A Distanza - Aufklärung und Kritik

216 - Die NSDAP im heiligen Land

Apr 11, 2026
Ralf Balke, promovierter Historiker und Autor von 'Hakenkreuz im Heiligen Land', lebt zwischen Berlin und Tel Aviv. Er erzählt von der Gründung und dem schnellen Wachstum der NSDAP‑Organisation im britischen Mandatsgebiet Palästina. Es geht um pietistische Siedler, religiösen Antijudaismus, Verhältnisse zu Arabern und Briten, Konformitätsdruck, Rituale und das Schicksal der Deutschen vor Ort.
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INSIGHT

Tempelgesellschaft Prägte Deutsche Kolonien In Palästina

  • Die palästinadeutschen Siedler stammten größtenteils aus der pietistischen Tempelgesellschaft und sahen sich als neues auserwähltes Volk statt der Juden.
  • Ihre frühe Einwanderung ab 1868 schuf erfolgreiche Siedlungen, Industrien und dauerhafte deutsche Staatsbürgerschaft für 2.000–2.500 Personen.
INSIGHT

Enge Verbindung Nach Deutschland Erklärte NSDAP-Gründung

  • Palästina-Deutsche verfolgten die Politik in Deutschland genau, weil viele für Ausbildung und Heirat nach Deutschland reisten und deutsche Staatsbürger blieben.
  • Diese Verbindung ermöglichte 1931–33 die Gründung einer NSDAP-Landesgruppe durch lokale Anträge wie von Architekt Karl Ruff.
INSIGHT

Nationalsozialismus Wurde Religionsähnlich Wahrgenommen

  • Für viele Palästina-Deutsche hatte Nationalsozialismus religiöse Züge: Hitlerreden wurden wie Gottesdienste erlebt und er galt als Gottes Werkzeug.
  • Landesgruppenleiter Cornelius Schwarz verglich Hitler mit Luther und wandelte pietistische Symbolik in politischen Hingang.
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