
Ö1 Journale - gehört vertieft Erst Venezuela, dann Grönland? Trumps Machtansprüche vs. Völkerrecht
Jan 16, 2026
Martin Weiß, ehemaliger Botschafter in den USA, liefert diplomatische Einordnung zu NATO und US-Interessen. Irmgard Marboe, Völkerrechtlerin aus Wien, erklärt Gewaltverbot und Selbstbestimmung. Sie diskutieren Trumps Militäroptionen in Venezuela, mögliche Folgen für Grönland und die Grenzen des UN-Sicherheitsrats. Es geht um Motivation, rechtliche Schranken und wie Staaten auf Machtansprüche reagieren könnten.
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Episode notes
Völkerrecht Schützt Staatenbeziehungen Nicht Innenpolitik
- Völkerrecht regelt primär Beziehungen zwischen Staaten, nicht innerstaatliche Demokratie oder Menschenrechte.
- Marboe erklärt, dass das Recht Einmischung untersagt und Menschenrechte nur sukzessive durch internationale Zusammenarbeit ergänzt wurden.
Unilaterale Handlungen Erodieren Rechtsüberzeugungen
- Präsidenten können nationale Rechtsnormen und staatliche Praxis so verändern, dass internationale Normen an Autorität verlieren.
- Marboe nennt Trumps Umbenennung des Verteidigungsministeriums als Beispiel für Erosion von Rechtsüberzeugungen.
UN-Charta Entstand Aus Furcht Vor Totaler Zerstörung
- Das Gewaltverbot nach 1945 entstand aus der Angst vor totaler Zerstörung durch moderne Kriegsführung.
- Marboe betont, dass die UN-Charta den dritten Weltkrieg verhindern sollte und dies bis heute gelang.


