Musikgeschichte aus FLINTA-Perspektive auf Podcastlänge zu erzählen? Ein heillos überkomplexes Unterfangen. Doch weil Diversität und Chancengerechtigkeit nicht nur am nahenden Frauentag, sondern seit Jahren kontinuierlich auf der Agenda des Reeperbahn Festivals stehen, richten wir in dieser Ausgabe von Ruhestörung mal die Scheinwerfer zumindest auf einige bedeutende FLINTA-Persönlichkeiten, die auf unterschiedliche Weise in der Musikwelt ihre Stempel aufgedrückt haben – allen Widrigkeiten zum Trotz.
Lange galt Musik ja, wie so vieles andere auch, als etwas, das vor allem Männern vorbehalten war. Als Zierde zu Hause ein wenig auf dem Klavier zu spielen, wurde vielleicht noch gebilligt, aber Musik zu studieren, zu veröffentlichen oder gar damit erfolgreicher (als Männer) zu werden? Unerwünscht. Glücklicherweise gab es immer wieder mutige Frauen, die das Gewicht des Patriarchats nicht erdrücken konnte und die mit Cleverness, Mut und zur Not auch mal mit Hungerstreiks ihr Recht auf musikalische Entfaltung und Teilhabe einforderten. Die einen waren dabei explizit politisch, prangerten Sexismus und Rassismus an und wehrten sich ganz bewusst gegen das ungerechte System. Andere hätten sich vielleicht nie als Feminist*innen bezeichnet (z. T. gab es den Begriff auch noch gar nicht) und wurden dennoch durch ihr Talent, ihre Stimmen und ihre Leidenschaft zu weiblichen+ Leuchttürmen in der Musikgeschichte.


