
JACOBIN Podcast Wir können uns leisten, was wir verdienen – von Astrid Zimmermann
Mar 5, 2026
Astrid Zimmermann, Journalistin und Autorin, liefert kritische Analysen zur Sozialpolitik und Umverteilung. Sie entlarvt die These, der Sozialstaat sei „unfinanzierbar“. Sie spricht über Sanktionen, Steuervergünstigungen für Konzerne, Finanzialisierung der Altersvorsorge und wie politische Erzählungen Löhne, Teilzeit und soziale Rechte aushöhlen.
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Episode notes
Sozialstaat Ist Politische Nebelkerze
- Die Aussage "Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten" ist eine politische Nebelkerze, die ökonomische Probleme als individuelles Versagen darstellt.
- Astrid Zimmermann zeigt, wie diese Erzählung von Politik und Arbeitgeberlobby genutzt wird, um soziale Absicherungen abzubauen.
Grundsicherung Als Machtinstrument Gegen Erwerbstätige
- Verschärfungen bei der Grundsicherung sollen Menschen in prekäre Situationen zwingen, nicht sparen — sie verschieben Macht zugunsten der Arbeitgeber.
- Zimmermann führt konkrete Maßnahmen an: Totalsanktionen, Kürzung von Heiz- und Mietkosten und hoher Verwaltungsaufwand.
Lochriges Netz Verstärkt Arbeitgebermacht
- Schwächung sozialer Absicherung erhöht Abhängigkeit von Arbeitgebern und senkt Verhandlungsmacht der Beschäftigten.
- Zimmermann betont: Je löchriger das Netz, desto existenzieller wird der Lohn und desto weniger kann verhandelt werden.
