
Überblick-Supervision Angst
Feb 5, 2025
Beate Pauluth-Cassel, Supervisorin und tiefenpsychologische Psychotherapeutin, bringt gruppenanalytische Perspektiven zu Angst ein. Sie erzählt Fallbeispiele und erklärt vorsprachliche Handlungsdialoge, Projektive Identifikation und Bions Grundannahmen. Es geht um Benennen versus Inszenieren, Grenzen von Supervision und wie Struktur, Sprache und Nacharbeit Angst im Team beeinflussen.
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Episode notes
Angst Als Schutz Und Blockade
- Angst ist ein universelles Grundgefühl mit Schutz- und Blockierungsfunktion in evolutionärer Perspektive.
- Tina Heitmann erklärt, dass Angst sowohl Leben schützt (Höhenangst) als auch Handlung verhindern kann, je nach Intensität und Kontext.
Weinen Nach Dem Wort Angst
- Beate Pauluth-Cassel berichtet von einer Supervisandin, die ihr Ziel nicht nennen konnte und später weinend den Raum verließ, nachdem das Wort Angst gefallen war.
- Draußen sagte die Supervisandin, sie fürchte Entwertung durch ihre Vorgesetzte; das Offenlegen löste ihre Angst.
Angst Wird Erst Durch Andere Benennbar
- Frühe Sozialisierung bestimmt, ob Menschen Angst benennen können oder sie als körperliche Zustände erleben.
- Pauluth-Cassel: Manche konnten Angstsymptome nie sprachlich zuordnen, weil die wichtigen Anderen das nie benannten.


