, Naruto undundund oderoderoder), aber schafft es trotzdem, auf eigenen Füßen zu stehen und eine wirklich ernstgemeinte Dekonstruktion des Genres aufzuzeigen. Das nächste Thema ist ein großes Problem, was viele Videospiele haben, es aber nur bei den wenigsten wirklich auffällt: Ludonarrative-Dissonanz. Klingt fancy, ist aber eigentlich ganz simpel: es gibt einen Widerspruch zwischen der spielerischen Seite und der geschichtlichen Seite. Dabei unterhalten sie sich über “Uncharted”, die neue “Tomb Raider”-Trilogie und allem voran “The Last of Us”, dass bei beiden einfach nicht so gezündet hat wie für den Rest der Welt. Welches ihre größten Probleme waren, wo sie drüber hinwegsehen können und was sie sich von der Fortsetzung erhoffen, besprechen sie in aller Ausführlichkeit. Der letzte Block bilden noch mehr Videospiele! Denn Robin konnte mittlerweile einige neue Titel spielen, während Tim mit seinem Umzug und neben der Uni wenig Zeit dafür hatte (was sich auch bald ändern wird. Hoffentlich!) Robin hat nämlich das neue Remake von “Resident Evil 2” gespielt, welches überall als eines der besten Remakes aller Zeiten betitelt wird. Dem kann er nur zustimmen – was aber trotzdem seine Probleme mit sich bringt, nämlich der Resident Evil typischen Kombination aus Rätseln und einem relativ großen Areal. Robin wurde mit dem alten Ansatz nicht warm, was allerdings keinesfalls bedeutet, dass Fans des alten Teils enttäuscht sein werden, ganz im Gegenteil! Zum Abschluss geht es dann noch um die “Yakuza”-Reihe, die glücklicherweise nach und nach ihren Weg auf die Playstation 4 findet. Als gute Alternative zu GTA bietet Yakuza eine Menge Möglichkeiten auf einer deutlich kleineren, dafür umso sorgfältiger gestalteten Map. Eine pathetisch-kitschige Story macht das Gesamtpaket komplett, das sie beide nur wärmstens empfehlen können. Das war’s für dieses Mal. Nächste Woche gibt es dann wieder eine normale Folge, bis dahin: schaut/zockt/lest was gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Intro, Vorstellung 00:02:28 - Attack on Titan (Netflix) 00:10:52 - One Punch Man (Netflix) 00:20:45 - Ludonarrative Dissonanzen / 'The Last of Us'-Rant 00:38:24 - Yakuza 0 (PS4) 00:48:00 - RESIDENT EVIL 2 (PS4) / Horrorspiele   Der Beitrag Nachtgeflüster #6 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Feb 6, 2019 • 1h 11min

Folge 52: Alles nur Zufall?!

Wenn drei Leute aus Versehen drei Stephen-King-Bücher lesen, gibt es eben ein ungeplantes Special! Robin, Tim und Mara setzen sich zusammen, um über den Meister des Horrors zu sprechen! Im Vorgeplänkel geht es dieses Mal um etwas themenbezogenes. Sie reden darüber, wie sie das erste Mal mit King in Kontakt gekommen sind, welches seiner Bücher sie als Erstes gelesen haben und welches sie am liebsten mochten. Bei der Menge an Büchern keine leichte Angelegenheit! Robin macht den Anfang mit seinem bis dato längstem Werk: “The Stand”. Nachdem das Buch auf Wunsch des Verlages gekürzt wurde – damals auf knappe ca. 1200 Seiten – umfasst die Neuauflage nun alles, was von King vorgesehen war. Das Buch beläuft sich auf 1700 Seiten und schildert, kurzgefasst, den Ausbruch, Verlauf und die Folgen eines tödlichen Grippevirus, welches von der Regierung gezüchtet wurde. Dabei entwirft er ein weites Bild mit großartig geschriebenen Charakteren, die vom ungewollt schwangeren Teenager bis hin zum drogensüchtigen, verschuldeten Rockstar reichen. Eines haben die Protagonisten jedoch gemein: Sie alle sind offensichtlich nicht gestorben, im Gegensatz zu den restlichen 90% der USA. Was von da an abgeht, ist ein Epos, das seinesgleichen sucht. Robin spricht eine dicke – no pun intended – Empfehlung aus – vorausgesetzt, ihr bringt ein wenig Geduld mit. Mara macht weiter mit einem der – wohl nicht zuletzt durch den Film – bekanntesten Werke von King: “Sie”, bzw. “Misery”. Die Geschichte dreht sich um einen Autor, der nach einem Autounfall bei einer fremden Frau aufwacht, die ihm das Leben gerettet hat. Seine Beine stehen jedoch in alle Richtungen ab und sind durch die Schmerzen unbenutzbar. Durch die starken Schmerzmittel wird er von denen auch noch abhängig und das alles in den Fängen seiner selbsternannten größten Fans. Sie zwingt ihn dazu, einen neuen Teil seiner berühmten Misery-Bücher zu schreiben, und von da an entwickelt sich eine zutiefst verstörende Beziehung. Das Buch schafft es, in nur einem Raum und mit zwei Charakteren eine unvergleichliche Spannung und Dynamik aufzubauen, die den Leser von Anfang bis Ende mitfiebern lässt. Tim macht den Abschluss mit “In einer kleinen Stadt – Needful Things”. Es geht um die, dem geneigten King-Leser nicht fremde, Stadt Castle Rock, in der Leland Gaunt den titelgebenden Kramladen eröffnet. Er stößt bei den Einwohnern auf großes Interesse, bietet er ihnen doch irgendwie alles, was sie schon immer haben wollten. Einen kleinen Preis müssen sie jedoch alle bezahlen: In bester Pate Manier wird er sie um einen Gefallen bitten. Dabei handelt es sich um einen kleinen Streich, der von den Leuten gespielt werden soll und letzten Endes zu großen Eskalationen führen wird. Auch hier schafft es King wieder, eine Menge Charaktere lebendig wirken zu lassen und wirklich die letzte Schublade der Persönlichkeiten zu öffnen. Dabei kommen ungeahnte Sachen an den Tag, die in einem furiosen Finale zusammenlaufen. Nächste Woche wird es ein neues Nachtgeflüster geben, bevor es die Woche darauf wie gewohnt weitergeht. Bis dahin – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Intro, Vorgeplänkel: erste Bücher und Lieblingsbücher von King 00:19:09 - "The Stand - das letzte Gefecht" von Stephen King (inkl. Auszug) 00:40:26 - "Sie - Misery" von Stephen King 00:56:15 - "In einer kleinen Stadt - Needful Things" von Stephen King 01:08:35 - Nachbesprechung, Verabschiedung   Buch-Infos: Titel: The Stand – Das letzte Gefecht Autor: Stephen King Übersetzung: Harro Christensen, Joachim Körber Verlag: Heyne (2016) Preis (Buch/eBook): 17,99 € / 13,99 € Länge: 1712 Seiten Genre: Horror, Apokalypse Form: Taschenbuch ISBN: 978-3453438187 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: Sie – Misery Autor: Stephen King Übersetzung: Joachim Körber Verlag: Heyne (2011) Preis (Buch/eBook): 10,99 € / 9,99 € Länge: 528 Seiten Genre: Horror, Geisel Form: Taschenbuch ISBN: 978-3453435834 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: In einer kleinen Stadt – Needful Things Autor: Stephen King Übersetzung: Christel Wiemken Verlag: Heyne (2009) Preis (Buch/eBook): 10,99 € / 9,99 € Länge: 880 Seiten Genre: Horror, Erzählung Form: Taschenbuch ISBN: 978-3453433991 Links: Verlag | Amazon (Affiliate) | LChoice (Affiliate)   Der Beitrag Folge 52: Alles nur Zufall?! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

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