
Politisches Feuilleton Smarte Brillen - Die Welt nicht mehr mit den eigenen Augen sehen
Mar 9, 2026
Roberto Simanowski, Medienphilosoph und Publizist, analysiert smarte Brillen und ihre Folgen. Er erinnert an Google Glass und zeigt, wie neue Brillen Wahrnehmung und Sprache durch KI verändern. Es geht um gefärbte Weltsichten, unsichtbare Filter und die Frage, wessen Blick in den Algorithmen steckt. Politische Einflussnahme und die neue Nähe der Technik zum Auge werden kritisch beleuchtet.
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Episode notes
San Francisco Proteste Gegen Google Glass
- Roberto Simanowski erzählt von der Protestaktion in San Francisco gegen Google Glass mit Schildern "Glassholes are not welcome".
- Die Anekdote zeigt, wie öffentliche Ängste vor heimlichen Aufnahmen und Gesichtserkennung das Google-Glass-Projekt vorerst scheitern ließen.
Brille Als Externe Erinnerung
- Simanowski beobachtet, dass die smarte Brille jetzt von Meta als Ray-Ban zurückkommt und die Welt nicht nur sieht, sondern sich merkt, wo ich mein Fahrrad abgestellt habe.
- Die Brille ersetzt Teile unserer Erinnerung, weil sie sieht, hört und Auskünfte gibt, sodass wir weniger aus eigener Wahrnehmung wissen.
Kleists Grüne Gläser Für Digitale Filter
- Simanowski zieht Kleists Bild der grünen Gläser heran: Technologien färben unsere Wahrnehmung und machen sich ununterscheidbar von unseren eigenen Sinnen.
- Kleists Vergleich zeigt, dass wir unsere perspektivischen Filter nicht mehr ablegen können; die Brille wird "unsere Augen".
