
Thema des Tages 52 Millionen Euro für 3.000 missbrauchte Kinder
Nov 7, 2019
Gudrun Springer, Chronikredakteurin beim STANDARD, beleuchtet die schockierenden Missbrauchsfälle in Wiener Kinderheimen von 1945 bis 1999. Über 3.000 Betroffene haben sich gemeldet, was zu einem Abschlussbericht und 52 Millionen Euro an Entschädigungen führte. Springer spricht über die systematische Gewalt durch Erzieher und die Rolle der römisch-katholischen Kirche. Die Herausforderungen bei der Aufarbeitung und die Notwendigkeit nachhaltiger Reformen in der Jugendfürsorge stehen ebenfalls im Fokus.
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Wer Anspruch Auf Zahlungen Hatte
- Von über 3.000 Meldungen erhielten rund 2.300 Personen Entschädigungen, weil nicht alle Fälle in städtischen Einrichtungen lagen.
- Manche wollten keine Zahlungen oder waren nicht in Akten nachweisbar, dennoch wurde den Meldenden grundsätzlich geglaubt.
Skala Der Entschädigungsbeträge
- Entschädigungen reichten von 500 bis 35.000 Euro; 76 Personen erhielten die Höchstsumme.
- Ein Fünftel bekam etwa 20.000 Euro, weitere 17 Prozent 15.000 Euro, die Beträge variierten nach Einstufung.
Rechtliche Möglichkeiten Prüfen
- Ein Expertengremium entschied nach Akteneinsicht und Clearing über Schweregrade und Zahlungen.
- Betroffene können zusätzlich straf- oder zivilrechtliche Schritte prüfen, obwohl viele Taten verjährt sein dürften.
