
Forschung aktuell Differenz mit Folgen - Meeresspiegel ist an Küsten vielerorts höher als gedacht
Mar 5, 2026
Anders Levermann, Klimaforscher am Potsdam-Institut, kommentiert Bedeutung für Küstenschutz. Katharina Seger, Autorin der Studie, erklärt Geoid-Modelle und Messabweichungen. Sie sprechen über blinde Flecken in Risikoabschätzungen. Küstennaher Meeresspiegel kann 20–30 cm oder mehr höher liegen. Besondere Hotspots sind Südostasien und der Indopazifik.
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Küstennaher Meeresspiegel Weicht Systematisch Ab
- Lokaler Küstenmeeresspiegel unterscheidet sich systematisch vom theoretischen Geoid und ist im Mittel 20–30 cm höher.
- Katharina Seger fand, dass Geoid-Modelle oft Stürme, Strömungen, Temperatur und Salzgehalt nicht berücksichtigen.
Studien Verlassen Sich Hauptsächlich Auf Geoidmodelle
- Über 90 Prozent der Risikoabschätzungen nutzen Satellitenbasierte Landhöhen und Geoid-Modelle statt gemessene Pegelwerte.
- Das schafft einen "blinden Fleck", weil diese Modelle eine idealisierte Referenzfläche ohne lokale Dynamik liefern.
Südostasien Zeigt Besonders Große Abweichungen
- Südostasien und Indopazifik zeigen die größten Diskrepanzen; lokal können Abweichungen bis zu oder über einem Meter betragen.
- Regionen wie Europa oder die USA weisen deutlich geringere Differenzen auf.

