
Radiowissen Braun statt Weiß-Blau - Die NS-Ministerpräsidenten Bayerns
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Jan 14, 2026 Daniel Rittenauer, Münchner Historiker und Experte für die NS-Zeit, spricht über das überraschende Fortbestehen des Ministerpräsidentenamts in Bayern zwischen 1933 und 1945. Er erläutert, wie das Amt trotz Entmachtung weiterhin existierte und zur repräsentativen Verwaltung degradiert wurde. Rittenauer beleuchtet die Beteiligung Bayerns an Repressionen wie in Dachau sowie die Rolle von Ministerpräsidenten wie Siebert und Gießler. Auch die sinkende Bedeutung von Kabinettssitzungen und der Einfluss von Führungspersonen wie Adolf Wagner werden thematisiert.
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Von Epp Als Symbolischer Auftakt
- Franz Ritter von Epp wurde im März 1933 kurz als Ministerpräsident eingesetzt und fungierte eher als Gallionsfigur.
- Er übernahm später das Amt des Reichsstatthalters und behielt diese repräsentative Rolle bis 1945.
Siebert: Konformität Statt Eigeninteresse
- Ludwig Siebert war ursprünglich kein überzeugter Nationalsozialist und trat der NSDAP erst 1931 bei.
- Als Ministerpräsident diente er primär dem Regime und passte seine Reden der nationalsozialistischen Ideologie an.
Verfassung Als Verwaltungsgesetz
- Nach 1933 wurde die Bayerische Verfassung formal beibehalten, aber zur Verwaltung herabgestuft.
- Der Landtag wurde aufgelöst und Kritik an der Reichsführung war tabu, der Ministerpräsident wurde faktisch aus Berlin bestimmt.

