Radiowissen

Angst vor der Dunkelheit - Was die Finsternis unheimlich macht

Oct 30, 2025
Eva-Maria Fassot, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, erklärt die evolutionären Wurzeln der Angst vor Dunkelheit. Carina Breidenbach, Literaturwissenschaftlerin, diskutiert, wie Dunkelheit in der Literatur als Raum der Furcht und des Grusels genutzt wird, etwa in der schwarzen Romantik. Ulrich Bröckling, Soziologe, kommentiert die gesellschaftlichen Ängste und Faszinationen, die mit nächtlichen Räumen verbunden sind. Gemeinsam beleuchten sie, wie Geschichten und Märchen helfen, Dunkelheit handhabbar zu machen und deren positive Seiten als Rückzugsort hervorzuheben.
Ask episode
AI Snips
Chapters
Books
Transcript
Episode notes
INSIGHT

Sprachliche Licht‑Und‑Dunkel‑Metaphern

  • Im Deutschen sind Dunkelheits‑Metaphern meist negativ besetzt und stehen für Unwissenheit und Bedrohung.
  • Lichtmetaphern symbolisieren dagegen Wissen, Kontrolle und das Gute.
INSIGHT

Kulturelle Verknüpfung Mit Dem Bösen

  • Bröckling und Breidenbach verweisen auf biblische und kulturgeschichtliche Verknüpfung von Dunkelheit mit Bösem.
  • Diese Symbolik prägte Mittelalter und religiöse Vorstellungen stark.
INSIGHT

Erzählen Als Angstbewältigung

  • Hans Blumenberg zufolge formen Menschen Geschichten, um diffuse Ängste durch Benennung zu bändigen.
  • Märchen und Mythen geben der unbestimmten Dunkelheitsangst konkrete Gestalten und Handlungsregeln.
Get the Snipd Podcast app to discover more snips from this episode
Get the app