Radiowissen

Schwaben- und Hütekinder - Schwerstarbeit statt Schule

Jun 26, 2025
Sabine Mücke, Historikerin und Leiterin des Museums Humpis Quartier in Ravensburg, spricht über das Phänomen der Schwabengängerei, bei dem Kinder aus den Alpen zwischen 6 und 14 Jahren für harte Saisonarbeit in Oberschwaben abwanderten. Sie beleuchtet die emotionalen Herausforderungen dieser Kinder, ihre Ängste und das Heimweh während der beschwerlichen Reisen. Mücke erläutert auch die Rolle der Hütekindermärkte und die kräftezehrende Realität der Kinderarbeit in der Landwirtschaft, sowie die weitreichenden Folgen für deren Nachkommen.
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Episode notes
INSIGHT

Bahn erleichtert gefährlichen Weg

  • Kinder wandern oft mit dünner Kleidung und wenig Proviant zu Fuß.
  • Mit Bau der Arlbergbahn 1884 wurde der Weg aus Tirol leichter.
INSIGHT

Hütekindermarkt und Lohnverhandlung

  • Auf den Hütekindermärkten wurde der Arbeitslohn verhandelt.
  • Zusatzleistungen wie doppelte Kleidung waren wichtig für das Wohl der Kinder.
ADVICE

Schutz durch Verein und Pfarrer

  • Der Hütekinderverein setzte Verträge auf und setzte sich für Kinderwohl ein.
  • Pfarrer besuchten die Höfe, um sicherzustellen, dass die Kinder fair behandelt werden.
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