
Alles Geschichte - Der History-Podcast SPUREN ALTER SCHÄTZE - Der Kampf um einen nackten Super-Promi
Mar 6, 2026
Eine antike, laszive Skulptur reist im Winter 1819 über die Alpen nach München. Es geht um Raub, Besitzansprüche und diplomatische Tricks beim Erwerb für König Ludwig I. Die Herkunft, Stilfragen und mögliche Auftraggeber aus der hellenistischen Welt werden diskutiert. Auch die mythische Pose, Dionysos-Bezüge und die dauerhafte Faszination der Statue stehen im Mittelpunkt.
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Episode notes
Pose Als Ausdruck Von Ekstase Und Kontrollverlust
- Die Pose des Fauns zeigt totalen Kontroll- und Schamverlust: halb sitzend, halb liegend, Beine weit auseinander, komplett nackt — eine starke sinnliche Kraft.
- Die Darstellung betont den Übergang von Lust zu Schlaf und die körperliche Erschöpfung als ikonographisches Motiv.
Faun Im Kontext Des Dionysischen Kults
- Der Faun gehört zum Gefolge des Dionysos und symbolisiert durch Trunkenheit göttliche Ekstase, Fruchtbarkeit und Befreiung von Alltagsängsten.
- Satyren/Faune mit Pferde- oder Eselsmerkmalen verkörpern wilde, fremde Triebe jenseits klassischer Ideale.
Faun als Barberini-Familienbesitz und römisches Drama
- Der Barberinische Faun wurde zwischen 1624 und 1628 in Rom bei Bauarbeiten ausgegraben und erregte sofort großes öffentliches Aufsehen.
- Papst Urban VIII. schenkte die Statue der Familie Barberini, die den Faun 250 Jahre im Palazzo Barberini behielt, bis die Napoleonischen Wirren 1799 Verkauf brachten.
