
BR24 Medien Der Fall Alex Pretti: Wie mit der Trump-Regierung umgehen?
Der Fall von Alex Pretti ging um die Welt: Der Krankenpfleger wurde in der US-Stadt Minneapolis von Einsatzkräften der Einwanderungsbehörde ICE erschossen. Die US-Regierung sagte: Pretti habe sich mit einer Waffe den ICE-Leuten genähert.
Videos in sozialen Netzwerken zeigten aber: Pretti hatte sein Handy in der Hand. Erschossen wurde er, nachdem ihm seine Waffe – die er nicht gezeigt hatte – abgenommen worden war.
Trotz der eindeutigen Lage taten sich viele Medien anfangs damit schwer, die Aussagen der US-Regierung richtig einzuordnen: Mal wurde ihre Position unkritisch wiedergegeben, mal lediglich von Zweifeln an der Deutung gesprochen. Dass es die Unwahrheit war, schrieben zu Beginn nur wenige.
Was die Gründe dafür sind, warum viele Medien zurückhaltend reagierten, warum das problematisch ist und wie Journalistinnen und Journalisten stattdessen mit der Trump-Regierung umgehen sollten, das bespricht Jasper Ruppert mit Annika Schneider vom Online-Magazin Übermedien und Christian Fahrenbach, US-Korrespondent für das Redaktionsnetzwerk Deutschland.
