
ENERGIEZONE Milliarden-Schock: Zerstört die Bundesnetzagentur den deutschen Speicher-Boom? (E#111)
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Mar 15, 2026 Simon Hillmann, Partner bei AssmannPeiffer und Energierechts-Experte, erklärt kurz seine Rolle in Regulierung und Netzwirtschaft. Er spricht über rechtliche Unsicherheiten bei Kundenanlagen und Co‑Location. Thema sind das Agnes‑Paket, dynamische und Rückwirkende Netzentgelte sowie Risiken für Speicherinvestitionen. Abschließend geht es um Vertrauensschutz und wie politische Signale Kapitalflüsse beeinflussen.
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Dreijährige Atempause Für Bestandskundenanlagen
- Der Gesetzgeber hat mit §118 Abs.7 ENWG eine dreijährige Übergangsregelung geschaffen, die Bestandskundenanlagen bis Ende 2028 von regulatorischen Anforderungen freistellt.
- Simon Hillmann betont, dass dies unionsrechtlich fragwürdig ist, aber politisch als Zeitgewinn gedacht wurde, damit Landesregulierungsbehörden und Netzbetreiber "die Finger davon lassen".
Industriestrompreis Als Zuschuss Für Flexibilität
- Der Industriestrompreis ist kein Gießkanneninstrument, sondern ein zielgerichteter Zuschuss zur Finanzierung von Flexibilisierung in energieintensiven Unternehmen.
- Simon und Ilan berichten, dass viele Mittelständler enttäuscht sind, weil sie nicht in den engen Begünstigtenkreis fallen und die Gegenleistung (Investition in Flexibilität) als Hürde sehen.
Energiewende In Phase Der Systemintegration
- Deutschland befindet sich laut Six‑Phase-Modell der IEA in Phase 4–5, also in einer Phase, in der Erneuerbare systemrelevant sind und Systemintegration Herausforderungen erzeugt.
- Simon sieht das als Erfolg, nicht als Scheitern, warnt aber vor Polarisierung zwischen Erzeugern und Netzbetreibern und vor politischer Gegenreaktion, die die Energiewende ausbremsen könnte.


