Das Klima-Labor von ntv

ntv Nachrichten / RTL+
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Apr 2, 2026 • 39min

"Deutlich weniger Windräder in der Nordsee sparen 50 Milliarden Euro - und erzeugen nicht weniger Strom" | Tim Meyerjürgens (Tennet Germany)

Die Nordsee ist das Kraftwerk Europas. Theoretisch, jedenfalls. Sie hat ein hervorragendes Windangebot, einen guten Baugrund und ist relativ flach. Doch bisher kocht jeder Anrainer sein eigenes Offshore-Süppchen und verzettelt sich. Deutschland plant etwa zu viele Windräder. Sie nehmen einander den Wind weg und laufen nur ein Viertel der Zeit. "Das ist ineffizient", sagt Tim Meyerjürgens im Podcast.Der Ingenieur leitet Tennet Germany. Deutschlands größter Übertragungsnetzbetreiber ist für den Anschluss der Nordsee-Windparks verantwortlich. Meyerjürgens macht einen überraschenden Vorschlag: Weniger ist mehr. Weniger Turbinen erzeugen nicht weniger Strom.Erst recht nicht, wenn die Windparks europäisch vernetzt werden. Dann können sie dem Tennet-Chef zufolge rund um die Uhr laufen: "Wir beuten eine Sturmfront erst in Großbritannien aus und übetragen den Strom nach Deutschland und tags darauf machen wir es umgekehrt."Gast: Tim Meyerjürgens, CEO von Tennet GermanyModeration: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Mar 26, 2026 • 31min

"Die Solaranlage lohnt sich inzwischen immer - auch ohne Einspeisevergütung" | Peter Knuth (BDSH)

Der große Solar-Boom in deutschen Eigenheimen ist vorbei. Gut so, sagt das Solarhandwerk. Denn nach dem russischen Angriff auf die Ukraine wurde auf deutschen Dächern viel Schindluder getrieben. "Es wurden viele Anlagen verkauft", sagt Peter Knuth vom Bundesverband des Solarhandwerks. Bei Montage und Installation folgte das böse Erwachen. "Letztlich kann jeder Mensch Module aufs Dach schrauben, der sich hinauf traut. Die neuen Unternehmen haben Kunden mit unseriösen Anzeigen überschüttet." Nach vier Jahren Preiskampf stehen viele Handwerksbetriebe vor einer unsicheren Zukunft. Die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen hat damit nichts zu tun. "Solartechnik ist inzwischen so günstig, dass man alle Flächen wirtschaftlich nutzen kann - in Süd- und Norddeutschland", sagt Knuth. Das gilt nicht für die grüne Gas- oder Ölheizung: "Dieses Pferd ist tot geritten."Gast: Peter Knuth, Vorsitzender des Bundesverbands des Solarhandwerks (BDSH)Moderation: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Mar 22, 2026 • 13min

Ingenieure lehnen SMR ab: "Minireaktoren sind technisch gesehen zu klein, ineffizient und teuer" | Leonhard Gandhi (Fraunhofer ISE)

Ursula von der Leyen setzt auf moderne Mini-Atomreaktoren. Markus Söder auch. Die USA ohnehin. Die Politik möchte etliche Milliarden Euro und Dollar in SMR investieren. Tatsache bleibt: Auch nach jahrzehntelanger Forschung sind effiziente Minireaktoren nur Wunschtraum, keine Realität. "Das hat technische Gründe", sagt Leonhard Gandhi vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) im "Klima-Labor" von ntv. "Kleine Reaktoren brennen Kernbrennstoff schlechter ab. Deswegen sind SMR per se deutlich teurer als große Anlagen." Die Branche weiß ihm zufolge um ihre Ineffizienz, aber "scheitert krachend" mit allen Alternativen.Gast: Leonhard Gandhi, Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Der Diplom-Ingenieur leitet die Plattform Energy-Charts. Diese erfasst zahlreiche Daten zu Stromsystem, Stromproduktion und Stromverbrauch in ganz Europa. Moderation: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Mar 19, 2026 • 33min

Mittelstand leidet: "Energiepreise werden sich erst Ende 2027 wieder normalisieren" | Niels Keunecke (Meistro Energie)

Kleinere und mittlere Unternehmen bekommen keinen Industriestrompreis. Sie haben anders als Autofahrer keine Lobby und anders als große Konzerne keinen Draht ins Wirtschaftsministerium. Ihr finanzieller Puffer? Gering. Ihre Margen? Auch. Steigende Energiekosten sind tödlich.Ihnen bleiben zwei Möglichkeiten, um den Iran-Schock zu bewältigen: Energiefresser finden, dann unabhängig werden. "Eine eigene Solaranlage hat das größte Einsparpotenzial", sagt Niels Keunecke im Podcast.Der Chef von Meistro Energie versorgt 13.000 kleine und mittlere Unternehmen mit Strom und Gas. Seine Prognose ist düster: "Selbst, wenn der Krieg im Nahen Osten zeitnah endet, deuten die Preise an der Börse darauf hin, dass sich die Energiepreise erst Ende 2027 wieder in normales Fahrwasser bewegen."Eine gut geplante Energiewende mit klaren Vorgaben würde helfen, doch das deutsche Energiesystem wie ihm zufolge ähnlich gemanagt wie die Deutsche Bahn.Gast: Niels Keunecke, CEO der Meistro GmbH und Chef von Meistro EnergieModeration: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Mar 16, 2026 • 14min

Die Widersprüche der chinesischen Energiewende | Kevin Tu (Agora Energy China)

China ist der Gigant der erneuerbaren Energien. Allein 2025 hat das Land dreimal so viele Solaranlagen installiert, wie Deutschland insgesamt hat. Aber auch Kohlekraftwerke schießen wie Pilze aus dem Boden. Im Umland von Peking darf aber nicht mit Kohle geheizt werden. Stattdessen gibt es Gasheizungen. Die sind für viele Menschen aber zu teuer. Und bei der Wärmepumpe? Führt China eine Debatte wie Deutschland. Gast: Kevin Tu, Geschäftsführer der Denkfabrik Agora Energy ChinaModeration: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Mar 12, 2026 • 37min

"Drei Viertel der Deutschen hätten sofort mehr Geld in der Tasche" | Bastian Gierull (Octopus Energy)

Deutschland ist ein Junkie. "Wir sind abhängig von fossilen Brennstoffen", sagt Octopus-Energy-Chef Bastian Gierull im neuen Podcast. "Der Iran-Krieg macht deutlich: Nach der Energiekrise haben wir nur den Dealer ausgetauscht."Wie überwinden wir die Sucht und schaffen günstige Energiesicherheit? "Die Lösungen sind bekannt - nicht erst seit letzter Woche", sagt er. Die Ansätze von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche findet er nicht verkehrt, hält sie aber nur für Zwischenlösungen. "Es fehlt der nächste Schritt. Wir möchten den Ausbau der Erneuerbaren ja nicht einstellen." Kurzfristig hat die Bundesregierung ihm zufolge allerdings zwei andere Optionen, um Haushalte zu entlasten und clean zu werden: das Wahlversprechen einlösen und die Stromsteuer senken. Das macht E-Auto und Wärmepumpe automatisch attraktiver.Eine neue Studie der RWTH Aachen und Octopus Energy empfiehlt außerdem eine Strompreisobergrenze für Bestandskunden: "Dann wird niemand mehr über den Tisch gezogen und muss 75 Cent pro Kilowattstunde zahlen." Denn derzeit zahlen treue Kundinnen und Kunden jedes Jahr 11 Milliarden Euro zu viel für ihren Strom.Gast: Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy DeutschlandModeration: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Mar 5, 2026 • 37min

"Die Grüngasquote verteuert Heizen für alle - auch Bestandskunden" | Kerstin Stratmann (Fachverband Gebäudeenergie)

Der Ölpreis steigt, der Gaspreis explodiert. Der Iran-Krieg ist ein weiterer Grund, sich ernsthaft mit einer Wärmepumpe auseinanderzusetzen. Ein anderer ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) von Union und SPD. Der Entwurf enthält zwei Ansätze, die das Heizen mit Öl und Gas teurer machen würden als das bisherige Heizungsgesetz: Biotreppe und Grüngasquote. Wirtschaftsinstitute und auch die Bundesregierung selbst warnen vor Mehrkosten von bis zu 700 Euro im Jahr."Uns bereiten die Pläne wenig Bauchschmerzen", sagt Kerstin Stratmann vom Fachverband Gebäudeenergie selbstbewusst im Podcast. Ihr zufolge hat die Wärmepumpe Heizungsbauer, Handwerk und auch Immobilienwirtschaft bereits von sich überzeugt. "Sie ist die beste und wirtschaftlichste Lösung. Daran wird die Abschaffung des Heizungsgesetzes nichts ändern." Gast: Kerstin Stratmann, Geschäftsführerin ZVEI-Fachverband GebäudeenergieModeration: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Mar 3, 2026 • 23min

"Der Iran zeigt: Gas als Brückentechnologie erweist sich erneut als illusionär" | Jakob Schlandt (Hamburg Institut)

Die USA und Israel greifen den Iran an, der wehrt sich. Unter anderem sperrt die Islamische Republik die Straße von Hormus. Das ist ein wichtiger Transportweg für Erdöl und Flüssiggas (LNG). Der Iran beschießt außerdem Energieanlagen in Saudi-Arabien und Katar. Das Emirat stellt deshalb an zwei Standorten seine Flüssiggas-Produktion ein. Deutschland bezieht kein Flüssiggas aus Katar, Europa nur wenig. Trotzdem sorgt der Iran-Konflikt speziell an den europäischen Gasmärkten für Verwerfungen. Warum? Was bedeutet das für die deutsche Energieversorgung? Was bedeutet es, wenn man jetzt noch eine Gasheizung besitzt? "Die Ölversorgung ist deutlich flexibler", sagt Jakob Schlandt in einem Iran-Spezial. Er warnt: Beim Gas könnte es anders als beim Öl besonders dicke kommen.Gast: Jakob Schlandt, Leitung Regulierung und Märkte am Hamburg Institut Consulting (HIC) Moderation: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Feb 26, 2026 • 41min

"Ich kann die Skepsis verstehen, aber: Gaskraftwerke werden wir nicht mehr benötigen" | Jan Rabe (Rabot Energy)

Digital? Für das deutsche Stromsystem ein Fremdwort. Nur vier Prozent der Haushalte verfügen bisher über Smartmeter. In Dänemark, Frankreich oder Italien unvorstellbar. Umgekehrt ist das Verhältnis bei heimischen Batteriespeichern: "Wir sind Vorreiter bei der dezentralen und flexiblen Energieversorgung", sagt Jan Rabe von Rabot Energy im Podcast.Die Krux: Auf sich allein gestellt vollendet weder die eine noch die andere Technologie die Energiewende. Smartmeter UND Batteriespeicher sind die Bausteine für das Stromsystem der Zukunft. Und dynamische Tarife. "Nur damit kann man Flexibilität ins Energiesystem übertragen", sagt Rabe.Und die Macht von Wind- und Solarkraft entfesseln: "Man speichert Strom, wenn er günstig ist, um ihn zu verwenden, wenn er teuer ist." Das spart Geld und Netzausbau. Und Gaskraftwerke. Langfristig jedenfalls. Kurzfristig? Hat Rabe Verständnis dafür, dass die Politik neue baut: "Das Sicherheitsbedürfnis vieler Menschen ist bislang nicht bereit für das neue System."Gast: Jan Rabe, Co-Gründer und Chef von Rabot EnergyModeration: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
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Feb 25, 2026 • 15min

Gebäudemodernisierungsgesetz: "Die Mieter und der Klimaschutz sind die großen Verlierer" | Kerstin Stratmann (Fachverband Gebäudeenergie)

Das Heizungsgesetz ist Geschichte, die Zukunft lautet: Gebäudemodernisierungsgesetz. Kerstin Stratmann allerdings tut sich schwer, in den Reformplänen der schwarz-roten Koalition den fortschrittlichen Aspekt zu finden: "Die Modernisierung fehlt mir", sagt die Geschäftsführerin des Fachverbands Gebäudeenergie in einer ersten Einschätzung.Was erkennt sie stattdessen in den Plänen von Union und SPD? Zwei große Verlierer: alle Menschen, die zur Miete wohnen, und der Klimaschutz. Schuld ist die neue Grüngasquote. Dafür wird Biomethan benötigt. Das steht ihr zufolge aber gar nicht zur Verfügung: "Wir sind gespannt, woher das Grüngas kommen wird. Das muss die Gaswirtschaft erstmal liefern."Anders sieht es ihr zufolge bei der Wärmepumpe aus. Die hat sich trotz aller Herausforderungen gut entwickelt. Wer kann, sollte zugreifen: "Wir hören, dass Wärmepumpen die Heizkosten schon jetzt um ein Drittel senken."Gast: Kerstin Stratmann, Geschäftsführerin Fachverband Gebäudeenergie. Die ausführliche Analyse der GEG-Reform mit ihr folgt kommende Woche. Moderation: Clara Pfeffer und Christian HerrmannWir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.deIhr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder SpotifyDas Interview als Text? Einfach hier klicken.Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de

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