
Der CANIS-Podcast – Hundeexpert:innen ausgefragt Shorts: Definition von Jagdverhalten
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Mar 13, 2026 Dr. Iris Mackensen-Friedrichs, Verhaltensbiologin und Expertin für Hundeverhalten, erklärt biologische Grundlagen von Beutefang und Jagdverhalten. Kurze, klare Definitionen zu Funktionskreisen und Appetenzverhalten. Es geht um rassespezifische Unterschiede, Dopamin‑Belohnung und warum Training allein oft nicht ausreicht.
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Episode notes
Beutefang Ist Kein Aggressionsverhalten
- Beutefangverhalten ist kein Aggressionsverhalten, sondern neurobiologisch anders verortet und relativ emotionslos.
- Iris Mackensen-Friedrichs ordnet es dem stoffwechselbedingten Verhalten zu, nicht dem sozialen Schutzverhalten, mit Fokus auf Nahrungserwerb.
Die Beutefangkette Beschreibt Standardabläufe
- Beutefang folgt einer idealisierten Kette: Orte, Fixieren, Anschleichen, Hetzen, Packen, Töten, Zerteilen und Fressen.
- Coppinger beschrieb diese Sequenz an Wölfen; sie variiert je nach Beutegröße und Kontext.
Rassezüchtung Formte Jagdkomponenten
- Zucht hat bei Haushunden einzelne Elemente der Kette verstärkt oder abgeschwächt, z.B. Fixieren beim Border Collie oder Töten beim Terrier.
- Dadurch entstanden rassespezifische Begabungen wie Hetzen, Packen oder Wegtragen.
