
Das Wissen | SWR Botanische Gärten – Vom kolonialen Erbe zur modernen Klimaforschung
Apr 13, 2026
Cornelia Löhne, wissenschaftliche Leiterin der Botanischen Gärten Bonn-Poppelsdorf, erklärt Pflanzenverlagerung, Biopiraterie und Naturschutz. Joachim Meißner, Journalist und Erzähler vor Ort, schildert historische Fälle und Forschungsprojekte. Sie sprechen über koloniale Ursprünge, Rückgabe und Regulierung, ex-situ-Schutz, Baumforschung mit Sensoren und die Rolle der Gärten als globale Forschungs- und Kooperationsnetzwerke.
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Episode notes
Gärten Als Schaufenster Des Empire
- Im 18./19. Jahrhundert wurden botanische Gärten zu imperialen Schaufenstern exotischer Nutz- und Zierpflanzen und warben für Kolonialbesitz.
- Sie dienten zugleich als Wissenszentren für Anbauverbesserungen und Plantagenökonomie.
Von Kolonialer Biopiraterie Zum Nagoya-Protokoll
- Biopiraterie war im 19. Jahrhundert gängige Praxis: Pflanzen wurden ohne Zustimmung entfernt und global verteilt.
- Heute versucht das Nagoya-Protokoll durch Dokumentation und Einwilligung Fairness und Gewinnteilung zu erzwingen.
Toromiro Verschollen In Der Heimat
- Der Toromirobaum von der Osterinsel gilt in Freiheit als ausgestorben, überlebte aber in einigen botanischen Gärten wie Bonn.
- Wiederansiedlungsversuche seit den 1990er Jahren scheitern bislang wegen zerstörter Ökosysteme.
